OFFENE DISKUSSION
ihr kennt mein Credo: lokale Verarbeitung, lokale Datenspeicherung, keine Telemetrie. Seit einigen Monaten erreichen mich immer mehr Anfragen zum Thema “Auswertung via Website/Cloud” und Solar-Map. Ich bin dagegen und SFML wird diese Funktion nicht nativ bekommen.
Die Kritik an meinem Vorgehen:
Aktuell erreicht mich aber eine Welle an Kritik in etwa der Art: “Es sind doch meine Daten – warum dürfte ich nicht selbst entscheiden, ob ich der Solar-Community einen Mehrwert bieten möchte?”
Ein berechtigter Einwand, aber philosophisch eine Sackgasse. Mehrere Entwickler haben zudem schon versucht, Daten aus SFML zu extrahieren und online bereitzustellen – grundsätzlich kein Problem bei Open Source, aber genau deshalb macht es Sinn, das Thema hier offen zu diskutieren statt es Bastellösungen zu überlassen.
Wie ein möglicher Weg aussehen könnte
Die einzige Variante, die ich mir überhaupt vorstellen könnte: ein separates, optionales Add-on, das eure Daten verschlüsselt an einen Speicherpunkt übertragen würde – ohne klassischen Website-Login. HA würde ich dafür auf KEINEN FALL öffnen.
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Installation: Das Add-on müsste separat installiert werden, nicht Teil der SFML-Kern-Installation.
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Auswahlliste statt Alles-oder-Nichts: Bei der Einrichtung – und jederzeit später änderbar – würdet ihr eine Liste aller übertragbaren Kategorien zum Anhaken bekommen, jeweils mit klarer Erklärung, z. B.:
- Aktuelle Erzeugung (kWp) – Momentanwert eurer PV-Leistung
- Tages-/Jahresertrag – summierte Erträge, keine Einzelwerte
- Eigenverbrauchsquote – Anteil des selbst genutzten Stroms
- Standort-Wetterdaten – nur Wetterwerte, kein Standort selbst
- Historische Verlaufsdaten – Zeitreihen für Auswertungen/Vergleiche
- AI Schwamwissen senden / empfangen
Nichts wäre standardmäßig aktiviert (Opt-in), jede Kategorie einzeln wählbar.
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Verschlüsselung: Nur die angehakten Kategorien würden lokal verschlüsselt werden, der Schlüssel bliebe bei euch.
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Übertragung: Dein SFML → verschlüsselte Brücke → SFML-Website als reiner Speicher (kein Login, kein Klartext-Zugriff, keine Auswertung durch die Website selbst) → deine eigene “STATS”-Seite mit der Map/den Auswertungen, die sich die Daten von dort holt.
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Widerruf: Kategorie abwählen oder Add-on deinstallieren würde die Übertragung sofort stoppen, ohne Nachsynchronisation.
Die Website wäre also bewusst “dumm” – reine Ablage der verschlüsselten Pakete. Die eigentliche Auswertung und die Map würden auf einer separaten STATS-Seite lokal passieren, die sich diese Daten holt und anzeigt /Verarbeitet.
Was hättet ihr davon?
Der Mehrwert sollte nicht “Cloud um der Cloud willen” sein, sondern konkrete Dinge, die lokal allein schwer möglich wären:
- Vergleich mit ähnlichen Anlagen: “Anlagen mit ähnlicher Ausrichtung/kWp in deiner Region erzielen X kWh – du liegst bei Y” – würde zeigen, ob eure Anlage unterdurchschnittlich läuft (Verschattung, Verschmutzung, Defekt).
- Degradations-Tracking über Jahre: Ertragsverlust pro Jahr aus historischen Daten – würde eine frühzeitige Erkennung von Panel-Alterung oder Wechselrichter-Problemen ermöglichen.
- Wetterkorrigierte Auswertung: Ertrag im Verhältnis zur tatsächlichen Einstrahlung statt Rohwerten – für einen fairen Vergleich unabhängig vom Wetterjahr.
- Prognose-Feedback-Loop: Hubble könnte KI-Vorhersage mit Ist-Wert vergleichen und einen Korrekturfaktor zurückliefern.
- Autarkie-/CO2-Badge: eine teilbare Kennzahl als Motivation.
- Jährlicher Report: ein automatisch generierter PDF-Bericht für Steuer/Eigenbedarf.
- upload (via SFML) von historischen Daten
Und die lokale KI?
Auch hier ginge es nicht darum, dass eure Rohdaten irgendwo landen, sondern dass verdichtete Erkenntnisse zurückfließen könnten:
- Kalibrierung + Rohdaten-Training: Hubble könnte auf ein Schwarmwissen der SFML Community zurückgreifen und es lokal verarbeiten / bewerten
- Feinere Kurzfrist-Wetterdaten aus dem Schwarm: viele Anlagen in einer Region könnten reale Einstrahlungswerte liefern, davon würden Nutzer ohne Wetterstation profitieren oder generell schneller Wetter lernen.
- Anomalie-Erkennung durch Referenzwerte: anonymisierte Vergleichswerte ähnlicher Anlagen würden helfen, “untypisch” viel früher zu erkennen als aus der eigenen kurzen Historie.
- Kaltstart-Hilfe für neue Anlagen: ein anonymisierter Erwartungsverlauf vergleichbarer Anlagen als Startpunkt, bis genug eigene Daten vorhanden wären.
- Föderiertes Lernen: nur Modell-Updates statt Rohdaten teilen – jede neue Installation hätte so von Tag 1 an eine (vermutlich) brauchbare Prognose.
Die Kernfragen bleiben:
- Wäre der Nutzen für euch groß genug, um das umzusetzen?
- Welche der genannten Kategorien würdet ihr tatsächlich teilen wollen – fehlt euch etwas in der Liste?
- Welcher der genannten Nutzen (Vergleich, Degradation, Prognose, KI-Kalibrierung, …) wäre für euch am wichtigsten?
- Würde euch eine reine Anzeige reichen, oder sollte es Richtung “gemeinsames Wissen” für bessere KI-Prognosen gehen?
- Wäre euch die Trennung Speicher (Website) / Auswertung (STATS-Seite) wichtig, oder würde eine kombinierte Lösung genügen?
Wichtig bliebe in jedem Fall:
Separate, freiwillige Integration, höchster Datenschutz als Pflicht, kein klassischer Account-Zwang (keine Registrierung notwendig), verschlüsselt verlassen und nur für das, was ihr aktiv ausgewählt hättet. Keine KI-Verarbeitung in der Cloud! - Es würde architektonisch ein reiner zusätzliche Datenpfad sein. KEINE WEBSITE, sondern eine eigene Seite in STATS, da keine Datenverarbeitung online stattfindet.
DISCLAIMER
Die Idee zu dieser Diskussion und möglicher Umsetzung(en) kommen von Basti
Idee von Basti (sein Bild):
Feuer frei… ich bin gespannt auf eure Meinungen

