Ultraschallwasserzähler HYDRUS DIEHL Typ 173 auslesen

Stellst Du diese zur Verfügung und falls ja, hast Du auch eine Info zur verwendeten Hardware?

Der Key wird aber nur benötigt, wenn man den Zähler über Funk auslesen möchte? Klingt jedenfalls fancy und kann ggf auch über die Hardware erfolgen, auf der auch Home Assistant läuft. Bzw eben an Home Assistant angeschlossen.

Aber auch da wäre es spannend, ein paar Infos zu kennen. Habe ich das hier im Thema oder über Google Suche übersehen? Man muss das Rad ja nicht neu erfinden - so die Bereitschaft besteht, die Software/Scripte/whatever und eine Info zur Hardware zu teilen.

@Roi : Soweit ich das verstehe, werden die per Funk ausgestrahlten Telegramme verschlüsselt. Dabei kommt es aber darauf an, wie genau der Versorger die Zähler bestellt beim Hersteller. Wenn er einen Satz mit 1000 Zählern bestellt und nichts weiter angibt, dann werden alle 1000 Zähler mit dem gleichen Schlüssel ausgestattet. Alternativ kann er aber wohl spezifizieren, dass jeder Zähler einen individuellen Schlüssel bekommt.

Nur im letzten Fall wird der Versorger den Schlüssel raus rücken. Es gibt auch etliche Meldungen, wo die Versorger das verweigern, weil du ja z.B. nicht in der Lage sein darfst, den Verbrauch des Nachbarn auszulesen.

Der Funk wird (zumindest in der Theorie) dazu genutzt, dass der Versorger nur mit einem Auto durch die Straße rollen müsste, und dann könnte er mit Laptop/Antenne alle Zählerstände automatisch einsammeln. Hier in Duisburg ist es aber so, dass ich trotz digitalem Zähler immer noch eine POSTKARTE geschickt bekomme, wo ich den Zählerstand eintragen soll und dann Retoure senden soll.

Ich mache das auch grundsätzlich genau so prehistorisch-analog, damit der Leidensdruck in den Quasi-Behörden schön groß ist, und so was endlich mal gescheit digitalisiert wird. Die Hardware kann es ja schon. (dauert bloß noch 6-8 Jahre, bis alle 500k Haushalte die neuen Zähler haben werden)

Alternativ zum Funk kannst du auch einen Microcontroller an das Kabel des Zählers anschließen. Das ist ja lokal bei dir und daher nicht verschlüsselt. Hier ist dann die Auflösung aber o.g. 10 Liter pro Impuls. Per Funk ist es feiner aufgelöst, da sehe ich einzelne Liter.

Ich habe den ESP32 einfach an das Kabel der HYDRUS angeschlossen. Dabei muss man im Manual nachschauen, welche Aderfarbe die Masseleitung und welche die Impulsleitung hat. Masse geht an Masse des ESP32 und die Impulsleitung an einen auf Input konfigurierten Port des ESP32, für den der Pull-up-Widerstand aktiviert sein muss. (Eine Ader, die Datenleitung, wird nicht angeschlossen.) Bei einem aktiven Impuls wird dann der verwendete Input auf Masse gezogen. Man kann bei fallender bzw. steigender Flanke des Signals einen Interrupt auslösen und dabei den Zeitpunkt festhalten. Damit lassen sich Impulse und die Impulslängen zuverlässig feststellen.

Die Software könnte ich auf Github veröffentlichen. Allerdings ist das momentan ein Durcheinander und ich müsste da noch eine Version überarbeiten, die man veröffentlichen könnte. Wäre also mit einigem Aufwand verbunden.

Vom Versorgen habe ich bisher noch keine Antwort auf meine Key-Anfrage erhalten, weil die Mitarbeiter wohl im Urlaub sind. Laut Telefonauskunft soll ich kommende Woche nochmal anrufen.

Es gibt zwei möglichkeiten den zähler nativ, ohne ESP auszulesen.

  1. mit key und drahtlos
  2. mit dem pulsgeber, funktioniert ohne key, dafür brauchst du den IZAR Port Pulse Mini, dieser wandelt die daten um und du kannst mit einem mbus dann die daten auslesen.

Dein Wasserversorger kann dir den Key geben. oft verweigern die das mit der ausrede, das die nur einen Key für ein ganzes Stadtgebiet haben. War bei mir auch so, hab mich dann mit Diehl Metering auseinander gesetzt. die sagten, die können für mein Gerät einen zweiten Schlüssel generieren mit dem ich dann “nur” meinen Zähler auslesen kann. Den zweiten Key muss aber der Wasserversorger anfordern. War bei mir dann kein Problem. Dannbrauchst du noch einen entsprechenden empfänger der die Signale Verarbeiten kann. Gibt es im USB Format.

Der z.B. iM871A-USB

Den IzarPulse kannst du auch von deinem Wasserversorger bekommen. Bringt dir aber nur etwas, wenn dein Gerät ein Kabel für den Anschluss hat. Den izar kannst du dann per Mbus auslesen. Du brauchst aber einen Mbus Master, der Izar ist ein Slave.

In HA kannst du das ganze dann per WMBusmeters auslesen. Auf der Github Seite gibt es auch entsprechende Anleitungen etc.

Hier ein Beitrag dazu

Funktioniert beides wunderbar

Hoffe das Hilft dir ein wenig :slight_smile:

Hallo Marcus,
jetzt habe ich auch einen Key von meinem Versorger erhalten. Der Key liegt mir im Base64-Format vor, das ich sauber zu einem 24 Bytes langen binären Key dekodieren konnte. Aber ich habe Probleme, den Key in wmbusmeters zu verwenden.

Frage: Nutzt der HYDRUS überhaupt Keys mit 24 Bytes Länge. Sind da nicht nur 16 Bytes üblich?

Um das Zählverhalten meines HYDRUS zu überwachen, habe ich mir nun ein Gehäuse für die ESP32-CAM besorgt und das Kamera-Modul installiert. Damit konnte ich dann dokumentieren, wie der Zähler ausflippt. Der Zähler zeigt selbst einen Durchfluss von 14,626 m³/h an, was etwa 4 Liter pro Sekunde entspricht. Innerhalb von 26 Sekunden wurden vom Zähler 130 Liter Verbrauch angezeigt.

Damit ist der Durchfluss fast dreimal so groß wie der maximal erlaubte Durchfluss Q4, der 5 m³/h bei diesem HYDRUS beträgt.

Hab jetzt leider auch so einen Zähler und mangels Key bin ich wieder auf Ai on the edge gewechselt.

Bei mir funktioniert es bisher sehr zuverlässig und die Verbrauchsmenge passt auch soweit. Welches Gehäuse hast Du genommen?

Mahlzeit,

nach wie vielen Sekunden lasst ihr das Bild auslesen?

Ich muss auch leider umstellen und habe noch keine Problem mit der Postion.

So mal schauen ob es besser klappt, ebend war wieder alle gedreht, ein refresh und reload hats gebracht.

bei 01 m³ wird auch angezeigt, ich muss die Kamera nochmal anders einstellen.

Danke @Samhain

Ich habs im Moment auch mal ohne Präzision zusammengestöpselt und hatte erst nicht wirklich gedacht, dass es ordentlich funktioniert. Aber es funktioniert sehr zuverlässig.

Eigentlich ist mir die Kameralösung zuwider, da der Hydrus auch Datenschnittstellen hat. Aber solange da keine brauchbare Lösung existiert ist Ai-on-the-edge noch die beste Lösung.

Ein passendes Gehäuse findet sich auf Github in folgendem Post:

Danke für den Tip mit dem Gehäuse.

Es passt weitestgehend. Die Kameraufnahme ist zwar nicht zu Ende gedacht, denn die USB Stromanschluss Aussparung ist auf der falsche Seite, aber das lässt sich mit einer kleinen Säge halbwegs gut beheben. Die Platinenaufnahme ist auch nicht ganz korrekt und müsste mit Gewalt in die Aussparung gedrückt werden. Das habe ich mich nicht getraut, da das vermutlich die Platine zerstören würde. Man sieht auf dem Bild, dass die Platine leicht verkantet montiert ist, aber das macht keinerlei Probleme bei der Kamerausrichtung.

Alles andere passt soweit. Die 3D Druckfirma war zwar nicht begeistert von der Sauberkeit der STL Files, aber sie haben es dann nach langem gutzureden doch gedruckt.

So sieht das Ganze jetzt aus und es funktioniert perfekt. Die Bilderkennung ist aufgrund der digitalen Anzeige fehlerfrei und man kann erstmal damit leben. Mir widerstrebt es zwar nach wie vor einen Wasserzähler über Bilderkennung zu betreiben, wenn auch andere Schnittstellen vorhanden wären, aber solange das Key Problem nicht gelöst ist, ist das eine gute Lösung um den Verbrauch weiterhin zu erfassen.

1 „Gefällt mir“

Hier mal meine Installation. Ich habe den USB-Adapter von dem Kameramodul entfernt und die Stromversorgung von einem anderen ESP32 abgezweigt, den ich schon vorher dort installiert hatte. Dieser liefert auch ein Trigger-Signal an die ESP32-CAM, da er ursprünglich und weiterhin die Impulsschnittstelle des HYDRUS überwacht und die Impulse zählt. Auf dem CAM-Modul läuft nicht die übliche “AI-on-the-edge”-Software, sondern ein Foto- und Video-Recorder, womit ich dann die falsch gemessenen Pseudoverbräuche dokumentieren kann. Unten links ist noch ein Raspberry Zero W zu sehen, der die seriellen Ausgaben des CAM-Moduls mitschneidet.

Heute mal wieder einen Pseudoverbrauch von 60 Litern bei Pseudodurchflüssen von mehr als 8 m³/h festgestellt.

Meine Werte stimmen exakt … :face_with_monocle:

Pseudoverbräuche kommen alle paar Wochen bis Monate vor. Dazwischen zeigt der Zähler normales Verhalten. Kann auch sein, dass mein Zähler einen Defekt hat, aber Pseudoverbräuche wurden nicht nur von mir beobachtet und auch bereits hier berichtet. Du solltest die Verbräuche über längere Zeiten minutengenau loggen, nicht nur die Tageszählerstände, und dann auch auf unerklärlich starke Anstiege des Zählerstands achten. Also innerhalb von zwei Minuten 50 bis 100 Liter Verbrauch, gerne auch, wenn niemand zu Hause ist. Mit AI-on-the-edge ist das nicht einfach festzustellen, da man nicht die Minutenverbräuche aufzeichnet. Deshalb sollten auch die Impulse des HYDRUS (falls Impulsschnittstelle vorhanden) aufgezeichnet werden.

1 „Gefällt mir“

Habe leider auch den Zähler bekommen und sehe dann auch keine einfachere Lösung als AI…

Wie seht ihr die Gefahr dass der Akku vom Zähler bald leer ist?

Ich rufe die Daten alle 5 Minuten ab. Der Akku wird sich schneller als ohne AI leeren. Dann sollte der Versorger das Teil austauschen.
Ich werde dann den Hydrus mit dem zusätzlichen Kabelanschluss beantragen, dann kann ich zukünftig den Wert einfacher abrufen.
Das ist so auch in anderen Foren angesprochen worden.

1 „Gefällt mir“

Der Zähler sendet die Werte in den vom Versorger festgelegten Intervallen. Ob man die Nachrichten “mithört” oder nicht ändert nichts am Verbrauch.