ich kann deine Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit von Smart-Home-Systemen gut nachvollziehen. Auch in meinem Setup mit über 100 Sensoren und Aktoren treten gelegentlich kleinere Ausfälle auf. Trotz dieser seltenen Zwischenfälle überwiegen für mich die Vorteile, wie der gesteigerte Komfort und die Energieeinsparungen.
Besonders schätze ich Funktionen wie das automatische Öffnen des Garagentors beim Einfahren in die Einfahrt oder die Heizungssteuerung, die in meiner Abwesenheit in den Absenkbetrieb wechselt und auf dem Heimweg wieder hochfährt. Diese Automatisierungen sparen täglich etwa 20% Energie und bieten gleichzeitig hohen Komfort.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für mich der “wife approved”-Faktor: Das System funktioniert zuverlässig, und klassische Schalter können weiterhin genutzt werden, falls nötig.
Was Updates betrifft, beziehe ich diese automatisch, da ich in der Vergangenheit häufiger größere Migrationen durchführen musste und es für mich so einfacher ist. Im letzten Jahr hatte ich deshalb nur einen Ausfall, was ich angesichts der Tatsache, dass es sich um Open-Source-Software handelt, als beachtlich empfinde und nicht als Kritikpunkt sehe.
Natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen, und die gelegentlichen Ausfälle können frustrierend sein. Dennoch überwiegen für mich die positiven Aspekte eines Smart Homes, und ich bin gespannt auf zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich.
Ich weis was du meinst aber nicht wirklich. Ich probiere gerne aus aber an einem gewissen Punkt solle es dann auch einfach funktionieren. Zumal dann wenn man eigentlich mal fertig war.
Da hier öfter das Argument mit der Qualität kam. Sehe ich auch so aber der Preis ist nicht immer ein Qualitätsindikator. Bspw. habe ich in einer meiner Wohnungen nur Fibaro Unterputzmodule eingebaut. Was ein Drama. Im aktuellen Haus sind nur Shellys drin und die funktionieren meistens. Die Fibaro kosten ein vielfaches.
Oder ich habe früher viel auf die Hue Bewegungsmelder gesetzt. Die funktionieren tadellos (oder sind kaputt - aber nichts sporadisches). Zuletzt habe ich günstige SONOF ausprobiert und die Funktionieren überraschend mindestens genauso zuverlässig.
Ich denke wir sind uns auch einig, dass es Sachen gibt die schwerwiegender sind und andere nicht:
Aus irgend einem Grund meldet mein Außentemperatursensor immer mal wieder für 2-3 Stunden keine neuen Werte. Brauche ich für die Berechnung der Vorlauftemperatur meiner Heizung. Meistens bekomme ich das gar nicht mit weil sich hier nicht so viel tut.
Alle 2-3 Wochen “hängt” sich meine Deckenleuchte in der Küche auf und bleibt einfach an. Da die (wie alle Lampen) dauerhaft an Spannung hängen und nicht noch einen Schalter dazwischen haben hilft da nur Sicherung raus und wieder rein. Blöd weil dann auch alle Timer und co in der Küche neu gesetzt werden müssen.
Andere Sachen laufen wiederum tadellos und wären durchaus ein Problem wenn nicht (ich fand das Beispiel mit der Bewässerung super). Bei mir der Heizlüfter im Bad der über zwei Schalter direkt angesteuert wird. Wenn der mal hängen bleiben sollte pumpt der pro Stunde 2400W aus dem Fenster raus.
Und für wieder andere Sachen gibt es auch praktikable Workarounds. Ein 3-Wege Ventil von mir wird über einen Shelly wie ein Rollo angesteuert. Das verliert alle paar Tage mal die Position. Da der aber im Extremfall alle 3 Sekunden die Position anpasst auch ok. Seit ich das weis fährt er einmal am Tag auf die Null Position und einmal auf die 100% Position und schon ist das Problem erledigt.
Aber ich sehe wir haben alle irgendwo das gleiche Problem - gehen nur mitunter anders damit um. Danke. Ich denke aber auch, dass das der Grund ist weshalb Smart Home, bis auf ein bisschen Licht mit Alexa, nicht wirklich massentauglich ist.
Ich bin seit ca einem Jahr dabei. Der Grund ist recht simpel. Ich bin absolut Technikbegeistert und habe schon früher damit angefangen und Gebäudesteuerungen via Logo realisiert. Ich habe ein Haus gekauft und es komplett saniert und dementsprechend Kabel gelegt. Das Meiste (Licht, Rolladen, Klingel, Bewegungsmelder mit Grundfunktionen, zusätzliche Sensorik für Temperatur und Feuchte usw) läuft über eine Wago 750-830 mit Modbus via LAN. Die Offlinesteurung erfolgt über Taster. Darüber laufen alle Dinge die auch bei Ausfall funktionieren müssen. Alles andere habe ich soweit wie möglich via LAN angebunden. Bis jetzt läuft alles recht störungsfrei und stabil. Mit den Updates gab es auch noch nicht wirkliche Probleme. Ich lese mir vorher die Changelogs durch bevor ich sie ausführe um zu entscheiden ob sie notwendig sind. Backups werden automatisch auf einer separaten cloud gespeichert. Zu den Anfängen lief die Wago über Bacnet (was sehr instabil war). Da gab es viele Probleme mit Automationen, da die Befehle oft nicht an die Wago gingen. Ich behaupte mal mittlerweile eine Verfügbarkeit von nahe zu 99% zu haben. Da ich strickt den WAF beachten muss, bin ich sehr Vorsichtig was Neuerungen angeht. Daher ist das Haus stets auch offline bedienbar. Ausfallerscheinungen treten meist nur bei neu hinzugefügten Geräten auf die noch nicht richtig Konfiguriert sind. Ich bin gespannt wann sich das ändern wird. Allerdings ist dann ein mehrtägiger Ausfall nicht weiter schlimm, da die Grundsachen Licht, Heizung, Rollläden, Lüftung etc… weiterlaufen. An dieser Stelle muss ich mich mal bei allen in diesem Forum bedanken. Es ist und war sehr Hilfreich hier reinzuschauen um Hilfestellungen zu bekommen.
Beste Grüße aus dem Norden
Kleines Update…
Gestern Abend ist der eine % eingetreten. Habe noch eine Kamera hinzugefügt und getestet, lief soweit ganz gut. Kamera draußen montiert und in Betrieb genommen. Nun stellt sich heraus das die HA Hardware an seine Grenzen gekommen ist und der Raspberry definitiv nicht mehr ausreicht
Es wurde ja schon alles geschrieben. Ja, auch bei uns funktioniert immer mal wieder etwas nicht. Und das ist ein Problem, denn ich wohne hier nicht alleine und meiner Familie gefällt das nicht, was ich auch verstehe. Es geht hier also nicht um einen Spaßfaktor, was ein anderer Schreiber schrieb, sondern um ernsthafte Zuverlässigkeit, die von Familienmitgliedern gefordert wird.
Ja, ich habe bestimmte Routinen eingefügt, die überprüfen, ob ein (wichtiger) Befehl ausgeführt wurde oder etwas (wichtiges) “komisch” ist. Ist alles viel Arbeit und immer öfters frage ich mich, ob wir nicht zu viel SmartHome haben und wieder zurück stecken sollten. In einem neuen Haus würde ich nicht nochmal damit anfangen. Es kostet viel zu viel Zeit, in der man vernünftigere Dinge machen kann, als stunden- und tagelang vor de Laptop zu sitzen.
Und dann ist da noch mein Alter. Ich bin der Administrator. Ohne mich läuft nichts. Sollte mir etwas passieren, was dann?
Zumindest wenn Du den monatlichen Update Zyklus von HA mitmachst dann ist das so und dann muss/sollte man HA auch als Hobby ansehen was eben Zeit kostet. Da hilft letztendlich nur ein abwägen und ggf. ein “abspecken” von HA. Je nachdem was man alles so nutzt. Wie ich ja schon ganz zu Anfang gepostet hatte:
Ich pers. sehe HA für mich auch als ein Hobby, aber nach jetzt 4 - 5 Jahren mit HA weiß ich halt auch das ich - selbst wenn ich bei HA nicht noch weitere, neue Hardware einbinde - HA eine “Dauerbaustelle” ist und bleibt, sofern ich HA nicht an einem bestimmten Punkte “einfriere”.
Trotz einiger User-Aussagen hier sie hätten gar keine Probleme mit HA, oder man sollte sich einfach nicht irgendwelche fremden Addons oder Intergrationen installieren und schon hätte man keine Probleme mehr mit HA, bleibe ich dabei, sprich es wird - unter den o.g. Bedingungen - immer Probleme mit HA geben und dessen sollte man sich einfach bewusst sein. Trotzdem macht mir HA weiterhin Spaß. Mal mehr und mal weniger.