Wie ein korrektes backup erstellen?

unter “meine Backups” sehe ich aktuell dies:

ein komplettes backup hat gestern noch 2,68 GB beansprucht und heute nur noch 880 MB
wie kann das denn sein?

das System läuft auf einem unraid Server und ich habe dort heute morgen zum ersten Mal ein snapshot angefertigt. Und was ich dort sehe, verwirrt mich auch:

von einer 50GB VM werden jetzt nur 2GB verwendet, gestern waren es 39GB und das snapshot läuft permanent? Wie kann ich das stoppen.
Ich dachte ein snapshot ist eine Momentaufnahme, zu der ich später zurückgehen kann (ähnlich einem Wiederherstellungspunkt bei Windows) hier läuft das aber permanent.

was passiert, wenn ich diese VM mit HA herunterfahre?

EDIT: jetzt wusste die KI tatsächlich mal die Antwort auf einige Fragen:

mit der Option “Block Commit” wird das snapshot beendet und die protokollierten Änderungen in die VM übernommen, danach wird die snapshot-Datei gelöscht.
Das ist also keinesfalls ein backup-Ersatz sondern nur um kurzfristige System-Änderungen vorzunehmen mit der Option, diese rückgängig machen zu können.

und die Verkleinerung der Backup-Datei von zuvor 2,6 auf jetzt 0,8 GB resultiert aus der Tatsache, daß ich nicht verwendete add-ons gelöscht hatte, unter anderem Grafana und InfluxDB, weil mein Festplattenspeicher auf der VM knapp wurde.
Das kommt davon, wenn man 20 Sachen gleichzeitig macht und am Ende nicht weiss, was die Veränderung verursacht hat.

Du hast es ja am Ende schon selber herausgefunden - mit Creat Snapsho erzeugst du einen Punkt in deiner VM, an den du immer wieder zurückkehren kannst. Du kannst auch mehrere Snaphot anlegen, welche aufeinander aufbauen.

Her ein Beispiel aus meine unRAID

Die siehst, ich habe in meiner HA VM nacheinander zwei Snapshots (1 & 2) angelegt. In jedem Snapshot kann ich nun entscheiden, ob ich zurück zur übergeordneten Instanz will (3 - Revert snapshot) oder ob ich das bisher in dem Snapshot aufgelaufene in das darüber befindliche Image integrieren möchte (3 - Block Commit).

Ich gehe meist so vor, dass ich vor größeren Änderungen an meinem HAOS einen Snapshop anlegen, dann mein HA teste und bei bestandenem Test den Snapshot mi Block Commit wieder “lösche”.

In der vergangenen Woche habe ich in HAOS das neue Dockerformat ausprobiert und damit bei einer App ein Problem festgestellt. Die App startete einfach nicht mehr. Da war ich dann froh, per “Revert snaphsot” schnell wieder auf den Zustand zu kommen, bevor ich das Dockerformat in HAOS umgestellt hatte. Natürlich hatte ich dadurch einen Datenverlust in HA, dieser begrenzt sich aber auf die paar Minuten des Tests.

Nichts, das Snaphot läuft weiter.

Das stimmt nicht ganz.

Die Snapshot Dateien musst du manuell löschen (rot), bis nur noch die eigentliche vDisk übrig bleibt (grün).

Genau so. Wenn du ein Backup deiner VM unter unRAID komfortabel erstellen möchtest, schau Dir das unRAID Plugin vmbackup an

Damit kannst du automatisch ein Backup deiner HAOS VM während der Laufzeit anlegen, ohne HAOS beenden zu müssen. Läuft bei mir problemlos seit Monaten zwei mal am Tag um 15:00 und 3:00 Uhr.

Gruß, Lars

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was meine backup-Strategie betrifft muss ich mich wohl neu aufstellen.
habe da zB Apps mal installiert, die ich bis heute aber nie verwendet habe, weil irgendwie alle zu umständlich waren …

  • appdata backup (ist das einzige, was bisher bei mir automatisch läuft)
  • duplicati (installiert aber nie benutzt)
  • luckybackup (genauso nie benutzt)

was sollte ich deinstallieren und was statt dessen nehmen?

Wenn Du schon so fragst: Alles. :laughing:

Die HA-eigene Backup-Funktion ist gut und macht (eigentlich) zuverlässig genau das wofür sie gedacht ist.

Und wenn es dann um das sichern einer HA VM geht: Von Unraid habe ich keine Ahnung, aber ich vermute mal das das damit genau so einfach funktioniert wie mit Proxmox. Entsprechenden Backup-Job für die VM anlegen und fertig ist die Kiste. :laughing:

Ob Du Dir dann zwischendurch auch noch zusätzliche Snapshots von Deiner HA VM erstellen lässt und wie das dann bei Unraid funktioniert, müssen Dir dann Unraid Nutzer sagen, bzw. hat @LvS21 das ja wohl schon gemacht.

VG Jim

Wie du es in deiner Umgebung am besten löst, kann ich Dir auch nicht sagen. Hier ein Überblick, wie ich sichere - ist aber an der ein oder anderen Stelle auch “drüber”

  • In HAOS nutze ich ich die standard-Backup-Funktion - jede Nacht Sicherung auf

    • in HAOS selber
    • auf eine Freigabe “Backup” meines unRAID Arrays
    • in Google-Drive
  • im unRAID wird

    • per VM Backup das VM-Snapshot in die Freigabe “Backup” des Arrays kopiert - dabei halte ich 4 Backups als Historie
    • per Appdata-Backup das komplette AppData Verzeichnis vom Cache in die Freigabe “Backup” gesichert - dabei halte ich 4 Backups als Historie
    • Schlussendlich das ganze Backup-Verzeichnis per rclone in mein OneDrive kopiert
    • meine Nextcloud, Paperless und immich-Daten sicherer ich auch per rclone ins OneDrive
  • Das Ganze dann auch noch auf eine SSD, welche ich per USB am unRAID Server hängen habe.

Für mich funktioniert das klasse und vor allem voll automatisiert.

Gruß, Lars

also für mich lese ich daraus:
luckyBackup und duplicati deinstallieren
neu VM Backup installieren und sich damit beschäftigen

nichts gegen Deine backup Strategie aber ist das nicht etwas überdimensioniert?

da muss ich widersprechen …
ich mache 1x wöchentlich ein HA internes backup
und wie ich kürzlich feststellen musste, kann so ein backup zB nicht auf eine ältere HA version recovern. Also da frage ich mich schon, was mir solch ein backup nutzt.

Sicherste Variante erscheint mir ein einfaches Image der Festplattenpartition zu sein …
das ist mit einer VM unter unraid ja auch kein grosses Ding… aber …

mein Haupt HA läuft als generic Installation auf einem lenovo thin client, und da hab ich gerade gar keinen Plan, wie ich da (automatisiert) ein Image der Partition anlegen könnte.

Kleiner Einwurf:
Habe gerade auf 2026.2 upgedatet.
Dabei ist wohl die Syntax der Backup-Routine verändert worden.
Effekt: Backup war in den Settings nicht mehr zu finden.
Erster Workaround:
Container gestoppt, das file /config/.staorage/backup umbenannt, Container neu gestartet.
Backup-Manager wieder da, Backups wieder da

Nur falls jemand es gebrauchen kann

Also mir persönlich wäre das zu wenig.

Ich mache es ähnlich wie @LvS21 jede Nacht werden die Backups angelegt. Speicherplatz ist ja genug vorhanden.

Meine Strategie unter Unraid:

tägliches Backup HA intern mit 4 Tage Vorhaltung

täglich VM Backup mit 7 Tage Vorhaltung

tägliches Backup von appdata und wichtige shares, wie immich, paperless usw per Script: https://forums.unraid.net/topic/97958-rsync-incremental-backup/

täglicher sync der Backups auf eine externe Festplatte + sync verschlüsselt per borgmatic auf meine Hetzner Box.

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Meinst Du jetzt mich? Falls ja: Warum “überdimensioniert”? Ich sichere regelmäßig HA per HA-eigenen Backup-Funktion und zusätzlich 1 x Woche wird per Proxmox ein Backup der HA VM erstellt.

Das Problem habe ich bisher noch nie gehabt und an so ein Problem kann ich mich auch nur erinnern als es mal Bugs mit der HA-eigenen Backup-Funktion gab. Edit: OK ich hatte die Wortw “auf eine ältere” übersehen. Gut bei entsprechenden Änderungen bei HAOS oder dem HA Core kann das sein und im Laufe der Jahre auch schon mal vorgekommen sein. Edit Ende.

Aber ich brauchte in den jetzt rund 6 Jahren mit HA in Summe vielleicht 10 mal ein HA Backup, um das wieder einspielen zu können und da hat das Backup was mit der HA-eigenen Backup-Funktion erstellt wurde bisher immer funktioniert. :slightly_smiling_face:

In all den Jahren habe ich bisher 2, oder vielleicht auch 3 mal die HA VM aus einem Proxmox Backup wiederhergestellt.

D.h. ich hatte bisher mit irgendwelchen HA Backups noch nie ein Problem. Dreimal auf Holz klopf. :laughing:

Ach ja, wenn ich mit HA “herumspielen” und Dinge ausprobieren will, dann nutze ich dafür eine HA Test VM und nicht meine Produktiv-HA-VM. Bei der HA Test VM werden von mir auch erst grundsätzlich irgendwelche HA Update installiert und ausprobiert. :wink:

VG Jim

ok, aber wenn ich am System in der Woche nichts verändere durch Neu-Installation oder Versions-update, was könnte da denn schlimmes passieren?
und bei mir ist kein endloser Speicherplatz vorhanden …

ich bis gestern auch nicht…
folgendes Szenario:

ich mache in meiner HA-Testumgebung (eine VM unter unraid) ein update auf die aktuelle HA version 2026.2.1 (und noch einige andere Änderungen).

nach dem Neustart sind die Entwicklerwerkzeuge aus der Seitenleiste verschwunden, kann ich mir nicht erklären = Panik …
also ein backup von vor dem update recovern = keine Lösung, weil diese Recovery die Versions-Nummer beibehält und nur die Einstellungen und add-ons zurücksetzt.

In diesem Falle sind die Entwicklerwerkzeuge einfach nur an eine andere Stelle gewandert (Settings) aber für meine Begriffe bedeutet ein Recovery eine KOMPLETTE Wiederherstellung des Zustandes zum Zeitpunkt des Backups und genau das macht es eben NICHT!!!

ein backup der Vdisk in unraid hatte ich auch nicht da ich mich bis dato nur um die backups der docker daten aber nicht der VMs gekümmert hatte.

Will sagen, wenn das ein super-gau szenario gewesen wäre, hätte ich im Regen gestanden …(trotz interner backups etc…)

Zu Deinen Beispiel kann ich leider nichts sagen und will das hier jetzt auch nicht extra nachstellen. Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen das es jetzt eine Inkompatibiliät zwischen einem HA Backup von Core 2026.1.x zu Core 2026.2.x gibt, denn dazu hätte es vermutlich eine Info in den Releae Note gegeben und außerdem hätten das hier dann vermutlich bereits andere User gepostet.

Aber ja, denkbar ist natürlich alles, aber wie gesagt werde ich das hier bei mir jetzt nicht extra nachstellen.

VG Jim

Meinst du jetzt nur HA oder auch deinen Server, also Unraid? Ich mein, es kann immer mal etwas passieren, was man nicht auf dem Schirm hat. Defekte Hardware etc, und man bekommt es nicht gleich mit. Ich mach es nach der Devise, lieber haben als hätte und hinterher rum heulen, dass man kein Backup hat.

Oder ein Beispiel aus dem letzten Jahr: meine Tochter im Teeny Alter hat warum auch immer etliche ihr wichtige Fotos gelöscht und es erst ca 2-3 Wochen später gemerkt. Drama pur. Da sie aber ihre Fotos auch auf dem Unraid Server synct und Backups davon vorhanden waren, war Papa dann natürlich der Held, da die Fotos dann wie per Zauberhand wieder da waren. :joy:

Aber das ist ja das Schöne, dass kann jeder für sich selbst entscheiden. :slightly_smiling_face:

Na gut, dass kann man ja ändern, wenn man möchte. :wink: Auf meinem Server trifft das halt nicht zu, ich habe noch ca 5TB freien Speicherplatz, da habe ich kein Problem damit, mal das eine oder andere Backup mehr zu machen / aufzubewahren.

Besser haben als brauchen ist nie verkehrt, :slightly_smiling_face: aber von den HAVM Proxmox Backups lasse ich z.B. auch nur drei aufbewahren.
Proxmox_HAVM_Backups
Und wie bereits erwähnt: In rund 6 Jahren habe ich davon dann nur 2 oder 3 mal ein Backup gebraucht.

Gut wer ggf. viel mit HA “herumspielt” und sich somit immer mal wieder dem “Risiko” aussetzt dadurch ggf. sein HA zu zerschießen, der sollte vermutlich mehr Backups vorrätig haben. Aber wenn ich eine Update auf HA loslasse, oder auch mal ein weiteres Addon installiere, dann erstellt ich vorher grundsätzlich noch manuell ein Backup per HA Backup Funktion und somit habe ich alle möglchen HA Backups als Auswahl zur Verfügung.

Ich hatte in letzten Jahren jedenfalls noch nie schlaflose Nächte das ich meine bestehendes HA System mit einem vorhandenen Backup nicht wieder zum laufen bekomme. :laughing:

Aber ja, wie Du schon richtig geschrieben hast:

VG Jim

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mein unraid läuft auf einem lenovo thin client und der hat nur einen einzigen SATA port.
hab da leider nicht soviel Spielraum, denkbar wäre eine externe USB-Festplatte

davon habe ich ja auch nicht gesprochen, Fakt ist, daß ein Recovery welches ich nach einem Versions-update durchführe NICHT die Vorversion wiederherstellt …

alles was ich hier gesagt habe betrifft HA in einer VM auf unraid…
und das ist NUR meine Testumgebung.
mein Hauptsystem läuft als generic install auf einem anderen lenovo thin client und dafür habe ich bisher nur die HA eigene backup-routine.
Das erscheint mir jetzt aber als nicht zeitgemäss.
Wie könnte man das denn besser machen? also zB ein Image der kompletten HA partition um auch Versions-Sprüge recovern zu können…

Sorry ich verstehe absolut nicht was Du damit meinst. Auch nicht wenn ich zusätzlich das

noch einmal lese. Wenn ich z.B. von einer HA-Version 2025.1.1 ein HA Backup erstelle, dann ein Update auf z.B. HA-Version 2025.1.2 installieren lasse, dann kann ich im Anschluss problemlos das vorher erstellte HA-Backup 2025.1.1 wieder einspielen und dann ist nicht mehr HA-Version 2025.1.2, sondern wieder HA-Version 2025.1.1. incl. HA Core 2025.1.1 und allen darunter dann vorher installierten Integration und Addons installiert. Da wird nichts nur “zurückgesetzt” sondern kompl. ersetzt.

Aber wie gesagt verstehe ich ja vielleicht auch nicht was Du überhaupt meinst. :slightly_smiling_face:

Edit: Aber da ich ja jetzt auch ge- und beschieben habe wie ich das mit HA Backups halte und wie ich dabei vorgehen, soll es damit für mich jetzt auch gut sein. :slightly_smiling_face:

VG Jim

Ich sage mal so, zu viele Backups gibt es nicht, zu wenig schon.
Denk dran wenn du alles nur Lokal bei dir speicherst ist dein digitales Leben z.B. nach einem Feuer weg.

Hat man bei unraid keine Möglichkeit ein Backup mit Deduplizierung zu machen?
Bei Proxmox mache ich Backups auf 2 PBS (Proxmox Backup Server) da hat man automatisch Deduplizierung. Bei dem PBS auf meinem NAS habe ich ein Deduplizierungsfaktor von >6


Heißt wenn ich das ohne PBS auf mein NAS speichern würde wären es keine ~170GB sondern ~1TB.

Naja du kannst im schlimmsten Fall die Verbrauchsdaten von fast einer ganzen Woche verlieren.
Es kann auch mal passieren das ein Backup fehlschlägt, dann sind es auf einmal doch 2 Wochen.

Tja, man sollte nicht immer alles blind installieren, zumindest die Release Notes einmal überfliegen.

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Ah ok, ich dachte es wäre ein richtiger Server, so wie meiner, wo man mehrere Festplatten usw verbauen kann.

Das verstehe ich auch nicht bzw ist mir das noch nie unter gekommen. Es wurde bisher immer die Vorversion wiederhergestellt.

Doch geht natürlich auch.

vielleicht habe ich in meiner Panik (oder lag es am Wein gestern Nacht?)
einen Fehler gemacht, ich werde das Szenario nachstellen und berichten …

naja, das Teil hat gebraucht €80 gekostet und da geht nur 1x SATA und eine nvME (als cache) also auch keine Parity …

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Und dies ist, meiner Meinung nach, genau der Weg, wie es designed ist. Das Backup stellt “nur” Konfigurationen, Apps, Automatisierungen und Daten wieder her, während die Core-Version der Zielinstallation erhalten bleibt.

Das ist dann auch einer der großen Unterschiede zwischen einem Snapshot-Backup der VM und einem HA-Backup bzw. Restore.

Gruß, Lars