Wie erstelle ich automatisch ein Backup von meiner VM in der HA läuft?

Hallo zusammen,

ich habe mal ein paar Fragen zum Thema Backup. Durch einen aktuellen Anlass mit meinem HA habe ich festgestellt, dass ein internes Backup von HA, auch wenn es auf einem externen Datenträger liegt, nicht immer das Gelbe vom Ei ist.

Aktueller ist mein Backup so organisiert, dass 7 volle Backups auf einen externen Datenträger gelegt werden. Mein HA läuft auf einer Synology im VMM.

Damit ich mir Restore Probleme für die Zukunft etwas einfacher gestalten kann, war nun meine Überlegung die VM durch das auf der Synology vorhandenen „Backup for Busines“ zu sichern.

Am besten wäre natürlich, das VM-Image extern abzulegen.

Da ich beim ersten Einrichtungsversuch direkt eine 504 bekommen habe, kam bei mir die Frage auf, geht eine solche Imageerstellung überhaupt, wenn die VM läuft, oder muss ich in der VM noch etwas installieren oder konfigurieren, damit das BFB drauf zugreifen kann?

Hat jemand da Erfahrung oder eine Lösung. Mein Ziel ist es vollautomatisch die VM regelmäßig extern zu sichern um im Notfall, da ganzen HA als VM wieder importieren zu können.

Der “offizielle” Weg per exportieren und HB:

und Diskussionen zu möglichen (anderen) Wegen.

Anm.: Eine vollautomatische Sicherung einer unter VMM noch laufenden VM ist nicht so wirklich zu empfehlen. Ja kann man machen, aber beinhaltet immer ein gewisses Risiko. D.h. Du solltest m.M.n. trotzdem weiterhin auch die int. Backup-Funktion von HA nutzen.

VG Jim

Gleiches Setup bei mir. Ich speichere HA per smb auf ein Synology Laufwerk und habe Snapshots (täglich/wöchentlich/monatlich) für die VMM. Das sollte doch ausreichend sein. Was meint ihr?

Ich werde jetzt eine Kombination von HA Backup und VM Backup ausprobieren.

  • Ein HA Backup werde ich intern in der VM mit dem HA machen.
  • Die letzten 7 Backups werden im gleichen NAS, aber VM extern abgelegt
  • Jede Nacht werden die 7 Backups auf USB HDD kopiert
  • Manuell (möglichst einmal im Monate) werde ich einen Export der VM erstellen, das auch zusätzlich auf die USB HDD abgelegt wird.
  • Dann werde ich noch im VMM Snapshots regelmäßig erstellen

Nachdem ich das heute eingerichtet habe, hier meine ersten Erfahrungen, Fragen und Überlegungen:

Zunächst musste ich feststellen, dass ein HA Backup bei mir 1,5 GB und eine VM Export dann mal satte 13 GB hat. Das ist natürlich ein wenig viel für eine kostenlose Cloud Speicherung. Mal sehen, welche Lösung ich für eine Auslagerung des Backups noch finde.

Dann habe ich mich gefragt, wofür gibt es den die VM Backups, wenn ich die nicht automatisch im Betrieb erstellen kann. Um sicher zu sein, muss ich die VM herunterfahren und einen Export erstellen. Dann habe ich doch schon mein Backup. Wofür also noch Software, wenn es nicht funktioniert?

@cimoto, du hast in deinen Post von Snapshots (täglich/wöchentlich/monatlich) gesprochen. Wenn ich versuche sowas im VMM anzulegen, ende ich bei einer wöchentlichen Erstellung, wie hast du das umgesetzt?

Ich verstehe auch noch nicht so ganz die Funktionsweise eines Snapshots? Was passiert den bei folgendem Szenario. Die VM ist platt und ich habe leider nur einen Export, der schon zwei Monate alt ist, sowie die Snapshots aus der letzten Woche? Kann ich dann die Snapshots in die Tonnen werfen, da ich die nicht durchgehen bis zum letzten Export habe?

Eigentlich möchte ich mir das Leben mit der Sicherung der kompletten VM im Sinne von HA durch Automatisierung leichter machen, aber mir scheint, dass es nur leichter wird, wenn ich alles manuell unter Kontrolle halte.

Definiere das mal bitte. Wenn du ein RAID hast und ne Platte defekt ist, Platte tauschen, RAID herstellen. Wenn mehr Platten defekt sind, als das RAID verkraftet, Platten tauschen, VM neu erstellen mit der Funktion “Als neue virtuelle Maschine erstellen”. Mit Schnappschüssen kommst du jederzeit zu einem bestimmten Konfigurationsstand wieder zurück.

Beispiel: Du testest wie wild in HA umher und merkst nach Stunden, es ist alles kaputt. Ab zu den Schnappschüssen und den letzten wiederherstellen. In 2 Minuten ist alles wieder pari. Ich verwende 1-Day Pro.

Ich habe mich in der Zwischenzeit auch noch ein wenig schlauer gemacht. Die Zusammenhänge zwischen einem VM Export und dem letzten Snapshot, den man wieder herstellen will, ist die Snapshot Kette, die bis zum letzten Export nicht unterbrochen sein darf.
Also wie eine Art von Inkrementsicherung. Das Problem, was aber aufgetaucht ist, ist das die Snapshots die VMM im laufenden Betrieb ziehen sind nur auf Crash-Konsistenz beschränkt (wie Stromstecker ziehen, aber ohne garantierte App-Konsistenz) sind. Für Tests oft ausreichend, für produktive Systeme (z. B. Windows-Server, Datenbanken) eher nicht empfehlenswert.

Wenn ich den letzten Punkt mal außer Betracht lasse, ergeben sich aber weiter Aspekte, die ausschließlich davon abraten, sich nur auf die Sicherung der VM zu verlassen.

Wenn man das trotzdem machen will, würde man auf folgende Probleme stoßen:

Einen Export kann ich nicht automatisieren erstellen.

Ich habe aktuell eine Snapshot Aufgabe “Daily / 1-day RPO”. Zusätzliche Snapshot Aufgaben für 1-hour und 1-week wie in deiner Konfiguration lässt mein VMM aber nicht zu. Immer nur eine Aufgabe für eine VM, was ja auch eigentlich logisch ist, da ich ja sonst mehr er parallele Snapshot Ketten hätte. Wie hast du das hinbekommen?

Meine Überlegung war es jetzt Snapshot von den letzten drei Monaten aufzubewahren, damit ich auf der sichern Seite bin, wenn ich mal einen manuellen monatlichen Export vergessen habe.

Das scheint aber auch nicht zu gehen? Auch die Aufbewahrungszeit ist auf 27 Tage feste gelegt.

Auch wenn ich die Richtlinie auf stündlich oder wöchentlich umstelle, bleibt die Begrenzung auf 27 Tage

Ich muss also innerhalb von 27 Tagen immer einen neuen Export erstellen, da sonst zwangsläufig die Snapshot Kette abreißen würde und ich nur noch den Stand des Exportieren VM wieder herstellen könnte.

Mein Fazit ist:
VM Export mit Snapshot kann nur unterstützend gesehen werden, da ein Restore auf den letzten Stand zu bekommen, sehr fragwürdig ist. Das HA Backup sollte man immer in vollem Umfang mitlaufen lassen. Das ist die eigentliche Versicherung, um irgendwie auf den letzten Stand zu kommen.

Nur mit einer VMM Vollversionen sieht die Welt anders aus, da kann ich auch eine VM im Betrieb sichern.

Sehe ich das so richtig, oder bin ich auf dem Holzweg

Das hatte ich ja bereits geschrieben:

Die Backup- und Snapshot-Möglichen von/bei VMM sind halt etwas beschränkter als z.B. die die man bei Proxmox hat. Auch wenn man bei dem VMM mit irgendwelchen zusätzlichen Scripten ggf. noch etwas mehr erreichen könnte.

Das Du jetzt ein Problem mit der HA-eigenen Backup- und Restore-Funktion hattest solltest Du nicht unbedingt zum Anlass nehmen der nicht mehr zu vertrauen und auf diese zu verzichten. M.M.n. ist die schon sehr gut und im Normalfall auch ausreichend. Ich selber nutze hier Proxmox, habe also die Möglichkeit damit Backups und Snapshots der HA VM zu machen und lasse einmal wöchentlich auch alle VMs und LXC automatisch sichern,


aber trotzdem nutze ich regelmäßig die HA-eigene Backup-Funktion, lasse damit automatische Backups erstellen und erstelle vor jeder Änderung durch mich auch noch zusätzliche manuelle Backups. D.h. für mich ist immer noch die HA-eigene Backup-Funktion das Mittel der Wahl und das Backup der HA VM per Proxmox erfolgt nur zusätzlich für den Fall der Fälle. :slightly_smiling_face:

Aber ok das ist natürlich auch “Geschmacks”- oder Ansichtssache.

VG Jim

Zu den gleichen Erkenntnissen bin ich auch gekommen. Falls ich mal neue Hardware für meinen HA benötige, kenne ich jetzt ein weiteres Argument, das für autarke Hardware mit Proxmox als Basis spricht.

Ich werde weiter beides nutzen und im Worst Case halt das nutzen, was gerade am besten passt.

Dank euch für die Informationen und Meinungen zu diesem Thema.

Du musst nur die Richtlinien bearbeiten, dann kannst du Snapshoten wie du lustig bist.

Natürlich ersetzt ein Snapshot kein vollwertiges Backup, welches du in HA automatisieren kannst. Da kommen bei mir unter 300MB zustande. Mit verschiedenen Speicherzielen, NAS und Google Drive (15GB frei) sollte das alles kein Problem sein.

Und das Snapshots kein gängiges Mittel für eine Sicherung sind, kann ich nicht bestätigen. Das ist ein extrem beliebtes Tool für alle Arten von Anwendungs- oder Terminalserver.

Deine Theorie mit den Exporten verstehe ich nicht. Ich habe einen Export nach der HA Neuinstallation erstellt, dann nie wieder. Wozu auch?

1 „Gefällt mir“

Das Thema Snapshot habe ich so verstanden. Ich brauche immer eine Snapshot Kette, die bis zum Export zurückreicht, damit man den aktuellsten Snapshot auch nutzen kann, da ein Snapshot quasi nur einen kurzzeitig nutzbarer Zustand der VM darstellt.
Das würde doch bedeuten, wenn mein Export, sagen wir mal 3 Monate alt ist und die aktuelle VM abraucht, ich alles zurückbekomme, wenn ich die Konfiguration wie bei dir einrichte (max. 6 Monate Aufbewahrung des letzten Snapshots). Wenn aber mein letzter Export schon 8 Monate zurückliegen sollte, habe ich mit dem Snapshot verloren, weil die Kette bis zum Export nicht komplett vorhanden ist.

Soviel zu meiner Theorie. :face_with_raised_eyebrow:

Deine Theorie würde aber voraussetzen, dass ein Export immer Pflicht ist. Dem ist aber nicht so und meine Exporte liegen nicht mal auf dem NAS mit den VMs. Dazu kommt, dass manche Exporte gar nicht mehr existieren und ich trotzdem laut Snapshotplan die VMs zurücksetzen kann.

Gefährlich wird es erst, wenn die Platten der VM Fehler aufweisen. Deshalb könnte hier ein RAID helfen oder eben der Export und das HA Backup.

Ich selbst habe noch kein RAID für die VMs. Die SSD für die VM ist eigens dafür und das restliche System läuft auf normalen HDDs. Besitze 1 Export, direkt nach der Ersteinrichtung erstellt, meine Snapshots und tägliche HA Backups (max 8 Stück) auf NAS (smb) und DSM Backup Funktion. Backup_HA war ein Test, den ich aber nicht mehr anwende.

Da ist doch der Hunde begraben! Du sagst ja selber hier, dass du eine VM zurücksetzten kannst. Das bedeutet doch das du die VM haben musst, die du auf irgendeinen Snapshot Stand zurücksetzten kannst! Das ist ja eine Logik, der ich folgen kann.

Dann kann der irgendwann mal erstellte Export mit den Snapshots gar nichts anfangen, sondern die defekte VM kann mit dem Snapshot ggf. wieder rekonstruiert werden, da dort das technische Umfeld der VM (Betriebssystem, Ablagestrukturen usw.) gesichert wurden. Daher aus der Hinweis, den ich gefunden habe, dass eigentlichen Daten der VM wie in einem Backup nicht gesichert werden.

Bei meinem oben gezeigten Bild gibt’s die Option “Als neue virtuelle Maschine erstellen”. Das wäre der nächste Schritt bei der Option.

Die Schnappschüsse gehöre immer zu einer VM. Wird die VM gelöscht werden die Snapshots gelöscht. Ist die Platte defekt, sind auch die Schnappschüsse defekt. Da hilft nur ein RAID.

Es gibt noch die Möglichkeit einer Snapshot Replikation (erfordert Lizenzen). Damit kannst du die Snapshots auf andere Ziele sichern und auch die VMs.

Das mit dem Klonen ist auch logisch. Aber du bewegst dich halt immer nur rückwärts. Du brauchst immer die VM mit den Snapshots und kannst die aktuelle VM auf einen zurückliegenden Punkt bringen oder aus der aktuellen VM mit dem gewünschten Snapshot eine geklonte VM erstellen, die den älteren der VM Stand darstellt.