Smarthome im Neubau 2025

Hallo liebe Community,

in den letzten Monaten habe ich mich etwas intensiver mit dem Thema Hausautomatisierung beschäftigt, dazu einiges im Forum gelesen, Youtube angeschaut und in der jetzigen Mietwohnung ein paar Automatisierungen umgesetzt.

Die große Aufgabe steht aber an: Neubau

Beim Projekt Eigenheim sammeln sich ganz schön die Kosten an … und auch für die diversen Hausautomatisierungssysteme (ob Homee, Loxone oder KNX) der Hausbauer wird ebenfalls einiges an Geld verlangt.

Die eigentliche Grundsatzfrage ist ja: Kabel (KNX) oder Funk?

Uns ist bewusst, dass Kabel die optimalste Lösung wäre, aber vermutlich auch die deutlich teurere…

Vorteil bei Funk: Ich kann das selbst machen … nach und nach und wie das Budget frei ist.

Falls mir alle zu Kabel/KNX raten – gibt es hier Empfehlungen, wie man das „kostengünstig“ umsetzt?

Es ist alles recht komplex und man will schon einmal für möglichst alle Eventualitäten vorsorgen, die man bei der Planung bereits beachten kann (gibt ja nicht ohne Grund dedizierte Planer für das Thema).

Aufgrund meiner noch nicht allzu großen Erfahrung wollte ich gerne in die Community fragen, was eure Meinungen & Erfahrungen sind und was ihr Einplanen würdet, von was ihr abratet oder ähnliches.

(PS: ja hier im Forum steht schon sehr sehr viel. Es gibt einige Zusammenhänge und Spezifika, wodurch ich mich doch für einen eigenen Post entschieden habe)

Bisheriger Stand:

  • Thema Grundinstallation:
    • Erst einmal „Standard Elektroinstallation“ + elektrisch schaltbare Rollläden/Jalousien
    • Überall tiefe Elektrodosen einbauen lassen (Für Nachrüstung von Shelly o.ä.)
  • Thema Netzwerk/Wifi
    • Zigbee & Wifi für HA
    • Beispielsweise Unify
    • PoE Access Points im Haus verteilen für optimale WIFI Abdeckung
    • LAN-Dosen in alle Räume (außer Bad und Gäste-WC)
    • Leerrohre für die Zukunftssicherheit (?)
    • Abdeckung von Garten und Carport gewährleisten mit Wifi
    • LAN-Anschluss für Wallbox vorplanen?
  • Thema Steckdosen
    • Steckdosen einzeln über Shelly in den jeweiligen Steckdosen
    • oder über Aktoren im Schaltschrank schalten?
  • Thema Rollläden/Jalousien
    • Schaltung über Einbau von Aktoren direkt in die Taster
    • Fensterkontakte
      • Keinen Plan… Strom liegt für Rollläden schon, kann man da etwas versteckt anbringen?!
  • Thema Sicherheit
    • Kameras – PoE Kameras außen, zumindest Dosen vorsehen
    • Rauchmelder
    • Wassermelder / Leckage
    • Fensterkontakte – Siehe Oben
  • Thema HEMS, EMS
    • Aus einer Hand mit WP, PV, Speicher, Wechselrichter (später Wallbox) oder selbst?!
    • Einbindung in Home Assistant
  • Thema Präsenzmelder
    • Ja, nein? Sinnvoll?
  • Thema Steuerung/Display(s)
    • Ort planen
    • Steckdose vorsehen
  • Sonstiges:
    • Bus-Leitungen etc. bin ich noch etwas überfragt…
      • Verlegen lassen?
    • Gibt es bei den Lichtschaltern etwas zu beachten?
    • Etwas vergessen? Sonst etwas wichtig oder empfehlenswert?

Wünsche:

Naja, es soll kein total krass automatisiertes Haus werden. Rollläden auf/zu, auch bei Wind und Sonne, gedimmtes Licht im Flur nachts und besonders eine sinnvolles Energiesteuerung. Sicherheit auch etwas, also Rauchmelder und die ein oder andere Außenkamera.

Lautsprecher, Lichtstimmungen, schaltbare Steckdosen oder ähnliches wollen wir Stand Heute gar nicht.

Danke im Voraus! :blush:

Viele Grüße,
Marc

Ganz grundsätzlich: Leerrohre so viel und verzweigt wie möglich - das wird niemals billiger wie im Neubau (oder bei Kernsanierung).
Der Rest ergibt sich aus den Anforderungen und Möglichkeiten.

Ich könnte mich noch heute in den A… beißen, dass ich vor 15 Jahren nicht weiter, als bis zum damaligen Internet-Nutzungshorizont vorrausgedacht habe.

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Kennst du das KNX User Forum? Dort wird und wurde dieses Thema ausführlich diskutiert.

Meine Empfehlung : gemeinsam mit einem erfahrenen Systemintegrator einen Plan machen, die Leitungen von einem lokalen Elektriker verlegen lassen und die Programmierung selber übernehmen. Im ersten Schritt das Notwendigste, später verfeinern.

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Ja, Leerrohre wurde mir auch schon Nahe gelegt. Scheint häufiger ein Thema zu sein :see_no_evil:

Bisher war KNX aufgrund von Erfahrungen und Kosten von Freunden relativ schnell raus. Aber ja, sollte mich vermutlich noch etwas im Forum einlesen.

Problem ist, dass wir die Elektrik vom Hausanbieter mitmachen lassen wollten - ein Gesamtpaket mit Festpreis. Dann müsste man das einzeln vergeben.

Dass Kabel performanter ist, glaube ich sofort. Gibt es sonst Vorteile? Per Funk und Schritt für Schritt nachrüsten ist billiger und gibt mir selbst noch ein jahrelanges Hobby mit (Vor- & Nachteil).

Schon Nahe gelegt ist gut, :slightly_smiling_face: aber zum Glück hattest Du ja auch schon geschrieben:

Leerrohre mit einem ausreichend großen Querschnitt kann man im Haus nie genug haben :wink: und mir geht es da ähnlich wie @roudini nur das ich das Haus hier nicht geplant, sondern in 2002 gekauft habe. Der ursprüngliche Bauherr hat hier 2001 ganz auf Leerrohre verzichtet und LAN-Dosen und -Kabel waren für ihn auch ein Fremdwort. :roll_eyes:

VG Jim

  • Aus eigener Erfahrung (Seit mehr als 30 Jahren Elektriker): Vergiss Leerrohre oder mach sie mindestens 2 Nummern dicker. Ich habe schon viel zu oft versucht, Leitungen durch Leerrohre zu ziehen und in viel zu vielen Fällen musste ich irgendwo doch die Wand wieder aufmachen, weil irgend jemand die Rohre platt geklopft hat oder weil zu viele und/oder zu enge Bögen im Rohr waren.
    Wenn du Rohre legst, zieh auf jeden Fall ausreichend stabile Zugdrähte mit ein, ansonsten leg genug Leitungen schon mal da hin, wo sie gebraucht werden und da, wo sie vielleicht nicht gebraucht werden. Lieber zu viele, als zu wenige.

  • Leg in jeden Raum Netzwerkleitungen, am besten in jede Raumecke und natürlich da hin, wo du denkst, sie gebrauchen zu können, selbst in die Abstellkammer.
    Und besser zwei Leitungen an jeden Punkt legen.

  • Überall tiefe Dosen setzen lassen. Die kosten nicht so viel mehr, als die flachen.

  • Zu den Fenstern nicht nur die Leitungen für die Rolloantriebe, sondern auch noch Steuerleitungen für Fensterkontakte. Vielleicht sogar zu jeder Tür, wer weiß, wozu man die mal brauchen kann.

  • An jedem Punkt, wo Schalter verbaut sind, eine leere Dose darunter vorsehen kostet nicht viel. Solange sie nicht benötigt wird, kann man die zu lassen und sie später öffnen, wenn sie benötigt wird.

  • Zu Klingel, Türöffner und an die Stelle der Innenstation Leitungen legen lassen, die ein paar mehr Adern haben, als eigentlich nötig. Elektriker sind da oft etwas knauserig und legen nur so viele Adern, wie gerade nötig sind.

  • Alle Leitungen an einen zentralen Punkt (außer Busleitungen) legen.

  • Um Kosten zu sparen: leg alle Leitungen, die nicht in der normalen Installation mit drin sind, selber, entlang der Wege, die der Elektriker vorgesehen hat.

  • für später: Alle Leitungen während des Rohbaus ordentlich dokumentieren. Lieber mehr Bilder machen, als zu wenige. 100 pro Raum sind nicht verkehrt. Speicherplatz kostet nichts. Pläne sind zwar schön und gut, aber Bilder sind aussagekräftiger und meist auch genauer.

  • Auch den Garten, das Gartenhaus die Garage, gegebenenfalls das Tor zum Vorgarten und die Hausecken (Kameras) nicht vergessen, auch hier kann man später vielleicht Leitungen brauchen.

Lieber Kabel als Funk. Kabel ist einfach zuverlässiger.
Funk nur dort verwenden, wo man wirklich ein Kabel vergessen hat.

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Du kannst es günstig oder richtig machen.

Dass es günstiger sein soll über Jahre alles mögliche nachzurüsten und vermutlich dennoch nicht auf eine vergleichbare Qualität zu kommen, dürfte eine Milchmädchen Rechnung werden.

Und es ist ja nicht so, dass es das Hobby negativ beeinflussen würde, wenn die Bausubstanz entsprechend gut vorbereitet ist.

Ausreden wieso Du es lieber anders machen möchtest, wirst Du sicher finden. Richtiger / besser wird es dadurch dennoch nicht. :wink:

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Das Thema kenne ich von div. Bekannten. So etwas lassen sich die meisten (Fertig-)Haus-Anbieter leider extrem teuer bezahlen. Hinzu kommt das die Haus-Anbieter dann meinst auch noch eine kompl. “smarte Lösung” mit verkaufen wollen und nicht einfach nur ein paar Löcher/Leitungen mehr, Leerrohre, tiefere Dosen usw. D.h. da müsstest Du mal klären welche Optionen Dir Dein Haus-Anbieter da zu welchen Kosten anbieten kann und wird.

VG Jim

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Stand heute. Aber was ist in 5/10/15 Jahren?

Zu den Kosten:
Wie schon gesagt wurde, so billig wie jetzt geht es nie wieder. Und die Elektrik ist im Ganzen gesehen noch ein relativ kleiner Posten beim Hausbau.

Und wie ich oben schon gesagt habe: So viel wie möglich selbst machen. Alles, was ein Bauhelfer ohne Ausbildung macht, kannst du auch selbst machen. (Kabel ziehen, Dosen einbauen usw.)

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Jepp - sofern der Haus-Anbieter dies zulässt. Bei irgendwelchen Fertig-Häusern geht da meist gar nichts - außer wenn alles bereits fertig ist und außerdem will der Haus-Anbieter diese (Extra-)Leistung(en) ja schließlich auch noch für viel Geld selber verkaufen. Wie bei allen Dingen: Extras kosten extra (viel) Geld. :rofl:

@Marc123 Um was für ein Haus und was für eine Bauart geht es denn ganz konkret? Hast Du überhaupt die Möglichkeit dabei irgendetwas selber zu machen, außer nachdem alles bereits fertiggestellt wurde? Wenn da z.B. irgendein Haus in Holzständer- und Modulbauweise gebaut werden soll dann hat der Haus-Anbieter da vielleicht die eine oder andere Option zur Auswahl, aber mit ganz individuell, oder gar Eigenleistung wie z.B. weitere Leitungen, Dosen, Leerrohre während der Bauphase, ist da natürlich Essig.

VG JIm

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Also du bist schon auf dem richtigen Weg.

Nehme KNX, verzichte aber auf Schnickschnack. D.h. du nimmst einfache Taster oder Tastsensoren als Schalter. Der Preis für einen Taster liegt unter 100 EUR. Diese sollten Temperatursensoren haben, dann sparst du den Raumtemperatursensor für Heizungssteuerung. Dazu Bewegungsmelder/Präsenzmelder mit Helligkeit.
Als Aktoren verwendest Du KNX Schaltaktoren und Rolladenaktoren. Es gibt auch Schaltaktoren die eine Strom und Energiemessung haben, wenn das sein soll.
Die Verkabelung der Steckdosen erfolgt immer in kleinen Gruppen mit 5x1,5 oder in der Küche mit 5x2,5
Damit kannst du deine Steckdosen beliebig steuern.
Bau bloß keine Shellys in die Steckdosen ein. Das kann immer nur eine Notlösung sein.

Kabel für KNX und LAN. Mit LAN gehst du in jedes Zimmer mit einem Duplex LAN Kabel. In Büro oder Wohnzimmer auch mehr. Denke immer an Reserven.
Im Flur brauchst du aber z.B. keine Schalterdosen mehr. Das macht man heute mit einem Präsenzmelder der helligkeitsabhängig arbeitet.
Die Raumtemperatur kannst du mit KNX Heizungsaktoren super machen.

Somit sind die vitalen Funktionen abgedeckt.

Alle diese KNX Geräte werden in Home Assistant integriert. Du erhältst ein komfortables Haus was smart ist und auch von Laien bedient werden kann und extrem stabil funktioniert.

Preislich bist zu nicht teurer als wenn du das versuchst mit Shellys und Schalterdosen-gewurschtel zu machen. Das ist eher instabil und du brauchst ja einen Elektriker der das einbaut. Schwer zu finden!

Weiterhin kannst du mit esphome das System um Extras ergänzen.

Alles andere mit Medien und so kannst du in ha integrieren - da braucht es kein KNX.

Türsprechstellen sind z.b. von reolink nutzbar.

Usw. Usw.

Ich hatte damals große Probleme den Bauträger in das gewünschte Projekt zu integrieren. Das ist prinzipiell eine gute Idee wird regelmäßig jedoch scheitern. Besser ist es einen lokalen Elektriker deiner Wahl zu finden der darauf Bock hat. Dann nimmst du das komplette Werk aus dem Bauträger Projekt raus. Die sind meistens froh. Allerdings ist das im Normalfall deutlich teurer, denn üblicherweise werden ja auch nur die Minimalanforderungen dieser Bauträger kalkuliert. Oft ist dann die Anlage zu schwach und zu knapp ausgelegt, keine Reserven etc. Das war bei mir das KO Kriterium. Das ging bei der Größe der Hauptverteilung los und endete bei der Zahl der Steckdosen. Am Schluss waren es für ein großes high Tech Haus mit 16 Räumen plus Garage und Garten und Werkstatt etwa das 3 fache und noch hunderte Stunden Eigenarbeit. Aber eben statt 70 geplanten wurden 180 Steckdosen verbaut. So ist es eben.
Viel Spaß

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Ich predige immer wieder: Nicht nur “unten” Anschlüsse planen. Kameras, Router, Bewegungsmelder und andere Elektrik bevorzugt einen Platz “unter der Decke”. Siehe Simons Videos, da war kürzlich auch wieder das Thema.

Ich bekomme gerade PV (werde sicherlich berichten), dabei muss Altelektrik “aufgerüstet” werden. Elektriker haben da gern einen “Tunnelblick”, das “ausreichend” zu machen, was erforderlich ist. Gern auch mal ein “Fallrohr” an der Hauswand statt ein Leerrohr im Haus zu planen. Oder ein Leerrohr für ihren Kram aber keines für künftige Anforderungen. Fakt: Ich sollte ein 5er Leerrohr für die PV einziehen. Jetzt sind es drei. 1x Hauselektrik neu, eines für Datenleitungen und eines für die PV :flushed: In den ersten Beiden haben noch mehr Kabel genügend Platz. Der Elektriker hat aber offenbar auch da “sparsam” gedacht. Wenn die Sicherungen im Keller bleiben, braucht jeder Raum sein eigenes Kabel, da wird das 5er Rohr auch schon wieder eng?

Daher meine Frage an die, die “ausreichend große” Leerrohre empfehlen. Was versteht Ihr darunter? :face_with_peeking_eye: Meine “Annahme” wäre “Bestandsbedarf mal Zwei”? Also genug Platz für alles, was geplant ist. Das verdoppeln, damit Platz für künftige Anforderungen ist?

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Die halb offizielle Schreibweise wäre eine Füllung von maximal 60%, also 40% frei zu lassen. Aber bei Leerrohren braucht man meist schon 50%, um überhaupt noch eine Leitung durch zu bekommen, wenn schon welche drinne liegen. Und alles noch mal rausziehen, nur um eine weitere Leitung rein zu bekommen dürfte ziemlich viel Aufwand sein. Also lieber mehr Leerrohre verlegen und einige davon frei lassen. (Bis auf den Zugdraht)

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Es gibt 50mm Leerrohre von “Fränkische” - die flutschen richtig gut. Da sollte dann eins komplett leer sein für PV. Ich empfehle außerdem getrennte Wege für LAN/knx/Steuerleitungen sowie Elektro. Für Unterverteilungen hat sich auch eine fest verlegte Reserveleitung in 7x1,0 als Ölflex bewährt. Es gibt immer eine Anforderung, aus der Hauptverteilung in die UV was zu steuern. Beispiele, an die ich NICHT beim Neubau gedacht habe: Stromversorgung eine Pelletofens aus einem anderen Stromkreis und Busleitung für Rauchmelder. Praktisch wenn man eine “Querverbindung” zwischen NSHV und UV hat.

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Hi zusammen,

entschuldigt bitte die Abwesenheit… Arbeit, Kleinkind, etc… kennt sicher der ein oder andere :wink:

@Marc123 Um was für ein Haus und was für eine Bauart geht es denn ganz konkret? Hast Du überhaupt die Möglichkeit dabei irgendetwas selber zu machen, außer nachdem alles bereits fertiggestellt wurde? Wenn da z.B. irgendein Haus in Holzständer- und Modulbauweise gebaut werden soll dann hat der Haus-Anbieter da vielleicht die eine oder andere Option zur Auswahl, aber mit ganz individuell, oder gar Eigenleistung wie z.B. weitere Leitungen, Dosen, Leerrohre während der Bauphase, ist da natürlich Essig<

Das ist eine gute Frage: Da sowohl Holz- als auch Massivbau seine Vor- & Nachteile hat, haben wir gerade beides bei mehreren Anbietern angefragt und warten auf die Angebote. Tendenz zu Stein auf Stein.
Diverse Themen werden wir aufgrund der Kosten so oder so selbst machen: Boden, Spachteln, Streichen, Türen, etc.

Warum wollen wir einen Generalanbieter:
Würde uns nicht unbedingt als handwerklich ungeschickt oder auf den Kopf gefallen einordnen, aber wer würde das schon tun :wink: Bei der Anzahl der Gewerke nimmt die Koordination, Kontrolle und am Ende auch Verantworlichkeiten sehr schnell überhand und wir kennen uns viel zu wenig mit den Details jedes Gewerkes aus. Mit Job und Kind nebenbei bekommen wir das nicht gestemmt. Zudem lockt ein Festpreis natürlich auch. Uns ist bewusst, dass Einzelvergabe durchaus auch billiger werden kann, aber eben auch teurer. Das sind grob die Hintergründe.

Puh, viele Themen… sorry wenn ich vergesse auf etwas spezielles zu antworten…

  • Das Thema Leerrohre ist wohl schwieriger… erweitere ich dann auf jeden Fall um den Durchmesser und größeren Zugdraht
  • Bei Anschlüssen achte ich auf doppelte Verlegung / Doppelsteckdosen nachrüstbar + eher zu viel planen
  • Thema Haustür ist auch gut, Danke! Die Kabel bzw. Adern
  • @Frank501 +Alles aus deiner Liste von oben :sweat_smile:

Das sind schon viele Themen.

Was ich noch nicht ganz verstehe, eventuell liege ich hier auch falsch: Wenn ich Busleitungen verlege, brauche ich ja auch ein KNX System. Sobald das System aufgesetzt ist, kann ich das auch in HA einbinden und daraus steuern. Busleitungen mit zu verlegen ohne KNX ist vermutlich schwierig, weil die kann ich nicht direkt in HA einbinden.

Heißt ich stehe vor der Wahl:

  1. KNX ja
    . KNX planen, Grundfunktionen + Erweiterungsspielraum, in HA integrier- & steuerbar, mit den Fragen
    .- kann ich das mit dem Hausanbieter?
    .- kann ich das rausnehmen und selbst vergeben?
    .- was kostet mich welche Variante am Ende?
  2. KNX nein
    . Möglicherweise nicht so perfomant und eher Bastelllösung, und auch mit den Fragen:
    .- kostet es mich am Ende mehr?
    .- Werde ich es bereuen? :see_no_evil:
    .- Bekomme ich alle Funktionien nachgerüstet?

=> Für das Thema KNX ja oder nein, hänge ich erst einmal an der Anbieterauswahl. Der erste fliegt aufgrund des Preises heute schon einmal raus, schon mal weniger Auswahl :wink:

=> Wenn es auf “Kein KNX” raus läuft: Brauche ich zwingend einen Elektriker um Shellys nachzurüsten? (Doofe Frage, vermute ja, da Hauselektrik, Versicherung, etc.)

EIN Zugdraht reicht. Mehr als einer erschweren es sogar noch, Leitungen einzuziehen. Die haben immer die Tendenz sich umeinander zu verdrehen und nachher einen festhalten, wenn man Leitungen einzieht ist auch oft umständlich (gerade, wenn sich mehrere Zugdrähte verwickelt haben).

Lieber einen stabilen Zugdraht und jedes mal, wenn man Leitungen nachträglich einzieht, nicht vergessen, einen neuene mit einzuziehen.

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Ich klinke mich mal mit ein, da ich in exakt der selben Überlegung bin ob ich für meinen Neubau auf KNX oder Alternativen setze. Home Assistant, Mini-PC lokal, werde ich eh einsetzen, LAN/WLAN komplett über UniFi, Switches, pro Etage ein AP, Netzwerkkameras über PoE+ auch von UniFi, alles über Home Assistant direkt ansprechbar. Eigentlich habe ich bisher auch vor, Shelly Gen4 mit Zigbee zu verbauen, da ich viele Lichter bereits habe und auch noch einige kommen sollen. Auch Rauchmelder und Bewegungsmelder gibts alle mit Zigbee. Das Zigbee Signal sollte sich über den Treppenschacht sehr gut durch alle Etagen ziehen und jedes Gerät erweitert das Mesh-Netzwerk. Habe von mehreren Quellen gehört, dass die sehr viele Zigbee Geräte sowie Shellys ohne jegliche Probleme schon länger einsetzen, selsbt bei Inet und WlanAusfall funktioniert alles weiter, egal ob Taster oder Lampen. Aber mir wäre, gerade was Sicherheit angeht (Tür- & Fensterkontakte sowie Glasbruchmelder, gefühlsmässig auch eine voll verkabelte Lösung lieber, auch weil ich noch nicht weiß wie ich diese in Home Assistant einlesen könnte. Da gibts dann 1) ESP32-Module über ESPhome in Home Assistant, wo ich dann direkt über die GPIO-Pins der ESP-Module die ganzen Sensoren einlesen kann kabelgebunden (weiß aber noch nicht was damit alles kompatible ist). Dann gibts 2) Mobus, entweder über RS485- oder normal TCP Ethernet Kabel, wohl riesige Auswahl an Sensoren und Aktoren, wird nativ von Home Assistant unterstützt, aber wohl scherer zu konfigurieren als KNX oder Loxone. Dann 3) Shelly Pro Line über Ethernet (teils auch RS485), teils mit PoE, auch recht viel Auswahl an Sensoren/Aktoren, die dann an die digitalen Eingänge der Shelly-Module angeschlossen werden können. Shelly wird auch vollständig lokal in hA integriert über ColoT oder MQTT, ist jedoch kein zentraler BUS. Andererseits ist KNX auch nicht wirklich teuer. Alle benötigten Komponenten für die Basicfunktionen, Schalter und Bewegungsmelder für mehrere Räume kosten ca. 2.000 €. KNX-Bus-Kabel 0,45 €/Meter, also noch mal max.150 Euro dazu. Also ich verstehe nicht mal Ansatzweise wie manche Anbieter utopische Preise um die 15-20k € für KNX verlangen. Dass neben eh schon geplanten Stromleitungen noch Bus-Kabel verlegt werden in jede Raum kann unmöglich 13.000 € beim Elektriker kosten, selbst 3.000 € fände ich schon arg übertrieben um ehrlich zu sein. Andere Frage ist natürlich, bekommt man als Laie nachträglich komplett alles selber verlegt an Bus-Leitungen? Genau das werde ich die Tage mit meinem Bauträger-Elektriker noch mal besprechen, ein erstes kurzes Gespräch mit dem Bauträgerkkordinator war leider nicht so erfolgsversprechend, da hieß es dass die weder zusätzliche Leerrohre noch KNX Leitungen verlegen. Wie ich das dann nachträglich alles verlegen soll frage ich mich, ob das überhaupt geht. Ich werde aber noch einige Steckdosen zusätzlich verlegen und setzen. Laut mehrerer Kontakte reicht es, wenn man diese Arbeiten einfach selber macht und dann zum Schluss nen Elektriker einer Firma kommen lässt, der dann kurz draufschaut was verändert wurde, ggf. Isolationsmessungen macht, alles einträgt und gut ist. Zumal ich Elektrotechnik studiert habe und alle Regeln kenne. Aber ja das ist ein anderes Thema, besser ist natürlich wenn man sich keiner Gefahr aussetzt, auch versicherungstechnisch. Ich lese mich die nächsten Tage in alle Möglichkeiten ein wie ich die Sensoren/Aktoren am besten verkabeln kann und schaue dann hier auch wieder vorbei!

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