Konzept Smart Home mit Shelly durch Elektriker

Hallo zusammen,

wir sind gerade im Neubau und planen zusammen mit dem Elektriker Smart Home mittels Shellys.

Ich hätte gerne mal eine Einschätzung von euch, ob das “Konzept” so sinnvoll ist und ob es noch zusätzliches zu beachten gibt. Danke euch!


Sensoren:

  • Fenster und Türen: Senoro (irgendwann von mir selbst)
  • Licht: Shelly Dimmer
  • Licht (Unterputz) Spots: Shelly Dimmer
  • Steckdosen: Shelly (10x)
  • Rollladen: Shelly
  • Fußbodenheizung: Shelly?

Konfiguration:

  • Protokoll: ZigBee (Alternativ: Matter via Thread)
  • Netzwerk: FritzBox (+ PoE Access Points pro Stockwerk)
  • Dashboard: Home Assistant
  • Hub: ZigBee/Matter Hardware?

Infos:

  • VLAN für IOT Geräte einrichten (hab ich mir irgendwann mal notiert)

Bisherige Rückfragen an den Elektriker:

  1. Tiefe Dosen vorbereiten?
  2. Unterputz LED Spots steuerbar?
  3. Tür/Klingel/Kamera/Access?
  4. Wallbox auch in Smart Home integriert? Wird nur vorbereitet.

Meine Fragen an euch:

  1. Beleuchtung: bislang plante ich “smarte LEDs” zu kaufen; Elektriker empfiehlt Shellys einzubauen stattdessen. Ist das sinnvoll? Und kann ich damit auch dimmen (sofern die LED dimmbar ist)? Hab gesehen es gibt “Shelly Dimmer mit Zigbee”, die bräuchte ich vermutlich?
  2. Steckdosen: Der Elektriker hat wohl richtigerweise gesagt, das nicht alle Dosen mit Aktoren ausgestattet werden sollten (da sehr teuer). Er hat 10 Dosen vorgeschlagen. Ist das sinnvoll?
  3. Rollläden: auch mit Shelly. Scheint mir trivial zu sein.
  4. Fußbodenheizung: Elektriker meinte, da könnte man auch was machen (für ca. 2.000 EUR), hat es aber nicht unbedingt empfohlen. Was ist eure Einschätzung? Was könnte man da effektiv steuern/auslesen?
  5. Ich würde die Shellys im Zigbee Netzwerk funken lassen. Passt das für alle Geräte? Elektriker meinte, er macht das im WLAN, aber das kann er ja einfach auf Zigbee für mich “einstellen”?
  6. Das ganze soll in Home Assistant laufen. Soweit ich es verstehe, geht das ohne zentralen “Hub”, stimmt das? Falls nicht, welchen Hub pack ich an meine FritzBox?
  7. Gerne auch noch meine direkten Fragen an den Elektriker 1 bis 4 bewerten

Danke schon mal! Jede Rückmeldung hilft mir möglichst viele Fehler und Limitierungen zu vermeiden. :slight_smile:

Bei den Fenstern setzt du auf batteriebetriebene Sensoren. Im Neubau wären hier auch Reed Kontakte und kabelgebundene Lösungen denkbar.

Die Shelly’s in den Steckdosen kann man gut nachrüsten bei Bedarf. So mache ich es bei einer Neubau Wohnung (55qm; 6 Shelly Steckdosen zum Start).

Licht Taster erlauben dir eine nachträgliche (oder sofortige) Ausrüstung mit Shelly’s.

Über Präsenzmelder im Bad /Flur kann man nachdenken. Fußbodenheizungen sind träge, von daher „schwierig“. Aber zumindest eine „Urlaubsfunktion“ wäre wünschenswert.

Bleibt noch die Türklingel .. mit Video

Am sinnvollsten im Neubau ist natürlich eine verkabelte Lösung wie KNX.

Wenn man das nicht will würde ich alle Dosen als extra tief setzen lassen damit man überall switche auch nachträglich einbauen kann.

FBH informiere dich bitte im Haustechnikdialog Forum dazu, da kann viel falsch laufen bei der Planung.

Ich persönlich habe keinem Raum Thermostate , da nicht notwendig.

Für Homeassitant brauchst du einen Stick der Zigbee fähig ist.

Hallo!
Da du gerade in der Projektierungsphase steckst, ist das der perfekte Zeitpunkt für eine Grundsatzentscheidung.

Shelly ist ein hervorragendes System zum Nachrüsten, aber im echten Neubau baut man eigentlich “drahtgebunden”, wenn man es zukunftssicher haben will.

Hier sind die Punkte, die du jetzt klären musst, bevor der Schlitzschneider kommt:

1. Die Gretchenfrage: Funk vs. Kabel (KNX)

Shellys basieren auf WLAN. Im Neubau hast du die einmalige Chance, ein Bus-System (KNX) einzusetzen.

  • Vorteil KNX: Absolute Zuverlässigkeit, Wertsteigerung der Immobilie, herstellerunabhängig (hält 30+ Jahre).

  • Vorteil Shelly: Günstiger in der Erstinstallation durch den Elektriker, aber im Grunde eine “Nachrüstlösung”.

  • Mein Rat: Lass dir ein Angebot für eine KNX-Grundausstattung (Licht, Rollladen, Heizung) geben. Wenn du die Programmierung in der ETS (Software für KNX) und Home Assistant selbst machst, kannst du hier massiv Kosten sparen.

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Das Zeug geht genauso mal kaputt, wie alles andere auch,
auch deutlich VOR Ablauf der “30+ Jahre” - schau einfach ins KNX Forum, Youtube, etc. pp.
Inwiefern KNX den Wert einer Immobilie steigert, geht mir auch nicht ein.

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VLAN für IoT macht Sinn, kann die FRITZ!Box aber nicht.

Wir haben vor 6 Jahren gebaut.

Fenster und Rollo:

Der Fensterbauer hat gleich Reed-Kontakte eingebaut (ca 30€ pro Fenster), der Elektriker hat zu jedem Fenster ein Stromkabel (Rollo) und ein Datenkabel (Rollosteuerung und Fensterkontakt) gelegt. Alle Kabel treffen sich im Verteilerschrank.

Dadurch kann ich mit HA die Fenster überwachen und die Rollos steuern. Kabelgebunden und ohne teure Hardware (Shelly, KNX) oder Software (KNX).

Fußbodenheizung:

Im Heizungsverteiler sind zwar elektrische Ventile verbaut, aber nicht angeschlossen. Die Regelung erfolgt nur über die Vorlauftemperatur - Außentemperatur gesteuert.

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Man muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen knitterpitti!

Natürlich geht auch bei KNX mal was kaputt. Es geht um die Nutzungsdauer der Anlage.

Und ja, der Wert für eine funktionierende KNX Installation ist auf im EFH gegeben, da ist viel standardisiert und man findet relativ schnell eine Firma, die die Anlage übernimmt.

Siehe hier auch in anderen Threads - “was wenn ich nicht mehr bin…”.

Wenn der “Heimwerker” aus welchem Grund auch immer nicht mehr kann. Steht die Familie unter Umständen da und guckt blöd. Wird das Haus/die Wohnung verkauft, Wird bei KNX die Projektdatei übergeben und fertig. Damit kann es nahtlos weitergehen, wenn mal was nicht funktioniert/geändert/erweitert wird. Sehe ich bei ner Shelly/HA Installation so nicht wirklich…

Funk ist schön und gut!
Funktioniert aber auch nicht immer und überall zuverlässig.

Selbst im Altbau erlebt, wo sämtliche Funksignale nach wenigen Metern unbrauchbar waren (Hasendraht als Armierung in der Fachwerkwand), als auch im Neubau mit Stahlarmierungen in der Wanne und EG…

Wenns dumm läuft musst du dannnachträglich doch Kabel ziehen, oder lebst mit den Ausfällen.

Im direkten Vergleich muss ich sagen, dass ich aus meiner persönlich Erfahrung eher zu einer fixen Verkabelung tendiere, insbesondere, wenn man bei Null anfängt und eh neue Kabelstränge zieht.

Ich sehe das jetzt auch in der FeWo, bei der ich mich mit Zigbee, Matter, Shelly und … beschäftige.

Danke auch für den Hinweis auf das KNX Forum! Bin da selbst seit 2013 aktiv :wink:

Wieviele zehntausende Euro wärst Du denn bereit für ein Haus mit der von Dir vorgeschlagenen

mehr auszugeben?
Ich (und sicher nicht nur ich) würde dafür keinen Cent mehr bieten, speziell dann nicht, wenn das ganze schon 10-20 Jahre auf dem Buckel hat…
Hast Du schon mal eine Immobilienanzeige gesehen in der eine KNX-Installation als Verkaufsargument aufgeführt war?
Anders gefragt, wertet eine Bank ein Bauvorhaben höherwertig ein und erhöht daraufhin den Kreditrahmen, wenn man KNX installiert? Probier’s mal aus, viel Erfolg…

Man muss aber sein subjektives Empfinden auch nicht zur Tatsache machen…am Ende glaubt’s noch einer.

@duty6704
SORRY für’s Thread kapern, aber bei Dir geht es es ja nicht zuletzt auch um eine finanzielle Entscheidung und da sind eben viele Aspekte zu beleuchten.
Ein Kabel ist und bleibt ein Kabel und man eliminiert damit schon mal ein Problem, das man via Funk immer wieder hat, Probleme mit dem Empfang.
Der Rest ist aber eher Mythos. :wink:
Egal ob Kabel oder Funk, es ist und bleibt eine Spielerei, für die Dir weder vorher noch nachher einer Geld gibt.

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Lass Dir an den Stellen, wo Du Unterputzmodule mötest, L und N legen, damit Du das für Shellys hast.
Licht am besten keine Wechselschaltungen. Wenn Funkprotokoll, dann keine Wifi Frequenz. Besser Z-Wave oder Enocean.

Ich glaube, man viel Geld sparen kann, wenn man auf KNX verzichtet.

Die einen nennen es Spielerei, die anderen Komfortgewinn und Sicherheit… Jeder tickt anders…

Ich wollte und will hier keine Diskussion für oder gegen ein bestimmtes System vom Zaun brechen. das bringt den Thread hier auch nicht weiter.

Wichtig fand ich aber, den TE, der ja anscheinend noch am Anfang eines Bauprojektes steht, eine Alternative zu nennen, mit der ich persönlich mehrfach gute Erfahrungen hatte.

PS: Die erste KNX Anlage an meiner damaligen DHH hat grad mal 8K gekostet, davon rund 2K für den Hausanschluss und den Zählerplatz. Ja, natürlich, mit einem gewissen Umfang Eigenleistung wie komplette Projektierung über die ETS mit Erstellung der Adresslisten, Busteilnehmer programmieren, Visu erstellen usw.) Man muss auch nicht zwingend alles am Anfang auf 150% programmieren. Dann hast du halt erstmal ne Klack klack Ein/Aus Schaltung und dann liest man sich ein und Erweitert das Projekt. Kommt immer auf die persönlichen Ambitionen und Fertigkeiten an.

Und ja, Beim Verkauf des damaligen Hauses war das tatsächlich ein Argument. Man muss das eben “Verkaufen”. Der Interessent kauft natürlich auch Komfortgewinn mit ein.

Ob die Bank ihm das beim Kredit berücksichtigt hat kann ich dir nicht sagen.

Allerdings bewertet die Bank natürlich bei der Wertermittlung, welcher Standard im Haus installiert ist. Hast du nur eine Steckdose pro Zimmer, mäh!

Bezüglich KNX pro contra bin ich jetzt hier raus. kann man wenn nötig woanders besprechen.

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Danke schon mal.

Einige haben geschrieben, dass die Shellys im WLAN funken, dachte die können alle auch Zigbee (egal ob Licht, Strom oder Rollo)?

Danke für den Hinweis der stromgebunden Fensterkontakte. Gibt’s da nur ein Anbieter oder verschiedene Modelle? Und falls verschiedene, was würde gut bei mir passen?

Fußbodenheizung entnehme ich, dass es relativ sinnfrei ist, insb. für 2.000 € Kosten.

Bei der Beleuchtung ist das Feedback noch mager. Sind Shelly Dimmer hier sinnvoller anstatt “smarter LEDs”?

Die ganz neuen Gen4 Geräte können das. Alles davor nur WLAN. So wie man liest habe zumindest ich den Eindruck dass das noch sehr am Anfang steht mit den verschienden Protokollen bei Shelly… mag aber auch nur nen Eindruck sein, habe hier zwar an 60 Shellies, aber kein Gen 4.

Ich habe vor 13 Jahren gebaut. Damals wollte ich kein Bus-System. Von Shelly hatte ich noch nichts gehört und das Hobby Smart Home gabs damals bei mir auch noch nicht. Heute ärgert es mich.

Stände ich heute bei dem Punkt der Planung würde ich mich nicht für Shelly entscheiden, sondern würde was ich kann per Kabel versorgen. Zum nachrüsten aber auf jeden Fall mMn zu empfehlen. Obwohl mir ZigBee auch sehr gut gefällt…

Wenn du tiefe Dosen hast ist es relativ egal was du da rein setzt ob Shelly, SonOff oder andere.

Wichtig ist nur der Platz in der Dose und das Neutral in der Dose vorhanden ist, dann fungiert z.B. jeder Zigbee Switch als Router.

Beleuchtung ist im Prinzip egal wenn du jeden Lichtschalter mit einem Switch dahinter betreibst.

Dann kannst du sowohl dumme Leuchten aber auch smarte verwenden.

Wenn ich noch einmal neu bauen würde, dann würde ich so viel wie möglich fest verdrahten lassen und viele Leerrohre legen lassen (für nachträgliches Basteln und unvorhersehbare Änderungen), um eine solide Basis zu haben. Funkmodule kommen später bei Änderungen, Umbauten oder Neuerungen noch genügend dazu.

Kabel legen zu lassen oder selbst zu ergänzen, ist im Rohbau noch relativ kostengünstig und einfach möglich. Nachträglich ist das ein riesiger Aufwand.

Danke.

Leerrohre ist für mich noch abstrakt. Wie kann man sich das vorstellen oder welche würdest du konkret machen? Werden LAN und Strom Kabel und Co. nicht eh in Rohren verlegt?

Muss ich auf das “Neutral” achten oder ist das Standard heutzutage?

(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

Sollte der Elektriker eigentlich von sich aus schon machen, aber man weiß ja nie

Also Standard heutzutage ist 3 Drähte: L, N, PE.

Aber es soll immer noch Elektriker geben die etwas sparen wollen und bei Lichtschaltern gerne mal auf den “N” verzichten. Vor allem bei Wechselschaltungen.

Ein kurzer Hinweis sollte aber genügen.

Wir haben zum Beispiel im Wohnzimmer einen Viererblock: Doppelsteckdose, SAT-Anschluss und LAN. Alle Leitungen in Leerrohr verlegt, aber zusätzlich noch ein extra (noch leeres) Lehrrohr hingelegt - für alle Fälle.

:crayon:by HarryP: Zusammenführung Doppelpost (bei Änderungen oder hinzufügen von Inhalten bitte die „Bearbeitungsfunktion“ anstatt „Antworten“ zu nutzen)