ich stehe kurz vor dem Elektrikergespräch für meinen Neubau und habe mir ein Konzept erarbeitet, das auf maximale Stabilität (Kupfer statt Funk) und zentrale Intelligenz setzt. Ich würde mich über ein Experten-Feedback freuen, ob ich irgendwo einen Denkfehler habe.
Das Konzept:
Verkabelung: Konsequente Sternverkabelung (230V) aller Brennstellen, Motoren und Taster in den zentralen Schaltschrank.
Aktorik: Ausschließlich Shelly Pro Serie (Hutschiene) mit LAN-Anbindung.
Zentrale: Home Assistant auf einem N100 Mini-PC (Proxmox/OS).
Bedienung: Klassische Gira-Taster (4-fach bzw. Doppel-Jalousietaster). Anbindung der Taster-Dosen via NYM-J 7x1,5mm² in den Schrank.
Geplantes Setup (Hardware):
Beschattung: 11x Shelly Pro Dual Cover PM (für 19 Motoren/Raffstores).
Netzwerk:Shelly Pro LAN Switch für die direkte Kopplung im Schrank.
Energie:Shelly Pro 3EM am Hauptanschluss.
Besondere Workflows:
Eingangsbereich: Reolink PoE Doorbell → Home Assistant → Tablet-Dashboard. Türöffnung (5-fach verriegelt) via Nuki/Aqara U200. Öffnungsimpuls im Haus via festem Wandtaster oder Hue Tap Dial (über Zigbee/SkyConnect in HA).
Treppe: 24V LED-Strip im Handlauf, gedimmt über Shelly Pro Dimmer + phasedimmbarer Trafo. Nachtmodus-Logik (Dimmung auf 10%) via HA-Automation.
Außenbereich: Hue-Leuchtmittel für selektive Steuerung, hängen am Shelly Pro 4PM (Dauerstrom-Master mit Hard-Reset-Option).
Meine Fragen an euch:
Phasengleichheit: Ich plane, die Taster-Signale (S-Eingänge) immer auf derselben Phase wie die Modulversorgung zu führen. Gibt es bei den Pro-Modulen Probleme mit unterschiedlichen Phasen an den S-Eingängen (L-Input vs. S-Input)?
Wärme: Ich plane 0,5 TE Platz zwischen den Dimmern. Reicht das bei 7 Modulen im geschlossenen Verteiler aus oder ist eine aktive Kühlung Pflicht?
Leitungslänge: Bei der 230V-Taster-Verkabelung (7x1,5) rechne ich mit max. 20-25m Leitungslänge. Erwartet ihr hier Probleme mit induzierten Spannungen an den S-Eingängen (Stichwort: Shelly schaltet von alleine)?
Add-On: Kann ich zwei Add-Ons (Wind & Garage) stabil parallel in HA auswerten oder sollte ich für den Windmesser ein separates Modul nehmen?
Aber die wichtigste Frage: Geht das was ich mir vorgestellt habe auf und ist es auch einfach Umsetzbar? Rollo und Licht erscheint mir jetzt keine irre Logik zu sein. Alle Schalter für Licht und Raffstores hängen an Physischen Schaltern damit auch ein Fallback da ist.
Auch ob es im Neubau wirklich sinnvoll mist mit Shelly Pros zu gehen. KNX war uns da deutlich zu teuer..
Vielen Dank für eure Einschätzung! Nächste Woche ist der Termin mit dem Elektriker, bis dahin will ich die Liste wasserdicht haben.
Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, eine super Idee ist das für mich nicht.
Entweder KNX oder Loxone als Bus System, oder konventionelle E Installation.
Meine Empfehlung: schaue dich im KNX Forum um und suche dir einen System Integrator in deiner Nähe für eine pragmatische Lösung.
Danke das Feedback habe ich bereits mehrfach bekommen.
Glaubt ihr es wäre möglich wenn ich KNX wirklich nur für Licht und Rollos erstmal nehme mir das selbst anzueigenen zu konfigurieren?
Ich kann programmieren aber das Konfigurieren ist wohl anders. Aber in den paar Videos hat es jetzt nicht unmöglich ausgesehen für jemanden der schon mal Netzwerktechnik gemacht hat.
Servus
KNX wäre bei einem Neubau sicher das Mittel der Wahl. Vor allem da es auch jeder halbwegs begabte Elektriker warten kann. Da quasi Industriestandard wird es wohl auch für die nächsten Jahrzehnte einen Upgradepfad geben.
Eine Shelly oder was weiß ich Infrastruktur welche noch dazu auf Zusatzsoftware aufsetzt (in dem Fall HA) kannst nur du bändigen. Denke mal weiter, du lebst noch seeehr lange in deinem Haus wie oder wo wird sich das hinentwickeln oder was ist wenn du es aus welchen Gründen auch immer nicht mehr warten kannst.
Allerdings bist du mit deinem Ansatz ALLES in den Verteilerkasten zu schleifen schon mal gut aufgestellt. ggfls. kannst da auch auf ein zentrales Loxone oder SPS System wechseln wenn dir HA mal nicht mehr zusagt.
KNX lässt sich auch in HA einbinden (selbst noch nicht gemacht)
Das einzige was mir an KNX nicht gefällt, ist das mit der Lizenz, die ist für Privat doch recht teuer (finde ich)
Mit Tricks ist es auch mit der freien möglich, aber dann nicht im HA.
und dann entscheide selbst, ob die 1000 Euro für die ETS in Relation zum Hausbau echt relevant sind. Im KNX User Forum gibts auch oft Aktionen, da gibts die ETS mit 50% Rabatt. Und wenn du eh alles zentral hast, dann wird der Portpreis unter Garantie unter Shelly liegen (MDT wäre hier der Hersteller der Wahl. Dein Elektriker wird dir Gira, Jung oder Hager verkaufen wollen, viel teurer)
Das was du da bauen willst ist, sorry, totales Gebastel. Lass es bitte, du tust dir keinen Gefallen.
Cu
Frank
PS: Präsenzmelder in den Räumen, Magnetkontakte in Fenstern und Aussentüren, Wetterstation, etc. solltest auch mal überdenken. Schaltbare Steckdosen kann man auch nie genug haben. KNX wird als Bus oder Stern oder beides verlegt, ist also vom Kabel her weder teuer noch aufwendig. Lieber mehr Dosen setzen und Kabel legen als nachher aufstemmen… Sensoren haben ist besser als brauchen bei einem Smarthome
Danke für eure vielen Einschätzung.
Ich bin da nur drauf gekommen weil Shelly Pro ja eigentlich eher was für Neubau / renovierung ist.
Aber ihr habt natürlich recht. Lt. ChatGPT Berechnung was ich brauche kostet mich die Hardware vllt 1000 - 2000 Euro mehr was vertretbar wäre. Jetzt bin ich natürlich gespannt was der Elektriker sagt. Meine Hoffnug ist es würde MDT anbieten weil das Preislich halt dem ganzen dann wirklich positiv entgegenkommt.
Ich denke wenn das aber passt würde ich die Funktionen selbst einbauen. Sieht ja wirklich nicht so komplex aus.Wenn ihr auch noch sagt das kriegt man hin denke ich werde ich es angehen.
Was hast du für einen beruflichen Hintergrund, wenn ich fragen darf?
Was bei KNX zugegebenermassen teurer wird, sind Schalter. Aber da kann man auch mit einfachen Varianten gehen, wenn es Geld sparen soll. In 10 Jahren kannst die dann Stück für Stück tauschen, wenn die deine Frau nicht mehr gefallen und die werden noch kompatibel sein, da bin ich mir sicher
Dann bekommst du das hin. Hol dir den Kurs vom EIB Meier und lies den durch, dann bist du schon halber Profi
Und den Elektriker musst schon explizit auffordern MDT anzubieten. Die haben alle ihre Lieblingslieferanten und da ist MDT selten dabei, weil die konventionell nix haben
Nachsatz: Der sollte auch wenigstens wissen, wie man KNX sauber und sinnvoll verkabelt…nicht dass der die grüne Leitung auch nur als Stern von jeder Dose in den Keller zieht… alles schon gesehen
Der Elektriker ist KNX Partner und zertifiziert. Da mache ich mir keine Sorgen. Eher ob wir MDT bei ihm kaufen können. Mit Gira wäre das Projekt dann tatsächlich einfach zu teuer und wir würdn es lassen.
Dann verhandle mit ihm, dass du die MDT Geräte beistellst und er das nur verkabelt. Aber GIRA ist preislich einfach an vielen Stellen total übertrieben. Dennoch, durch die zentrale Verkabelung wäre es selbst mit Gira unmöglich so viel zu teuer wie du denkst. Shelly hat Aktoren mit 4 Kanälen für 90 bis 120 Taler. Ein 24 Kanal KNX kostet 300… rechne selbst
Jo, sag ich doch. Ich würde aber die ETS einpreisen (wie gesagt, im KNX User Forum anmelden, da gibts immer wieder Rabattaktionen für 500 Euros. Denke das ist bald wieder zur Light & Building der Fall)
Sieh auf jeden Fall noch Öffnungsmelder für die Fenster und Türen vor ! Der Fensterbauer soll da einfache Magnetschalter einbauen die dann zentral auf ein oder zwei 16 Port Binäreingänge gehen.
Und für die Feuermelder auch dran denken, wenn du die Meldung auf dem Bus willst (bei Feuer, alle Rolläden hoch und Licht an), dann brauchen die auch ne Anbindung.. Kabel legen
Denk dran, Taster brauchst auch noch. Einfachste Variante: Unterputz-Binäreingänge in tiefe Dosen und dann meinetwegen normale Gira Taster dran. Da wo du dann mehr Funktion willst, echte KNX Taster (oder später umrüsten)
LAN in allen Räumen muss ich wohl nicht betonen, mache es dennoch
Lies am besten meinen ersten verlinkten Post durch, dann hast schon 90% der Infos die dir ggf noch fehlen. Und dann viel Spass beim Projekt !
Nachsatz: Hinter das Bett nen KNX Auslass… dann einen Bewegungsmelder unters Bett und du hast die perfekte Beleuchtungssteuerung wenn du Nachts mal auf den Topf musst
in jeden Raum 1-2 Leerrohre in Dosen.
so kann man jederzeit was nachziehen, ohne das halbe Haus aufzureißen
ein Raum im Keller wo Server/USV/usw untergebracht werden können
Elektro:
Geräte mit Wasser (Waschmaschine, Trockner, Geschirrspühler, Garten, ja ggf. sogar die Kaffeemaschine ) entweder zusammen an einen FI, oder für jeden einen FI/LS
Licht und Steckdosen in Sachen FI trennen. Fliegt der FI, ist das Licht noch da
Eigener Stromkreis für Router/Telefon/Homeserver…
Wenn es bei euch noch kein Glasfaser gibt, dann gleich ein Rohr vom Keller bis an die Grundstücksgrenze
Solar: Brandschutz für den Akku. Wenn du einen Akku planst, dann sollte der Raum F90 sein. oder den Speicher vom Haus abgesetzt. (gab schon genug Brände deswegen)
E-Auto: wenn du ne Wallbox planst, auch da Netzwerk hin.