Neues WLAN-Netz Zuhause aufbauen mit neuem Router....eure Empfehlung

Meine Fritz 6670 stößt anscheinend anhand der vielen Geräte an seine Grenzen.
Es gibt zu viele WLAN Ausfälle und daher beschäftige ich mich mit einem neuen Router.

Folgende Hardware ist zur Zeit vorhanden und würde ich auch gerne weiter nutzen.

6670 von Vodafone: als Internetzugang vor dem neuen Router, aber ohne WLAN
Neuer WLAN-Router: per Exposed Host an der Fritzbox
Repeater-1200-AX: gerne weiter als Repeater am neuen WLAN-Router
Fritz-7490: gerne weiter als AP am neuen Router

Nun kommt die Frage, welcher neuer Router? Er soll schon Richtung Business Qualität gehen, aber auch keine 300 € kosten :smirking_face:

Ich würde (und habe auch) die Fritzbox nicht austauschen sondern ein eigenes WLAN aufbauen auf Basis von Unifi-Accesspoints. Heutzutage würde ich wohl Mikrotik verwenden wollen.

Würdest Du bitte etwas mehr dazu schreiben.

Ich sitze auch gerade vor einem anstehenden Wechsel und habe schon einen Mikrotik Switch CRS326 wenn ich mich aus dem Stehgreif erinnere.

Ich bin in der Konzeptionsphase FB degradieren zu DECT und stehe vor der Wahl

  1. Unifi
  2. Mikrotik
  3. Synology ala Osorkon

Mikrotik Access Points schienen schwächer als die von Unifi

Das weiß ich nicht da ich ja nur Unifi habe.
Also mehr dazu, ich habe 3 Unifi Accesspoints, auf jeder Etage einen, immer diagonal versetzt. Dazu einen Smartswitch von D-Link.
Ich habe die IOT-Geräte in einem eigenen VLAN mit eigener SSID. Die IP-Adressen kommen von einem Raspberry der quasi als Gateway zwischen den Netzen fungiert. Die IPs für Handies, Laptops usw kommen nach wie vor von der Fritzbox.

Ich gehe mit und würde für den Zugang das kostenfreie Gerät des Anbieters nehmen.

Statt Unifi wäre ich bei TP Link Omada. Wenn die Fachkenntnis vorhanden ist eher Mikrotik. Von einer Fritzbox zu Mikrotik dürfte allerdings ein zu großer Sprung sein.

Habe auch schon an die Konstellation gedacht…

6670 Internetzugang - daran per LAN den ER706W.

Gesteuert wird der ER706W dann über Omada Software Controller, indem ich die 1200AX und 7490 im Mesh mit dem ER706W laufen lasse.

sehe ich auch so :see_no_evil_monkey: :grinning_face_with_smiling_eyes:

Schau dir Mal von Unifi das Cloudgateway Ultra an. Zusammen mit U7 Lite APs gibt das schon ein brauchbares Setup. Da wirst du aber schon an der 300€ Grenze kratzen. Einen PoE Adapter für den AP brauchst du auch noch.
Mit den U7 Lite bin ich jedenfalls zufrieden.

Hmm, dann brauche ich aber ja zusätzliche APs. Ich dachte, ich könnte die WLAN-Möglichkeiten der 120AX und 7490 weiterhin nutzen. Kabel kann ich in meiner Mietwohnung leider nirgends verlegen.

Ich weiß nicht, ob ich die 1200AX und 7490 in der Unifi Cloud Gateaway Ultra als Mesh einbinden kann.

Gateway UbiQuiti UniFi Cloud Gateway Ultra kostet 105 €
Ein Ubiquiti U7 Lite - Wireless Acess Point WiFi 7 kostet 110 €
Das wäre noch okay.

Ich habe einen OC200 laufen, den es (wie andere Omada Hardware) auch häufig günstig gebraucht gibt, weil ich keine Lust auf Cloud habe und kein NAS zusätzlich läuft.
Aber das hängt eben auch von der eigenen config ab.

Habe Omada seit Jahren am laufen und absolut keine Probleme, egal wo es installiert ist. Schönes fire & forget.

Der ER706W kostet 130 € + OC200 für 99 €
Cloud unabhängig….
Auch ne gute Idee :+1:

Boah, hab mir gerade mehrere Videos angeschaut. Menüführung alles in Englisch…total viele Einstellmöglichkeiten….:see_no_evil_monkey: :distorted_face:
Für ein Netzwerk-Profi sicherlich alles kein Problem. Bedenkt aber, ich komme mit ausschließlichen Fritzbox-Erfahrung daher :grinning_face_with_smiling_eyes: Mit der leichten Bedienung punktet AVM sicherlich, aber ich brauche mehr.

Moin Heinz
Ich kann zu deinem Setup wenig beitragen, aber vielleicht trotzdem etwas Erfahrung mit einem Hersteller beitragen.

Ich nutze seit Jahren (bestimmt seit 2014/15) Unifi.

Zunächst mit einem USG. damals noch hinter einem Gerät von Unitymedia.

Ab 2018/19 lief das USG hinter einem TC 4400 Kabelmodem, daran unter anderem ein US-8 und zwei Unifi AP Pro.

Seit einiger Zeit läuft eine Unifi Fiber, ebenfalls mit dem alten US-8 und den zwei alten Unifi AP Pro.
Das TC 4400 wurde zwischenzeitlich durch ein “Sagemcom Fast 3893E” ersetzt.

Was ich dazu sagen kann,
bisher bin ich mit diesen Geräten ausnahmslos zufrieden gewesen: Keinerlei Ausfälle, nach kurzer Einarbeitung hervorragend zu administrieren und sehr umfangreiche Möglichkeiten bei Netzwerkorganisation, Firewall, VLANs etc.

Für den Einstieg würde ich wahrscheinlich das

  • Unifi Cloud Gateway Ultra nehmen. Kostet aktuell knapp 105€

Dazu dann einen oder mehrere (je nach Bedarf) aus dieser Liste:

  • Unifi U6+ Access Point ca. 100€
  • Unifi U7 lite ca. 100€
  • Unifi U7 Pro ca. 185€

Zu AVM, TP-Link, Mikrotik usw. kann ich leider nichts beitragen, da mein Setup seit Jahren funktioniert und ich daher in der Bubble Unifi geblieben bin.

Vielleicht noch ein Nachtrag:
Wenn man unterschiedliche Hersteller mischt, wird es wahrscheinlich, grade für einen “Nicht-Netzwerker” schwierig/ aufwändig zu administrieren. Weil die Geräte nicht miteinander wollen, jedes eine andere Bedienoberfläche hat usw. Von daher denke ich ist es gut innerhalb eines Ökosystems zu bleiben. Für Altgeräte gibts immernoch ebay und Konsorten.

Ich bin mir Recht sicher, dass es die Oberfläche auch in deutsch gibt. :wink:

Und die Möglichkeiten sind groß aber auch mit wenigen Einstellungen die grundsätzlichen Dinge schnell erledigt. Du kannst, Du musst aber nicht.

Stimmt, habe es auch gerade gegoogelt.

das ist auch meine Sorge…:thinking:

Bevor du jetzt den Deepdive in den Kaninchenbau Netzwerkabenteuer vollziehst, hast du deine Möglichkeiten mit der Fritzbox wirklich voll ausgeschöpft?
Ich meine ich kann dir Unifi anpreisen, andere Omada und vielleicht kommt auch noch jemand mit openWRT um die Ecke. Aber so schlecht ist die Fritte doch auch nicht! Eigentlich kann die nämlich WLAN ganz gut und manchmal habe ich das Gefühl die Auslastung wegen Clients herbeigeredet wird, um sich selbst technisch aufrüsten zu können. Meine dusselige KI schreibt das für deine Fritte 60- 80 Geräte eigentlich kein Problem sein sollten.

Rein aus Erfahrung, garantiert Subjektiv und ohne jede Möglichkeit es erklären zu können. Trenne deine Fritzbox mal 10 Minuten vom Strom und beobachte dein WLAN danach. Schau auch Mal nach was die Kanalauslastung vom macht. Kann ja auch sein das deine Nachbarn alle auf dem gleichen Kanal unterwegs sind.

Du kannst natürlich auch neu kaufen… Das Cloudgateway Ultra hat ein kleines Display, das die Internetlast anzeigt. Geiler eyecatcher… :star_struck:

Danke dir für den Hinweis.
Tatsächlich ist die Auslastung im Moment ziemlich ruhig

Doch habe ich alle paar Tage Ausfälle an Geräten, das sie kein Internet mehr bekommen. Auch WLAN Telefonie hat Unterbrechungen.
Es sind z. Zt. 46 Geräte per WLAN verbunden.

Ki sagt mir zur 6670:

  1. Optimaler Betrieb (Hohe Bandbreite): Bis zu 30 bis 50 aktive WLAN-Geräte zeitgleich (z. B. Streaming, Downloads, Videokonferenzen).
  2. Smart-Home- & IoT-Betrieb (Geringe Datenlast): 70 bis 100+ WLAN-Geräte (z. B. Lampen, Steckdosen, Sensoren) laufen in der Regel problemlos parallel.

Auslastung ist das Stichwort und nicht unbedingt von der Anzal der Geräte abängig!

Grade mit HA an Board vielleicht mal das System gezielt durchgehen.

Ich hatte auch zwei Bereiche, wo dauerhaft gefeuert wurde…

War einmal die Erweiterung für mein Ugreen NAS und weiter eine Automation, die mir quasi den Strom erfassen sollte, der nicht über die Shellys “abgerechnet” wird. Das Teil hat dann einfach sekündlich gefeuert…

Kurzer Erfahrungsbericht:
Bei mir liefen im Hintergrund ungewöhnlich viele Zustandsänderungen durchs System — auffällig wurde das aber letztendlich über die schiere Größe der Home-Assistant-Datenbank (rund 1 GB bei nur 7 Tagen Aufbewahrungszeit), eine enorme Netzwerklast, die dahintersteckte.

Das Netzwerk an sich war im täglichen Gebrauch bei mir aber unauffällig!
Keine sichtbare Verzögerung bei Anwendungen/Internet/HA

Eine einzelne NAS-Integration mit rund 145 Sensoren war für 56 % aller Zeilen in der gesamten Datenbank verantwortlich. Der Grund: 126 dieser Sensoren wurden im Sekunden- bis Wenige-Sekunden-Takt abgefragt — und das bedeutet für die Netzwerklast:

  1. Richtung Gerät: Home Assistant fragt die NAS im Hintergrund ständig neu ab (Polling), statt nur bei Bedarf.
  2. Richtung Browser: Jede dieser Zustandsänderungen wird sofort per WebSocket an jedes offene Dashboard/jeden Browser-Tab weitergereicht — bei mir kamen dadurch dauerhaft mehrere Updates pro Sekunde zusammen, die permanent im Hintergrund über die Leitung liefen, auch wenn gerade niemand aktiv hingeschaut hat.

Für die allermeisten dieser Werte (Auslastung, Temperaturen etc.) ist das reine “nett zu wissen”-Information, für die weder eine Sekundenaktualisierung noch eine dauerhafte Aufzeichnung nötig ist.

Lehre daraus: Je mehr Integrationen man einbindet, desto wahrscheinlicher bringt eine davon eine ganze Flut an Sensoren mit, die standardmäßig alle aufgezeichnet werden — auch ohne dass man das bewusst so eingerichtet hätte. Lohnt sich, hin und wieder mal zu prüfen, welche Entität tatsächlich die meisten Datenbankzeilen erzeugt, statt Integrationen einfach “mitlaufen” zu lassen.

Eben auch im Hinblick auf die Netzauslastung

Hast du ein Tipp, wie ich da vorgehe?

Kenne ja jetz deine Installation nicht. Aber so im Grundsatz müsste das im SQL Konsole so funktionieren:

Im Terminal und SSH

sqlite3 /config/home-assistant_v2.db

In der SQL Konsole:
SELECT entity_id, COUNT(*) AS anzahl
FROM states
JOIN states_meta ON states.metadata_id = states_meta.metadata_id
GROUP BY entity_id
ORDER BY anzahl DESC
LIMIT 25;

Ich hatte einfach in HA die Karte “Aktivität” aufgemacht. Da sieht man sehr schnell welcher Sensor “hochfrequent feuert”.

Da sind einige Kandidaten dabei, die viel und oft abfragen.

Besonders fällt da die Integration Bosch eBike (Smart System & eBike System 2) auf.

Dies ist nur die Update Abfrage….alle anderen Sensoren von Bosch sind genauso aktiv…