hab seit 2019 eine FRITZ!Box 7530(hängt hinter einem 5g Modem) am laufen mit 4 Mesh Repeater. Als DNS dient ein Raspberry mit technitium.
Alles ist problemlos bis vor ca. 2 Monaten gelaufen. Jetzt kommt sporadisch die Meldung IP Addresse wird abgerufen also Wlan verbunden aber kein Internet, egal ob Smartphone oder Pc/Laptop. Bei LAN Gerät konnte noch kein einziger ausfall festgestellt werden. Die Wlan Kanäle wurden auf fix umgestellt keine änderung.
Kann es sein, dass die Fritzbox den Geist aufgibt? Bin mit meinem Latein am ände.
Kann gut sein. Das ist auch schon damals nicht die leistungsstärkste FB gewesen. Gerade mit vielen Geräten im wlan sind die eigentlich eher nicht mehr zu empfehlen. Würde dir daher grundsätzlich empfehlen, auf ein leistungsstarkes Modell zu setzen und kein Einsteigermodell für einen Studenten mit drei Clienten
Mal überlegt richtige Netzwerk Hardware einzusetzen? Eine Fritzbox ist ein consumer Gerät, das alles und damit nichts richtig kann, aber toll durch die Anbieter zu vertreiben ist.
Und anstatt jetzt viel Geld in ein neues Gerät zu investieren, das dann aber auch nur begrenzte Möglichkeiten hat, könntest Du Dir hardware besorgen, die auf Netzwerk ausgelegt ist.
Unifi, wenn Du gerne Geld ausgibst.
Ich persönlich würde zum Einstieg zu TP-Link Omada raten. Da gibt es viel auch gebraucht. Es hat Möglichkeiten aber die Lernkurve ist nicht zu steil.
Mikrotik macht sehr günstig, sehr gute Hardware. Aber wenn man von einer Fritzbox kommt dürfte die Kurve deutlich steiler sein …
Gibt noch andere Anbieter … Damit machst Du dann auch echtes Netzwerk. Nicht sie light Version einer Fritzbox.
Da gibt es dann auch keine Repeater sondern Access Points…
Und wenn es nicht unifi ist, wird es vermutlich deutlich günstiger als Fritz
Hier auch vielleicht mal drüber reflektieren, was ein MESH eigentlich macht (bzw. für was es gedacht ist):
Das ist recht gut, wenn es darum geht die Abdeckung des Wlan´s zu erhöhen, z.B. an Stellen kommen, an denen die Ausleuchtung des eigentlichen AP´s nicht hinkommt (durch bauliche Gegebenheiten, Entfernung etc.).
Das bringt NICHTS im Sinne von WLAN-Bandbreite oder Prozessor-Entlastung des Routers, weil der sich immer noch um den Internet-Zugang und die Netzwerk-Infrastruktur (DHCP, Routing, NAT etc.) kümmern muss. Am Ende läuft die Traffic (zumindest ins Internet, das dürfte auch die grosse Menge sein) immer noch über den Router.
Die Bandbreite wird sogar u.U. niedriger sein, weil die theoretische WLAN-Bandbreite eines Mesh-Repeaters ja aufgeteilt werden muss; einmal “Rein” vom Teilnehmer und einmal “Raus” zum AP/Router. Und das jeweils pro Client. Noch toller wird das, wenn man Clients als Mesh-Repater mit-benutzt, da kommt dann die eigene Traffic auch noch mit zu.
Wie @tarag schon sagt, aus Bandbreiten-Sicht machen AP’s die auf der “Raus”-Seite am LAN hängen wahrscheinlich mehr Sinn.
Ausserdem glaub ich mich erinnern zu können, das Fritz eine ganze Zeitlang WLAN-Chips verbaut hat, die nur eine begrenzte Anzahl von WLAN-Teilnehmern verwalten konnten (ich glaub, das waren Broadcom-Chips mit max. 32 gleichzeitigen kommunizierenden Clients).
Ich hab damit auch EWIG rumprobiert und rumgebaut, eine Menge Geld ausgegeben um den “Notstand zu verwalten”, bin aber mittlerweile auch auf semi-profi-Equipment (von Unifi/Ubiquitti) gelandet und hab seitdem weder Ausleuchtungs- noch Bandbreiten- oder Geräte-Limitierungs-Probleme mehr. Und es gibt ein SUPER-tolles zentrales Netzwerk-Management-Tool für lau mit dazu.
Im Gegenteil: Ich verschieb wieder Funktionalität von Zigbee nach WLAN, weil’s echt stabiler und mehr “reliable” ist (ca. 60 UP-Dosen-Shellies z.B., das hätten die Fritzen NIE bewältigt!)
Ich vermute, am Ende hab ich mit den ganzen Fritzen und deren Optimierung mehr Geld ausgegeben, als wenn ich gleich “was gescheites” genommen hätte.
Das ist explizit KEIN Fritz-Bashing: Ich mag die Dinger echt gerne, super-Hardware, ewiger Software-Support, und funktionell auch TOP. Aber irgendwann wächst man, gerade mit einem Smarthome, einfach drüber raus…
OT:
Wie man bei den derzeitigen geopolitischen Verwerfungen ernsthaft noch einem US-Unternehmen (UniFi) vertrauen kann und diesem die zentrale Netzwerkschnittstelle (OSI 2/3) anvertraut, lässt mich immer sprachlos zurück. Da haben die Jubelperser auf YT wieder ganze Arbeit geleistet. Alle schreien nach europäischen Cloud-Lösungen, um dann freiwillig die Kontrolle des Routers zu opfern.
TP-Link als Alternative kann man überhaupt nicht in Betracht zu ziehen. Das ist doch ein Sicherheitsalptraum.
Prinzipiell stimm ich Dir voll und ganz zu. Aber man sollte und muss wohl schon auch die Kirche im Dorf lassen.
Meine Switche und AP´s selbst können per Firewall nicht ins Internet, getrenntes Netzwerk. Das zentrale NMS läuft lokal, keine Cloud-Anbindung. Ich geb zu, die erste (interne) Firewall ist auch Unifi. Davor steht aber noch eine OpenWRT-Firewall. Und bei (zu) vielen Komponenten gibts halt keine Deutsche und/oder Europäische Alternative, die funktionell und wirtschaftlich vergleichbar wäre.
Ich betreibe ja definitiv hier im Haus keine “kritische Infrastruktur”, kann also durchaus damit leben, das das ganze mal eine Zeitlang nicht verfügbar ist.
… und glaub mir (ich bin in diesem Bereich beruflich unterwegs): da ist mein Setup im Vergleich zu mancher echter KRITIS um ganze Grössenordnungen besser aufgestellt. Und was hilft´s mir, wenn ich selber sauber und clean bin, aber der Internet-Zugang und/oder der Strom von draussen nicht fliesst…
Schau doch mal in die Log deiner Fritzbox, ob da nützliche Informationen stehen.
Ich hatte ein sehr ähnliches Problem über Monate hinweg. Hatte mir ebenfalls die Gedanken gemacht, die @tarag
schon schrieb. Leider wurde ich schnell der Realität bewusst, dass ein Wechsel nicht so schnell und unkompliziert Möglich ist.
Bei mir war ausschalggebend, dass ich Dect Telefone von Fritz habe (FritzFone). Da ist ein Wechsel auf einen anderen Router / Modem nicht so leicht umzusetzen.
Was ich daraufhin gemacht habe, erstmal das WLAN auszulagern. So habe ich TP-Link Deco im 3er Set gekauft. 1x Deco via Lankabel an die Fritzbox und 2x weitere Decos als Repeater via WLan als Mesh.
Nach der ganzen Einrichtung und ausschalten des WLans an der Fritzbox, ist das WLan bei mir sehr stabil geworden und auch der Durchsatz ist viel größer als bei den Fritz Produkten. Somit habe ich meine FritzBox 7530 nur noch als Modem - Internet - Telefonie, TP-Link Deco übernimmt das WLan.
Falls ich jetzt noch eine Lösung für die Dect Telefonie finde, würde ich auch meine Fritzbox gegen eine Alternative austauschen. Fingerzeig nach @tarag hast du vielleicht eine Idee?
Müsste ich mir im Detail anschauen. Aber grundsätzlich würde ich sagen ja. Ich würde auch einen OC200 empfehlen, um die Konfiguration nicht Cloud basiert letzten lassen zu müssen.
Bei den Access Points ist dann die Frage wie viele Geräte Du real daran hast. Häufig gibt es eben auch ältere Geräte sehr günstig gebraucht. Habe teilweise Konfigurationen, die ich vor Jahren gebraucht gekauft habe, immer noch aktiv laufen. Einmal eingerichtet und fertig.
p.s. ich denke, dass Dir eine Ai, bei klaren Vorgaben und kritischen Nachfragen, Recht gute Hinweise geben kann welche Hardware für Deine Anforderungen realistisch ist.
Meine FB4050 mit 3 FB4040 als AP ist auch nicht gerade stabil, ist mir aber noch immer lieber als die vielen “Tipps” hier. Ich will nicht zum Netzwerktechniker mutieren und zig Stunden für komplizierte Lösungen aufwenden, die bei Fehlkonfiguration auch nicht sicher sind. Gibt es keine einfachen Lösungen für normalen HA-Haushalt?
Läuft bei mit einer N510 Basis von Siemens seit Jahren TOP! Akuell die N530,geht auch größer 610/670 … je nach Bedarf. Problem FritzPhones, die mögen ansere Basen nicht so sehr.
Kann ich so nicht bestätigen. Hab ne FRITZ!box und zwei Repeater per LAN-Brücke. Funktioniert für meine Zwecke tadellos und wüsste gerade nicht, was ich da vermissen sollte.
“WLAN verbunden aber kein Netz/Internet” ist oft die Folge von fest-aber-falsch eingestellten Geräte-IP-Adressen.
Es gibt auch den versehentlich aktivierten MAC-Filter (WLAN-Zugang auf die bekannten WLAN-Geräte beschränken).
Ansonsten ist das Fritz/AVM-Mesh per WLAN sowieso relativ oft problematisch.
Welches Firmware-Update war denn vor 2 Monaten? In letzter Zeit gab es jede Menge Schrott-Releases, besonders mit Modems an LAN1/WAN.
Und wie sieht denn die WLAN-Nachbarschaft aus?