Dann möchte ich auch meinen kleinen EDV-Lebenslauf zum Besten geben.
Nachdem ich vor über 35 Jahre noch die Meinung hatte, Datensicherung ist nur was für Warmduscher, habe ich Selbige geändert, als bei einem HD-Crash sämtliche Fotos & Videos unserer Hochzeit und die Anfänge unseres Sohnes in Rauch aufgegangen sind.
Fortan entwickelte ich über die nachfolgenden Jahre mein eigenes Datensicherungskonzept stetig weiter, dass es mir sogar den Ruf eines Datensicherungsparanoid eingebracht hat.
Nun denn, damit kann ich gut leben, habe ich bisher keine digitalen Verluste erfahren.
Und aufgrund der Größe getreu dem Motto: Wer weiß, was noch kommt.
Vor einigen Jahren ärgerte mich der Zustand, dass ich die Bewegungsmelder von Philips Hue und die Heizungsthermostate von AVM in unterschiedlichen Apps nachschauen musste, wenn mal wieder die Funktion wegen mangelnder Batterie eingestellt wurde.
Die Stunde eines “Smarten Heims” war geboren.
Erste Recherchen im Internet ergaben, dass mein Wunsch mit ioBroker umzusetzen sei, alles kein Problem.
Also einen Raspberry aus der Schublade gekramt, 'ne SD-Card mit dem System bespielt und in Betrieb genommen.
Das war schon mal einfach. Aber das war’s dann auch mit der Einfachheit.
Selbst kostenpflichtige Onlinekurse haben meine alten Gehirnwindungen nicht in Schwung bringen können, was mich entnervt zu der Erkenntnis brachte: ioBroker ist zumindest nix für mich.
Die weitere Suche brachte mich auf Simon42 und seine Videos.
Einerseits war der Tpy mir in den Videos von Beginn an gleich sympathisch.
Aber auch er vermittelte mir im Unterbewußtsein “alles ganz einfach”.
Ja nee is klar ne.
In einem seiner Videos fiel die Bemerkung zu Home Assistant: “… und das System läßt sich auch mit dem Smartphone bedienen.”
Damit hatte er mich, also ioBroker runter und HA rauf auf die SD-Card.
Auch hier war die Installation schnell umgesetzt, und von Beginn an waren bereits einige Geräte zu sehen.
Selbst mit meinem “nur rumgeklickt” konnte ich doch Nachvollziehbares umsetzen.
Also war die Entscheidung gefallen: Home Assistant passt zu mir.
Ich musste mir also weitere Videos von Simon42 reinziehen und zu guter Letzt mich auch hier im Forum anmelden und 'n bissl Mitquatschen, was mir bisweilen sehr gut getan hat.
Da ich neben paranoidischer Datensicherheit auch großen Wert auf die Betriebssicherheit lege, keimte in mir der Gedanke: Was ist, wenn die HA-Büchse nicht mehr so will, wie ich es will?
Die SD-Card gegen eine SSD getauscht war aber nur der Anfang.
Es folgte der Umzug auf einen NUC (klar, einer aus der Schublade), der aufgrund einer Datensicherung weitgehendst funktionierte.
Und auch ich stellte mir die Frage, was kann ich mit der überschüssigen NUC-Leistung noch alles machen. Die Stunde von Proxmox war geboren.
Ein Mini-Betriebssystem, welches die Basis liefert, um virtuelle Rechner nebeneinander laufen zu lassen. “Notwendige” Anwendungen, die ich seit gefühlten hundert Jahren vermisse, waren auch schnell gefunden.
Mit dem NUC mit Proxmox konnte ich meine Datensicherheit weiter ausbauen, es folgten neben meinen NAS auch noch Proxmox-Backupserver.
Trotzdem keimte weiterhin die Angst der Betriebssicherheit.
Also kurzerhand mich mit dem Thema Proxmox-Cluster und deren Hochverfügbarkeit (High Availability = HA) beschäftigt.
Somit fanden neben den restlichen Rechner aus der Schublade auch noch einiges an Neuerwerb den Weg in mein kleines schnuckeliges Rechenzentrum, was folgendermaßen ausschaut:
Dank einer Vielzahl an Rechnern habe ich ein Cluster für Virtuelle Maschinen VM’s und ein weiteres Cluster für Container (LXC) aufgebaut, jeweils bestehend aus 3 Rechnern.
(zuvor folgte noch der Test-Betrieb eines Clusters mit zwei Rechnern und einem Raspberry als Quorum)
PVE-4 ist ein Test-System, um vorher neue VM’s & LXC’s zu testen, bevor sie den Weg in meine Produktivsysteme finden.
PDM (Proxmox Datacenter Manager) ist ein Betasystem, um mehrere Proxmox-Rechner und deren VM’S/LXC’s zu verwalten. Ja, man kann da schnell den eigenen Überblick verlieren.
Warum? Weil ich noch einen Rechner übrig hatte.
Mein Produktivsystem für VM’s.
Zwei der Mini-PC’s hatte ich, ein dritter Baugleicher folgte aus dem Internet.
Jeder Rechner ist in der Lage, alle VM’s zu betreiben, sollten zwei Proxmox-Server ausfallen.
Da LXC’s weniger Leistungshungrig sind, gab’s dafür 3 nahezu gleiche Rechner.
Zwar für eine Rezeptsammlung überdimensioniert, aber ich bleibe meinem Motto treu: Wer weiß, was nicht noch alles kommt.
Der Vollständigkeit halber noch mein über die Jahre selbst entwickeltes Datensicherungskonzept…
… worin sich meine neue Proxmox-Welt integrieren liese.
Mitgezählt?
Genau. Inklusive Proxmox-Backupserver heizen unsere vier Wände aktuell 10 physikalische Rechner.
War jetzt zwar 'n bissl viel Text (und wenig Bildern), aber vielleicht regt das ja eigene Ideen an.
Ich selbst lasse mich durch andere Beiträge gerne zu neuen Herausforderungen inspirieren. 