IP Adresse hat sich geändert

Heute hatte ich echt Stress. Mein HA war nicht mehr erreichbar und ihn Remote runterzufahren und neuzustarten hat auch nicht geholfen. Heizung konnte nicht eingeschaltet werden, alle Thermostate aus.

Nachdem ich jetzt vor Ort bin und den HA am Bildschirm sehen konnte, stellte icg fest, dass er eine andere IP adresse hat, statt 192.168.178.100, hat er 192.168.178.201. Unter der ist er naturlich dann erreichbar. In der FritzBox ist aber “IP-Adresse dauerhaft zuweisen” ausgewählt.

Wodurch passiert so was?

Das kann ich Dir ohne ausreichend Kontext auch nicht zweifelsfrei beantworten.

Diese sog. DHCP-Reservierungen sind in aller Regel sinnfrei, auch wenn das viele anders sehen.
Weise deinem HA eine IP aus deinem Subnetz, außerhalb der DHCP-Range, manuell zu und das wird nie wieder passieren…

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Warum? Bei mir funktioniert das seit Jahren ohne Probleme.

Das war mir so klar… :anguished_face:
Entweder man weist einem Netzwerkclient manuell in dessen Netzwerkeinstellungen eine Adresse zu, oder man lässt sie vom DHCP zuweisen.
Ersteres macht man bei allem was eine feste, sog. statische IP benötigt, Router, Server, …

Wie Du siehst, funktioniert das nicht immer zu 100% zuverlässig.

Hast Du dich schon mal gefragt, was passiert, wenn dein DHCP (vermutlich dein Router) mal ausgetauscht werden müsste? Das könnte ein ganz schönes Chaos geben…

Hast Du auch stichhaltige Belege, oder ist das nur Deine Meinung?

Hast Du Dich mal gefragt was passiert, wenn Du Dein Subnetz änderst?

Und für den Austausch von Geräten gibt es Dinge wie einen export / backup von Einstellungen. Eben damit man solche Daten behält.

Steht wo?

Und weiß doch mal, weil Du nicht aufpasst, zwei Geräten die selbe IP im Gerät statisch zu. Schon bist Du bei

Wobei Du das auch hinbekommst, wenn Du eine IP und sei es nur durch einen Tippfehler oder Zahlendreher, in den DHCP Bereich schiebst und die IP doppelt vergeben wird.


Statische Zuweisung im Gerät bedeutet auch, dass ich externe Listen führen, auf Kollisionen achten und mehr tun muss. Unnötiger Aufwand, meiner Meinung nach.
Abgesehen von der Tatsache, dass es nicht einmal bei jedem Gerät möglich ist dies am Gerät zu konfigurieren.

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Nö. Bzw. macht das nicht mein Router, sondern technitium. Man muss halt wissen was man macht.

Aus meiner Sicht als ITler würde ich in solchen Fällen immer DHCP bevorzugen und keine statischen IPs direkt auf den Geräten konfigurieren.

Der Hauptgrund ist ganz einfach die zentrale Verwaltung. Wenn Geräte ihre IP per DHCP beziehen, liegt die komplette Adressverwaltung am DHCP-Server. Das macht Änderungen deutlich einfacher und reduziert langfristig den Pflegeaufwand im Netzwerk.

Statische IP-Konfigurationen auf einzelnen Geräten führen dagegen oft zu Problemen:

  • IP-Konflikte, wenn Adressen doppelt vergeben werden

  • fehlende Dokumentation („wer nutzt eigentlich diese IP?“)

  • hoher Pflegeaufwand bei Änderungen im Netzwerk (Subnetz, Gateway, DNS etc.)

Der übliche Weg in professionellen Netzwerken ist deshalb:

  • DHCP für alle Geräte

  • DHCP-Reservierungen für Geräte, die immer unter derselben Adresse erreichbar sein müssen

Dazu zählen typischerweise:

  • Drucker

  • EC-Terminals

  • NAS

  • Kameras

  • Access Points

Diese Geräte bekommen ihre Adresse weiterhin per DHCP, aber anhand der MAC-Adresse wird im DHCP-Server eine feste Zuordnung (Reservation) definiert. Das Gerät erhält also immer dieselbe IP, ohne dass sie lokal konfiguriert werden muss.

Der Vorteil:
Wenn sich irgendwann etwas im Netzwerk ändert (z. B. Gateway, DNS oder ein anderes Subnetz), muss man nur den DHCP-Server anpassen und nicht jedes einzelne Gerät anfassen.

Die einzigen Geräte, bei denen ich wirklich feste IPs direkt konfiguriere, sind die Kernkomponenten des Netzwerks selbst, also z. B.:

  • Router

  • Firewalls

  • Server (je nach Umgebung)

  • Smart-Home-Controller (z. B. Home Assistant) fällt bei mir unter die Kategorie Server

  • Infrastruktur-Management

Alles andere läuft bei uns konsequent über DHCP – in vielen Fällen mit Reservierungen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich auch, regelmäßig die Konfiguration des Routers bzw. der Firewall zu sichern. In dieser Konfiguration sind in der Regel auch die DHCP-Reservierungen enthalten. Sollte also einmal Hardware getauscht werden müssen oder ein Gerät ausfallen, kann man durch das Wiederherstellen der Konfiguration die komplette DHCP-Struktur inklusive aller Reservierungen schnell wiederherstellen, ohne das Netzwerk neu dokumentieren oder alle Geräte anfassen zu müssen.

Gerade bei Systemen wie Home Assistant hat DHCP ebenfalls Vorteile, weil man Geräte später leichter verschieben, ersetzen oder das Netzwerk umstrukturieren kann, ohne überall IPs manuell ändern zu müssen.

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Verwechselst du gerade DNS mit DHCP?

Nein, warum sollte ich?

Diesem Ansatz kann ich nur voll zustimmen. Man benötigt halt beides statische IP bei grundlegender Infrastruktur und DHCP bei flexiblen Geräten.

Weil mir bei einer Suche im Netz das hier als Treffer geliefert wird:

Da gehts nur um DNS. Was übersehe ich?

Bis auf das D sind die Abkürzungen ja auch nicht identisch :rofl:

Den integrierten DHCP Server übersieht du. Und die integrierte DNS Security. Ersetzt Adguard/ Pihole

:crayon:by HarryP: Zusammenführung Doppelpost (bei Änderungen oder hinzufügen von Inhalten bitte die „Bearbeitungsfunktion“ anstatt „Antworten“ zu nutzen)

Oh, fast am Ende der Feature-Liste steht es drin:

  • Built-in DHCP Server that can work for multiple networks.

Dann habe ich es wohl anhand der vielen DNS-Features übersehen. Danke für den Hinweis.

Ich nutze weder Adguard noch Pihole. IPFire ist genau das, was meine Wünsche erfüllt.

Ok, also die eigentliche Ursache konnte mir niemand sagen. Ist jetzt auch wohl erledigt.

Was mir jetzt aber an der ganzen DHCP-Diskussion unverständlich ist, ist folgendes.

Ich habe einige Geräte mit Tasmota. So viel ich weiß, kann ich da bei Mqtt nur die IP vom Mosqito angeben. Wie geht das dann mit DHCP?

Und für den Zugriff von Außen auf meinen HA benutze ich nginx. Da gebe ich auch die IP-Adresse meines HA an. Hier auch die Frage, wie ich das mit DHCP mache.

Kann man in beiden Fällen den Namen benutzen?

Hast du zufällig irgendwas mit wireguard versucht zu konfigurieren? Das wäre nämlich die erste Adresse die für wireguard benutzt wird normalerweise. Ich würde auch gar nicht die IP benutzen sondern

http://homeassistant:8123

fqdn ist das Zauberwort, also den Hostnamen. Dazu muss halt DNS funktionieren.

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Es ist nur eine Vermutung, aber es könnte sein das der DHCP Server beim Start von HA nicht erreichbar war. Wobei das auch nicht ganz plausibel ist. Hast du gegebenenfalls noch einen zweiten DHCP Server laufen und nicht auf den Zettel?

Als Workaround, falls sie etwas noch einmal vorkommt, stell sicher das du remote auf deine Fritte kommst. Dann kannst du zumindest die aktuelle IP deines HA sehen.

Was die Nebendiskussion hier betrifft, ich weise meine IP Adressen auch über DHCP zu. Außerdem verwende ich einen lokalen DNS Server für die wichtigen Geräte. So etwas sollte die Fritte auch können. Ich glaube AVM nennt es anders, aber damit umgeht man deine Probleme. Es sei den du hat wirklich einen zweiten DHCP Server am laufen…

Mit einem DHCP-Server ist es wie mit dem Highlander: Es kann nur einen geben.

Oldschool! :sweat_smile: Aber um mal bei der Analogie zu bleiben, bis nur noch einer übrig ist, kommt es zu Störungen. Einer der Symptome könnte sich wie bei dem Fragenstellern darstellen.

Wenn die IP Bereiche sich nicht überlappen, funktionieren auch mehrere DHCP in einem Netz. Sollte man das tun? NEIN!

Aber wenn einer von x.x.x.1 - 100 verteilt und der 2. Server von x.x.x.101 - 200, dann funktioniert das schon. Je nachdem, welcher DHCP zuerst antwortet, bekommt der Client von dort seine IP.