Hallo @Alex252
kein Problem, ich verstehe deinen Punkt. Auch mir fällt es oftmals sehr, sehr schwer zu erklären, was ich da gebaut habe und warum. Lass mich bitte mit einem Zitat von einem User beginnen, das es recht gut auf den Punkt bringt: „Für Hubble ist ein Akku keine Müllhalde, die man versucht so voll wie möglich zu stopfen, sondern er ist ein zentraler Bestandteil, der kosteneffizient und dynamisch ist.“
Das trifft es sehr gut! Hubble versucht nicht auf Biegen und Brechen, den Akku zu laden, sondern Hubble hat eine andere Zielsetzung: Kosten einsparen und die Energie intelligent verwalten. Zum Beispiel in deinem Fall (eine Annahme, da ich dein System nicht kenne):
Die Frage, die sich Hubble stellt, ist: „Macht es Sinn, nun Geld auszugeben, um den Akku zu füllen (er betrachtet dabei auch die Umwandlungsverluste von AC → DC → AC), oder reicht der Vorrat aus, um keine Kosten zu verursachen, und morgen ist der Preis sowieso günstiger?“ Spannend dabei ist eine grobe Fehlannahme der meisten Nutzer, die meinen: 15 Cent ist mein Preis … Nein, das ist er nicht! Rechnet man die Umwandlungsverluste und den Eigenverbrauch mit ein, kommt man (anlagenabhängig) auf einen tatsächlichen Preis (zurück aus dem Speicher ins Haus) von ca. 18,2 bis 19,4 Cent. Das ist aber auch massiv abhängig vom Wechselrichter, da er im Teillastbereich deutlich schlechter ist als im Volllastbereich.
Du siehst also, es ist deutlich komplexer, als man auf den ersten Blick meint. Man kann es sich auch so merken:
Das ist kein einfacher Schalter (an/aus). Es geht nicht darum, den Akku bis zum Anschlag vollzuhauen, sondern darum, die gesamte Kosten- und Verlustkette zu betrachten. Es geht schlicht darum, so kostensparend wie möglich den Akku als Teil des Gesamtsystems zu nutzen.
Es geht also sehr, sehr weit über eine Automation oder Bastellösung hinaus! Denn die Prognose spielt auch eine wichtige Rolle: Panel in den Akku ist am effizientesten (DC → DC → AC), Netzladen am ineffizientesten (AC → DC → AC). Auch ist es immer eine Frage des durchschnittlichen Verbrauchs: Wenn der Wechselrichter 800 W einspeisen kann, der Durchschnitt aber nur bei 100 W liegt, dann ist der Wirkungsgrad des Wechselrichters unterirdisch! Daher braucht man eine KI, um hier einigermaßen vernünftig zu handeln und kein Geld zu verbrennen!
Es gibt so viele Fehlannahmen in der Solarwelt, dass es teilweise wirklich schlimm ist – wie zum Beispiel „Je mehr Sommer, desto besser …“ Falsch! Je höher die Differenz zwischen Temperatur der Solarzelle und Sonneneinstrahlung, desto besser die Leistung. Daher erzeugen Solarzellen bei kalten Temperaturen auch die höchste Leistung. All dies fließt in die KI mit ein – und damit auch in die Akkuladung.
Sidekick: Hubble betrachtet den Leistungsverlust von Solarzellen bei warmem Wetter ebenfalls und preist das in die Prognose mit ein!