Fragen/Ideen zur GPM Konfiguration

Moin,

zunächst mal großes Lob für so ein cooles Projekt, ich bin schwer beeindruckt. Habe jetzt alle Komponenten zum Laufen bekommen und die KI ist am Trainieren.

Aber eine Frage hätte ich jetzt schon zu den Möglichkeiten des Grid Price Monitor. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich nur eine Preisschwelle in Cent definieren, die für mich die Grenze zum “billigen” Preis definiert. Das hängt ja aber sehr von der Preiskurve ab. Wenn heute abend der Strom 50 Cent kostet, dann würde ich den Akku gern für 30 Cent vollmachen. An anderen Tagen habe ich vielleicht ein Spannbreite von 17 bis 23 Cent, da macht laden gar keinen Sinn, obwohl der Strom sehr billig ist. Mit anderen Worten: Ich bräuchte eigentlich einen Spread zwischen niedrigstem und höchtem Preis, bei dem sich laden lohnt. Und dann am liebsten noch einen Sensor der mir sagt “jetzt ist teuer, nimm mal Strom aus dem Akku”.

Im Ergebnis also z.B. laden von 12-14 Uhr wenn es billig ist, dann Akku von 14 bis 18 Uhr in Ruhe lassen (mittlerer Preis) und dann ab 18 Uhr entladen wenn es teuer wird.

Will there be more countries available for the integration? I’m from the Netherlands and I’d like to see my tariff.

Regards, Dutchy-79

So aus‘m Bauch raus: bau Dir doch nen eigenen Sensor. In den Attributen sind doch die Preise stundenweise enthalten:

Das ist mittlerweile auf sehr professionelle Weise von jemandem erledigt worden: GitHub - jpawlowski/hass.tibber_prices: The most comprehensive Tibber price integration for Home Assistant. Get 100+ sensors with quarter-hourly precision, intelligent best/peak price period detection, price forecasts, trend analysis, volatility tracking, and beautiful chart visualizations - all from a single integration. Automate your energy consumption like a pro. · GitHub

Mach‘s halt selber geht natürlich immer. Aber ich dachte, ein Verbesserungsvorschlag der vielen nützt wäre ja vielleicht auch nicht schlecht.

GPM ist nicht Tibber und verfolgt ein komplett anderes Ziel. Der große Knackpunkt bei allen anderen " Dynamischen-Tarif-Lösungen" ist das sie die Netzentgelte, Steuern,.. nicht berücksichtigen.
Du vermengst hier also etwas, zu dem GPM ein zentraler Bestandteil von STATS ist um die wirklichen Kosten zu ermitteln. Das kann die von Dir benannte Integration nicht.

Ja. Deshalb ja auch mein Vorschlag. Für mich leistet die genannte Integration allerdings exakt das, wonach ich gefragt habe. Und Tibber ist übrigens Börsenpreis+Netzentgelt, insofern hätte das mit dem Gridprice schon gepasst. Aber wie gesagt, mit einem absoluten Wert als niedrig oder hoch kann niemand was anfangen.

Dann habe ich Dich falsch verstanden :slight_smile: Was meinst Du mit der Aussage..? GPM hat keine absoluten Werte, sondern ist für dynamische Strompreise und berücksichtigt dabei auch die spezifischen Kosten der jeweiligen Anbieter. Lässt sich auch Feineinstellen / Nachregeln. Es unterstützt auch spezielle Endkunden-Verträge mit Konditionen und funktioniert kostenlos und mit jedem Anbieter.. daher verstehe ich deine Aussage nicht.. kläre mich bitte auf, vielleicht ist da ja noch Potential etwas zu verbessern / ändern

Es ist ja nun vier Monate her, ich hab‘s nicht mehr so genau im Kopf, aber ich habe es ja im ersten Post ausführlich beschrieben. Eine feste Schwelle unter der das Flag „billig“ gilt und über der „teuer“ gilt macht keinen Sinn. 25 Cent kann an einem Tag der niedrigste Strompreis sein und am anderen der höchste. Man braucht einen Tiefst- und Höchstpreis pro Tag und den Spread dazwischen, um lohnenswerte Billigphasen zu identifizieren. Genau das macht die genannte Integration.

Genau das macht GPM auch in Verbindung mit Smart Charge :wink: SMC betrachtet dabei noch mehr, nicht nur den Spread sondern auch die PV-Prognose, Nutzerverhalten (Wochentag, Wochenende,..) und die Konsumenten.

Ich klinke mich hier mal ein… SMC berücksichtigt eine Menge Dinge, die für das Laden des Akkus relevant sind oder sein können. Aber - und eventuell mangelt es da bei mir an Verständnis im Gesamtbild - die von Valen genannte Preisschwelle von 25 Cent ist doch eine harte Grenze. Dh. solange der Preis darüber liegt, wird nicht geladen. Dasselbe gilt für eine Ladung tagsüber, diese wird verhindert, obwohl gegebenfalls der Preis viel niedriger ist als in der Nacht und der Solarertrag gar nicht in der Lage ist den Akku vollzumachen. Die fixe Preisschwelle von 25 Cent, kann, je nach Preisentwicklung im weiteren Verlauf, viel zu hoch oder auch viel zu niedrig sein. Vielleicht habe ich das Konzept falsch, nicht richtig oder auch gar nicht verstanden, dann wäre ich für eine Aufklärung meines Fehler sehr dankbar.

Vielen Dank, dann bin ich doch nicht allein :wink:

Ich habe mit der Tibberintegration mittlerweile eine für mich sehr brauchbare Lösung gebastelt - wenn die Solarprognose passt. Leider liegt sie bei mir auch nach mehreren Monaten Training gern nochmal 50% daneben. Aber an den meisten Tagen klappt die Steuerung trotzdem ganz gut.

Hallo Alex,
um hier mal etwas Licht ins Dunkle zu bringen :slight_smile: Es geht hier um Solar Forecast ML in Kombination mit einem dynamischen Tarif und der Option strompreisgebunden zu laden.

@Valen hat einen wichtigen Punkt angesprochen, den sogenannten Spread also nicht stumpfes Laden nach einem fixen Preis - wo er 100% recht hat.
Er hilft sich mit einer Tibber-Integration und einer Automation.

Seine Kritik / Anmerkung / .. zu GPM in Verbindung mit STATS ist jedoch völlig falsch und entspricht nicht den Tatsachen. Das Gegenteil ist richtig.

Stats biete eine Funktion die heißt “Smart-Charge” (neben Sur-Plus einer der am meisten benutzten Funktionen)
Diese Funktion macht genau das was @Valen sich mit Tibber und einer Automation gebaut hat, nur viel Smarter. → und ohne das man Tibber und Co benötigt.

  1. Braucht man kein Tibber oder ähnliches um den Strompreis korrekt zu erfassen → GPM kann das durch Eingabe der Daten es Stromabieters
  2. GPM Übergibt das " Pricing" an STATS
  3. Aktiviert man Smart Charge übernimmt die KI das Netzladen des Akkus nach vorher festgelegten Parametern. Dabei wird eine Menge mehr berücksichtigt als es jede Home Assistant Automation jemals könnte. (Dazu habe ich oben etwas geschrieben)


Tom, alles richtig, aber die fixen Preisschwellen machen halt alles zunichte. Da kann der Rest des Systems so smart sein, wie er will, wenn, wie in deinem Screenshot Beispiel, pauschal 30 Cent günstig sind und 15 extrem günstig. Es kann halt vorkommen, dass du dann vormittags für 15 Cent den Akku vollmachst und nachmittags 5 Cent hättest haben können.

Nun verstehe ich deinen Gedankenfehler / das Missverständnis! Genau das passiert nicht! Da der Preis für 2 Tage im Voraus “geholt” wird und der jeweils günstigste Preis genommen wird. Wenn der Preis z.B. morgen um 14 Uhr 2 Cent zwischen 14 Uhr und 15 Uhr ist, auch wenn der Preis morgens schon bei z.b. 15 Cent liegt! Dann wird bis 14 Uhr gewartet! Es ist eine Untergrenze keine fixe Grenze! eine Fixe Grenze ist nur die Obergrenze.

OK, dann ist das aber in den Einstellungen sehr missverständlich formuliert. Dann guck ich mir das vielleicht nochmal genauer an. Danke für die Erläuterung.

Mein Akku hat 7,5kWh Kapazität, ist 53% voll, darf bis 100% geladen werden, Restsolarproduktion heute 2,3kWh lt. eigener Prognose. Warum lädt er dann nicht? Selbst wenn alles in den Akku gehen würde, reicht der Platz für die restliche Produktion.

PS: kaum geschrieben wird man von der Realität überholt und das Laden startet. Hat nur ein paar Minuten gedauert. Also bitte erstmal wieder hinlegen :slight_smile:

PPS: bleibt aber noch eine Frage bzgl. der Konfiguration:

Die Beschreibung zur untere Preisschwelle ist falsch, sodass nicht automatisch bei Unterschreitung und genügend Platz im Akku für die zu erwartende Solarproduktion netzgeladen wird? Und die obere Preisschwelle, welche ja wie du sagst eine fixe Grenze ist, über der niemals netzgeladen wird, sollte dann ja eher hoch angesetzt werden? Bei wenig erwartbarer Solarproduktion und Peakpreisen von 2-3€ pro kWh (wie wir es ja durchaus schon hatten), wäre es wirtschaftlich trotzdem sinnvoll (oder besser, es könnte wirtschaftlich sinnvoll sein) bei 50Cent pro kWh den Akku aus dem Netz zu befüllen, um nicht 2 oder 3€ zahlen zu müssen. Richtig soweit oder wieder falsch verstanden?

PPPS: sorry für die ganzen Bearbeitungen! Es fehlt natürlich noch ein Danke für die ausführliche Erklärung. Dummerweise ist es nicht so ganz einfach die “eigentliche” Problematik verständlich zu beschreiben.

Hallo @Alex252

kein Problem, ich verstehe deinen Punkt. Auch mir fällt es oftmals sehr, sehr schwer zu erklären, was ich da gebaut habe und warum. Lass mich bitte mit einem Zitat von einem User beginnen, das es recht gut auf den Punkt bringt: „Für Hubble ist ein Akku keine Müllhalde, die man versucht so voll wie möglich zu stopfen, sondern er ist ein zentraler Bestandteil, der kosteneffizient und dynamisch ist.“

Das trifft es sehr gut! Hubble versucht nicht auf Biegen und Brechen, den Akku zu laden, sondern Hubble hat eine andere Zielsetzung: Kosten einsparen und die Energie intelligent verwalten. Zum Beispiel in deinem Fall (eine Annahme, da ich dein System nicht kenne):

Die Frage, die sich Hubble stellt, ist: „Macht es Sinn, nun Geld auszugeben, um den Akku zu füllen (er betrachtet dabei auch die Umwandlungsverluste von AC → DC → AC), oder reicht der Vorrat aus, um keine Kosten zu verursachen, und morgen ist der Preis sowieso günstiger?“ Spannend dabei ist eine grobe Fehlannahme der meisten Nutzer, die meinen: 15 Cent ist mein Preis … Nein, das ist er nicht! Rechnet man die Umwandlungsverluste und den Eigenverbrauch mit ein, kommt man (anlagenabhängig) auf einen tatsächlichen Preis (zurück aus dem Speicher ins Haus) von ca. 18,2 bis 19,4 Cent. Das ist aber auch massiv abhängig vom Wechselrichter, da er im Teillastbereich deutlich schlechter ist als im Volllastbereich.

Du siehst also, es ist deutlich komplexer, als man auf den ersten Blick meint. Man kann es sich auch so merken:

Das ist kein einfacher Schalter (an/aus). Es geht nicht darum, den Akku bis zum Anschlag vollzuhauen, sondern darum, die gesamte Kosten- und Verlustkette zu betrachten. Es geht schlicht darum, so kostensparend wie möglich den Akku als Teil des Gesamtsystems zu nutzen.

Es geht also sehr, sehr weit über eine Automation oder Bastellösung hinaus! Denn die Prognose spielt auch eine wichtige Rolle: Panel in den Akku ist am effizientesten (DC → DC → AC), Netzladen am ineffizientesten (AC → DC → AC). Auch ist es immer eine Frage des durchschnittlichen Verbrauchs: Wenn der Wechselrichter 800 W einspeisen kann, der Durchschnitt aber nur bei 100 W liegt, dann ist der Wirkungsgrad des Wechselrichters unterirdisch! Daher braucht man eine KI, um hier einigermaßen vernünftig zu handeln und kein Geld zu verbrennen!

Es gibt so viele Fehlannahmen in der Solarwelt, dass es teilweise wirklich schlimm ist – wie zum Beispiel „Je mehr Sommer, desto besser …“ Falsch! Je höher die Differenz zwischen Temperatur der Solarzelle und Sonneneinstrahlung, desto besser die Leistung. Daher erzeugen Solarzellen bei kalten Temperaturen auch die höchste Leistung. All dies fließt in die KI mit ein – und damit auch in die Akkuladung.

Sidekick: Hubble betrachtet den Leistungsverlust von Solarzellen bei warmem Wetter ebenfalls und preist das in die Prognose mit ein!

Ok, verstanden danke. trotzdem nochmal zwei ganz - hoffentlich - einfache Fragen mit der Bitte um eine einfache Antwort, ja/nein reicht eigentlich:

  1. Die Beschreibung zur untere Preisschwelle ist falsch, sodass nicht automatisch bei Unterschreitung und genügend Platz im Akku für die zu erwartende Solarproduktion zwangsnetzgeladen wird?
  2. Die obere (fixe) Schwelle sollte möglichst hoch angesetzt werden, denn auch Netzladen für 50 Cent kann sinnvoll sein, wenn der restliche Tag 2€ pro kWh kostet und Dunkelflaute herrscht?

Hallo @Alex252

vielen Dank! zu Deinen Fragen:

  1. 100% korrekt, ich habe es mir schon notiert das ich da nachbessern muss, da es irreführend ist! - Danke für den Hinweis!

  2. richtig!

Zara

Danke für die zielführende und sachliche Diskussion, genau diese Diskussionen zeigen mir wo es eine Diskrepanz zwischen “Das habe ich mir ausgedacht” und "Verständnis / Beschreibung / Erklärung " gibt. Da es ein Hobby-Projekt ist , ich immer nur nach der regulären Arbeit und in der Freizeit daran weiterbauen kann.. ist das Handbuch an dieser Stelle Lückenhaft und etwas Stiefmütterlich. ich setze mich da noch einmal dran!

Moin zusammen, ich habe nun noch ein wenig rumprobiert… der Akku ist ziemlich leer, die erwartete Produktion ist heute eber übersichtlich. Ich habe die untere Preisschwelle auf 30 Cent gestellt. Sobald diese erreicht war, begann das Laden des Akkus aus dem Netz, obwohl später doch noch günstigere Preise (heute nicht deutlich aber zumindest doch ein paar Cent) kommen würden.

Eventuell hatte ich das hier mißverstanden aber momentan passt mein Verständnis nicht zur Realität. Vielleicht hast du ja eine Idee oder Erklärung, warum das Laden jetzt schobn begonnen hat?