Anker Solix oder andere PV mit Akku ohne Cloud

Hallo zusammen,

überlege mir eine Balkon PV mit Akku zu kaufen und möchte diese in HA einbinden.

Generell stört es mich, dass es bei Anker und offenbar vielen anderen Anbietern einen Zwang zur Nutzung deren Cloud gibt.

Zunächst die Frage, gibt es aktuell andere Hersteller die auch zu empfehlen sind und auch offline laufen? Bin selber kein Programmier-Spezi und bin auf halbwegs fertige Lösungen angewiesen.

Bis auf den Cloud Zwang gefällt mir die Anker Solix 3pro sehr gut, inbesondere, dass die PV Module mit voller Leistung (offiziell 2kW, inoff. >3kW) in den Akku speisen können.

Falls ich doch bei Anker zuschlage, würde ich diese ggf. nicht per HACS und API einbinden sondern komme zu meiner nächsten Frage:

Lässt sich das Solar Dashboard in HA auch brauchbar betreiben, indem ich ein Smartmeter am Hausanschluss installieren und zusätzlich die Solix über eine Zigbee Steckdose (Aqara Plug) monitore? Regelung wäre dann nicht per HA.

Wäre es möglich, die Daten vom oft mitgelieferten Anker Smart-Meter zu beziehen, welches zeitgleich die Anker Cloud & App füttert oder besser Shelly EM3pro? Geht das auch per Zigbee?

Viele Fragen … sry :slight_smile:
Danke und Grüße

Hi Chriz,

ich stand beim Balkon-PV vor dem gleichen Problem und hab mal ein wenig im Zwischennetz gestöbert. Guggs Du da:

Da gibt es - nach meinem ganzen Gesabbel - eine Liste mit Anbietern von Balkon-PV aller Couleur. :wink:

Zu den anderen Themen kann ich leider (noch) nicht viel beitragen, da ich die Balkon-PV noch nicht habe. Ich bin mir aber sicher es findet sich jemand hier im Forum, der Dir weiterhelfen kann. :man_shrugging:

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Bei mir laufen im Moment 2 Hubs von Zendure. 1x der Hub1200 und 1x der Hub2000. Zendure hat in den letzten Wochen und Monaten die Produktpalette deutlich erweitert. Ich bin jedoch bei der “alten” Zendure Hardware geblieben.
An jedem der Hubs läuft eine 1,9kWh-Batterie. Beide Hubs sind auf einen Hoymiles HMS2000 geschaltet, der wiederum mittels Shelly3em und openDTUonBattery geregelt wird (Nulleinspeisung). Ja … Zendure hat auch eine Cloud, aber die Hubs lassen sich ohne viel Aufwand von der Cloud befreien und per mqtt in HA einbinden.
Die Hubs1200 und 2000 (da “alte” Produkte :wink: ) bekommt man mittlerweile für sehr wenig Geld.

Alles in allem läuft mein System seit 1,5 Jahren so. Alles sehr stabil … ich musste es während dieser Zeit nur 1x anschubsen, da OpenDTU nach einem Netzwerkausfall etwas zickig war. Wäre das nicht passiert hätte ich wahrscheinlich vergessen, dass ich ne PV hab :rofl:

Danke für Eure Rückmeldungen.

Was mir nicht klar ist, wozu dienen HUB und dann noch Wechselrichter und kann in der Konstellation die Volle PV Leistung in den Akku fließen oder nur die Netzseitig auf 800W begrenzte Leistung?

Der Hub regelt den Energiefluss zur Batterie und/oder Wechselrichter. D.h. er “entscheidet” je nach Konfiguration wieviel der erzeigten Solarenergie zur Ladung der Batterien aufgewendet wird und wieviel zur Versorgung des Hausnetzes.
In Verbindung mit einer Nulleinspeisung fordert der Wechselrichter quasi nur soviel Energie vom Hub an, wie gebraucht wird. Die überschüssige Solarenergie wird zum Laden der Batterien genutzt.
Wenn nicht genug Solarenergie erzeugt wird, wird halt aus dem öffentlichen Netz versorgt.
Es ist jedoch möglich durch verschiedene Einstellungen in der Konfiguration z.B. das Laden der Batterien zu priorisieren usw.
Ich weiß, dass viele andere User eine Nulleinspeisung über Automationen oder Node Red in HA ohne openDTU realisieren. Auch das ist möglich.
(Wichtig wäre zu openDTU noch - es arbeitet nicht mit allen Wechselrichtern).

Ein Hub hat 2 PV-Eingänge. Ich habe pro PV-Eingang 2 435Wp-Panel parallel angeschlossen. Damit komme ich auf ca. 1700W Solarleistung. Die Ladeleistung der Batterie ist werkseitig Zendure auf ca. 1000W beschränkt. D.h. ich kann bei voller Sonneneinstrahlung die Batterie mit 1000W laden und die restlichen 700W stehen für den Verbrauch im Haus zu Verfügung. Soll heißen … die Ladung der Batterie hat in dieser Konstellation nichts mit der 800W-Einspeiseleistung zu tun. Durch eine Nulleinspeisung erhöhst du die Autarkie, denn von der erzeugten Energie wird nur soviel ins Hausnetz gegeben wie tatsächlich benötigt wird, der Überschuß wird zum Laden der Batterie verwendet. Es wird fast nichts ins öffentliche Netz eingespeist.

Kurz gesagt:
PV-Module, Hub, Batterien … Gleichstrom
Wechselrichter … Gleichstrom-Eingänge und Wechselstrom-Ausgang ans Hausnetz

  1. März bis heute …

Zum Schluss noch eine persönliche Meinung. Sicher sehen viele das anders. Ich sehe es als Vorteil an bei der PV-Anlage die Komponenten getrennt zu haben. Also alles als Einzelgeräte - HUB (BMS), Batterien und Wechselrichter. Viele Hersteller setzen neuerdings auf “All-in-One”-Geräte. D.h. alle Komponenten sind in einem Gehäuse verbaut. Bei Ausfall einer Komponente muß nämlich so das komplette Paket getauscht werden, was bei Einzelkomponenten nicht der Fall ist.

Und hier noch Lesestoff :rofl:
https://github.com/Schwippser/Solarflow-mqtt-HA