@Korfox hat mich auf die Idee gebracht hier dafür mal ein Thema aufzumachen.
Bisher hate ich es nicht gemacht, weil es nicht wirklich greifbar und auch nicht gezielt reproduzierbar ist.
Kurzbeschreibung: das kannst Zigbeenetz funktioniert sehr unbefriedigend, ständig (1-3 Geräte pro Woche) müssen Geräte neu angelernt werden
Gestern ging dann die Fernbedienung im Wohnzimmer nicht mehr, vor 4 Tagen der Schalter im Vorflur. 3Tage davor der Lüfterschalter im Keller, ein paar Tage davor wieder die Fernbedienung, davor der Temperatursensor im Arbeitszimmer, dann die Couchlampen im Wohnzimmer eine Steckdose im Keller. Fast jeden 2 Tag geht irgendwo ein Gerät nicht.
Alles auch unterschiedliche Hersteller, Mibox FB, Ikea Lampe, Sonoff Sensor usw
Dazu kommt, dass sie sich dann nicht einfach anlernen lassen. ich kann zwar auf anlernen klicken, der Countdown zählt dann nicht. im log steht dann zwar, dass er empfangen kann, findet aber kein Gerät. es hilft auch dann mal wieder nur ein Neustart von Z2M.
Meistens betrifft es Geräte, die nicht täglich genutzt werden, aber auch andere sind betroffen.
In Summe finde ich das ziemlich gruselig.
Bisher habe ich folgendes gemacht, den Dongle auf 7.4 geupdatet (ZBdongle-E von Sonoff). Ich habe die Treiber auf ember umgestellt.
Für das ZBDongle-E sind afaik 7.4.5 oder 8.0.2 die empfohlenen Firmwares (und als Adapter ember, was du ja schon eingestellt hast).
Auch, wenn ich nebenan sage, dass gelbe LQIs kein Grund zur Sorge sind: mir wurde mal empfohlen die Sendeleistung (Z2M → Einstellungen → Einstellungen → Erweitert → transmit_power) für meinen ZBDongle-P auf 6-9 (dbA?) zu erhöhen, um die Stabilität zu verbessern (wobei das natürlich nur hilft, wenn die Richtung vom Dongle zum nächsten Hop oder Endgerät niedrig ist - in die andere Richtung hast du da keine Maniulationsmöglichkeiten).
Meine Erfahrung ist, dass selbst LQIs unter 40 erstmal relativ sind. Gestern ist mir das erste Mal ein Leuchtmittel “ausgestiegen”, das einen LQI von 40 hat (einen Meter daneben ist eines mit 25, das noch nie auffällig war). Das betroffene Leuchtmittel hatte sich aber einfach nur über 30 Minuten nicht mehr gemeldet, weswegen ich den Fehler eher da vermute. Im HA wurde das Gerät als nicht verfügbar angezeigt, einfach den an/aus Schalter in Z2M zu betätigen hat es aber direkt zurück gebracht.
Mögliche Interferenzen mit WiFi wurden ja auch schon genannt (wobei ich ganz persönlich der Meinung bin, dass das vergleichsweise irrelevant ist, weil man in bebauten Gebieten den Frequenzbändern eh nicht ausweichen kann - selbst hier auf dem Land empfange ich bis zu 15 andere WiFis von Nachbarn auf allen Kanälen) und der Dongle gehört am besten etwas Abseits von “strahlender” Hardware (alles was WLAN und Bluetooth benutzt) per 80-100cm Kabel positioniert.
Wie auch nebenan schon angesprochen ist so eine indeterministische Lage in meiner Erfahrung oft einer Überlastung des Zigbee-Netzes durch einzelne Geräte geschuldet.
Daher wäre es interessant, was unter Einstellungen → Systemzustand so für Auffälligkeiten sind. Für batteriebetriebene Geräte sollte da für gewöhnlich als “Nachrichten pro Sekunde” “sehr niedrig” stehen oder eine Zahl unter 0.01 (oder sogar 0.005). Für Geräte, die am Netz hängen und 1. als Zigbee-Router dienen und 2. sich per Standard häufiger melden müssen (iirc gilt für batteriebetriebene Geräte per default 60 Minuten, für kabelgebundene 10 Minuten, bevor sie als “nicht verfügbar” gelabelt werden) sind in meinen Augen Werte um 0.1 Nachrichten pro Sekunde absolut im Rahmen, wobei Leuchtmittel durchaus auch bei 0.005 stehen können, derweil Steckdosen eher in Richtung 0.2 Nachrichten pro Sekunde liegen, wenn ich sie so konfiguriert habe, wie ich es für sinnvoll erachte.
Werte um 1 und höher sind nicht gesund (zuletzt für mich deutlich sichtbar am Shelly Power Strip Gen4, der mit 4 Steckdosen auf Werte um die 4-9 Nachrichten pro Sekunde kam und mir mein Zigbee-Netz auch komplett lahm gelegt hatte… aktuell ist der per WLAN und nicht per Zigbee angebunden - die neue Firmware, die Besserung bringen soll, muss ich noch testen).
Wenn da Geräte im (zu) hohen Bereich liegen, dann sind die in den EInstellungen des einzelnen Gerätes unter Reporting entsprechend zu konfigurieren oder testweise erstmal aus dem Zigbee-Netz raus zu holen, um zu testen ob die Situation sich bessert.
Ansonsten müsste man wirklich das Log durchforsten (ggf. auf debug-level), ob da Muster und Auffälligkeiten sind.
3*Edit: Ich hoffe ich habe jetzt alle Typos erschlagen
Bei mir lief das Zigbee Netz anfänglich auch nicht immer zu 100%. Ganz zuerst hatte ich einen Sonoff Dongle P, der die ersten Monate stabil lief und dann in immer kürzeren Abständen mal kurz vom USB getrennt werden musste. Deswegen habe ich den Sonoff gegen ein SMLight Stick ausgetauscht (SLZB-07p7). Seitdem gab es mit dem Stick keine Probleme mehr. Zu Beginn hatte ich ZHA laufen. Das hat eigentlich ganz gut funktioniert, aber grade die für mich extrem wichtigen Tuya Finger Bots laufen mit ZHA nicht richtig. Deswegen bin ich auf Z2M umgestiegen. Ganz zu Anfang etwas mehr Aufwand, aber inzwischen habe ich mich daran ganz gut gewöhnt. Mit Z2M laufen die Finger Bots problemlos. Aber Z2M hat in unregelmäßigen Abständen gerne mal Probleme gemacht. Die ließen sich am einfachsten durch einen Neustart der Z2M App lösen. Auf Dauer ist das lästig. Deswegen lasse ich die App jetzt jede Nacht automatisch neu starten. Seitdem habe ich nie wieder irgendwelche Probleme mit Zigbee gehabt. Die Automation ist in HA ganz einfach einzurichten:
Um 4:00 Uhr schlafe ich, da stören die paar Sekunden, die Z2M nicht erreichbar ist, überhaupt nicht. Seitdem ich das so laufen habe, hat noch nie irgendein Gerät (und ich habe eine ganze Menge, gerne auch mal die billigsten Tuya Teile) irgendwelche Zicken gemacht. Z2M ist wohl wie Windows und braucht einfach gelegentlich einen Reboot…
Auch wenn das eigentlich nur ein Herumdoktern an den Symptomen ist, hab ich einfach keinen Bock, da irgendwas zu ändern, denn so läuft es für meine Ansprüche 100% perfekt.
Der SMLight Stick ist zwar etwa 10€ teurer als der Sonoff Stick, ist aber jeden Extra- Cent wert. Er hat spürbar bessere Sende- und Empfangsleistungen (zumindest bei mir) und läuft extrem zuverlässig. Ich habe den direkten Vergleich und kann das deswegen ganz gut beurteilen. Der Sonoff Stick liegt hier jetzt als Reserve in der Schublade. Sollte doch mal was mit dem SMLight sein, kann ich auch am WE schnell mein Zigbee Netz wieder ans Laufen bekommen.
You take the point. In den ersten Iterationen bin ich immer dafür die Ursache zu finden und anzugehen, weil man sich mit solchen Workarounds ziemlich beschneiden kann (z. B. Ist das Log AFAIK nach einem Neustart von Z2M leer, was die Fehlersuche bei anderen Dingen erschwert).
Aber wenn man hintenraus mit einem kleinen Pflaster problemlos leben kann ist das absolut gangbar. Ich habe es hier zeitweise wegen oben erwähnten Shelly Power Strip auch so gemacht. Hintenraus bin ich nicht in allen Entscheidungen frei, weil 1. meine Kinder bald in das Alter kommen, in dem um 4 Uhr nicht mehr jeder im Haus schläft und 2. meine Frau in Schichten arbeitet und deswegen ‘jederzeit’ wach sein kann.
Der Neustart der App dauert 2 oder 3 Sekunden. Dann läuft wieder alles. Und weder das Licht noch der Strom gehen in der Zeit aus. Wenn die Kinder um 4:00 Uhr also noch vor der Glotze hängen, bekommen sie davon trotzdem nichts mit. Diesen kurzen Moment tatsächlich zu treffen, ist viel unwahrscheinlicher als durch den längerfristigen Ausfall einzelner Zigbee Geräte wirklich ernsthaft beeinträchtigt zu werden. Außerdem kann man die Uhrzeit ja völlig frei wählen und z.B. am WE anders legen als in der Woche. Um 4:00 Uhr wird z.B. auch mein Internet getrennt, (die Zwangsabschaltung vom ISP hab ich auch auf 4:00 Uhr gelegt) so das ich alles “Unangenehme” auf einmal erledigt habe.
Danke, das kann man ja nicht wissen. Danke für den Link… Vielleicht könnte @harryp ja die restlichen 5 Beiträge aus dem verlinkten Thema noch vorne anhängen, dann würde es mMn insgesamt Sinn ergeben.
Murphys Law sagt: man trifft immer.
Meine Fritz-Hardware wird tatsächlich auch zwei Mal die Woche nachts um 3 neu gestartet. Auch da gehe ich davon aus, dass irgendwann die Kinder sich beschweren werden, da das ja immerhin etwas länger als 2 Sekunden dauert.
Bei Z2M Stimme ich zu, dass es wenig Impact gibt, wenn man es neu startet (außer, dass man das Prinzip des selbst-optimierenden verteilten Netzes ad absurdum führt). Außer eine Automation schlägt genau dann zu.
Wie gesagt: Murphys Law.
Gar nicht erst ein Netz zu haben, das neu gestartet werden muss ist in meinen Augen definitiv die sinnvollere Variante. Man kann halt nicht an allen Parametern manipulieren (deswegen z.B. die Fritz-Reboots).
ich habe die einzige Version genommen, die für den Stick angeboten wurde.
Der Dongel ist per USB Verlängerung am RP 4 angeschlossen.
Ich habe den Coordinator in 5 m Entfernung einen reinen Repeater.
Was sind genügend Router ?
Vermutlich nein, so wie es läuft bräuchte ich ca jeden Meter einen.
Das mit dem Zigbeekanal und WLAn kanal ist mir nicht ganz klar,