Eine sehr gute Frage, aber ich bin da realistisch. Als Vater von zwei Töchtern wird vermutlich niemand sich des Themas annehmen wollen. Selbst wenn ich mir die Mühe für eine Doku machen würde, würde diese zu lesen nach meinem Tod sicher nichtmal unter den Top 50 in der ToDo-Liste meiner Angehörigen landen.
Und am Ende ist nichts wirklich essentiell. Dann würde meine Frau vermutlich die Gardena Bluetooth Bewässerungsautomaten einfach abschrauben (lassen) und manuell oder mit den alten langweiligen Timer-Uhren bewässern.
Und die Wärmepumpe halt vom Handwerker über das normale Display bedient werden.
Irgendwann würde die evcc Instanz vermutlich aufhören zu laufen, weil irgendeine Core-Komponente zwingend ein Update braucht und dann wäre wohl Schluss mit dem PV-Überschuss-Laden und dann wird halt wieder normal geladen. Sobald evcc weg ist, wären die Wallboxen automatisch wieder “frei”. Und Stromoptimierung wäre dann vermutlich auch kein Thema mehr, dann ist es auch egal, wenn die Octopus Energy-Überwachung nicht mehr benutzt wird. Deren dynamischer Stromtarif hat sowieso bis heute nicht richtig funktioniert (gerade haben sie das Smartmeter-Gateway von meinem Stromzähler so abgeschossen, dass es VIER Tage lang keine Werte mehr erfasst hat)
Die zufällige Lichtersteuerung bei Abwesenheit gäbe es dann auch nicht mehr. Und die Lichterkette im Dezember würde dann halt nicht automatisch bei Sonnenuntergang angehen, sondern wie früher auch mit einer normalen Zeitschaltuhr.
Und die Waschmaschine wird dann halt erst ein paar Stunden später geleert, weil es keine App mehr gibt, die sofort das Ende des Waschprogramms meldet. Dasselbe für Trockner und Geschirrspüler. Alles kein Beinbruch. Und meine Frau interessiert es vermutlich auch nicht, wieviel Grad in welchem Raum herrschen und das Garagentor geht auch weiterhin mit dem gewöhnlichen Funksender auf- und zu.
Für die E-Autos müsste der Ladestand dann über die jeweilige Hersteller App nachgeschaut werden. Aber je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Ergebnis, dass es kein wirklich lebenswichtiges System gibt, was mit HA sterben würde. Irgendwelche Lichtkonzepte habe ich nie angefangen. Bei uns geht man in den Raum rein, drückt den Schalter und wenn es zu hell oder zu dunkel ist, dreht man halt ein bisschen am Dimmer. Das reicht allen im Haushalt vollkommen.
Der Müllkalender wäre dann wieder aus Papier und die Haustür lässt sich auch über die Nuki-App steuern. Mit der kommt meine Frau problemlos klar.
Also auch mit hartem Nachdenken und Überblicken der wichtigsten Dashboards fällt mir kein System ein, was von HA abhängig wäre. HA dient bei uns dazu, das Leben einfacher zu machen (z.B. ohne Schlüssel aus dem Haus gehen zu können oder den Saugroboter nur in einzelne Räume zu schicken oder die Gartenbewässerung abhängig von den Regensensoren laufen zu lassen), aber offensichtlich habe ich es bisher vermeiden können, uns davon wirklich abhängig zu machen.
Das war ein interessantes Gedanken-Experiment. Vielen Dank dafür.
Und vermutlich wird mein Claude Code morgen über meinem MCP-Server mal eine vollständige Liste aller Geräte in HA erstellen müssen.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.