Was tun die Angehörigen, wenn der Admin nicht mehr verfügbar ist?

Als ob ich es meiner Frau zumuten würde eine Doku zu lesen, weil das Haus nicht funktioniert und ich gerade den Löffel abgegeben habe. Niemals würde ich riskieren meiner Frau ein nicht funktionierendes Haus zu hinterlassen.

Bei uns ist es deswegen einfach gehalten. Hauptschalter am Sicherungskasten aus, Stecker vom Server ziehen und Hauptschalter wieder einschalten. Fertig, dann läuft das Haus wie jedes andere Haus.

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Naja, wer kennt eine KNX Installation die regelmäßig von der der Installationsfirma gewartet wird?
Das wurde teilweise vor 25+x Jahren installiert und läuft GENAU SO wie am ersten Tag. Da tut sich nichts mehr. Die Leute haben es und wenn man Schalter A drückt geht Licht C an usw.
Bei Home Assistant wird es ähnlich sein.
Fast.
Klar, viele von uns haben die günstigen Aliexpress-Sensoren, selbstgebauten Krempel, ob das eine Standzeit von > 5 Jahren hat sei dahingestellt. Einiges hält durch, einiges nicht. Ist dann eben so.
Ich habe den Vorbesitzer hier manchmal verflucht weil er diese elenden Schlitzschrauben verschraubt hat, am liebsten noch gemischt. Wer weiß wer mich einst verflucht weil ich ESP8266 genommen habe und nicht durchgehend ESP32. Oder ESP64…

Nehmt es locker. Der Tag an dem man für immer die Knöppe zumacht kommt unausweichlich. Ist eben so.
Euer (und mein!) Krempel wird noch lange so weiterlaufen, zuerst gehen die Batterien irgendwelcher Sensoren zur Neige, eingebundene Cloudanbieter hauen (wie man selbst :wink:) in den Sack.
Ansonsten muss das Passwort unter der Tastatur ausreichen.

Und, geht einfach raus auf den Balkon, die Terrasse, den Garten etc und genießt die Zeit mit euren Lieben!

So, das war mein Wort zum Sinntag/Wochenende :slight_smile:

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Na mein Nachbar hat sich Loxone einbauen lassen vor 9 Jahren und lässt das brav warten. Wenn die Dame des Hauses was geändert haben will wird das via Fernzugriff erledigt. Rechnung folgt.

Und bezüglich Lebensdauer- mein polnisches Fibaro Zeugs hielt brav 8 Jahren ohne einem Aktor Ausfall. Lediglich das System und die Zentrale waren zum kübeln. Deshalb hab ich auf Shelly gewechselt. Also den Teufel gegen den Beelzebub getauscht. Ich bin glücklicher mit WLAN als mit Z-Wave und mit Home Assistant als Zentrale. Läuft jetzt 3 Jahre mit ca. 260 Aktoren, Sensoren, usw. ziemlich brav.

Aber das Grundproblem ist geblieben - egal ob Fibaro oder Home Assistant. Wenn ich nicht mehr fähig bin es zu verwalten ist Ende im Gelände.

Aber was ist denn das Problem dabei, wenn es den anderen doch offensichtlich auch nicht wichtig ist.

Dass man beim Gedanken an sein Ableben das eigene Smart Home betrauert finde ich persönlich eine seltsame Priorität.

ich lese hier öfters “Trotzdem läuft hier auch alles ohne HA.”

Ich habe eine kleine HA-Installation, in der ich hauptsächlich ein paar smarte IKEA-Leuchtmittel mit ZHA eingebunden habe. Die sind am Dauerstrom und die Lichtschalter schalten nur Zigbee-Relais. Habt ihr das nicht? Ohne HA würde das Licht nicht an gehen. Ok, es sind nur wenige smarte Lampen in meiner Wohnung. Aber trotzdem kommt es immer wieder vor, dass das Licht im Bad nicht reagiert. Im Ernstfall müsste die HA-Installation zurückgebaut werden. Spätestens beim Auszug aus der Wohnung.
Ein Elektriker könnte es zurückbauen, wenn er hinter den Lichtschalter schaut und kapiert, was ich da gemacht habe. Natürlich wäre eine Dokumentation, wo was verbaut ist, sinnvoll, um den Rückbau ohne zu suchen durchführen zu können.

Sowas wie Fensterkontakte, die mir Warnungen schicken, sind hingegen völlig egal. Die behindern die Fenster nicht.

Entweder keine smarten leuchten benutzen oder kein Dauerstrom und beim schalten des Leuchtmittels eine Automation ausführen lassen die die Einstellungen vornimmt die man haben will.

Mir ist dann wohl alles egal. Aber es ist verantwortungslos gegenüber den Nachkommen.
Dem sollte man sich bewusst sein.

Wenn selbige es weiterführen wollen, sollte man vorher darüber reden und Dinge erklären.

Und wenn es sie nicht interessiert, ist es ihnen egal und es fliegt raus.

Mein Sohn hat schon abgewunken - er würde das nicht betreuen.
Er zieht aber hier auch nicht ein.
Meine Frau ist die Arme wenn sie überbleibt.
Aber dann hilft eh nur der Elektriker und zurück bauen in meinem Fall.

Tatsache ist aber , dass sich die wenigsten Gedanken über diese Umstände machen bevor sie so Hausautomatisationen einbauen.

Eine sehr gute Frage, aber ich bin da realistisch. Als Vater von zwei Töchtern wird vermutlich niemand sich des Themas annehmen wollen. Selbst wenn ich mir die Mühe für eine Doku machen würde, würde diese zu lesen nach meinem Tod sicher nichtmal unter den Top 50 in der ToDo-Liste meiner Angehörigen landen.

Und am Ende ist nichts wirklich essentiell. Dann würde meine Frau vermutlich die Gardena Bluetooth Bewässerungsautomaten einfach abschrauben (lassen) und manuell oder mit den alten langweiligen Timer-Uhren bewässern.

Und die Wärmepumpe halt vom Handwerker über das normale Display bedient werden.

Irgendwann würde die evcc Instanz vermutlich aufhören zu laufen, weil irgendeine Core-Komponente zwingend ein Update braucht und dann wäre wohl Schluss mit dem PV-Überschuss-Laden und dann wird halt wieder normal geladen. Sobald evcc weg ist, wären die Wallboxen automatisch wieder “frei”. Und Stromoptimierung wäre dann vermutlich auch kein Thema mehr, dann ist es auch egal, wenn die Octopus Energy-Überwachung nicht mehr benutzt wird. Deren dynamischer Stromtarif hat sowieso bis heute nicht richtig funktioniert (gerade haben sie das Smartmeter-Gateway von meinem Stromzähler so abgeschossen, dass es VIER Tage lang keine Werte mehr erfasst hat)

Die zufällige Lichtersteuerung bei Abwesenheit gäbe es dann auch nicht mehr. Und die Lichterkette im Dezember würde dann halt nicht automatisch bei Sonnenuntergang angehen, sondern wie früher auch mit einer normalen Zeitschaltuhr.

Und die Waschmaschine wird dann halt erst ein paar Stunden später geleert, weil es keine App mehr gibt, die sofort das Ende des Waschprogramms meldet. Dasselbe für Trockner und Geschirrspüler. Alles kein Beinbruch. Und meine Frau interessiert es vermutlich auch nicht, wieviel Grad in welchem Raum herrschen und das Garagentor geht auch weiterhin mit dem gewöhnlichen Funksender auf- und zu.

Für die E-Autos müsste der Ladestand dann über die jeweilige Hersteller App nachgeschaut werden. Aber je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Ergebnis, dass es kein wirklich lebenswichtiges System gibt, was mit HA sterben würde. Irgendwelche Lichtkonzepte habe ich nie angefangen. Bei uns geht man in den Raum rein, drückt den Schalter und wenn es zu hell oder zu dunkel ist, dreht man halt ein bisschen am Dimmer. Das reicht allen im Haushalt vollkommen.

Der Müllkalender wäre dann wieder aus Papier und die Haustür lässt sich auch über die Nuki-App steuern. Mit der kommt meine Frau problemlos klar.

Also auch mit hartem Nachdenken und Überblicken der wichtigsten Dashboards fällt mir kein System ein, was von HA abhängig wäre. HA dient bei uns dazu, das Leben einfacher zu machen (z.B. ohne Schlüssel aus dem Haus gehen zu können oder den Saugroboter nur in einzelne Räume zu schicken oder die Gartenbewässerung abhängig von den Regensensoren laufen zu lassen), aber offensichtlich habe ich es bisher vermeiden können, uns davon wirklich abhängig zu machen.

Das war ein interessantes Gedanken-Experiment. Vielen Dank dafür.

Und vermutlich wird mein Claude Code morgen über meinem MCP-Server mal eine vollständige Liste aller Geräte in HA erstellen müssen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Ein Idee, die ich für den von Dir geschilderten Fall erwäge (aber noch nicht umgesetzt habe), ist folgende: Die konventionellen Schalter habe ich überwiegend mit Shelly-PM1-minis smart gemacht. Ich löse durch das Schalten Automationen in HA aus und steuere darüber kontextabhängig die smarten Leuchtmittel. D.h. die Phase habe ich hinter dem Schalter durchgeschleift, damit das Leuchtmittel Dauerstrom hat.

Da sich beim Shelly das Relais vom Schaltereingang entkoppeln lässt, könnte man die Phase an das Relais klemmen und dieses unabhängig von der Schalterstellung immer geschlossen lassen. Im Ergebnis liegt am Leuchtmittel weiterhin Dauerstrom an. Allerdings bestünde jetzt die Möglichkeit, beim Shelly über eine Automation das Relais wieder an den Schaltereingang zu koppeln, d.h. durch drücken des Schalters wird das Relais geöffnet oder geschlossen. Somit schaltet der Schalter die Phase wieder, als wär nichts gewesen. Die “Notfallautomation” könnte durch einen Schalter im Zählerschrank oder irgendwas anderes getriggert werden.

Auf diese Weise könnte man (was die Beleuchtung angeht) das ganze Smarte am Smarthome on und off schalten.

Dann hast du die pm sowieso schon falsch installiert.

Diese können im deattached Mode genau das was du machen willst , Dauerstrom und Steuerung durch HA. Und wenn du deattached ausschaltest hast du wieder einen ganz normalen Schalter der aus und einschaltet.

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So kenne ich das von Bekannten auch, der KNX in seinem Haus hat. Die komplette Installation ist dokumentiert, vom Stromlaufplänen angefangen ( digital und auf Papier, zwei komplette Aktenordner voll ) über die vollständige Beschreibung der KNX-Konfigurationen ( rein digital - als Projektexport aus der ETS und Dokumentationsfunktion ) bis zu Beschreibungen den ganzen Sonderfunktionen die eingerichtet wurde ( z..b Gartenbewässerung, Energiemanagement, externe Systeme wie HUE oder MieleHome usw, nur digital )

Ein Elektriker, der KNX beherrscht, wird da kein Problem haben, sich sofort im System zurecht zu finden und genau so muss das auch sein, bei Bauprojekt ist das eh Pflicht.

Problem: man muss bei Änderungen haarklein die Dokumentation aktualisieren und zwar sofort - wenn man das nicht macht, verschludert man das und keine blickt irgendwann mehr durch.
Mein Bekannter macht im Hausnetz alles selber und achtet da peinlichst drauf, das sauber zu dokumentieren.

Zudem sollte man drauf achten, die Dokumente in einem für alle lesbaren Format abzulegen und nicht irgendwelche exotischen Software dafür zu nutzen.
PDF ist da z.b. schon mal Pflicht und nicht Word, Excel und Co. oder gar ein Doumenten-Management-System,
Bei Zeichnungen dann eben auch im Format des genutzten CAD-Programms plus PDF-Export und das ganze dann am besten auch löschsicher an einer Stelle ausser Haus eine Kopie hinterlegen.

Das Problem bei HA ist aber eher, das sich damit bei den Elektrobetrieben kaum einer auskennt, da die das System nicht nutzen / einsetzen sondern auf kommerzielle Lösungen setzen und dort spezialisiert sind ( KNX, Loxone )

Ich hatte es in einer anderen Installation genau so, dass die Shelly hinter den Schaltern auf detached geschaltet waren, damit Home Assistant die Steuerung der smarten Leuchtmittel direkt übernimmt.

Gleichzeitig aber ein Shelly Script auf den Geräten selbst laufen, dass geprüft hat ob es eine Verbindung zu Home assistant gibt. Wenn nicht würde detached abgeschaltet und sobald wieder eine Verbindung, wieder an.

Da dann aber noch mit Schleifen wie, dass die Stromzufuhr nicht abgeschaltet wird, nur weil Home Assistant nicht erreichbar ist, sondern erst beim nächsten betätigen des Schalters geprüft wird.

Und in Home Assistant dann die Prüfung, wenn es wieder online kommt und die Leuchtmittel wieder erreichbar sind, wie der status der Lampe und der Zustand des Schalters sind.

Damit bleibt die Lampe aus bzw. an auch ohne Verbindung, kann aber jeder Zeit geschaltet werden. Aber die Lampe geht auch nicht erst an, wenn sie aus war, weil der HA wieder online kommt und daher der Strom wieder zugeschaltet wird …


Die Thematik hilft bei Ausfällen. Und hiflt sicher auch, wenn man mal länger abwesend ist. Bei dauerhafter Abwesenheit, angefangen von Trennung (ja, auch solche Dinge passieren) bis hin zum Ableben, hilft das aber irgendwann herzlich wenig.

HA bekommt (vermutlich) keine Updates mehr, was ohne Bedienung/ Veränderungen nicht das Problem ist.

Aber spätestens wenn das Leuchtmittel ausfällt oder die Lampe getauscht werden soll, wird es zu einem Problem.
Und zu smart gemachten Schaltern gibt es ja zumeist auch Dinge wie Sensoren, weil es sonst nichts mit smart zu tun hätte. Und die Dinger laufen häufig auf Batterie. Und auch eine Batterie die ein Jahr und länger hält wird irgendwann leer …


Wobei, bei der oben beschriebenen Lösung könnte man sogar HA abbauen und die Leuchtmittel austauschen. Der Shelly würde weiter normal schalten. Und eben ausgebaut, wenn defekt. Wobei wir wieder an dem Punkt sind, dass ohne Interesse euch das Smart Home nicht überlebt und rausgerissen wird. :wink:

Wer seinen Wohnraum so umbaut, dass mit dem Ausfall von HA oder einer anderen Steuereinheit nichts mehr funktioniert hat ohnehin etwas grundlegend falsch gemacht!

Dem ist nicht hinzuzufügen.