Dokumentation HA für Notfälle

Hallo zusammen,

ich würde gerne mal um Euren Input zu einem vielleicht seltsamen Thema bekommen, aber es brennt mir unter den Nägeln und ich habe noch keine vernünftige Lösung gefunden.

So sehr ich HA mag, die Installation ist zwischenzeitlich schon sehr umfangreich mit KNX Integration, über 100 zusätzlich ZIgbee - Geräten, eine beachtlichen Reihe an Helfern und Automationen, diversen Integrationen …

Bisher administriere ich das ganze Zeug alleine und aktuell hat auch niemand wirklich Motivation, sich da zu engagieren, es kann ja aber schnell gehen und ich falle - aus welchen Gründen auch immer - für eine Zeit oder ganz aus. Natürlich habe ich die Zugangsdaten zum System so hinterlegt, dass ein Zugriff möglich ist, aber gibt es eine gute und umsetzbare Lösung für eine “Notfalldokumentation” zu Inhalt und Struktur des Systems, so dass sich jemand relativ gut, sicher und schnell in das System einfinden kann? Ich denke an sowas wie die Dokumentationen, die man aus ETS6 für KNX erstellen kann.

Gibt es sowas auch in HA oder hat jemand für sich eine gute Lösung gefunden?

Viele Grüße

Thomas

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Ich habe mir auf codeberg.org ein privates Repository erstellt, in dem ich meine Installation dokumentiere. Natürlich ohne die Passwörter.

Habe mich damit noch nicht beschäftigt, aber ein guter und wichtiger Anfang ist alles gut zu benennen, dass auch andere wissen was gemeint ist.

Bei Automation kann man auch Beschreibungen einfügen wo man grob zusammenfassen kann was in der Automation passiert.

Labels und Bereiche können auch bei der Orientierung und Zuordnung helfen.

Mein oberstes Ziel ist es die ganzen Komfortfunktionen und Automationen on top draufzupacken. Wenn irgend möglich muss alles auch dann normal weiter funktionieren, wenn der NUC, auf dem mein HA läuft, komplett abfackelt!
Das befreit mich in erster Konsequenz von der Notwendigkeit jemand als “Urlaubsvertretung” bei der Hand haben zu müssen. Und sollten einmal nur Gäste zugegen sein, kann trotzdem alles wie gewohnt bedient werden.

Hätte ich einen Anwendungsfall wie Du, suchte ich mir jemanden, der sich bereits mit smart homes im allgemeinen oder mit Home Assistant im speziellen auskennt. Ohne dieses (Vor)wissen wird …

… ein frommer Wunschtraum bleiben, weil HA doch ziemlich umfangreich ist. Besonders im Hinblick auf Deine Aufzählung:

Das ist nichts für jemanden, der “mal eben die Urlaubsvertretung” übernimmt. :laughing:

Sogar ich hab immer noch meine Probleme einiges wiederzufinden (“Mist! Diese Einstellung war doch irgendwo hier …”, “Das geht! Ich hab das doch schon gesehen.”, … ), dabei beschäftige ich mich jetzt seit 2 1/2 Monaten intensiv mit dem Thema. :grimacing:

Solltest Du jemanden in der nicht allzufernen Umgebung kennen, der firm in HA ist, sprich ihn mal an, ob ihr Euch evt. im Fall der Fälle gegenseitig vertreten möchtet!? :thinking:

Nachtrag:

Bei einem “zeitlich unbeschränkten Ausfall” Deinerseits wird es m.b.M.n. schon alleine aufgrund des nicht unbeträchtlichen Umfangs darauf hinauslaufen, dass sich jemand komplett in HA einarbeiten muss. :man_shrugging:

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Ich hab einiges dokumentiert aber das Interesse der Mitbewohner (Kinder, Frau, etc) ist eher gering. Es wird gemosert wenn was nicht geht. Es läuft ja. Papa sei Dank :slight_smile:

Wenn ich also einen (hoffentlich!!) fernen Tages die Düse zukneife sollen alle richtig traurig sein weil irgendeine Automation nicht mehr geht.

Ansonsten laufen ja erstmal alle Automationen weiter, auch ohne Updates.

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Über sein digitales Erbe sollte man sich auch unabhängig von Home Assistant Gedanken machen.

Ob dabei eine Dokumentation über die Funktionen von HA wirklich sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Denn wer sich damit nicht auskennt wird, wie bereits erwähnt wurde, nur mit der Dokumentation auch nicht weiter kommen.
Andernfalls sollte man das System nicht so komplex gebaut haben, dass man es im Zweifel selbst nicht mehr nachvollziehen könnte.

Außerdem bleibt auch immer die Frage, ob die Technik nach dem ableben weiterlebt oder doch eher abgeschaltet wird.

So habe ich zum Beispiel bei meinem E-Mail Anbieter (mailbox.org) als Vorgehen bei Vorlage meiner Sterbeurkunde verfügt, dass der Account vollständig gelöscht wird. Sicher ist sicher. :winking_face_with_tongue:

Das Facebook Profil meines Schwagers blieb, auf Wunsch meiner Schwester, exakt so, wie er es hinterlassen hat, nachdem ich die Kondolenz Bekundungen gelöscht und die Kommentarfunktion deaktiviert hatte. Danach habe ich die E-Mail-Adresse und das Passwort auf Werte gesetzt die auch ich nicht mehr kenne, um diesen Zustand sicher zu konservieren.

Das eine Vorgehen oder gar ein System dafür wird es also niemals geben (können).

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Danke für alle Antworten bisher.

Ja, natürlich ist es nicht trivial, wenn sich jemand einarbeiten soll. Ich habe einfach gerade im unmittelbaren Umfeld erlebt, dass jemand für längere Zeit ausfällt und habe deshalb begonnen, für alles eine Notfalldokumentation zu erstellen. Das betrifft im Grunde alles, nicht nur den HA.

Natürlich wird niemand “einfach mal so” die KNX - Geschichte übernehmen können, da sollte schon jemand ran, der sich damit auskennt, ich denke aber, dass die KNX - Dokumentation auch einen “Profi” hilft zu verstehen, was hier so läuft. Das hoffe ich von meiner Dokumentation des IP - Netzwerks mit allen möglichen VLAN, WLAN, Firewall- und Routingregeln. Kann ein Experte sicher auch alles zusammenbauten, wenn er Zugriff auf die Geräte hat, aber ich denke die Sache ist leichter, wenn es eine Dokumentation gibt.

Natürlich kann jemand, der sich damit auskennt, auch die HA - Installation durchschauen, keine Frage, so komplex sind die Sachen alleine schon wegen meiner mangelnden Fähigkeiten nicht, aber der Einstieg könnte mit einer passenden Dokumentation einfach erleichtert werden, zumindest war das mein Gedanke.

@phettsack hat es ganz passende geschrieben. Alles ok, das Interesse ist gering, wenn es läuft. Aber gerade darum geht es ja: was ist, wenn es nicht mehr so ist.

Hardware ist ein relativ leichtes Thema. Neben dem Rechner, auf dem die aktuelle HA - Installation läuft steht ein Backup (nicht physisch), steht ein Backup, das regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht wird und im Ernstfall (Hardwareausfall) einfach an die Stelle des eigentlichen Geräts gestöpselt wird. Kein Problem. Was aber noch nicht gelöst ist wäre der Falle eine Ausfalls von mir.

Kann natürlich gut sein, dass das eine Überreaktion auf das aktuell erlebte ist, ich würde mich aber wohler fühlen, wenn ich dafür eine Lösung hätte und ich gestehe, dass ich bei der Erstellung der Notfalldokumentation auch schon einige Schwachstellen im Haus insgesamt entdeckt habe.

Viele Worte, tut mir leid, aber das is einfach etwas, was mich momentan belastet

VG

Thomas

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Bevor Du deswegen schlaflose Nächte hast wäre vermutlich zu klären, in wie weit überhaupt Interesse an der Fortführung besteht, wenn nicht durch Dich.

Weil was hilft Dir die beste Dokumentation, wenn diese einfach nie gelesen wird, weil es niemanden interessiert?
Und wenn Du diesen Punkt geklärt hast, bist Du deutlich näher an der Antwort zu Deinen Fragen.

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