nach vielen Jahren, in denen ich mich quasi um nix gekümmert habe hat vor einiger Zeit mein FHEM den Sack rum geschmissen. Naja, ich hatte eh keine Ahnung mehr, was ich da unter FHEM so getrieben hatte und dachte auch, dass das eh ein totes Pferd ist. Also gut, es muss was Neues her. Mein Haus ist seit Monaten ohne jede Steuerung.
Die Wahl fiel auf HA weil das zur Zeit wohl der Standard ist und ich mir erhoffe, das es einfacher ist als FHEM. Meine HUE-Lampen haben aus dem Stand funktioniert, toll. Aber… leider ist vieles Andere mit Homematic (das ohne IP) realisiert. Unter FHEM angesteuert über den alten „LAN Konfigurationsadapter“. Dieser wird von HA nicht erkannt und das Internet empfiehlt als Alternative einen RasPi mit der ELV Homematicplatine, auf dem eine CCU-Software läuft. Einen RasPi 3 hatte ich noch rumliegen, also musste ich nur die ELV-Platinen (RPI-RF-MOD) kaufen. Aus RaspberryMatic ist inzwischen OpenCCU geworden aber das scheint nich wirklich relevant zu sein. Nun bin ich an einer Stelle angekommen, wo ich ein paar grundsätzliche Fragen habe, eventuell kann mir jemand auf die Sprünge helfen.
Ich lese, dass ich OpenCCU als Zentrale einsetzen kann und von HA fernsteuern oder als Gateway mit einer virtuellen Zentrale in HA (wenn ich das richtig verstehe). Gibt es hierzu eine Empfehlung?
Dann ist da noch das Problem mit den alten Kopplungen. Die Geräte sind ja mit der virtuellen CCU in FHEM gekoppelt. Unter OpenCCU gibt es eine Beschreibung um das zu umgehen, aber ich habe kein funktionierendes FHEM und kann keine id nachvollziehen. Also muss ich alle Komponenten zurücksetzen und neu anlernen… Diese sind in Unterputzdosen und einer sogar auf dem Dach verbaut. Mist.
Zu guter Letzt, es gab immer schon etwas Probleme mit dem Funk. Wenn das mit der neuen Hardware auch noch so sein sollte: wie erweitert man am Besten das Funknetz?
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Gut erstmal dass du dich vom FHEM losgesagt hast. Jetzt musst du noch Hometic von Werner Mauss loswerden
Na, ernsthaft. Klar willst du deine bisherige Umgebung erstmal weiter nutzen. Aber investiere nicht zu viel da rein, da baut man sich auf Dauer nur Schwachstellen.
Langsam und bedächtig migrieren wäre eine Möglichkeit. Shelly, Zigbee, Tasmota etc etc etc.
Verständlich. Also langsam wechseln, würde ich wohl auch machen wenn der Krempel noch läuft und dann schrittweise je nach Ausfall ersetzen was dann gerade aktuell ist.
Raspberrymatic nimmt man da wohl. Aber da kenn ich nichts, weil ich es nicht habe.
Woher hast du denn diese Erkenntnis? Wenn du es laut eigener Aussage nicht nutzt und nicht kennst. Homematic/Raspberrymatic/OpenCCU läuft stabil und zuverlässig. Nutze es selber seid über 4 Jahren. Allerdings auf einer externen Hardware.
Man hat eben immer eine weitere Ebene dazwischen die ausfallen kann. Egal ob es fhem, homeatic, rasperrymatic etc ist. Man hat ja dann quasi 2 Smarthome-Systeme die man kennen und pflegen muss.
das Argument hinkt für mich. Bei HA muß man sich drauf verlassen und hoffen, daß nach einem Update (von wem auch immer) noch alle Integrationen funktionieren. Das eine Integration auch weiterhin gepflegt wird. Zugegeben, OpenCCU ist nichts zum rumspielen und ausprobieren. Aber einmal eingerichtet läuft es und braucht nicht mehr angefasst zu werden. Alles andere kann ja dann mit HA realisiert werden.
Du würdest also eher empfehlen, OpenCCU als Zentrale laufen zu lassen und nur von HA (be Bedarf) ein paar Extra Steuerbefehle zu sicken?
Homematic ist bei mir für die Rollläden, Außenbeleuchtung und Außensteckdosen und drei Bewegungsmelder zuständig. Besonders die Bewegungsmelder wären nicht ganz so leicht zu ersetzen, da Batteriebetrieben fern des Stromnetzes. Bisher wurde das alles von FHEM geregelt, mit Regeln die ich um 2012 mal gemacht und dann vergessen habe Eine Hardware CCU hatte ich nie. Das ist auch der Zustand den ich anstreben würde, ich möchte kein Smarthome-Hobby, da habe ich eigentlich keinen Bock (mehr) drauf. Das soll funktionieren ohne dass man sich drum kümmern muss. Wäre FHEM nicht ausgefallen, hätte ich das einfach weiter laufen lassen, die Hardware funktioniert noch.
Ich will hier keine Empfehlung abgeben, sondern nur meine persönliche Meinung.
Ich habe OpenCCU (ehemals Raspberrymatic) auf einem Raspi 3. Die Vorteile sind für mich, eine zuverlässige/genaue Heizungsregelung und die Direktverknüpfungen. Die Rollläden werden alle durch Direktverknüpfungen mit Schaltern/Fernbedienung gesteuert, funktioniert auch wenn die Zentrale ausgefallen ist. Zeitsteuerung der Rollos wird direkt im Aktor gespeichert, funktioniert auch ohne Zentrale. Auch die Wochenprogramme der Heizung. Das gleiche gilt für die Alarmanlage. All diese Programme und Verknüpfungen wurden vor vier Jahren angelegt und funktionieren seid dem. In HA sind dann Automatisierungen zur Interaktion zwischen Homematic und dem Rest der Smarten Welt.
Das hört sich interessant an, an die .cfg komme ich noch ran. Nur ausführen kann ich sie nicht mehr, das führt zu 100% Auslastung des FHEM-Prozesses.
Wird jedes Gerät mit seiner SN eingetragen oder gibt es eine Adresse des „Funknetzes“ für alle?
Ich habe diese Rollladenaktoren, die im UP-Schalter eingebaut sind. Eine Steuerung über diese Schalter ist also immer möglich, das mache ich z.Z. so. Dass man auch Zeiten im Schalter setzen kann wusste ich nicht. Mach aber für mich auch kein Sinn, weil der Zeitpunkt bei mir gleitend ist (Helligkeit&Zeit).
Noch was allgemeines zu HA, warum gab es da scheinbar Probleme mit der Umbenennung zu OpenCCU? Das liest sich, als sei man bei HA laufenden auf das Weiterleben der einzelnen (Community betriebenen) Subsystem angewiesen. Sprich, was passiert wenn Entwicker Max Mustermann sein Projekt nicht weiter verfolgt, dass sollte doch eigentlich weiter laufen, bis in HA so grundsätzlich etwas geändert wird, das es nicht mehr passt… oder wird da so viel Rumgeschraubt, dass das zwangsläufig sehr schnell passiert?
Das lässt sich auch im Aktor hinterlegen. Ein Teil unserer Rollos schließt automatisch nach Sonnenuntergang (mit Versatz). Somit jeden Abend zu einer etwas anderen Uhrzeit.
HA hatte damit keine Probleme. Die Integration ‘Homematic IP local for OpenCCU’ meckerte, weil sich der Name von RaspberryMatic auf OpenCCU geändert hat. Dieses Problem trat aber überwiegend dann auf, wenn man RaspberryMatic/OpenCCU als Addon innerhalb von HA verwendet hat. Bei einer externen OpenCCU gab es keine Probleme, da hierfür die IP-Adresse und nicht der Hostname zum Verbinden verwendet wird.
So, gestern mal angefangen, nachdem das fehlende Netzteil da war.
Leider klappt das mit dem Anlernen per Seriennummer nicht und alle Geräte müssen einen Werks-Reset machen und neu angelernt werden. Ich habe das mit allen leicht zugänglichen gemacht und mir die Härtefälle noch etwas aufgehoben.
Aber jetzt kann ich schon sagen, dass der Funkempfang schlecht ist, wie immer. Schade ich hatte durch neue Hardware und andere Software die leise Hoffnungen, dass es besser sein könnte. Effektiv schafft es der Funk nicht wirklich 150m2 auf einer Ebene zu versorgen. Als Verbesserung könnte ich wieder eine externe Antenne anbauen (wie beim HM-CFG-LAN) oder evtl. kann ich diesen auch parallel betreiben?
Unter FHEM war es so, dass Das HM-Subsystem von sich aus keine großen Anstalten gemacht hat, eine nicht zustellbare Nachricht noch raus zubringen. Ist dieses Verhalten Teil von Homematic und also bei OpenCCU auch so oder ist die OpenCCU etwas hartnäckiger? Wenn nicht, muss ich das von Hand nacharbeiten und z.B. 30 und 60 Min. nach einem Schaltereignis dieses wiederholen wenn es nicht ausgeführt wurde. Erfahrungsgemäß geht es beim 2. oder 3. mal. Das kommt nicht laufend vor, aber schon so ca. 2-3x im Monat.
Was mir auch noch aufgefallen ist, ich habe teilweise sehr alte Komponenten, so ab 2012). Beim Kauf des CFG-LAN wurde mir als besonderer Nachteil von diesem erzählt, er könne keine Updates der Geräte machen. Stimmt auch und fast hätte ich deswegen zusätzlich die USB-Version gekauft. Statt dessen habe ich jahrelang gedacht, wenn etwas nicht funktioniert hat, „naja, du hast überall eine veraltete Firmware und wer weiß was da schon verbessert wurde…“. Ha, Pustekuchen. Gestern habe ich mal auf die entsprechende Liste in OpenCCU geschaut und es gibt nicht eine neue Firmware. Das finde ich schon merkwürdig, da Software ja von Haus aus immer fehlerhaft ist. Der Hersteller hat explizit ein System für solche Updates vorgesehen und dann war das nie nötig (Zumindest bei meinem Zeugs)?
Das geht einfacher mit einem gebrauchten HmIP Access Point. Dieser kann zur Reichweitenverlängerung genutzt werden. Brauchst am Aufstellort nur Strom und einen Lan Anschluß. Nennt sich Advanced Routing.
Fast alle Aktoren sind zurückgesetzt und angelernt! Es war weniger schlimm als gedacht, nachdem ich rausgefundenen hatte, dass die Unterputzdinger mit ihrem Haupttaster und nicht einem versteckten Knopf angelernt werden, super. Jetzt nur noch einer der unter den Dachpfannen liegt und keinen Taster hat… da habe ich bei dem Wetter keinen Bock drauf…
Den HM-CFG-LAN konnte ich „aus dem Stand“ einfügen! Er wird erkannt und läuft scheinbar. Ob er das Funknetz wirklich verbessert, muss ich noch untersuchen und ihn günstiger platzieren.