Ich möchte aus diversen Gründen von den Alexa Geräten weg. Hab so ca. 9 Echos hier stehen und möchte diese Schrittweise austauschen.
Da ich weiterhin kombinierte Geräte hier stehen haben möchte (Musik, Infos, HA Steuerung,….) Kommt derzeit die HA Lösung nicht infrage und überlege auf Google Nest umzusteigen, vor allem weil hier jetzt auch die Ankündigung kam, dass auch die Nestgeräte nächstes Jahr Gemini bekommen sollen.
Wie ist eure Erfahrung mit Nest, bzw. der Umstieg von Alexa auf Google?
Komm ich damit vom Regen in die Traufe?
Die wenigen Einträge hier im Forum dazu sprechen für Google, aber wie sieht es heute aus?
Das was ich jetzt schon weiß, dass ich “Drop in” vermissen würde.
Vielen Dank im Voraus für euren Rat und Grüße
Frank
Ich nutze hier seit ca. 3 Jahren 3 St. Nest Hub Gen.2 (Display) und von Alexa habe ich keine Ahnung. Die Nest Hubs nutze ich für die Sprachsteuerung von HA und um mir darauf irgendwelche Live-Streams meine IP Kameras anzeigen zu lassen. Ab und zu auch mal um darüber irgendwelche Musik abspielen zu lassen. D.h. irgendwelche Funktionen von Google Home selber nutze ich eigentlich gar nicht und was das Thema Gemini betrifft könnte ich darauf auch gerne verzichten. Was aber daran liegt das ich mich mit irgendwelchen KIs eh nicht “anfreunden” kann und daher eher hoffe das meine Nest Hubs, durch die Einführung von Gemini und den dann Wegfall von Google Assistant, dann nicht auch noch vom Funktionsumfang beschnitten werden, es sei denn man würde für Gemini auch noch extra Geld bezahlen.
Was jetzt das Zusammenspiel zwischen den Nest Hubs und HA betrifft kann ich mich in all den Jahren nicht wirklich beschweren. Irgendwelche Ausfallzeiten gab es in der Zeit so gut wie gar nicht und falls Google an deren API mal irgendwelchen Änderungen gemacht haben sollte, die ein entsprechendes Update bei HA nach sich zogen, war das innerhalb von wenigen Tagen (teils wenigen Stunden) erledigt und alles funktionierte wieder.
Die Nest Hubs werden von HA automatisch als Chromecast Gerät erkannt
Wenn man bei Google Home dann HA per Nabu Casa hinzufügt, stehen die Nest Hubs auch für die Sprachsteuerung für und unter HA zur Verfügung. Der Weg dabei ist dann natürlich: HA Spracheingabe —> Nabu Casa (Cloud) —> Google Home (Cloud) —> Nabu Casa (Cloud) —> HA, aber trotz dem Weg über die zwei Clouds werden irgendwelche Sprachbefehle für und von HA recht zügig umgesetzt. Eine Verzögerung von vielleicht 1 - 2 Sekunden ist dabei dann allerdings auch normal.
Ich bin mit den Nest Hubs absolut zufrieden und damals haben die mich gerade mal € 50 pro Stück gekostet. Dafür bekommt man halt nicht nur einen Lautsprecher, sondern eben auch noch ein 7" Display mit dazu und wer möchte kann auch noch die ganzen Google Home Features nutzen. Ich nutze sie halt nicht.
Der Stromverbrauch von so einem Nest Hub Gen.2 ist mit 2 - 3 Watt bei dauerhaft eingeschalteten Display
eigentlich auch nicht der Rede wert und da ich hier eh schon immer Android für und mit div. Geräten genutzt habe, habe ich auch keine “Bauchschmerzen” damit das Google irgendwelche Daten von mir bekommt.
Falls Du noch irgendwelche eher speziellen Fragen zu dem Thema Nest Hub + HA haben solltest dann immer her damit und ich werde versuchen diese zu beantworten. So ich denn eine Antwort auf die Frage(n) haben sollte.
Hallo Jim,
vielen Dank für Deine ausführlichste Antwort und die Fragen kommen bestimmt wenn ich das Ganze mal einrichte. Ich habe mal 2 Nest Hubs gekauft und werde es ausprobieren, sobald ich dann auch Zeit habe Ich liege richtig, dass man keine “Anrufe” im Haus von einem Nest zum anderen machen kann oder? unser Haus ist etwas größer und wenn einer von uns im 1. Stock im Bad ist und der andere in der Küche, kann man rufen wie man will, wir hören uns nicht (altes verwinkeltes Bauernhaus) Da ist die Drop in Funktion zum “Anrufen” von einem Echo zum anderen gut. Aber wenn es nicht geht, werden wir uns mit “Broadcast” aushelfen müssen
Ich werde mich melden, wenn es bei mir weiter geht oder vielleicht hat jemand noch die gleiche Meinung, oder ist umgestiegen und kann davon berichten.
Viel Grüße
Da ich wie gesagt die Features die die Nest Hubs über Google Home selber bieten nicht nutze, kann ich Dir dazu leider auch nichts weiter sagen. Ich nutze die Teile tatsächlich zu 99 % nur in Verbindung mit und für HA.
Wie erwähnt habe ich keine Ahnung von den Google-eigenen Funktionen, aber wenn man mal per Google nach Nest Drop In sucht findet man z.B. so etwas:
Keine Ahnung ob Du damit ggf. etwas anfangen kannst.
Edit:
Ich habe eben nach langer Zeit mal wieder die Google Home App gestartet und da wurde mir vorab eine Info eingeblendet: Gemini für Google Home ist demnächst verfügbar.
Dann folgt eine Aufzählung von Features was man damit alles so machen können soll und bei den meisten (oder sogar allen?) steht dann ein * Sternchen. Am Ende steht dann die Erklärung zu dem * und zwar: Erfordert ein Googe Home Premium-Abo …
womit die Frage nach dem extra Geld dann auch beantwortet wäre. Wie gesagt hoffe ich das Google dann nicht bereits bestehende Features wegfallen lässt und/oder “kastriert”, denn für mich kommt irgendein Google Abo garantiert nicht in Frage und schon lange nicht für eine KI.
Der Umstieg ist erfolgt aber ist doch relativ schwer, sich an ein neues Codewort zu gewöhnen, aber irgendwann geht es. Was ich jetzt beobachtet habe ist, dass Google und Amazon scheinbar unterschiedlich mit der Verarbeitung umgehen, Ich habe bei mir Räume z.b. Wohnzimmer der in Home Assistant und Google auch so genannt habe und im Raum selber habe ich die Deckenleuchte, die auch Wohnzimmer heißt und eine Stehlampe, die Stehlampe heißt. Mit Amazon ich einfach sagen Wohnzimmer an und dann ging nur die Deckenleuchte an. Mit Google habe ich den Eindruck, dass der schon vorher die Daten verarbeitet, bevor sie zur HA gehen, weil wenn, ich sage Wohnzimmer an gehen bei dem beide Wohnzimmer beide Leuchten an, wenn ich eine Routine ( die Priorität bei der Verarbeitung hat) mache mit Wohnzimmer an und aus, dann geht auch nur das Deckenlicht an und aus. Hat es auch jemand von euch beobachtet, dass die Verarbeitung von den Daten teilweise schon in Google passiert und gar nicht ein Home Assistant weitergeleitet wird und dort interpretiert wird?
Vorab: Was Alexa wie macht: Keine Ahnung, habe ich noch nie genutzt.
Wenn Du einen Raum Wohnzimmer nennst und ein Gerät (Deckenleuchte) dann ebenfalls, woher soll Google dann wissen was mit dem Befehl “Wohnzimmer an” gemeint ist? Wenn müsstest Du wohl die Deckenleuchte auch Deckenleuchte nennen, so wie die Stehlampe ja auch Stehlampe heißt.
Da ist die Frage welchen “Daten” Du dann meinst. Falls Du mit Daten Sprachbefehle meinen solltest. Ja klar werden diese immer zuerst von Google bearbeitet und interpretiert und Google entscheidet dann was es damit macht. Wenn es bei Google Home z.B. eine Automation gibt die durch einen bestimmten Sprachbefehl an Google per Ablauf ein Script bei HA auslöst, dann wird dieses Script ausgelöst und erst dann wird HA aktiv und macht das was in diesem HA Script steht.
Ein Nest Hub, oder auch Nest Lautsprecher, ist nun mal nicht nur ein einfaches Mikrofon mit dem lediglich Sprachbefehle direkt an HA übermittelt werden. Die Sprachbefehle machen immer erst einmal den “Umweg” über Google.
Das sollte nicht passieren wenn man per Google Home Automation und Ablauf eindeutige Sprachbefehle gibt, die dann entsprechende HA Scripte auslösen. So mache ich das zumindest seit Jahren und habe damit dann auch keine Probleme. Je kürzer und eindeutiger die Sprachbefehle sind, umso besser funktioniert das, weil Google dann auch weniger “Interpretationsspielraum” hat.
Hm - das könnte dann wohl schwierig werden, sofern Du mehrere Deckenleuchten haben solltest. Wie bereits gesagt: Woher soll Google dann wissen welche Deckenleuchte gemeint ist. Das ist ja nichts anderes wenn es - wie bei Dir - im Wohnzimmer mehrere unterschiedliche Lampen gibt und Du nur sagst: “Wohnzimmer an”. Woher soll Google dann wissen welche der Lampen im Wohnzimmer angeschaltet werden soll. D.h. da musst Du Dir vermutlich erst einmal ein paar grundsätzliche Gedanken machen wie eine Sprachsteuerung umgesetzt wird, bzw. werden kann.