Zwei Fälle:
- 1 Schalter für die Lampen →Shelly hinter diesen Schalter
- 2 oder mehr Schalter (Wechselschaltung) → Shelly hinter den “letzten” Schalter. Das ist der, von dem der Strom zu den Lampen geht
Zwei Fälle:
Mann kann inzwischen fast jedes alte Leuchtmittel durch eine LED-Version ersetzen (habe ich vor ein paar Monaten sogar mit meinen ca. 15 Jahre alten Dachbodenbirnen gemacht). Bei selten genutzten LED-Leuchten würde das Verbrauchsmesssystem allerdings wahrscheinlich mehr Energie verbrauchen als die Leuchte selber.
Ich würde daher die LED-Lampen wohl auch eher als „unerfassten Rest“ verbuchen oder nur den gesamten Stromkreis mit allen Verbrauchern drin messen. Für die größeren Verbraucher (Heizung, Kühlschrank, Gefrierschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler,) verwende ich einfach Messsteckdosen. Die Kosten dafür, den Verbrauch von wirklich jedem Kleinstverbraucher einzeln zu erfassen, übersteigt mit Sicherheit jegliches Einsparpotential (mit der heutigen Technik, vielleicht ist irgendwann mal ein Minichip in jedem Netzteil). Wozu ist das gut?
Vielleicht dumme Frage: woran kann man denn erkennen, dass der Strom zu den Leuchten geht…? ![]()
Zu LutzHB: jeden Kleinverbraucher zu erfassen wäre sicher Overkill. Es geht mir primär auch erstmal darum zu erkennen, wieviel Strom wovon verbraucht wird, weil mich halt dieser unerfasste Rest nervt. Strom einzusparen ist daher gar nicht meine Hauptmotivation. Ich würde nur gerne wissen, was so alles im Haus los ist. Aber wie gesagt: den Ladepuck der Apple Watch zu erfassen ist unsinnig…![]()
Richtig.
Ich habe die Entwicklung der LED-Leuchtmittel von Anfang an mitbekommen und war anfangs … sagen wir, wenig begeistert. Die Dinger haben wenig hell gemacht, hatten grausame Farben und noch schlechtere Farbwidergabe, sie haben geflackert, haben Geräusche von sich gegeben, die einem Synthesizer alle Ehre gemacht hätten usw.
Dann gab es die seltsamsten Formen von Leuchtmitteln, die in kaum eine Leuchte gepasst haben und mit Linsensystemen versucht haben, die ungleichmäßige Lichtverteilung in den Griff zu bekommen.
Aber die Hersteller haben diese Probleme (fast) komplett in den Griff bekommen und es gibt tatsächlich LED-Leuchtmittel, die jedes herkömmliche Leuchtmittel, sei es Glühlampen, Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen, ersetzen können und ein genau so gutes Licht in nahezu jeder gewünschten Lichtfarbe abgeben können.
Einen Nachteil haben LED-Leuchtmittel allerdings:
Früher hat man eine Glühlampe gekauft und hatte ein schönes, warmes Licht oder eine Halogenlampe mit einem etwas weißeren Spektrum, aber immer noch angenehm warm.
Und dann gab es 3-4 relevante Lichtfarben bei Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen, von Tageslicht bis Warmton.
Früher hat man also einfach eine Glühlampe mit einer bestimmten Leistung hergenommen und wusste, daß die ein warmes Licht mit einer bestimmten Helligkeit abgibt. Heute muss man den Lichtsrom und die Lichtfarbe auswählen und dazu noch darauf achten, daß der Abstrahlwinken/die Lichtverteilung zur Leuchte und zum Anwendungsfall passt.
Bei Billigleuchtmitteln vom Discounter oder vom freundlichen Chinesen findet man solche Angaben allerdings kaum und man muss Glück haben, daß alles zusammen passt.
In den Katalogen der “besseren” Hersteller findet man diese Angaben aber meistens.
Wirklich erkennen kann man das halt einfach nicht.
Man kann, wenn man jeden Sicherungsautomat einzeln misst, halt abschätzen, was gerade eingeschaltet ist und daraus schließen, was wieviel Strom verbraucht, aber wirklich messen kann man das kaum.
Wenn es explizit um die Leuchten geht, kann man nur einen Shelly pm mini vor jede Leuchte oder Leuchtengruppe schalten. Tischleuchten kann man mit Messsteckdosen erfassen, aber der Aufwand dafür ist einfach ziemlich groß und, meiner Meinung nach, unverhältnissmässig.
Stichwort “Zangenamperemeter” … dieses Messgerät hilft auf jeden Fall. So kannst du im Sicherungskasten die abgehende “L” hinter dem Sicherungsautomaten messen. Wenn du dann noch weißt was gerade an diesem Stromkreis eingeschaltet ist, dann wird die Schätzung schon mal weniger ungenau.
Woran erkennt man dass der Strom zur Lampe geht?
Kommt auf die Schalter an!
Bei mehreren Schaltern wird normalerweise eine Wechselschaltung verwendet.
In der ersten Dose kommt L vom Sicherungskasten und wird mit dem Schalter auf einen von zwei weiterführenden Drähten verteilt.
In der letzten Dose wird L der Lampe mit dem Schalter mit einem der beiden ankommenden Drähten verbunden.
Bei mehr als 2 Dosen werden in jeder Zwischendose die Stromführenden Drähte getauscht.
Um jetzt die erste und die letzte Dose zu finden muss man die Schalter abnehmen und die Drähte am Schalter zählen.
Unterscheidung Erste / Letzte: an der ersten Dose hat der einzelne Draht IMMER Strom (Spannungsmessung 230V), an der letzten nur in Abhängigkeit von der Schalterstellung.
Ganz lieben Dank an alle! ![]()
Noch ein Tipp: wenn du z.B. einen Shelly einbaust um den Strom zu messen, dann kannst du damit ja auch gleich die Lampen smart machen. Siehe Link
Ja, das dachte ich mir auch schon. Ich hatte die Smartifizierung der Beleuchtung auch schon auf dem Zettel, aber sie kam mir einstweilen zu kompliziert vor.
So habe ich im Wohnzimmer zum einen nicht gedimmte Wandleuchten, die an drei Stellen geschaltet werden können. Das erscheint mir noch relativ einfach: Ein Shelly entweder zum Messen oder zum Messen und Schalten an die letzte Dose.
Außerdem habe ich eine Pendelleuchte, die an drei Schaltern ein- und ausgeschaltet werden kann, aber an der Leuchte selber gedimmt werden kann. Das dürfte dann wie bei den Wandleuchten laufen können.
Und dann habe ich die Halogendeckenleuchten, die ebenfalls von drei Stellen aus bedient und gedimmt werden können - und das ganze drei Mal für drei unterschiedliche Stellen im Wohnzimmer. Dabei ist jeweils ein Dimmer von Busch-Jaeger verbaut, und an den beiden anderen Stellen jeweils ein Schalter. Wahrscheinlich müsste der Shelly dann hinter den Dimmer gesetzt werden, wobei die Leistung der Halogenleuchten für den Shelly schon zu viel sein könnte. Außerdem dürfte relativ viel Wärme zusammen kommen, oder? Deswegen habe ich zunächst von diesem Projekt abgesehen… Eine bloße Leistungsmessung dürfte aber eher unproblematisch sein, oder?
So ein Shelly kann 2000W ab.
16A bei 230V AC
10A bei 30V DC
Wenn er messen kann, dann kann er auch steuern.
Zum Thema Dimmer. Du schreibst “ein Dimmer und zwei Schalter”. Sind das Schalter oder Taster?
Wenn es Taster sind, dann kannst du den Dimmer von BJ durch einen Dimmer von Shelly ersetzen. Hier z.B der Gen4:
Ich bin mir nicht 100% sicher, aber der müsste 1 zu 1 austauschbar sein. Nur das Drehrrad vom BJ durch einen Taster ersetzen. Alle Taster (den neuen und die beiden vorhandenen) an den Eingang “S” legen. Sollte funktionieren.
Sorry für meine unpräzise Ausdruckweise, bin (leider) kein Elektriker. Der Dimmer ist ein Taster (mit Glimmlicht), und die beiden anderen “Geräte” sind auch Taster (wenn man die Wippe kurz runterdrückt, wird an und aus geschaltet, wenn man lange drückt, wird gedimmt).
Die 200 W für Halogenlampen gelten aber wahrscheinlich in Summe für alle Lampen, die gedimmt werden sollen, oder? Dann wäre ich jedenfalls bei einem Stromkreis drüber (7 x 35 Watt).
Ja, die 200 W gelten in Summe. Also damit etwas zu schwach.
Aber bei 7x35W würde ich möglichst schnell auf LED umstellen.
Und anscheinend hast du deutlich mehr als nur 7 Halogen in Betrieb. LED brauchen bekanntlich nur ca. 90% an Energie.
Ich würde (das ist meine Meinung und nur als Denkanstoß gedacht) mal in ein Lampenfachgeschäft gehen und mich beraten lassen. Vor Ort kann man sich die LEDs aussuchen, die von der Form und von der Lichtfarbe am besten geeignet sind um die vorhandenen Leuchtmittel zu ersetzen. Das amortisiert sich schneller als man glaubt.
Wenn man dann die LED etwas stärker dimensioniert, dann kann man auf Wohlfühllicht runterdimmen und hat für spezielle Fälle viel Reserve um mal “richtig hell” zu machen.
Das ist (wirklich!) sehr lieb, was Du hier schreibst. Allerdings ist die Situation bei uns so, dass wir ein relativ großes Wohn-/Esszimmer mit anschließender Küche habe. Überall sind dort insgesamt 25 Halogenleuchten eingebaut, die dann sämtlich ersetzt werden müssten. Die Leuchten werden “eigentlich” nie mit voller Leuchtkraft benutzt. In der Küche werden diese Leuchten selten benutzt, weil dort noch andere Leuchten vorhanden sind. Und im Wohn-/Essbereich ist - “eigentlich” nur abends, hauptsächlich die 7er-Kombi in der TV / Sofa Ecke im Einsatz. Vielleicht mit 20 Watt pro Strahler.
Sicher, über kurz oder lang wird eine Umstellung auf LED Geld sparen, wobei dies m.E. eher länger als kürzer ist, zumal ich auch noch einige Halogen-Leuchtmittel in Reserve habe, die dann auch noch in die Rechnung einfließen müssten. Aber ehrlich gesagt ist es mir das von mir sehr geschätzte Halogenlicht wert…
Aber ich werde sicherlich in den nächsten Wochen mal zu dem Fachgeschäft gehen, der uns vor mehr als 15 Jahren die Leuchten verkauft hat, und mich umhören und vor allem umsehen…
Daher nochmals ganz herzlichen Dank für die Ratschläge, auch wenn ich ihnen in Sachen “beleuchteter Deckenheizung” jedenfalls bislang nicht nachkomme. Nicht böse sein… ![]()
Nein, ich werde nie jemand “böse" sein” nur weil er eine andere Meinung oder einen anderen Standpunkt hat. Das steht mir definitiv nicht zu.
Ich gebe gerne Hilfestellung und Anregungen. Entscheiden muss und darf !!! jeder selber. Ich freue mich aber, wenn meine Gedanken ein Anstoß für dich waren.
Ich wünsche noch ein schönes Rest-Wochenende.
P.S. und bei Fragen einfach fragen.
Ich habe noch vier meiner alten Halogensysteme in Betrieb, aber jetzt mit LED Leuchtmitteln darin anstelle von Halogen. Man muss da etwas suchen. Einige LED-Ersatzleuchten machen kein so schönes Licht oder ich hatte auch welche, die noch bei ausgeschaltetem Bewegungsmelden pemanent geglimmt haben.
Bei drei Systemen wurde das Netzteil ebenfalls durch ein für LEDs geeignetes ausgetauscht (der Verbrauch der LEDs war zu gering für die Netzteile). Ein System läuft noch mit dem alten Netzteil. Wenn man z.B. bei fünf Leuchtmitteln vier durch LED ersetzt und ein originales Leuchtmittel drin lässt, dann funktioniert das Netzteil normalerweise noch, man hat aber eine große Energieersparnis.
Alle meine alten GU10 (Dachüberstand) und GU5,3 (Küche) LED Ersatzleuchtmittel sind für meine Zwecke genau so gut (und hell) wie die originalen Leuchtmittel, verbrauchen aber nur 10% davon. @Indy-Fan: Du könntest ja mal mit ein zwei Leuchtmitteln anfangen und dir den Unterschied anschauen…
Ich finde / fand das Thema Verbrauch auch spannend .. insbesondere zu lernen was kein Verbrsuchstreiber ist.
Mit der Photovoltaik kam ein SmartMeter ins Haus und somit auch der Gesamtverbrauch (aktuell in Watt und als Energie in kWh). Es gibt aber auch Alternativen den Stromzähler smart zu machen (oder oft in zum Zähler laufen)
Ein 6er Pack Shelly Plugs und die bestehenden HomematicIP Schalter und Plugs und los ging es .. Ich hab mir einen Helfer erstellt, der vom aktuellen Verbrauch bekannte Verbraucher abzieht; sei es als Messwert oder via Powercalc als virtueller Verbraucher.
Mir geholfen hat es sich zunächst auf die Grundlast zu konzentrieren (begrenzte Anzahl Verbraucher und ein schnelles Erfolgserlebis, da nachts gut reproduzierbar ).Dazu hab ich mir den „Nachtverbrauch“ mir angeschaut. Kühlschrank, Gefrierschrank (doppelt prüfen, dass der auch weiterhin kühlt) , Netzwerk, … Kühlschrank und Gefrierschrank hab ich dann mit Powercalc nachgebildet..
Nach der Grundlast kamen weitere Verbraucher dazu.. TV-Schrank, GamingPC vom Sohn .. jetzt lässt sich aber auch schon „spielen“… Licht Wohnzimmer „zuschalten“ und Einfluss sehen ..
Anmerkung: Ich hab beim Kühl- und Gefrierschrank keinen (!) Plug dauerhaft drin. Mir ist das Risiko, dass der unbeabsichtigt auf „Aus“ geht zu groß (zB falsche Einstellung nach Stromausfall“. Für ne Woche zum Testen unter Beobachtung.. für mich kein Problem. Ich verliere gerade beim Kühlschrank etwas Genauigkeit (Unterschiedliche Nutzung und Temperatur) damit kann ich aber leben..
Hallo,
auch ich versuche, so viele relevante Verbraucher, wie möglich zu tracken.
Die meisten habe ich schon eingebunden - “normale” Geräte mit smarten Steckdosen und Shellys über ihre Entitäten.
…fehlt noch der Herd, da werde ich wohl den erwähnten 3EM-63T verwenden…dann habe ich das meiste erwischt
Habe für die Kühlschränke eine Automation - falls eine smarte Steckdose "zu smart” reagiert und der Meinung ist, Strom zu sparen (ist mir bei der Tuya-App aufgefallen), werden sie wieder aktiviert und ich bekomme eine Nachricht.
Das Problem habe ich auch. Ich gehe hierarchisch vor:
An die Verteiler unmitelbar am Zähler kommt ein Shelly 3em Pro. Der misst dreiphasig den Strom rein/raus. Das ist die erste Ebene.
In der zweiten misst z.B. ein Athom Leistungsmesser für die Hutschiene den Strom für unterschiedliche Gebäudeteile, z.B. Geschosse oder Räume. Dieses Gerätchen wird ganz einfach an L und N angeschlossen und seine (bei mir sechs pro Gerät) Messadapter sind schlicht clipbare Induktionsspulen, die kontaktfrei um die entsprechenden Leiter gelegt werden. Du musst aber generell aufpassen, dass du die Clips nur um die Leiter legst, mit deren Phase du auch das Messgerät betreibst. Sonst passen gemessenes U und I nicht zueinander, was zu akkumulierten Messfehlern führt.
Ebene drei sind dann einzelne Verbraucher wie Herd, Waschmaschine usw., die ich mit einzelnen Shellys messe. Kann auch alternativ auf Ebene 2 angesiedelt werden.
Das Energy Board von HA unterstützt diese hierarchische Messerei und stellt es sehr schön im Sankey Chart dar. So weiss man wenigstens, aus welcher Ecke des Hauses ein unerwarteter Verbrauch herrührt und kann dem gezielt nachgehen.
Kannst Du bitte einen Link für Deinen Ebene-2-Messer posten? Herzlichen Dank!