Hallo zusammen,
ich versuche mal kurz zu skizzieren was ich für ein Ziel verfolge, damit ihr besseren Blick bekommt, welche Antworten ich suche.
Ich möchte in erster Stufe ca. 50 bis 100 Sensoren im ganzem Haus platzieren, die an KNX Kabel angeschlossen werden sollten. Die Kabeln sind bereits stern- bzw. baumförmig verbunden bzw. verlegt und an die Zentrale zusammengeführt. Sie ergeben aktuell 2-3 separate Verbünde, die ggf. noch mit RJ11/12 Hubs zum einem großem Bus verbunden werden (können). Die Stromversorgung (5V) der Sensoren sollte zentral für alle Leitungen unabhängig von eingesetzten Controllern, RPi oder PC erfolgen.
Es sind überwiegend Bewegungs-, Präsenz-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren o.ä. geplant. D. h. praktisch reine Sensorik. Die Automatisierung und aktive Aktoren werden durch anderen Lösungen abgedeckt und (wahrscheinlich) mit HomeAssistent gesteuert.
Die Werte der Sensoren möchte ich über MQTT an die Zentrale übertragen und weiter verarbeiten. Die Kommunikation zu den Sensoren sollte über die Kabelleitungen erfolgen.
Es geht also um etwas größere Lösung mit vielen aber überwiegend gleichartigen Sensoren.
Solche Elemente wie Gehäusen für die Sensoren o.ä. sind erstmals irrelevant. Was aber schon wichtig ist, dass man es halbwegs profesionalisieren kann. D. h. ein Einsatz von Breadboard o.ä. soll maximal nur für Testzwecke nötig sein.
Ich habe inzwischen einige Sensoren von AZ Delivery gekauft und versucht sie testweise auszuprobieren. Leider mit mäßigen Erfolg. Die Dokumentation mit den eBooks ist zwar super, aber ich habe aber den Eindruck, dass sie nicht ganz aktuell sind. Die Testumgebung habe ich versucht mit RPi 2B und Raspbian trixie aufzubauen. Der vorgeschlagene Einsatz mit den Python-Bibliotheken ist in der Doku zwar klar beschrieben aber es fehlen die Vorbereitungsschritte wie z. B. initiale Erstellung der Python-Umgebung (venv). Anders gesagt die Befehle in eBooks funktionieren mit nackten OS bei mir leider nicht vollständig. Ich vermute, dass mir auch noch die Information fehlen, welche Kernel-Module für GPIO bzw. jeweiligen Sensoren geladen werden müssen.
Vor paar Jahren mit älterem OS könnte ich z. B. mehrere DHT22 auf einem Bus auf dieser RPi 2B erfolgreich testen. Auch die Bewegungssensoren (Ultraschall bzw. Infrarot) haben damals funktioniert. Mit dem neuen OS klappt es leider nicht mehr. Als Protokoll setzte ich aktuell auf 1-wire. D. h. i2c aufgrund der 4-adrigen Kabel und längeren Leitungen (über 2m) sind für meine Lösung nicht einsetzbar.
Da ich meine Ziellösung in Sicht habe, habe ich versucht mit dem Busmaster DS9490R und OWFS die Umgebung zu stabilisieren bzw. die Anbindung der Sensoren zu vereinfachen. Der Busmaster wird zwar sauber erkannt, aber die angeschlossene Sensoren leider nicht mehr. Vieleicht sind sie gar nicht kompatibel oder Treiber in Form von Kernel-Module fehlen.
Nach meiner Recherche ist der Einsatz von GPIO für größere Lösungen instabil und ein Einsatz vom Busmaster (für 1-wire) deutlich stabiler sein sollte und mit normalen PC realisierbar (=> Unabhängigkeit von Geräte mit GPIO). Eigene Erfahrungen zum Vergleich zwischen GPIO und USB-Busmaster habe ich aber noch nicht.
Meine angedachte Lösung ist eigentlich die Sensoren an den Kabel anzuschließen und mit dem Strom durch ein Trafo mit 5V zu versorgen. Dann über RJ11 bzw. RJ12 die Datenleitungen zentral über ein Hub mit dem USB-Busmaster zu verbinden und dann z. B. mit OWFS auszulesen. Danach sollte OWFS an MQTT die Daten übertragen, die wieder mit z. B. HA verarbeitet werden können.
Da aber meine Testumgebung offensichtlich nicht funktioniert, suche ich nach Alternativen. Vielleicht hat jemand aber Ideen woran es liegen könnte und meine angedachte Lösung doch noch umsetzbar ist.
Alt Alternativlösung habe ich mich überlegt paar ESP32 o.ä. von AZ-delivery auszuprobieren und nach deren Anleitungen es zu testen. Leider fehlt mir die Info, ob ein ESP32 größere Anzahl von Sensoren bedienen kann. Wenn man an die Anzahl der PINs von GPIO angewiesen ist, wird die Anzahl der Sensoren stark eingeschränkt. Wenn man aber mehrere Sensoren über ein GPIO-PIN bedienen kann, könnte es ggf. funktionieren. Ich hoffe jemand kann mir zu diesen Aspekt sichere Info liefern.
Wenn es geht, werde ich gerne auch mit den ESP nur per Kabel kommunitieren wollen.
Die Frage ist, ob solche Kombination von mehreren ESPs und größeren Anzahl der Sensoren überhaupt technisch realisierbar ist.
Vielleicht hat jemand auch andere Ideen in welcher Richtung sowas gehen könnte. Auch ein Einsatz von anderen Protokollen wie z. B. ModBus statt 1-wire wäre denkbar.
Viele Grüße
bauherr