Ah, ok… sorry ![]()
Ich dachte du meintest „Wachabteilungsführer“, wird auch gerne WAF abgekürzt.
Ah, ok… sorry ![]()
Ich dachte du meintest „Wachabteilungsführer“, wird auch gerne WAF abgekürzt.
WAF kennen wir bei uns in der freiwilligen nicht.
Wachabteilungsführer = Hauptamtliches Pendant zum Ortsbrandmeister oder Wehrführer im 24h Dienstmodell. In der FF nicht vorgesehen, mit Ausnahme von Hauptamtlichen Kräften.
Nice! Dann kannst du dir ja vorstellen, wie schwer es für mich ist Hilfe zu erbitten ohne selbst einen Mehrwert für die Community zu generieren ![]()
@deli2805 Alles gut ![]()
Wenn Du mehr weißt wirst Du auch anderen helfen können.
PM ist angekommen? Will das Ganze jetzt hier nicht aufblähen ![]()
Kurz gesagt, es geht in HA per API vom Gateway
In frigate geht es auch per aktiviertem RTSP-Streams.
Was in HA nicht geht, erkannte Gesichter oder Kennzeichen werden nicht per API übermittelt → Liegt wohl an Datenschutz.
Eine HA Integration für Unifi Access gibt es auch. Ob du hier die zu Hause befindlichen Personen erhältst (Gesichtserkennung, Finger, PIN) kann ich noch nicht sagen… aktuell warte ich auf die G6 Entry Pro, dann greife ich das Thema an
Das zu hören erlabt mein geschundenes und überfordertes Hirn!
In dem Fall ist für mich klar, dass meine Wahl auf UbiQuiti fällt. Muss ich mich also jetzt auch noch mit deren Produkten beschäftigen um das richtige für mich zu finden (Außenkamera + Videotürklingel)! Aber die Idee bei UniFi zu bleiben ist mir sehr genehm!
Nur ganz grob meine Empfehlung:
Du solltest es langsam angehen und Dich Schritt für Schritt einarbeiten.
VERGISS ChatGPT !!
Wenn es Probleme gibt, frage hier im Forum.
Warum ??
Du musst das Zeug auch verstehen und eingreifen können !!
Sonst wird es ein Fass ohne Boden, wenn Du wegen jeder Kleinigkeit jemanden bezahlen musst.
Ich habe vor Jahren mit HomeMatic begonnen und ein paar Heizkörper Thermostate und Türsensoren angefangen.
Parallel FritzBox Steckdosten und Taster.
Irgendwann wollte ich mehr und bin ebenfalls auf Home Assistant gestoßen und habe nun alles vereint, was sich so mitr der Zeit angesammelt hat.
Klar ich könnte Siri auch bemühen, habe aber meinen Kram momentan auf einem Raspberry Pi 4B, ein MiniPC liegt aber schon bereit.
Ich suche nur noch nach einer günstigen Möglichkeit, das Funkmodul von Homematic auf USB zu adaptieren.
Nochmal 30€ für den Funkstick wollte ich nicht ausgeben, das Funkmodul hat schon 40€ gekostet.
Einen MAC habe ich nicht, kann aber per HomeKit Integration trotzdem auch Apple Home ohne Probleme nutzen.
Wie gesagt, Home Assistant ist mächtig und auch ich habe schon Stunden gefrustet verbracht aber hier erhältst Du viele Tipps und jeder funktionierende Schritt ist auch eine innere Befriedigung.
Nunja, Du hast Dir eine Menge vorgenommen und wenn Du das von einer Firma machen lässt, wird eine Niere nicht reichen.
Da sind die Kosten zu einem professionellen System wie KNX und Co. dann auch nicht mehr weit.
Aber wie gesagt, fang klein an und steigere Dich immer ein wenig mehr.
Viel Erfolg
Hallo @deli2805
ich verstehe genau, was du vorhast. Aber Vorsicht: Es führen viele Wege zum Ziel und die Meinungen gehen oft auseinander – manche Ansätze schließen sich sogar gegenseitig aus. Hier ist mein Tipp für ein stabiles Setup, mit dem von Dir gesetzen fokus auf Datenschutz und Zugangskontrolle:
Deine Vorteile bei diesem Setup:
Falls du noch einen alten Raspberry Pi übrig hast, kannst du ihn als Orchestrator einsetzen. Er überwacht das Netzwerk, schaltet bei Bedarf den DNS um (falls AdGuard mal streikt) oder verwaltet Bypässe für Geräte, die ungeregelt ins Netz müssen. Auch Backup-Routinen lassen sich so perfekt auslagern. Der Rest, den du beschreibst, ist dann nur noch Formsache. Backup kannst Du auch Problemlos auf den Gateway-Türsteher machen lassen..
So sieht mein Gateway aktuell aus – ich bin ein absoluter Verfechter von Datenschutz, wenn es um meine Familie geht:
Die bekannten Kernanwendungen (Paperless, Adguard,..) laufen bei mir auf dem Gateway-Server das hat unglaublich viele Vorteile.. das würde nun zu weit führen. Aber grundsätzlich:
Ich bin ein großer Freund von dedizierten Geräten mit klaren Aufgaben. Ressourcenintensive Container gehören meiner Meinung nach nicht in die HA-Instanz. Man darf nicht vergessen: HA ist im Kern eine Datenbankanwendung, kein vollwertiges Server-Betriebssystem. Zudem läuft der HA-Event-Loop nur auf einem Kern – ein teurer Multicore-Prozessor bringt hier also kaum Vorteile.
Von Fernost-Mini-PCs würde ich eher abraten. Man muss wissen, dass 90 % dieser Geräte auf fest verlöteten OEM-Notebook-Prozessoren basieren, was oft zu Lasten der Langlebigkeit geht.
Am Ende ist vieles eine Frage des persönlichen Geschmacks; ein klares Richtig oder Falsch gibt es selten. Es gibt jedoch echte No-Gos: Home Assistant auf einer SD-Karte zu betreiben oder HA in Proxmox zu nutzen, wenn man lediglich blind eine Anleitung abtippt, ohne das System dahinter zu verstehen.
Ein kleiner Bonus zum Thema Bosch: Falls du Interesse hast – ich besitze die originalen SSH-Files von Bosch, um Großgeräte von Siemens und Bosch direkt aus HA heraus zu steuern. Melde dich einfach!
Beste Grüße, Zara
Viel Spaß hier im Forum und ich bin mir 100% sicher, dass Du sehr viele Tipps bekommen wirst, so das Du dein perfektes Setup finden wirst.. es gibt eine Menge Cracks und sehr erfahrene Spezialisten hier.. jeder mit eigenen Erfahrungen und Herangehensweisen und.. nur eines darfst Du niemals machen: Eine KI auf deinen HA lassen um ihn zu konfigurieren.. das ist eine absolute rote Linie .. aus ganz vielen verschiedenen Gründen und ich halte jede Wetter, das Du für jedes Problem, hier im Forum einen Spezialisten findest der deutlich besser ist als jede KI..
Ganz ehrliche Meinung,
Ihr verzettelt euch schon wieder!
Jetzt seid ihr schon bei zwei Laptop und nem PI obendrauf…
Konzentriert euch auf das wesentliche, sonst ist das in 10 Jahren nicht angefangen!
Netzwerktechnisch kann man viel mit Unifi abfrühstücken. VPN, Adguard, bla muss man nicht extra betreiben.
Dezidiertes System für den HA. Wegen mir ein PI5 mit 8GB und ner SSD Erweiterung reicht erstmal völlig. Darauf die fertige HA Iso und das Ding läuft in ner viertel Stunde…
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→
Ich möchte dir jetzt nich völlig den Kopf verdrehen aber…
Hast du das Bosch-Zeug schon gekauft?
→ Wenn nein, dann sollten wir über Homematic noch sprechen.
Auf dein Setup ausgerichtet:
(nur das du es gehört hast)
Meiner Meinung nach(!) Fokussier dich auf die G6 Serie (ohne dem Zusatz „AI“ oder „Pro“). Bei AP im Eigenheim → U7 lite (gute Keule, weniger Strom → non-6Ghz Band)
Servus
zu Allererst: Laß die Finger von AI !! Du siehst ja in welches Chaos dich das stürzt.
Beginne mit dem was du selbst beherrscht. So wie ich dich verstanden habe gehts ja um einen bewohnten Altbau. Normal schlecht, in einem Fall gut weil du sukzessive vorgehen kannst und nicht an ein anderes Gewerk oder Einzugtermin gebunden bist.
Beschäftige dich nicht mit allem zugleich sondern gehe geplant und Schritt für Schritt vor. Es reicht auch vollkommen erstmal nur die Grundfunktionen einer Integration ans laufen zu bekommen, der ganze erweiterte Schnickschnack - Automationen - Interaktionen kommen später.
Lerne an den Grundfunktionen wie HA funktioniert. Meinetwegen beginne mit dem Licht in der Abstellkammer oder im Flur. Wenn das net gleich klappt isses net schlimm. Wenn hingegen die Bude kalt bleibt gibst Ärger.
Wenn du nicht gerade IT Experte bist dann lass die ganzen Netzwerkthemen erstmal weg. Ein falsches Routing zwischen den VLANs kann die ganz schön Frust bereiten. Das kannst du später noch umstellen. Sofern du neu bei HA bist wirst du sowieso alles 2-3x neu machen bis du zufrieden bist.
Und nochmal: Vergiß AI und YT. Gänzlich ! Lese UND Frage stattdessen hier im Forum, gerne auch im englischsprachigen, das ist in vielen Dingen ausführlicher als hier. Investiere Zeit ins lesen, lernen und üben. Weil du mußt das später auch komplett selbst beherrschen. AI und YT hilft dir beim klicken, das geht beim linken Ohr rein, betätigt die Maustaste und ist beim rechten Ohr wieder draußen. Da bringt nix weil du hast nichts dabei gelernt.
Lasse fürs erste auch die Visu, App ect. weg. Nu mal ganz rudimentär damits mal geht. Hübsch machen kann man auch später.
viel Glück
Bernhard
Vielen Dank, liebe Community.
Ich lass jetzt mal die Hosen runter: Vielleicht hat die Beschreibung meines Vorhabens den Eindruck geweckt, ich könnte irgendetwas mit den Begriffen (die in dem Sektor so verwendet werden) anfangen… ist nicht so ![]()
Ich bin vollkommen IT-dumm und habe gestern mal die Zeit genutzt um mir einzugestehen, dass das so nix wird. Ich werde wirklich einfach nochmal einen gedanklichen Neustart versuchen und Basics über Raketenwissenschaft zu stellen. Die „Alarmanlage“ funktioniert, die Frau hat ein besseres Gefühl wenn ich Dienst habe und sie nachts mit den Kindern alleine ist, auch wenn das mehr psychologisch ist (Hatten in der Vergangenheit nächtlichen Besuch im Schlafzimmer, zum Glück war ich zuhause).
@Tom-HA @Linos : Bosch ist also vorerst gesetzt!
Alles andere „smarte“ wird erst mal verworfen und ich konzentriere mich dafür auf mein normales Heim-Netzwerk, initial ohne VLAN. Netzwerkschrank planen/bauen: Da das Rack recht kompakt werden soll und ich keine Erfahrung habe wie warm insbesondere der Mac mini mit i5 und der PoE+Switch werden, werde ich USV/ Steckdosenleiste und alle Netzteile außerhalb montieren. Vorsorglich plane ich auch gleich Luftstrom und aktive, thermostatgesteuerte Lüftung ein (Eventgesteuert über Hardwareinterne Temperaturmessung ist leider bei UCG-Fiber durch protect nur so semi-geil (an/aus). Wenn da dann alles passt ergänze ich durch die G6 Pro Entry (hoffentlich kann ich dann das Keypad des U200 entsorgen) und eine Außenkamera hinter dem Haus. In dem Zuge werde ich auch gleich dem UCG-Fiber eine SSD spendieren und habe direkt meinen NVR.
Dabei wird es allerdings spannend: Ihr ratet mir von den UbiQuiti AI-Modellen ab. Das finde ich sehr schade, weil ich schon total mit der AI 360 geliebäugelt habe. Dann doch eher die G6 Pro 360?
@Linos: Als AP habe ich jetzt bereits den U6 Pro. Ist doch nicht schlechter, oder?
Auch an ALLE anderen, deren Namen ich nicht erwähnt habe: Vielen Dank für eure guten/ gutgemeinten und zivilisierten Antworten! Ich lasse wirklich jede einzelne davon auf mich wirken!
LG
Dennis
Bei der Fiber nicht vergessen, den Schlitten für die SSD zu bestellen, oder zu Drucken, falls du die nicht komplett mit SSD kaufen solltest. Kaufst du ohne SSD ist der Schlitten nicht dabei…
War mir damals beim Kauf auch nicht bewusst und musste dann nachordern
Im eingangspost sprachst du von externer Hilfe
Hier hast du 2 Pakete
Ggf macht es also Sinn sich auf die Anforderungen zu konzentrieren und die Arbeit outzusourcen
@Mercator Danke für den Hinweis. Hatte ich tatsächlich auf dem Radar, aber auch nur zufällig gelesen und hätte es sonst nicht bedacht ![]()
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Sinnvoll wäre es sogar ganz bestimmt in Anbetracht meines fehlenden Verständnisses und der Tatsache, dass ich initial von sehr kurzfristigen Ergebnissen sprach. Mit der Einstellung MÜSSTE ich das sogar so machen. Ich war bis vorgestern tatsächlich auch fast so weit jeden Preis zu zahlen.
Das Problem bin primär ich. Ich kenne keinen Ehrgeiz im klassischen Sinne, aber damit lässt es sich vielleicht am ehesten beschreiben. In Wirklichkeit ist es eher so: Ich bin permanent süchtig nach Input. Dinge verstehen, Zusammenhänge erkennen, Strukturen begreifen. Leider gibt es für mich nur 1 und 0 / an und aus. Bei der zwanghaften Suche nach Input und Wissen verirre ich mich aber sehr oft und meine eigene Struktur ist vollständig weg.
Ich bin jetzt grad sehr erleichtert, dass ich es geschafft habe (auch durch eure Kommentare) einzusehen, dass nur der Weg zum Ziel auch wirklich zum Ziel führt. Was ich bediene, das MUSS ich auch verstehen, anders funktioniere ich nicht. Selbst wenn ich unendliche Ressourcen hätte, wäre ich totunglücklich ein System zu bedienen, dass ich nicht verstehe und auch warten kann. Daher gehe ich wirklich jetzt unendlich viele, strukturlose Schritte zurück und beginne kleinschrittig am Anfang. Dann wachse ich mit meinem Projekt und erfahre Erfolge/ Rückschläge. Auch wenn ich heute nicht mehr Bosch in der Form einsetzen würde… das Ding steht jetzt ganz vereinfacht und funktioniert so, dass ich unabhängig davon lernen kann ohne die Gefahr, daran wirklich etwas kaputt zu machen.
Guter Ansatz, sich erst mal auf die Basics zu konzentrieren.
Das ist ja der Vorteil von HA, man kann fast immer fast alles integrieren.
Also erstmal die vorhandenen Geräte zum Laufen bringen. Die Bosch Teile, die Kamera und so weiter.
Parallel dazu den Router-Schrank installieren und in Ruhe einen passenden Rechner für HA kaufen (falls noch nicht vorhanden). Da würde ich auch zu einem alten Laptop raten. Günstig und Power ohne Ende - und USV integriert.
Wenn alles sauber läuft, dann HA aufsetzen und die vorhandenen Sachen integrieren. Ist eigentlich fast schon ein Selbstläufer.
Wenn dann alles auf HA läuft kann man anfangen die ersten Automationen zu bauen, Dashboards selber erstellen und so weiter.
Diese Vorgehensweise hat mehrere Vorteile.
Viel Erfolg bei der Umsetzung.
Ich muss zugeben, dass ich nicht alles gelesen habe.
Warum baut dir das keiner? Weil keiner auf so ein System wo du auch noch selbst dran rumschraubst Gewährleistung geben kann.
Ich würde da erstmal locker rangehen. Richte den Home Assistant ein, möglichst mit Cloud oder Fernzugriff und starte damit. ALS Integrationen würde ich Hue oder Bosch einbinden. Bei Bosch besser die Custom Integration, die kann mehr. Danach schaust du mal was du an Dashboards und Automationen mit diesen Komponenten haben willst.
Bei mir ist es Alarm Aktivierung und deaktivierung in Abhängigkeit vom Standort. Licht mit bewegungsmeldern und auch Benachrichtigungen wenn wir zu Hause verlassen aber irgendwas noch offen steht. Bei dem setup lernst du einiges und kannst es dann langsam weiter entwickeln.
Die echte Sicherheit wie Rollläden bei Feuer öffnen konfigurierst du am besten in der Bosch App direkt.
Apple Home wirst du nicht mehr benötigen.
Hi Dennis,
3 Ärzte - 5 Meinungen, und hier in der Community sind das n Meinungen im Quadrat….
Bitte nicht falsch verstehen: Dein Vorhaben bzw. deine Vorstellungen hören sich mir ganz stark nach “jenseits von gut und böse” an!
Also geb ich hier auch noch meinen Senf und noch mehr gut gemeinte Tipps dazu (und ich spreche, wie die anderen auch, aus Erfahrung!!!):
- Weniger ist mehr! Fokussierung auf das Wesentliche!
- Der WAF (also der wife acceptance factor!) ist die höchste Instanz, er ist dein oberstes Gesetz, dem du ALLES unterordnen musst. Ohne den WAF bist du verraten und verkauft und hoffnungslos verloren!
- Die essenziellen Funktionen eines Hauses, also alles was “mission critical” ist, müssen IMMER, ROCK SOLID und vor allem komplett unabhängig von HA, Cloud, AI, etc. funktionieren!
Essenziell ist alles das, was in der Vor-Smart-Ära auch schon funktioniert hatte. Das ist einigermaßen trivial und eigentlich selbstverständlich, gerät aber (wahrscheinlich gerade deshalb) in unseren “Smart Hirnen” gern mal in der Prio nach hinten: z.B. Nach Betreten des Hauses einen “konventionellen”, also haptischen Lichtschalter an der gewohnten Stelle direkt neben der Tür finden → und es werde Licht! Selbes gilt für jeden weiteren Raum im Haus. Und ganz normale Steckdosen an den üblichen Positionen, aus denen ganz normal Strom kommt. Ganz altmodisch und manuell, halt so, dass sich auch ein “fremder Housesitter” ohne vorherige 5-Tage-Schulung zurecht findet.
Essenziell ist aber auch alles das, was unter gar keinen Umständen schiefgehen darf:
- Die Haustür sollte (auch) ganz unsmart mit einem mechanischen Schlüssel zu öffnen sein. Damit wird der erfolgreiche Zutritt zum Haus bei einem Stromausfall sehr viel wahrscheinlicher
- Der Kühl-/Gefrierschrank sollte möglichst an einem “unsmarten” Stromkreis hängen, damit er nicht wegen einer “smarten Fehlfunktion” ausgeschaltet werden kann (was vorzugsweise immer im Urlaub passiert!)
- etc…
Die essenziellen Funktionen sollten unbedingt konventionell und/oder allenfalls in KNX ausgeführt sein, nicht zuletzt auch deshalb weil diese im Falle eines (sehr unwahrscheinlichen) Defekts von “jedem” Elektriker repariert werden kann, nämlich genau dann, wenn deine Frau im Dunkeln steht und du gerade auf Geschäftsreise in Japan bist ![]()
Nun zum “smarten” Bereich:
- Fokussierung und eiserne Disziplin, Wildwuchs vermeiden! Hohe Komplexität = viele Fehlerquellen!
- Beschränkung auf wenige, möglichst starke und langlebige Basistechnologien!
- Kabelverbindungen wo immer möglich vor einer drahtlosen Verbindung bevorzugen! Jede einzelne Funkstrecke ist eine potenzielle Fehlerquelle!
- Also so wenig Funk wie nur möglich, und so wenig wie möglich unterschiedliche Funkprotokolle!
- und bitte: Finger weg von Cloud oder gar AI (oke - für mache YAML Routine bemühe ich schonmal den GPT, aber was ich meine ist AI Systemkontrolle)
- Alles fully local! Fernzugriff nur über VPN! Geht mit HA!
- Nachdem ich in den letzten 25 Jahren schon “ganz schön rumgekommen” bin, fokussieren sich meine (ganz persönlichen) Favoriten inzwischen auf
Ich selbst bin auch längst noch nicht da angekommen, wo ich gerne wäre; meine “gewachsene” Umgebung ist mir immer noch viel zu heterogen, aber der “Rückbau” - unter laufendem Ausbau - ist begonnen…
Für die smarte Steuerung kommt nun der Home Assistant ins Spiel.
Ich schätze sehr die schiere Unendlichkeit an verfügbaren Integrationen und Anbindungsmöglichkeiten (so sind natürlich auch KNX oder Matter no-brainer); andererseits birgt diese grandiose Flexibilität aber auch ein (Robustheits-)Risiko! Daher gilt auch hier das Fokussierungs- und Disziplinprinzip: Hierzu bemühe ich mich, möglichst “nah am Standard” zu bleiben und HACS- oder gar custom integrations weitestmöglich zu vermeiden (gelingt leider nicht immer!). Einfach um das System schlank und robust zu halten und dem FFF (form follows function) Prinzip folgend - “rosa Schleifchen” stehen bei mir ganz weit hinten an!
Und nach einiger Zeit und vielen Zeilen YAML Codes reifte auch die Erkenntnis, dass man in HA viele Dinge ja auf unterschiedliche Arten umsetzen kann, was das Gesamtgebilde aber recht schnell unübersichtlich werden lässt, und (wie überall) Struktur und Standardisierung essenziell ist. Was dann wiederum Disziplin erfordert, die vielen ersten “schnellen Hacks” zurück zu bauen und einer wartbaren Struktur zu unterwerfen…
Was mich anfangs auch “wahnsinnig” machte, ist HA’s hohe Updatefrequenz! Mittlerweile habe ich mich auch da diszipliniert und aktualisiere nur noch selten, auch wenn das System einen ständig volljammert, dass schon wieder 8 Updates warten… - Never touch a running system, einfach weggucken und sich eigene Updatezyklen geben, und vor allem eventuelle Konsequenzen vorher abklären (leider ist “die” API von HA immer noch recht volatil und manches Update zog schon größere Umbaumaßnahmen am eigenen Code nach sich!). Hier stört mich auch eine immer noch fehlende “LTS Strategie” für den Core, um gerade in diesem Aspekt etwas mehr Ruhe ins System reinzubringen.
Und was mir auch immer wieder etwas Sorge bereitet, ist der single point of failure: Was, wenn die HA Kiste abraucht (vorhandenes Backup vorausgesetzt): Wie lange braucht es, bis ein Ersatzsystem up and running ist, und was passiert in der Zwischenzeit (meistens passiert sowas ja immer dann, wenn man es am wenigsten brauchen kann!) - anyway…
=>
- Prioritäten setzen → Welche Funktionen bieten welchen tatsächlichen Mehrwert für mein tägliches Leben, was macht ein Smarthome für mich wirklich “smart”?
- Mission Critical Funktionen beachten!
- Wenn es ein Neubauvorhaben ist → verlege (viel!) Busleitung! Wie gesagt: Kabel vor Funk!
- Entscheide dich für eine möglichst homogene Umgebung! Klar kann HA einen “wilden Mix” aus Zigbee, Hue, ZWave, Homematic IP, MQTT, Loxone, KNX, DMX, Dali, Casambi, Bosch, Thread, Matter, Wifi, ESPHome, FHEM, Shelly, Sonoff, Tasmota, Tuya, EnOcean, ModBUS IP, AB440/433… parallel händeln, aber kannst/willst du das auch? Im Ernst? Denke auch an morgen: Die Zeit rennt schneller als uns allen lieb ist; und in 10 Jahren macht es schon einen Unterschied, ob du dir die Frage “wie war das noch??” an 3 oder an 17 Stellen stellen musst…
Und noch ein wichtiger Tipp zum Schluss:
Gehe in sehr kleinen Schritten vor! Gerade bei den “für alle sichtbaren” Funktionen. Realisiere eine Funktion nach der anderen und fange erst dann mit der nächsten an, wenn alles davor fehlerfrei und robust funktioniert. Denn der WAF schlägt auch hier wieder ganz “brutal” zu: Wehe du führst eine neue Funktion ein (zb. Automation der Rollläden. Deine Frau wird erst sagen, jou, ganz nett, aber bisher war der “Rundgang” morgens und abends ja keine große Mühe… Aber wenn sie sich erstmal dran gewöhnt hat, ist daraus auch eine Erwartungshaltung gewachsen, und für den schiefen Haussegen reicht dann schon, wenn wegen eines verschluckten Funksignals ein einziges Mal ein einziger Rollladen gehangen hat…
- ganz davon zu schweigen, was passiert, wenn eine ganz tolle neue Funktion halt doch “nur manchmal” funktioniert).
Und überhaupt: Deine Umwelt verträgt zuviel Veränderung auf einmal eh nicht! Besser in kleinen Häppchen, wird auch viel sichtbarer und dadurch auch besser wertgeschätzt!
Ich wünsche dir gute Entscheidungen und ein glückliches Händchen für dein Projekt!
Renato
Ganz schöne Textapete! Aber ich kann in allen Punkten nur zustimmen, wobei ich den WAF für übertrieben dargestellt halte, aber im Grundsatz richtig.
Top Zusammenfassung! Bin zwar noch keine 25 Jahre in dem Thema, aber zurückblickend würde ich auch immer auf Kabel (KNX) vor Funk setzen, wenn noch irgend möglich.
Bei den Endgeräten kann ich auch nur nochmal wiederholend warnen vor zuviel “Billigkrams” und zuviel “Influencer-Empfehlungen”. Ikea, Aqara, Nous u.ä. würde ich nur noch an unkritischen Punkten zum “Spielen” verwenden. Grade bei Smart-Locks (superkritisch!) darf Geld keine Rolle spielen oder wenn nicht zur Hand, dann lieber warten bis man es sich gönnen kann, wobei Stromausfall bei den “Aufsetzschlössern” nicht so die Rolle spielt, da batteriebetrieben und mit Schlüssel von aussen jederzeit zu öffnen (Ersatzschlüssel muss außerhalb immer irgendwo erreichbar sein).
Meine persönlichen Erkenntnise zusammengefasst Kabel vor Funk, Thread vor Zigbee und Zigbee vor Wlan.
Grundsätzlich lieber weniger aber hochwertig als viele und billig. Man gerät bei dem aktuellen Angebot von günstigem Zigbee-Zeug schon ziemlich in Versuchung !-)
Noch Detailanmerkungen:
Weiß ja nicht wie lange Du das U200 schon hast, aber stell Dich darauf ein, dass die Mechanik (das verwendete “Schmiermittel” in der Getriebebox ein Ablaufdatum hat und nach einigen Monaten mit zunehmendem Betriebsgeräusch blockiert. Hab es nach einem Jahr zurückgegeben und duch ein Nuki ersetzt (beste Investition mit hohem WAF und KAF - Kids Aceptance Factor)
Wenn Du Matter over Thread mit Proxmox, VM, IPv6 etc. zum Laufen kriegst ohne Haarverlust: Glückwunsch! Dich kann nichts mehr schocken.
Da ich kein IT-ler bin und nur wenig Basiswissen zu diesen ganzen Netzwerk-Protokollen etc. habe, halte ich mein HA möglichst simpel auf seinem eigenen dezidierten RasPi 5. Falls Du Dich dazu entschließt, darfst Du NIEMALS an der Sata-SSD/NVME-SSD sparen! Die sollte explizit für Server/NAS - Betrieb 24/7 ausgelegt sein (WD Red wurde ja schon erwähnt).
HA ist einfach irre spannend mit Suchtfaktor und die Entwicklung ist unglaublich rasant! Und wenn man nicht aufpasst, sind die Kinder schon ausgezogen und gründen eigene Familien, bevor man die ganzen Ideen/Lösungen/Optimierungen, die einem durch den Kopf gehen, fertiggstellt hat. ![]()
Viel Spaß!
Ich geb zu, ich hab an manchen Stellen etwas überzogen
- aber man muss halt auch mal pointieren, um gehört zu werden
, und, klar, der WAF ist immer individuell verschieden…
Anekdote, die ich gern mal erzähle: Beim Hausbau in der Elektroplanungssitzung vor 25 Jahren meinte der Elektriker auf meine Nachfrage, ob „dieses neuartige Bussystem“ nicht interessant sein könnte, „ach Sie meinen EIB (so hieß damals KNX noch) - das heißt bei uns „Ehemann ist beschäftigt“ und ist eh sauteuer, da müssen Sie mal locker mit 10000€ mehr rechnen“ —- und damit war das Thema unter dem strengen Blick meiner Frau und dem eh schon angespannten Budget erstmal gleich vom Tisch (und ich leide heute noch unter den fehlenden Busleitungen und dadurch viel zu viel Funksalat…) - Tja, aber „Ehemann ist beschäftigt“ blieb meiner Frau dann trotzdem nicht erspart… ![]()