Hallo zusammen,
da ich zu dieser Integration im Netz bisher kaum Informationen gefunden habe, mache ich hier mal den Anfang. Das ist nicht ganz verwunderlich, da RoomMind wohl erst seit Anfang März verfügbar ist.
Mein Hintergrund: Ich bin erst seit etwa sechs Wochen mit Home Assistant unterwegs. Zuvor habe ich jahrelang meine Heizung klassisch über die FRITZ!Box gesteuert. Das war rückblickend ein guter Einstieg, stieß aber beim Wechsel auf HA schnell an Grenzen.
Der Weg zu RoomMind: Zuerst habe ich versucht, die DECT-Geräte direkt in HA zu steuern, und bin dann bei Better Thermostat gelandet. Wegen der DECT-ULE-Verzögerung hat das eher „semi-gut“ geklappt. Auch der Wechsel auf Sonoff TRVZB Thermostate und Aqara W100 Sensoren (für den externen Temperaturabgleich) brachte zwar ein besseres Ansprechverhalten, aber die Konfiguration einer wirklich intelligenten Steuerung hat mich als Anfänger schnell überfordert. Ein Versuch mit Versatile Thermostat war für mich noch komplexer, weshalb ich das Projekt fast abgebrochen und wieder auf „dumme“ Zeitpläne mit statischer Steuerung gesetzt hätte.
Was ist RoomMind? Vor vier Tagen habe ich dann eher zufällig im HACS RoomMind entdeckt. Der Ansatz ist spannend: Die Integration lernt, wie ein Raum auf verschiedene Variablen reagiert (thermische Trägheit, Außentemperatur etc.). Anstatt nur starr auf eine Zieltemperatur zu reagieren, berechnet die Software ständig den Wärmeverlust und versucht, diesen vorausschauend auszugleichen. Die Integration „versteht“ quasi, wie mein Loft auskühlt oder aufheizt, und agiert proaktiv statt nur reaktiv.
Mein Highlight: Die Zeitplan-Steuerung Besonders mächtig finde ich die Steuerung über den Standard-Zeitplanhelfer von HA. Ich kann in jedem Zeitblock als erweiterte Variable eine eigene Temperatur mitgeben. Falls kein Wert hinterlegt ist, wird einfach die vordefinierte Komforttemperatur genutzt. So lassen sich gerade für das Bad extrem einfach mehrstufige Temperaturblöcke für einen Tag einrichten:
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Nachts: 19 °C (Eco)
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Morgens: 22 °C (Duschen)
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Tagsüber: 20 °C (Basis)
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Abends: 21 °C (Wohlfühlen)
Das Beste daran: Ich muss dafür keine komplexen Automatisierungen schreiben. Mir gefallen dabei die kleinen Details, wie zum Beispiel die Möglichkeit, die Zeithelfer direkt aus der Integration heraus erstellen und bearbeiten zu können – das spart langes Suchen in den Einstellungen.
Dynamische Planung & Visualisierung Ein weiteres starkes Feature: Die Zeitpläne werden anscheinend dynamisch berechnet. Das System beginnt bereits vor dem eigentlichen Zeitblock mit dem Aufheizen, damit die Zieltemperatur pünktlich zum Start des Blocks erreicht ist. Man muss also nicht mehr selbst ausrechnen, wie viel Vorlauf die Heizung braucht – RoomMind erledigt das im Hintergrund.
Zudem bietet die Integration vorgefertigte Zeitreihendiagramme. Diese bereiten das gesamte Temperaturgeschehen grafisch sehr ansprechend auf und liefern zusätzliche Einblicke in das spezifische Wärmeverhalten des Raums. So sieht man auf einen Blick, wie effektiv die Steuerung arbeitet.Mein Setup & Fazit: Die Einrichtung war im Vergleich zu meinen vorherigen Versuchen deutlich zugänglicher und war am ersten Abend erledigt. Mein System läuft auf einem Mac Mini M4 (Host) unter UTM in einer VM. Als Koordinator dient ein SLZB-06MU via Zigbee2MQTT.
Ich bin extrem gespannt, wie sich die Lernkurve der Software in den nächsten Wochen auf den Komfort und den Energieverbrauch auswirkt. Gibt es hier im Forum schon jemanden, der RoomMind ebenfalls nutzt? Ich freue mich auf einen Erfahrungsaustausch!
Dem Entwickler „snazzybean“ sag ich hier schon mal einen herzlichen Dank für dieses tolle Projekt – ein großer Kaffee ist dir sicher!

