Es ist nun drei Monate her, seitdem ich meinen ersten Bericht über RoomMind veröffentlicht habe – höchste Zeit für ein Update.
Zur Info: Angefangen habe ich im April mit Version 1.70, mittlerweile bin ich bei 1.75. Ein großes Dankeschön geht an den Entwickler Snazzybean, der das Projekt auf GitHub stetig mit neuen Funktionen und Verbesserungen vorantreibt.
Warum ein Update zur Heizungssteuerung im Sommer?
RoomMind hat sich seit April stark weiterentwickelt. Neben der Beschattung ist nun auch die Steuerung von Klimageräten integriert – und genau so eine Anlage hat bei mir Einzug gehalten.
1. Beschattung: Endlich entspannt im Dachgeschoss
Meine elektrischen Außenjalousien für die Velux-Dachfenster waren bisher ein Segen gegen die Hitze, aber die manuelle Steuerung per Fernbedienung war mir auf Dauer zu mühsam. Seit Anfang des Jahres nutze ich das Velux-Modul “KIG 300”, um die Jalousien in Home Assistant einzubinden. Die Steuerung wurde dann über eine eigenes Script gemacht
In RoomMind konfiguriert man einfach die Himmelsrichtung der Fenster und hinterlegt einen Zeitplan. Das System unterscheidet zuverlässig zwischen der reinen Beschattung und dem automatischen Schließen in den Nachtstunden.
Der “Crash-Schutz” für Klapp-Schwing-Fenster:
Ein potenzielles Problem blieb: RoomMind prüft nicht, ob ein Fenster gerade geöffnet ist, was bei meinen Dachfenstern zu unschönen Kollisionen führen kann.
Das ganze funktioniert ausnahmslos gut und zuverlässig, hat nur aus meiner Sicht noch ein massives Problem: Es ignoriert völlig, ob ein Fenster zu dem Zeitpunkt geöffnet oder geschlossen ist, was bei meinen Dach Klapp und Schwingfenstern zu einigen unschönen Crashs geführt hat.
(Nicht auszudenken was passieren könnte wenn ich auch einen Rolladen für meine Balkontür hätte, und diese schliesst, während ich einen schönen Sommerabend auf meinen Balkon verbringe). Allerdings ist dieses Feature schon bei Snazzybean auf GitHub von einigen Usern angefragt.
Angeregt durch einen Userbeitrag im Github(Roommind habe ich das mit einer einfachen Automation erst einmal gelöst:
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RoomMind legt für jeden Raum einen Schalter cover_auto an.
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Ein Fensterkontakt setzt diesen Schalter beim Öffnen des Fensters auf off.
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Beim Schließen wird der Schalter wieder aktiviert. Da ich nur ein Fenster pro Raum habe, war das schnell und sicher umgesetzt.
2. Klimaanlage ohne Cloud-Zwang
Die Entscheidung für eine Split-Klimaanlage stand schon länger fest. Wichtig war mir die lokale Steuerung ohne Hersteller-Cloud.
Dank wertvoller Tipps (unter anderem aus Simons Videos) bin ich dann nach eigener Recherche auf die Controller des niederländischen Herstellers Protoart (www.protoart.nl) gestoßen. Diese ESP-basierten Controller für verschiedene Klamaanlagenhersteller sind bezahlbar und werden einfach per MQTT in Home Assistant eingebunden.
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Einrichtung: Die Kopplung ins WLAN funktioniert über die WPS-Taste der Fritzbox sehr einfach.
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Anschließen kann man eine keine Webseite über die IP Adresse des Controllers öffnen und die eigenen WLAN Credentials und die notwendigen Angaben zur MQTT Integration eingeben
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Sensoren: Ein kleiner, mitgelieferter Zigbee-Temperatursensor ersetzt den oft ungenauen internen Sensor des Klimageräts.
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Integration: Nach dem Neustart werden die Geräte automatisch via MQTT in Home Assistant erkannt.
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Support: Ein großes Lob an Protoart für den schnellen und kompetenten Support per E-Mail bei meinen ersten Schritten
Da der Beitrag sonst zu lang wird, mache ich hier erst einmal Schluss. Bei Interesse berichte ich in den nächsten Tagen gerne detaillierter über die RoomMind-Konfiguration und meine ersten Erfahrungen im Praxisbetrieb.


