Eigentlich dachte ich, das wird ein typisches Wochenendprojekt:
Alte Klingel abbauen, Reolink Doorbell montieren, in Home Assistant einbinden, fertig.
Die Realität sah etwas anders aus.
Bei mir warteten:
- ein Zweifamilienhaus
- ein über 30 Jahre alter Klingeltrafo
- eine Verteilerdose voller Adern in allen Farben
- nachträglich verkleidete Wände
- und WLAN, das an der Haustür praktisch nicht vorhanden war
Aus dem vermeintlich einfachen Austausch wurde deshalb eine Mischung aus Elektro-Detektivarbeit, Netzwerkanalyse und Home-Assistant-Projekt.
Dabei bin ich über mehrere Punkte gestolpert, die man in vielen YouTube-Videos oder Installationsanleitungen kaum erwähnt sieht:
Warum vorhandene Klingelspannung nicht automatisch bedeutet, dass eine Video-Türklingel dort zuverlässig läuft.
Weshalb ich den bestehenden Klingeltrafo am Ende nicht ersetzt habe.
Warum zu wenige freie Adern meine ursprüngliche Planung komplett über den Haufen geworfen haben.
Wie ich herausgefunden habe, welche Leitung überhaupt wohin führt.
Warum das WLAN am Ende fast mehr Arbeit gemacht hat als die Verkabelung.
Besonders interessant fand ich die Erkenntnis, dass die technische Lösung oft nicht darin besteht, etwas zu ersetzen.
Mein erster Gedanke war:
Alter Trafo raus, neuer Trafo rein.
Am Ende blieb der alte Trafo unangetastet und die Video-Klingel bekam ihre eigene Stromversorgung. Rückblickend war das die deutlich sauberere Lösung.
Natürlich sollte die Doorbell anschließend nicht nur klingeln, sondern auch in Home Assistant integriert werden.
Deshalb habe ich zusätzlich umgesetzt:
- Livebild im Dashboard
- Personenerkennung über die Reolink-Integration
- Automatische Anzeige auf dem Wandpanel beim Klingeln
- Schnappschüsse bei erkannter Person
- Integration in bestehende Licht-Automationen
- Türkamera-Dashboard mit direkter Türöffnung
Besonders praktisch im Alltag:
Wenn jemand klingelt, wechselt mein Wandpanel automatisch auf die Kameraansicht und zeigt sofort den Besucher vor der Haustür. Nach kurzer Zeit springt es wieder auf das normale Dashboard zurück.
Mich würde interessieren:
Wer von euch hat bereits eine Reolink Doorbell oder eine andere Video-Türklingel nachgerüstet?
Musstet ihr ebenfalls mit alter Verkabelung kämpfen oder war es tatsächlich ein Projekt für einen Nachmittag?
Im vollständigen Blogbeitrag beschreibe ich den kompletten Weg von der ersten Idee bis zur fertigen Home-Assistant-Integration:
- Analyse der alten Klingelanlage
- Die verschiedenen Lösungsansätze und warum sie verworfen wurden
- Kabelsuche mit Durchgangsprüfung
- Stromversorgung der Doorbell
- WLAN-Optimierung
- Integration in Home Assistant
- Dashboard, Automationen und Wandpanel
Dort findet ihr auch die Skizzen, Fotos, Home-Assistant-Beispiele und die Stolpersteine, die mir unterwegs begegnet sind.
Der Vorteil dieser Variante: Der Leser bekommt bereits die wichtigsten Erkenntnisse und kann etwas mitnehmen. Gleichzeitig bleiben die spannenden Details offen: Wie wurde die richtige Ader gefunden? Warum exakt zwei Stromkreise? Wie sieht die Home-Assistant-Integration aus? Wie wurde das Wandpanel umgesetzt? Für diese Antworten muss er auf deinen Blog wechseln. Das erzeugt erfahrungsgemäß deutlich mehr Interesse als eine reine technische Zusammenfassung oder ein gekürzter Nachdruck.