da sich die Kernsanierung unseres Hauses so langsam in die finale Phase begibt, möchte ich mich mit der Planung des Netzwerkes und Smart Home Möglichkeit via Home Assistant intensiv auseinander setzen.
Ich habe dazu eine Bedarfsermittlung erstellt, Grundrisse digital gezeichnet und schon bei Unify die Komponenten Zusammenstellung für stabiles Wlan ausprobiert.
Im Haus selber werden wir nach langer Überlegung CAT7 verlegen. Alles in Leerrohren (sollte ein Austausch oder Upgrade erforderlich sein).
Wir sind ein ganz normaler arbeitender Haushalt, ohne Home Office, nur etwas Streaming.
Im Bereich Smart Home ist für uns die Steuerung von Lichter & Steckdosen sowie die Anzeigen der Heizung und PV wichtig.
Ich hoffe in diesem Beitrag Stück für Stück einer guten Installation und einem funktionierenden, etwas smarteren Zuhause mit guter Wlan Abdeckung entgegen zu gehen.
Meine erste Frage um ein mögliches HA OS aufzusetzen wäre nach dem passenden Mini PC. Ich Selber bin schon ewig in der Welt von MAC und dem Apple Kosmos unterwegs.
Bei der Suche nach solch einem Rechner bin ich völlig überfragt, denke ein MAC Mini wäre hier Verschwendung oder?
Ich suche eine Hardware die auf Jahre gesehen stabil laufen wird und den Stromzähler nicht so antreibt, dass man sich daran die Haare Fönen kann
Hi, ich würde Dir empfehlen einfach einen Raspi 4 oder 5 mit einer SSD - Festplatte, daß wäre für meine Begriffe die einfachste und günstigste Lösung. Bei mir ist der Raspi 4 schon lange in Betrieb und ist direkt im Sicherungskasten mit passendem Halter drin. Ein passendes Netzteil dafür gibt es auch das dann im Zählerschrank eingebaut werden kann. Den anderen Aufbau des Netzwerkes würde ich von Anfang an zu einem SMLZB Stick raten der hat eine gute Leistung und eine gute Reichweite. Der Stick kann unabhängig vom Raspberry betrieben werden im Netzwerk mit einem POE Netzteil oder mit einem USB - Netzteil aber er braucht einen Netzwerkanschluss. Für die Reichweitenvergröoßerung bietet sich an ein paar zusätzliche Sticks so etwa:
Die gibt es schon recht günstig. Als weiteres sind ja alle Geräte die über HA laufen auch als Repeater im Netz. Also es gibt so einige Möglichkeiten die man nutzen kann. Was noch ganz wichtig ist, wie das Mauerwerk beschaffen ist, damit man mit der Reichweite hin kommt. Bei mir sind teilweise Mauern von 70cm in dem alten Haus, das macht dann schon Probleme.
Ich nutze eine IPU von NRG mit proxmox, die sind sehr gut skalierbar und laufen lüfter- und problemlos. Grundsätzlich würde ich die einzelenen Dienste, wie HAOS, Z2M, mqtt broker u.ä. als einzelne lxc container laufen lassen. SLZB 06M Stick ist wie o.ä. die beste Wahl, vor allem mit der neuen Firmware.
Ach ja, ich hoffe Du hast überall tiefe Unterputzdosen verwendet.
Eine alte Weißheit noch: Es werden nie genug Netzwerkdosen an den richtigen Stellen vorhandne sein und immer Duplexkabel verwenden!
Proxmox hat auch den Vorteil dass man unabhängig von den HA Diensten Snapshotsicherungen auf externe Datenspeicher, bei mir eine QNAP-NAS, ablegen kann. Hat mir schon das eine oder andere Mal viel Arbeit erspart. Wenn Du dich ernsthaft mit HA beschäftigst, dann wird das ein zentrales System für dich werden und muss auch als kritisches System behandelt werden.
Im übrigen ist gegen einen alten MacMini mit einer entsprechenden Virtualisierungslösung Nichts einzuwenden. HA braucht mit steigender Komplexität und virtualisierten Diensten auch mehr Dampf. Allerdings gibt es im Netz sehr gute und sehr viele Dokumentationen zu HA auf proxmox…
Ich persönlich empfehle den OrangePi 5 Plus als Home-Assistant Host. Das Teil ist um einiges leistungsfähiger als ein Raspberry Pi (sogar besser als der 5er, nachdem man hier 4 volle PCIe 3.0 Lanes für die SSD zur Verfügung hat!)
dazu ein passiv gekühltes Case, und das Teil kann auch in einem Wohnraum stehen…
Ich habe so ein Teil mit 16GB RAM und einer 2TB SSD mit Armbian und Home Assistant supervised in Docker Containern laufen … und habe noch genügend Power frei, um noch 15 weitere Container auf dem Ding laufen zu lassen
Für Zigbee habe ich diesen Dongle: electrolama zzh!
Zigbee2Mqtt läuft hier auch als Docker container…
Weiterer Vorteil gegenüber einem Raspberry: 2x 2.5GBit Ethernet Anschlüsse - damit könnte man sich auch gleich nen Router basteln, oder einfach die self hosted services auf die beiden NICs aufteilen
Ich habe eine Proxmox-Umgebung auf einem Lenovo ThinkCentre M910q tiny. (i5-6500T, 32GB RAM) Habe auf dem Host noch ein paar andere VMs laufen aber Home Assistant läuft priorisiert bzw. hat einen großzügigen Teil der Systemressourcen bekommen. Ziel ist es einen zweiten Proxmox anzuschaffen und das ganze als Cluster zu betreiben. Die Hosts sollen dann an unterschiedlichen Orten laufen. Das produktive System im Technikraum und das Backup-System außerhalb des Hauses im Abstellraum hinterm Carport.
WLAN wird über Unifi 7 Pro Wall Modelle abgedeckt und Zigbee über einen SMlight SLZB-06 Stick.
Ich persönlich hatte HA auch auf einem Lenovo Tiny mit Proxmox am laufen. Hat ca 7 Watt gezogen und das alte NAS ca 30-40Watt. Mittlerweile habe ich mein NAS auf neue Hardware aktualisiert und HA läuft jetzt auf dem NAS in einer VM. Wenn die Datenplatten im spindown sind zieht es ca 20 Watt.
Solltest Du in erwägung ziehen eh ein NAS 24/7 laufen zu lassen, kannst es auch dort auf ne VM schmeißen. Falls kein NAS in betracht kommt, dann nen tiny von Lenovo, Dell oder HP. Die gibts meist um die 100€
Hardware gibt es wie Sand am Meer und hängt stark vom Bedarf ab. Je nachdem was noch darauf laufen soll.
Schau dir auf jeden Fall noch Unfi Access und Protect an. Hat zwar nichts mit deiner Eingangsfrage zu tun aber sollte man unter Umständen bei der Verlegung von Netzwerkleitungen berücksichtigen. Stabiles System welches direkt auf z.bsp. einer Dreammachine läuft.
Im Vergleich zu anderen Kameras sind die von Unifi minimal teuerer, wenn überhaupt, dafür aber qualitativ wesentlich besser, ohne Cloudkosten und zum Teil vandalensicher.
Ok was die Hardware betrifft kamen ja genug Ideen. Bei mir läuft seit 3 Jahren ein Intel Nuc (irgendwas Kleines).
Zu den Shellys… warum? Du machst ne Kernsanierung. Warum kein KNX? Das ist kein Hexenwerk und so toll wie Zigbee und Wlan usw. auch ist. Ein Draht ist ein Draht. Bei mir läuft alles mit KNX bis auf die paar Steckdosen/Lampen/Taster wo es keinen Sinn macht.
Hi, verwende HA seit gut 6 Jahren und das mit Raspi 3-5. Bin nun auf einen Mini PC mit Proxmox umgestiegen. Ich werde nie wieder zurück auf den Pi gehen! Ich lese hier einige Kommentare bzw. Raspi Fans heraus, ich war es auch seit erster Stunde an, ABER:
Philosophie ist verloren gegangen … keine 25 Euro mehr …
Zubehör unüberschaubar und meist keine gute Qualität = Probleme vorprogrammiert z.B. PiHat
Restart und Updates 1/4 der Zeit gegenüber Raspi 4
Wenn man performante Setups mit SSD/M2 usw. möchte, kostet es einfach zu viel
Scalper shit … ausverkauft wenn man einen Ersatz braucht
… ich könnte noch min 5 weitere negative Gründe nennen
Ich habe mich lange gerungen und mit Mini PC ist alles besser und im Endeffekt (nicht unbedingt mein Modell!) auch günstiger als der Pi. Ich habe letzte Woche 60 Zigbee und 100 WLAN devices migriert und viel herumgetüftelt, ohne VM Snapshots wäre das in einer Katastrophe geendet. Ich war so glücklich mit Proxmox/VM – obwohl ich ein docker/kubernetes Fan bin HAOS mit Proxmox Script in nicht mal 2 min aufgesetzt, Migration angeschmissen und 3 min später war alles wieder da (außer Z2M / Coordinator getauscht, dass war das Dilemma).
Man könnte jetzt meinen, naja nur wegen VM/Snapshots umsteigen … das tolle am Mini PC ist eben das parallele laufen lassen von vielen Anwendungen. Ich habe in HA noch AdGuard und Vaultwarden laufen, aber in VMs noch Seafile, Glances, Planka, Jellyfin und viele weitere Webservices. Meist ist die CPU bei 5% Auslastung, ein Traum. Die 4 Netzwerkkarten des Mini PC ermöglichen auch noch nette Dinge mit der UDM im Bezug auf Ausfallsicherheit (DNS) uvm.
Wenn ich dein Setup so sehe und den tollen Plan, würde ich behaupten ein Raspi ist dafür untermotorisiert – Mofa auf der Autobahn Ich habe 2x 1U also 6 Raspberry Pi Bays in meinem Server Rack … i.wann habe ich mich gefragt … warum Es laufen zwar immer noch 2 Pis aber der Rest wurde gegen 1 Mini PC getauscht.
kann mich Basti nur anschließen, more zigbee more problems Bin mittlerweile beim dritten Coordinator (1) bzw Zigbee Router (2). Wenn ein Kabel möglich ist, unbedingt Kabel nehmen.
Genau: wählst Du für Home Assistant einen Pi wirst Du früher oder später wechseln. Spätestens, wenn Du irgendeine halbwegs vernünftige GPU-Leistung brauchst.
Alle kleinen “PCs” mit N100, N95 oder dem demnächst kommenden Nachfolger haben sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis und verbrauchen wenig Strom.
Ich hatte den HA zunächst auch auf einer VM installiert, um erste Erfahrungen zu machen. Wenn ich mal in Urlaub will oder länger weg bin will ich aber keinen VM Host laufen lassen, nur um den HA weiterhin via VPN abfragen zu können. Das war mein Grund dafür von VM weg zu gehen. Meine Wahl ist dann auf einen HomeAssistant Green für 99€ gefallen und der läuft seit dem Problemlos. Ausgepackt, angeschlossen- fertig, weil HA da ja vorinstalliert ist. Backup von der VM eingespielt - voila. Einzig das Einrichten der Zigbee Geräte war aufwendig, aber nur, weil ich mit der Umstellung auch den Zigbee USB Stick gewechselt hatte. Selbst schuld . Ich fahre bisher gut mit dem HA Green und wollte den deshalb hier auch mal erwähnen. Viel Erfolg mit Deinem Projekt.
Danke für deine Antwort.Warum kein KNX? Ganz einfach - Kosten Nutzen sehe ich bei unserem Lebensstil nicht gegeben und alle Bedienelemente die man mir für KNX angeboten hab gruseln mich. Da bin ich Altmodisch, ich möchte einen Schalter oder Taster.
Shellys sollen eigentlich nur die Fensterlaibungen bekommen, warum? Statt einer Zeitschaltuhr für Winterbeleuchtung möchte ich das vom Telefon / Tablet bedienen können.
Für eine IT-Vernetzung zuhause bervorzuge ich eine ausgewogene Verteilung zwischen festen und drahtlosen Netzwerkverbindungen.
Als Home Assistant würde ich eine Intel-Maschine nehmen:
i5 (besser i7)
16GB RAM (ausbaubar auf 32GB)
256GB SSD (besser NVME)
Weitere Ausstattung (WLAN, Bluetooth, USB-Anschlüsse, Lüfterlos, etc.) nach persönlichem Geschmack.
Wichtig dabei ist, von Beginn an bereits eine eigene Backup-Strategie zu haben.
Damit ist später eine Änderung in Sachen “größerer” Home Assistant, aber auch der Umzug auf einen VM-Server (z. B. Proxmox) relativ stressfrei zu bewältigen.
Erfahrungsgemäß wachsen die eigenen Ansprüche mit dem Erfolg.
Man weiß also nie genau, wo man da landen wird.
Ich habe mir den Beelink jetzt einfach mal geholt (wurde auf YouTube empfohlen) und HA installiert.
Jetzt kann sie los gehen die Spielerei. Womit sollte ich starten? Welche USB Dongles muss ich noch dazu erwerben?
Aktuell (da noch Baustelle) schwirrt bei mir ein HomePod Mini rum, Kameras von Eufy, schaltbare Steckdosen von Vocolink sowie eine Viessmann Wärmepumpe