Home Assistant Setup bei Kernsanierung – Z-Wave oder Zigbee? Hardware-Tipps & Empfehlungen für Anfänger gesucht

Hallo zusammen,

ich kernsaniere gerade eine Doppelhaushälfte ( ca. 170 m², 3 Etagen plus Keller) und möchte die Gelegenheit nutzen, ein zukunftssicheres Smart-Home-Grundgerüst mit Home Assistant als zentrale Plattform aufzubauen.

Ich bin absoluter Anfänger, was Home Assistant angeht – habe aber genug technisches Verständnis, um mich reinzufuchsen. Ziel ist es, mit einem möglichst stabilen, erweiterbaren Setup zu starten, ohne mich in proprietären Systemen zu verrennen. Ich will bewusst nicht alles automatisieren, sondern gezielt Komfort- und Effizienzfunktionen umsetzen.

Folgendes soll mittelfristig angebunden und gesteuert werden:

Raffstores über 3 Stockwerke, motorisiert mit Elero-Antrieben. Na h einiger Recherche bin ich bei Ansteuerung über Fibaro Roller Shutter 4 (Z-Wave) gelandet. Hat jemand gute Erfahrungen damit?

Dezentrale Wohnraumlüftung (z. B. Südwind Ambientika Smart) – auch hier geplante Anbindung über Home Assistant. Gute Erfahrungen jemand?

Bosch Wärmepumpe – möglichst ohne Bosch Smart Home Controller. Geht das direkt, weiss das jemand?

Beleuchtung sehr wenig, aber dafür ein paar Bewegungsmelder (Basisfunktion, keine Spielereien)

Klimaanlage (Splitgerät) – kommt noch auf Marke an. Vermutlich SENDO mit AEOLOS Innengeräte.

Netzwerk/Struktur: Extra-tiefe Dosen sind eingeplant.

Meine Fragen an die erfahrenen Home-Assistant-Nutzer:

  1. Z-Wave oder Zigbee als Funkstandard?

Ich tendiere aktuell zu Z-Wave (Rolladenaktoren etc.), weil mir die Zuverlässigkeit im gemauerten Altbau wichtig ist. Andererseits schreckt mich ab: deutlich teurere Aktoren uns geringere Geräteauswahl.

Mit der Anbindung der Elero Motoren wäre ein gutes zwave Grundgerüst für ein Funknetzwerk im Haus verbaut.

Ist Zigbee mit guten Routern (z. B. Hue, IKEA Repeater, gute Planung) heute wirklich schlechter in Sachen Stabilität und Reichweite?

  1. Funk-Architektur: Brauche ich Bridges oder reicht z. B. ein Z-Wave-USB-Stick?

Z-Wave: Gibt es Empfehlungen für stabile Sticks? Aeotec? Zooz? Andere?

  1. Bosch Wärmepumpe: Einbindung ohne Bosch Controller möglich?

Hat jemand Erfahrung mit der Einbindung einer Bosch Wärmepumpe (Compress 5800i AW) in Home Assistant?

Muss man mit dem Smart Home Controller II arbeiten (den ich eigentlich vermeiden will)?

  1. Hardware-Frage: Raspberry Pi vs. Intel NUC?

Ich will keine Experimente im Livebetrieb – lieber gleich solide starten:

Ist ein NUC (z. B. i3, 8 GB RAM, SSD) für Home Assistant OS sinnvoller als ein Pi 5?

Weiterer Punkt:

Offenheit für spätere Erweiterung (z. B. PV, Batteriespeicher, Heizungsoptimierung etc.)

Ich freue mich riesig über jeden Erfahrungswert!

Welche Kombination aus Hardware + Funktechnik hat sich bei euch bewährt?

Welche Stolperfallen habt ihr bei einer Kernsanierung mit Smart-Home-Setup erlebt?

Welche Geräte oder Architekturen würdet ihr heute nicht mehr einsetzen?

Gibt es gute „Starter-Dashboards“ oder Visualisierungen für den Einstieg?

Danke euch schon mal vorab für jede Rückmeldung.

Viele Grüße
Drai

Hallo ich habe eine ähnliche Frage und gesehen das du keine Antwort bekommen hast.

Was hast du jetzt für Hardware verbaut.

Besten Dank

Gruß Tom

Ich nutze sowohl Z-Wave als auch Zigbee. Grund Systemwechsel und ich hatte die Komponenten.

Funktioniert problemlos. Ich würde, wenn man ganz neu startet, mit Zigbee starten. Fibaro braucht man nicht mit Zwave. Gibt genug Alternativen.

Z-Wave, ZigBee, EnOcean und Matter over Thread. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Wobei Z-Wave hier definitiv die führende Rolle spielt und auch noch lange spielen wird.

Gruß Osorkon

Ausreichend Netzwerkkabel und Leerrohre, das kann ich als Ratschlag für eine Kernsanierung mitgeben. Die Nutzungsdauer der Immobilie bedenken und unbedingt so planen das man bei der Auswahl seiner Protokolle/Funkstandards flexibel bleibt. Was in zehn Jahren auf dem Markt ist, kann niemand mit Sicherheit sagen.

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Hi.

Das mit den Leer- Rohren und Netzwerkkabeln kann ich auch nur dringend empfehlen. Achte auch auf genug Steckdosen. Davon hat man in einem Technik- affinen Haushalt immer viel zu wenig.

Davon ab hatte ich Z-Wave und Zigbee zusammen am Laufen. Hat problemlos funktioniert. Trotzdem habe ich inzwischen die Z-Wave Komponenten alle gegen Zigbee Komponenten ausgetauscht. Z-Wave mag technisch etwas besser sein, aber Zigbee ist einfach viel verbreiteter. Es gibt eine viel größere Auswahl an Geräten zu in aller Regel viel günstigeren Preisen. Und bei Zigbee ist es eher von Vorteil, viele Geräte zu haben, so lange genug dabei sind, die dauerhaft mit Strom versorgt sind (also nicht mit Batterien betrieben werden). Mein Zigbee Netz ist jedenfalls “Rock Solid”.

Was du dabei aber nicht ganz aus den Augen lassen solltest, ist eine gute WLan Abdeckung. So manches Gerät bekommt man nur mit WLan. Sei es ein Saugroboter oder eine Wetterstation oder eine bestimmte Matter Lampe oder was auch immer. Klar, “normale” Plugs, Leuchtmittel und Sensoren muss man wirklich nicht als WLan Gerät nutzen. Aber es gibt immer wieder mal Fälle, wo man nur mit WLan zum Ziel kommt. Beispielsweise Projekte mit ESPHome laufen fast immer nur über WLan. Auch viele Matter Geräte gibt es nur als “Matter over WLan”, usw. Da man ja sowieso ein WLan Netz braucht, kann man es dann auch gleich für solche “Sonderfälle” mit nutzen. So kann man sich das Gerät raus suchen, das einem besonders gut passt und nicht das, was mit den “einzig waren” Funk- Standard oder von der “einzig waren” Marke zu bekommen ist.

Es gibt bei jeder Marke Ausreißer. Hab ich alles schon erlebt. Dann habe ich lieber bei 30 billigen Geräten ein schlechtes Gerät dabei als eines von 3 “Teuren”, das nicht funktioniert… Wenn ich mir vorstelle, ich habe über 40€ für einen simplen Bewegungsmelder ausgegeben, nur weil der von Hue war. Klar, das Teil ist super, aber ich hab inzwischen Tuya Zigbee Bewegungsmelder für 2,50€ das Stück, die dem 40€ Hue Melder in nichts nachstehen, zumindest nicht für meine Zwecke… Der Lichtsensor ist weder im Hue noch im Tuya Teil brauchbar. Ist bei mir aber auch nicht nötig, in sofern kein Beinbruch. Auch wenn ich bei den Tuya Dingern bestimmt häufiger die Batterien wechseln muss als bei dem Hue Melder, für 37,50€ bekomme ich Unmengen an Knopfzellen…

Das Rückgrat des Smart Home sollte möglichst schon Zigbee sein, imho. Ist einfach am universellsten. Aber das verhindert keinesfalls, auch andere Funkstandards gleichzeitig zu verwenden. Bei mir sind ca 75% aller Geräte Zigbee, der Rest ist dann WLan. Wie gesagt hatte ich bis vor einem halben Jahr auch noch Z-Wave zusätzlich zu Zigbee und WLan. Das ist inzwischen aber Geschichte und ich vermisse rein gar nichts. Z-Wave war schon immer ein “Exot” und das wird es wohl auch ewig bleiben. Das sagt nichts über die Qualität aus, nur über die Verbreitung. Deswegen habe ich auch noch gar keinen Bock etwas mit Threat zu machen. Das ist dann wieder ein neuer Funk- Standard, der sicher, ähnlich wie Z-Wave, seine Vorteile hat. Aber bringt das für mich persönlich was? Bisher glaube ich das wirklich noch nicht.

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