Hallo zusammen,
nächstes Jahr wird unser Fertighaus von WeberHaus gebaut. Da die Elektro- und Smart-Home-Planung aktuell noch offen ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, das Thema einmal von Grund auf sauber und zukunftssicher aufzubauen.
Bisher habe ich Smart Home in unserer Mietwohnung eher „app-basiert“ genutzt. Im Haus möchte ich dagegen eine vernünftige Infrastruktur mit Home Assistant als zentrale Plattform aufbauen - das erste Mal im Leben und dann gleich das große Paket!
Ursprünglich wäre bei WeberHaus das komplette WeberLogic-2.0-System vorgesehen gewesen. Verbaut worden wären u. a. Eltako FAM14, FSB14, F4SR14-LED und FUD14. Die Wandschalter wären ebenfalls von Eltako gewesen und hätten über EnOcean funktioniert.
Dieses Paket habe ich vollständig abbestellt, weil mir die Aufpreise zu hoch waren und ich die Planung jetzt lieber selbst sauber aufsetzen möchte. Die Systeme von WeberHaus sind ohnehin sehr in der Kritik und daher wird Home Assistant die Zentrale.
Als Home-Assistant-Zentrale plane ich aktuell einen kleinen Intel-Mini-PC mit N150 und Home Assistant OS. dazu dann ggf. die Sticks
Meine Anforderungen bzw. Gedanken dazu:
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Physische Schalter sollen an frei wählbaren Stellen aufputz montiert werden können. Für die Schalter sind bewusst keine Unterputzdosen vorgesehen.
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Deshalb möchte ich möglichst batterielose Funkschalter einsetzen. Recherchiert habe ich bisher vor allem EnOcean und Zigbee Green Power / Energy Harvesting.
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Die normalen Grundfunktionen sollen möglichst unabhängig von Home Assistant funktionieren. Ein Lichtschalter soll also direkt mit dem jeweiligen Aktor bzw. Lichtkreis kommunizieren können. Gleiches gilt für Rollläden.
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Wenn Home Assistant, Netzwerk oder die zentrale Steuerung aus irgendeinem Grund ausfallen, möchte ich Licht und Rollläden weiterhin über die physischen Schalter bedienen können.
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Hier würde mich auch interessieren: Ist diese Redundanz aus eurer Praxiserfahrung überhaupt sinnvoll, oder sichere ich mich gegen einen Ausfall ab, der bei einem vernünftig aufgebauten Home-Assistant-System praktisch nicht vorkommt?
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Gleichzeitig sollen alle Leuchten, Rollläden und ggf. ausgewählte Steckdosen vollständig über Home Assistant steuerbar sein.
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Später sollen weitere Systeme eingebunden werden: PV-Anlage von Sigenergy, Staubsaugerroboter, Küchengeräte, Sensoren, Wetterstation, Fernseher, Garagenöffner, Nuki-Türschloss, Sicherheitskameras und vermutlich auch eine Reolink-Videosprechanlage.
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Darauf sollen dann Szenen und Automationen aufbauen, beispielsweise Beschattung, Windwächter, Anwesenheit, Zentral-Aus usw.
Der große Vorteil ist: Aktuell kann ich noch praktisch alles festlegen – Stromkreise, Leitungsführung, Verteilergröße, Leerrohre und Netzwerkverkabelung.
Eine Überlegung ist deshalb, möglichst viel Aktorik zentral im Haustechnikraum im Elektroverteiler aufzubauen. Also beispielsweise:
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zentrale Relais/Aktoren für Lichtkreise
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Rollladen-/Jalousieaktoren
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ggf. Mehrkanalaktoren auf Hutschiene
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ausreichend Reserve im Verteiler
Ein Elektriker ist in der Familie vorhanden, die Installation selbst ist daher grundsätzlich kein Problem.
Aktuell schwanke ich vor allem zwischen zwei grundsätzlichen Wegen:
1. EnOcean
Vorteile sehe ich vor allem bei den batterielosen Piezo-Tastern und bei der sehr etablierten direkten Kommunikation zwischen Taster und Aktor. Gerade eine zentrale Lösung mit EnOcean-Tastern und Aktoren im Schaltschrank erscheint mir robust.
2. Zigbee
Hier gefällt mir das große und vergleichsweise günstige Ökosystem, das Mesh-Prinzip und die gute Home-Assistant-Integration. Shelly Gen4, Aqara, Sonoff usw. wären interessant. Problematisch scheint mir allerdings teilweise die Kombination aus Zigbee Green Power und echtem Direct Binding. Nicht jeder batterielose Green-Power-Taster lässt sich offenbar einfach direkt mit jedem Zigbee-Aktor koppeln. Hier habe ich noch keinen nutzbaren Doppelwippenschalter gefunden.
Daher meine Fragen an diejenigen, die so etwas schon einmal bei einem Neubau konsequent umgesetzt haben bzw. die Ahnung haben:
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Wie würdet ihr die grundlegende Architektur heute aufbauen?
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Würdet ihr für die fest geplanten Licht- und Rollladenkreise eher zentral im Schaltschrank arbeiten oder die Aktoren dezentral an der jeweiligen Lampe bzw. am Rollladen setzen?
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Welche Vorteile bzw. Nachteile seht ihr langfristig bei zentraler gegenüber dezentraler Aktorik?
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Würdet ihr bei meinen Anforderungen eher EnOcean oder Zigbee wählen – oder bewusst beide Systeme kombinieren?
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Welche konkreten Aktoren würdet ihr für Licht und Rollläden empfehlen?
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Welche batterielosen Wandschalter haben sich bei euch bewährt?
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Wie wichtig ist euch echtes Direct Binding bzw. eine lokale Bedienbarkeit unabhängig von Home Assistant?
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Welche Dinge würdet ihr bei einem Neubau unbedingt bereits bei Leitungen, Verteiler, Netzwerk und Leerrohren berücksichtigen, die man später nur schwer nachrüsten kann?
Mir geht es weniger darum, jetzt sofort einzelne Geräte auszuwählen. Ich möchte zunächst die richtige Grundarchitektur für die nächsten 15–20 Jahre festlegen und vermeiden, dass ich mich jetzt durch eine falsche Verkabelung oder Systementscheidung unnötig einschränke.
Ich bin für Erfahrungswerte, konkrete Hardware-Empfehlungen und auch Hinweise auf Denkfehler sehr dankbar.