@Jim_OS: danke, du hast es sehr viel besser als ich es rüberbringen wollte auf den punkt gebracht
Grad als Anfänger wird man mit unendlich viel Input aus dem Internet konfrontiert und es ist schwierig, das zunächst zu sortieren. Grundsätzlich stimme ich @Jim_OS zu und würde jedem Anfänger die Installationsvariante HAOS auf beinahe beliebiger Hardware empfehlen (jetzt mal unabhängig vom Stromverbrauch eines 24/7 - Betriebes).
Ich habe mein System aktuell auf einem Mini-PC unter Proxmox installiert aber diese Entscheidung hat einen ganz speziellen Grund und zwei Jahre gedauert, seitdem ich intensiv mit HA begonnen habe. Am Ende muss jeder die optimale Variante für sein eigenes Anwendungsszenario finden.
Nachfolgend mal meine Smarthome-Historie, die vielleicht anderen helfen kann, den eigenen Weg abzukürzen:
- angefangen vor ~ 10 Jahren mit Homematic / Homematic-IP und CCU2
- zeitnah umgestiegen auf Raspi3 und Raspberrymatic
- wegen alternativer Komponenten angefangen, Zusatzmodule zu nutzen (u.a. HUE, Sonos, Redmatic (Node Red) …
- wegen Resourcenproblemen mit Node Red auf Dockercontainer innerhalb Synology-NAS umgestiegen
- Dockerinstanz weiter ausgebaut - u.a. “Historian” und HUE-Komponenten von Raspberrymatic umgezogen - HUE über Deconz/Conbee in Docker eingebunden und damit erst Schritte mit ZigBee gemacht (und HUE-Zentrale eingespart)
- vor zwei Jahren nach dem Antesten von ioBroker für HomeAssistant entschieden und als Dockercontainer auf Synology installiert - schnelle Ernüchterung, nachdem ich gemerkt hatte, dass innerhalb HA nun keine Addons installiert werden können… ich hätte hier genauer lesen müssen: https://www.home-assistant.io/installation/ … und warum geht das nicht?.. weil Addons in HA selbst Dockercontainer sind, diese müsste man nun separat neben HA als eigene Container installieren … das erschien mir dann doch zu umständlich, zumal die Addons unter HAOS immer perfekt auf das System abgestimmt und getestet sind
- ein “Ausweg” unter Synology wäre jetzt, HA als VM zu installieren (getestet und funktioniert); allerdings wurden jetzt auch Limitierungen des Betriebs auf dem NAS sichtbar - diese fungiert bei mir hauptsächlich als Datengrab für Multimedia-Anwendungen und umfangreiches Backup-System, außerdem sollten noch Kameras angeschlossen werden … das NAS kam temporär immer wieder an seine Grenzen
- ein weiterer “Schwachpunkt” meines Ansatzes war, dass Synology regelmäßig Sicherheitsupdates verteilt und wegen jedem Softwareupdate (was dauert) die VM manuell runtergefahren werden musste … das fördert nicht gerade die Akzeptanz von Smarthome im Haushalt
und schließlich hat das NAS nur beschränkte Anschlußmöglichkeiten für USB-Geräte (Funksticks für HA - externen Hub habe ich ausgeschlossen) - Schlußendlich habe ich in einen Mini-PC mit Intel N100 investiert (deutlich leistungsfähiger als Raspi bei ähnlich niedrigem Stromverbrauch). Dort habe ich HAOS installiert (mit Hilfe YT von @Simon42 - vielen Dank!). Zusätzlich laufen dort alle erforderlichen Addons einschließlich Raspberrymatic und angeschlossen sind Funksticks für Zigbee, Z-Wave und Homematic-IP. Sämtliche zusätzlichen Zentralen sind obsolet.
ABER… - es gab schon wieder eine Limitierung: ich habe einige Homematic-Komponenten in einem Gartenhaus, zu dem es temporär Verbindungsprobleme gibt. Als Lösung gäbe es die Möglichkeit, dort einen HMIP-LAN-Router einzusetzen (LAN über Powerline verfügbar). Leider gibt es da Grenzen beim Raspberrymatic-Addon …(https://github.com/jens-maus/RaspberryMatic/wiki/Installation-HomeAssistant#known-limitations
- Somit habe ich inzwischen HAOS und Raspberrymatic “entflochten” und beides als VM in Proxmox auf dem ursprünglichen Mini-PC installiert. Somit war der Weg zu Proxmox durch die Einsatzumgebung letztendlich vorgegeben, obwohl ich auf die zusätzliche Administrationsschicht gerne verzichtet hätte. Auf der anderen Seite wird es künftiger leichter, noch andere Anwendungen auf den Server zu bringen… (wenn da nicht die RAM-Grenze von 16GByte des N100 wäre
)
Ich habe seit 2020 auch das reine HAOS auf einem Intel NUC, der wirklich nur dafür da ist. Bin damals von einem PI umgestiegen. Seitdem läuft das System ununterbrochen mit minimaler Wartungsarbeit. Ist immer persönliche Anforderung, ob es nötig ist, sich auch noch um Proxmox zu kümmern.
Mein Zeitaufwand für Proxmox ist max 30min im Monat um Updates zu machen, ansonsten kümmere ich mich nicht darum.
Die ganzen Linux-Container patchen sich automatisch - so banalen Tätigkeiten werden wegautomatisiert
Wenn Du das automatisch machen lässt: Ob und was sich bei den Containern durch Updates dann ggf. ändert und ob es evtl. bereits bekannte Probleme mit irgendwelche Updates gibt, interessiert Dich vorher dann gar nicht? Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen das Dich das im Vorfeld gar nicht interessiert und Du “ohne Rücksicht auf Verluste”
da automatisch die Updates installierst.
Ich würde das jedenfalls nie machen. ![]()
VG Jim
Wenn ich beim Reifenwechsel am Auto noch die Bremse und den Ölwechsel mache, brauch ich auch nur 3/4 Stunde länger.
Ist für mich jetzt kein Grund, das allgemein zu empfehlen.
Und zumindest für mich, besteht Server Administration aus mehr als Updates einspielen.
Fängt schon an mit ordentlichen Benachrichtigung einstellen, falls am System was erkennbar schief läuft.
Seis jetzt, wenn absehbar ist, daß der Datenträger getauscht werden muss, oder einfach die Lüfter spinnen.
Die CPU auf einmal mehr Last hat wie gewöhnlich, oder komischer Datenverkehr stattfindet.
Und das siehst du bei HAOS besser als wenn noch Proxmox darunter läuft? ![]()
Ja, dann laufen die eben danach nicht mehr - dafür hab ich Backups
Aber so nebenbei, die haben wegen fehlgeschlagender Updates noch nie benötigt.
Meinst bei uns in der Firma setz sich jeden Monat jemand hin und fängt an die Server zu patchen - das ist automatisiert
@metallmanu
Nein, das siehst du, so gut wie man es konfiguriert. Egal ob Unix, Linux oder Berkeley Unterbau.
Nutze selber Proxmox als Unterbau und es ist eine feine Sache.
Würde es nur niemandem empfehlen, der einfach nur Home Assistant haben möchte.
Wer Spaß an Basteln und ausprobieren hat, und sich in die Materie einarbeiten will, da spricht dann natürlich nichts dagegen.
Moin
Interessante Herangehensweise,
inbesondere wenn es dann auch noch - Stichwort Firma - um eine produktive und kommerzielle Umgebung geht. Wenn ich das früher als Admin bei einer Behörde oder einem Unternehmen so gemacht hätte, hätte ich mir wohl mächtig Ärger und Probleme eingefangen.
Hätte ich dort Software Updates einfach “blind” installiert, obwohl ich z.B. durch die Release-Notes hätte wissen können/müssen das es im Anschluss ggf. zu Problemen kommt, oder kommen kann, hätte ich den Job wohl nicht lange gehabt. Ich glaube kaum das sich dann meine Chefs damit begnügt hätten wenn ich dann gesagt hätte: Kein Problem ich habe ja Backups und in x Stunden läuft dann wieder alles. ![]()
Das mag ja auch sein und das glaube ich Dir ja auch, aber dann würde ich sagen: Glück gehabt.
Wenn es durch Software Updates nicht zu Problemen kommen kann dann frage ich mich warum es überhaupt irgendwelche Diskussionen zu Problemen nach Software Updates gibt, oder warum für irgendwelche Software Updates dann noch weitere und/oder Fixes erscheinen, um Probleme und Fehler, die durch die Software Updates verursacht wurden, zu beseitigen. Eine Pauschalisierung wie “Ich hatte noch nie Probleme nach Updates.” ist da nicht wirklich ein Argument für die Vorgehensweise. Auch wenn die Aussage in Deinem Fall ggf. zutreffend sein sollte.
Natürlich ist das in einem professionellen Umfeld automatisiert und zentralisiert und natürlich setzt sich dort niemand hin und spielt dann irgendwo manuell irgendwelche Software-Updates ein, außer in bestimmten Einzelfällen, aber darum geht es ja auch nicht. Es geht darum das man sich vorher über diese Updates informiert und sei es das man sich nur mal die Release Note dazu anschaut. Ich kenne jedenfalls keine Admin dem im Vorfeld Infos zu Software Updates egal sind und der sagt: Egal was die Software Updates ggf. für Probleme bereiten und was sie für meine Infrastruktur bedeuten, ich spiele sie “blind” automatisiert ein denn ich habe ja Backups.
Wie gesagt: Es geht mir nicht um eine automatisierte Installation, sondern um eine “blinde” Installation. Blind im Sinne von: Irgendwelche Informationen zu Software Updates interessieren mich im Vorfeld nicht, sondern die Updates werden automatisiert eingespielt und um die möglichen Konsequenzen kümmer ich mich dann später und/oder die sind mir auch egal weil ich habe ja Backups.
Ja ich habe das jetzt absichtlicht auch etwas “überspitzt” ausgedrückt und geschrieben und ich bin mir ziemlich sicher das Du weißt und verstehst was ich damit sagen will, aber Deine Aussage ala das interessiert mich alles nicht denn bei mir ist noch nie etwas passiert und ich habe ja Backups, ist halt genau so pauschal und m.M.n. praxisfern. ![]()
Aber ich denke wir zwei sollten diese Diskussion jetzt auch beenden,
denn ich denke die scheinbar unterschiedlichen Meinungen, Ansichten und Aussagen dazu sind jetzt klar und wer dann was wie macht muss eh jeder für sich selber entscheiden. ![]()
VG Jim