wer kennt es nicht: die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Bad sind nach dem Duschen höher als “normal”. Wer dann eine kontrollierte Wohnraumlüftung hat, sollte dann keine Schimmelprobleme bekommen. Die KWL hat auch eine Automatik mit RH-Fühler.
Die Duschabtrennung steht in einer Ecke ohne Außenwände.
Unten auf dem Alu-Rahmen in der Dusche und auf den Silikon-Wartungsfugen bilden sich Schimmelflecke.
Jetzt habe ich den “mold-sensor” bei den Helfern gefunden und schwuppdiwupp eingerichtet; das ist ja kein Hexenwerk. Nur in der Anleitung dafür, wird darauf hingewiesen, dass man den kältesten Punkt der Außenwand messen und eintragen soll. Das verstehe ich auch, denn dort wäre der erste Punkt, wo die Feuchtigkeit kondensieren würde. Der Punkt ist nur 2,5m vom Ort des Geschehens entfernt und auch noch in der Dusche.
Klar, alle Nase lang, kann man Schimmelentferner mit Chlor einsetzen …
Das ist aber nicht das, was ich will.
Mein Ziel ist, eine Benachrichtigung zu bekommen, wenn das Schimmel-Risiko hoch ist.
Jetzt bin ich erstmal ratlos. Kennt jemand das “Problem” und würde mich bei einer Lösung unterstützen?
Am Ende des Beobachtens/Testens habe ich 2 Template Sensoren erstellt (Vorwarnung und Schimmelalarm). Diese triggern dann entsprechende Ansagen und Mails mit: Wir wollen keinen Schimmel mehr! Beweg Dich und lüfte bzw. Entfeuchter und/oder Klima Entfeuchtung anschalten (noch nicht komplett realisiert)
Grafisch habe ich mir auch eine Warnsystem gebaut - eingeklappt auf der Startseite sofern alles normal oder ausgeklappt wie auf Screenshot. Dahinter steckt eine auf unser Schlafzimmer abgestimmte Logik.
Letzte Erfahrung: Glaube nur bedingt was die Experten vor Ort Dir sagen: Jeder war nur auf sein Gebiet Leckage, Klimaanlage, Versicherung fokussiert und bestrebt nicht der Schuldige zu sein bzw. nicht zahlen zu müssen.
Auch der weiterführende Link war gerade interessant; leider schlägt sich bei mir die Feuchtigkeit an der inneren Scheibe nieder und nicht an der kältesten Stelle an der Außenwand.
Vielleicht gibt es ja noch jemanden, der das gleiche Problem hat.
Also der Mold Indicator ist dazu da um die relative Luftfeuchtigkeit an Wärmebrücken auszurechnen.
Typisches Szenario für den Mold Indicator: Du hast im Wohnraum drinnen ein Thermo-/Hygrometer sowie ein Thermometer Draussen oder beziehst alternativ die Temperatur für Draussen von einem Online Wetterdienst. An einer nicht optimal isolierten Aussenwand, beispielsweise am Fensterrahmen, entspricht die Temperatur und Luftfeuchtigkeit nicht den Messwerten von deinem Innenraum, es ist im Winter dort kälter. Die kalte Luft dort kann wesentlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als die warme Raumluft, weshalb die relative Luftfeuchtigkeit am Fensterrahmen deutlich höher ist als dein Hygrometer anzeigt. Ab 70% relative Luftfeuchtigkeit wird es kritisch, bei 100% kondensiert das Wasser am Fensterrahmen.
Wenn du nicht ein zusätzliches Hygrometer an genau der Stelle einsetzen willst, kannst du den Mold Indicator verwenden. Dieser muss einmalig kalibriert werden indem du die Temperatur manuell an der kritischen Stelle (Fensterrahmen) misst und gleichzeitig die Innen- und Aussentemperatur deiner Sensoren angibst. Somit hat der Mold Indicator ein ungefähres Modell der Isolation, das berechnet wie die Temperatur an der kritischen Stelle bei gegebener Aussen- und Innentemperatur wohl ist. Anhand dessen wird dann die relative Luftfeuchtigkeit an der kritischen Stelle berechnet.
Soweit ich dein Problem verstanden habe denke ich nicht, dass dieser Mold Indicator passend ist, es handelt sich wohl nicht um Kondenswasser das sich an einer kalten Aussenwand bildet. Vielleicht kannst du ja mal ein Foto machen von der Stelle. Siehst du denn, dass die Lüftungsanlage ihre Arbeit macht? Wie lange dauert es, dass nach dem Duschen die Luftfeuchtigkeit im Duschraum wieder den vorherigen Wert erreicht hat? Wie ist der Raum beheizt, welche Temperaturen herrschen dort? Sofern die Lüftung in Ordnung ist, kann es auch an nicht optimalen Fugen liegen. Handelt es sich um ordentliches Sanitärsilikon? Wenn nicht hilft eigentlich nur manuelles Abwischen nach dem Duschen oder ein Ersatz durch robustere Fugen
Zur Lüftungsanlage: die fährt automatisch in die höchste Stufe; die ist richtig eingestellt, auch der Lüftungsauslass direkt über der Dusche (soll man ja nicht machen, aber so schlau waren wir 1999 noch nicht.)
Es dauert ca 45 Minuten, bis ich wieder normale Werte habe.
Ich habe selber keine Wohnraumlüftung, aber einige meiner Kollegen, lassen nachdem Duschen trotzdem kurz (3-5 Min.) das Fenster + die Duschtüre auf, um einen schnellen Luftaustausch zu bekommen.
Vielleicht solltet Ihr diesen Ansatz noch einmal anpassen. Schimmel kommt am Ende immer davon, daß es an einer Stelle zu feucht ist und die Luft kann kein Wasser mehr aufnehmen kann. Nur frische Luft hilft hier. Vielleicht kommt durch Euren Lüfter zu wenig zu langsam an.
Ich glaube nicht, dass du nachdem Duschen soviel Energie verlierst. Aber wäre ein guter Vergleich fürs nächste Jahr ob du spürbare Unterschiede merkst.
Wir lüften komplett händisch und habe jetzt 6 Jahre alte Datensätze würde jetzt gerne mal eine Lüftung einbauen, um zu sehen wieviel es wirklich bringen würde :-), aber das bleibt eine Phantasie