kurze Frage: Wo drin, also welche Art von Hülle/Gehäuse habt ihr euren ESP32? Ich wollte mir einen neuen als Bluetooth Proxy anschaffen und dachte als Gehäuse einfach an eine Aufputz-Abzweigdose oder so… wird eh nicht im Sichtfeld zu finden sein..
Und noch ne Frage: Wie heiß werden die Dinger? Könnte ich ein Problem mit Hitzestau bekommen?
Also ich hab das Teil hinter einer Fritzbox zu liegen, ganz ohne Gehäuse, wozu auch. LED ist mit einem Permanentmaker abgedunkelt und stört daher nicht.
Zum Leidwesen meiner Gattin sind die meisten ohne Gehäuse in irgendeiner Ecke. Die sind als Experiment im fliegenden Aufbau gestartet und dann als festes Provisorium geendet.
Geht, sieht eben nicht schön aus.
Ich gelobe Besserung.
Einige sind in 3D gedruckten Schachteln und als zusätzliche Platine im Original-Gehäuse.
Mein ESP32 basierendes Shelly-Modul in der Wand meldet gerade 53,7 Grad (und das nach einer Reduzierung des Sensorupdateintervalls, davor war das Ding noch deutlich wärmer). Wenn man die Hand vor den Rollladenschalter hält, dann fühlt man deutlich die Wärme. Die Innenthermometer meiner schaltbaren Steckdosen melden Temperaturen zwischen 39 und 59 Grad.
Seit ich die Größe und Wärme des kleinen professionell hergestellten Shelly-Moduls gesehen habe, bin ich da deutlich entspannter. Etwas Luft um den Controller und keine Kabel direkt darauf pressen sollte reichen (ist meine gefühlsmäßige Einschätzung, mit konkreten Daten kann ich das leider nicht belegen (Laut Datenblatt Hersteller -40 bis + 85 Grad Umgebungstemperatur bei Betrieb und bis 105 Grad Lagertemperatur, ESP32WROVER Datasheet 2023)).
Bei meinen meisten Installationen handelt es sich um D1-Minis (ESP8266), die kleiner sind und weniger Abwärme produzieren. Sie laufen z.B. in einer grauen Installationsdose aus dem Baumarkt, im Gehäuse meiner Klingel, in einem ehemaligen Batteriebehälter (3*AA), in einer lackierten ehemaligen 1kg Joghurtdose, in einer 1/3 Schuhkarton großen Metallbox, in einer ca. 30*15*15 cm Holzbox…
…DU könntest auch einen Temperaturschalter mit in des Gehäuse einbauen, der bei z.B. 75 Grad abschaltet. Dann wäre das Ganze auf jeden Fall vor Überhitzung sicher (https://de.aliexpress.com/item/4000554959902.html).
Bei den shellys ist aber nicht der ESP die Hauptwärmequelle, sondern das Netzteil. Ein ESP wird zwar im Betrieb auch warm, aber keine 50°, wenn er nicht dauernd sendet oder sehr rechenintensive arbeiten übernimmt.
Irgend ein passendes Gehäuse sollte man schon verwenden, rein aus optischen Gründen und weil auf dem ESP alle Anschlüsse und Bauteile offen zugänglich sind.
Wenn da mal irgendwas metallisches dran kommt und ein paar Anschlüsse oder Bauteile kurzschließt, geht sonst im ungünstigen Fall der ESP kaputt. Ist zwar nicht besonders schlimm oder gefährlich, aber die 5€ für einen kaputten ESP kann man sich mit einem Gehäuse sparen.
Deshalb drucke ich mir für meine ESPs immer passende Gehäuse. Wobei ich eigentlich nur einen habe, der ganz ohne Peripherie auskommt. Aber da der draußen hängt, steckt der in einer wasserdichten Abzweigdose.
Ich habe einen ESP32 auf einem Entwicklerboard im Schaltschrank hängen (mit Hutschienenadapter). Ohne zusätzlicher Verkleidung. Aktuelle Temperatur ist 26,3 Grad bei 22,8 Grad Raumtemperatur.