habe über das NabuCasa Abo Möglichkeit, am Handy die Sprachbefehle von Assist zu testen und bin so gar nicht begeistert.
Bei etwas komplexeren Namen funktioniert es so gut wie gar nicht, da es sehr auf die Intonation ankommt.
Ich habe z.B. eine Lampe, die “Licht Regalwand” heißt.
Das versteht assist nicht, weil es im prinzip drei Worte sind.
Alexa z.B hat damit überhaupt keine Probleme.
HA Assist hält sich natürlich an den kompletten Namen und je länger der ist umso schneller kann es passieren das er das nicht richtig versteht. Aber du hast ja die Möglichkeit in der Einstellung z. B. von deiner Identität “Licht Regalwand” unter Sprachassistenten verschiedene Aliase zu vergeben die dann der HA Assist mit berücksichtigt. Vielleicht hilft es ja dort einfachere Bezeichnungen zu vergeben.
Klar, das kann man machen, aber ich habe meine Bezeichnungen in einer für mich sinnvollen Weise erstellt. Das würde ich ungerne ändern.
Den Begriff “Rollladen 2” z.B versteht Assist auch nicht. Habe alles probiert.
Ich finde es nur enttäuschend, das Assist der Alexa so weit hinterher hinkt.
Das nutzen von Aliase ändert nicht den Namen von deinen Geräten oder Identitäten, die sind nur für den Sprachassistenten. Probiere es einfach aus, wenn es dir nicht gefällt oder dich stört nimmst du ihn einfach wieder raus.
Du gehst einfach unter den Einstellungen auf Geräte und Dienste. Gehst dort auf die gewünschte Integration und klickst dort auf dein Gerät. Und dort dann auf die Identität und dann klickst du oben rechts auf das kleine Zahnrad und gehst dann auf dem Popup Fenster auf Sprachassistenten. Dort sollte “Verfügbar machen” aktiviert sein und dann auch natürlich bei Assist aktiviert sein. Und unten auf “Alias hinzufügen” klicken und dort ein oder mehrere Aliase vergeben.
Ich weiß, wie man Aliasnamen vergibt. Das ist nicht das Problem.
Ich möchte einfach keine anderen Namen und schon gar nicht verschiedene für dieselbe Entität (Also für Alexa und Assist)
Okay, aber hast du denn mal probiert als Alias “Licht Regal Wand” einzusetzen, vielleicht kommt der Assist dann damit klar und es wäre kein anderer Name.
Erstmal keine schlechte Idee, funktioniert aber auch nicht besser.
Das Problem scheinen die Pausen zwischen den Worten zu sein.
Denn die bestimmen, ob assist die einzelnen Worte verbindet oder getrennt interpretiert.
Wenn man jetzt denkt, ok, dann spreche ich getrennte Wörter mit langer Pause, damit assist sie als getrennt wahrnimmt, tappt in die nächste Falle. Ist die Pause zu lang, reagiert assist schon, bevor man das nächste Wort gesprochen hat.
Nein, ich denke, ich werde mich vorerst von Assist verabschieden und bleibe bei Alexa. Die ist um Welten besser.
Hmmm, ich hab bei mir genau das Gegenteil erreicht. Hab vorher mit Whisper und Piper gearbeitet, da war das mit dem Verstehen eher eine Glückssache. Jetzt teste ich grad die HA Cloud Engine, auch wenn es mir widerstrebt Cloud zu nutzen, aber für ein Test ist die HA-Cloud noch das kleinste Übel. Aber zum Assist, der Cloud-Assist versteht die ganze Familie einwandfrei, mittlerweile werde ich immer schlampiger was die Aussprache betrifft, das Teil versteht es. Selbst unserem 7jährigen Sohn der mittlerweile immer mehr Schwiizerdütsch rein mischt, wird von der Cloud-Version verstanden.
Wir haben auch die Besonderheit das es hier kein Eszet gibt und Wörter die ich mittlerweile aus Gewohnheit mit ss schreibe, versteht dann HA nicht mehr, die muss ich mit Eszet schreiben, so wie draussen und ähnliches. Ich hab in den Aliasen halt beide Versionen drin und im allgemeinen soviel mit Aliasen zugepflastert weil keiner bei uns sagt so was wie „Schalte Licht Couch hinten an“, wir können jetzt „Schalte die Lampe hinten an der Couch an“ oder auch statt Lampe Licht, so wie es einem aus dem Mund fällt. Und das funktioniert super mittlerweile. Wir reden mit dem Teil hochdeutsch da wir Schweizerdeutsch nicht mehr lernen werden, aber der Assist antwortet schweizerdeutsch zurück. Viel machen wir auch mit Automationen wo man ganze Sätze mit Variationen und Wildcards hinterlegen kann incl Variablen, so das man zum Beispiel alle Thermometer mit „Wie (warm|kalt) ist es (im|in der) {Raum}. Und dann steckt der Raum in der Variable, geht auch mit Zahlen, aus vierzig wird dann 40.
Fazit, macht immer mehr Spass
Ich nutze Assist (in Kombination mit Voice PE) schon seit einiger Zeit und bin zufrieden, Assist kommt sicherlich nicht an Alexa und Google ran. Das liegt einfach daran, das Homeassistant keine Datenkrake ist und längst nicht so viele Daten zur Verfügung stehen wie bei diesen Tec Konzernen. Aber die Kollegen aus dem Silicon Valley hören dafür auch fleissig mit. Logisch drüber nachgedacht muss es so sein, dass Alexa dauerhaft mithört (wie kannst Du dir sonst erklären, dass Alexa dich z.B. an eine Küchenmaschine erinnert die per ton warnt ohne dass die Küchenmaschine das wakeword gerufen hat?) Ok wenn man das mag ist das ja ok, ich hab die Geräte jedenfalls konsequent rausgeschmissen. Ja das ist ein paar Tage Gewöhnung, aber homeassistant lernt und lässt sich gern trainieren.
Aber um weiter zu kommen: Nutzt du intent-scripts? Das würde in in deinem Fall so aussehen, in einer Datei: conversation.yaml die beim Neustart gestartet werden muss, kannst du Intents festlegen:
conversation:
intents:
lichtregalwand:
- "Licht Regalwand"
intent_script:
lichtregalwand:
description: "Schaltet das Licht an der Regalwand an"
action:
- service: script.licht_regalwand
data: {}
message:
text: "Das Licht wurde angeschaltet"
Du kannst natürlich auch jede andere Action definieren und natürlich auch zahlreiche Intents hinterlegen. Ggf hilft das. Falls Du eine KI nutzt, (ich würde bei Cloud-Nutzung Mistral empfehlen, dann bleibts in Europa oder noch besser lokal betrieben) kann die schon sehr viel interpretieren, und Homeassistant dabei helfen das richtige zu tun, also ich bin damit echt sehr zufrieden und vermisse Alexa gar nicht. Und es wird über die Zeit immer besser, weil die Kollegen von Homeassistant sich echt mühe geben das voran zu treiben.
Gruß
Elmar