Empfehlungen zur automatisierten Gartenbewässerung gesucht

Hallo,

wir wollen auf’s nächste Jahr das Thema Gartenbewässerung angehen. Vorhanden ist ein Hauswasserwerk im Keller, das das Wasser der Zisterne an 2 Außenwasserhähne befördert. Vom Wasserhahn an der Terrasse liegt ein blauen Rohr für Bewässerungssysteme in den Garten, das uns die Gartenbaufirma genau für diesen Zweck unter der Terrasse verlegt hat.

Die Fragen sind nun:

  1. Welches (Hersteller-)System ist aus reiner Sicht der Gartenbewässerung empfehlenswert?
    Grundsätzlich sehe ich für uns eher Sickerschläuche als Sprenkler für sinnvoll an, da wir nur einmal ums Grundstück herum einen schmalen Bereiche mit Büschen, Blühpflanzen, Rosen und Obststräuchern bewässern wollen und nicht großflächige Bereiche - das, was mal Rasen war, ist einzwischen eine Naturwiese, in der alles wächst, was auch in Wiesen in Feld und Flur wächst, und die abgesehen von 2-3 mal im Jahr mähen sich selbst überlassen bleibt.
    Dennoch wäre es sinnvoll, verschiedene Bewässerungsbereiche uunabhängig steuern zu können, da manches regelmäßiger und mehr Wasser braucht als anderes. Ein reines “in Reihe schalten” der Bewässerung, wo, wenn die hinterste Stelle bewässert werden muss, grundsätzlich auch alles vorne dran bewässert wird, scheidet also aus. Andererseits will man eher auch nicht Ventile, die mit Strom versorgt werden müssen, im ganzen Garten verteilen, wenn man da überall Strom hinlegen muss.

  2. Welches System bietet sich aus Sicht der Steuerung über HA an? Was habt ihr im Einsatz und könnt es empfehlen?

Grundsätzlich könnten wir als zentrale Schalteinheit auch das Hauswassersystem ersetzen, falls es da was gibt, was direkt mit HA kommuniziert und die Steuerung für die Gartenbewässerung mit übernehmen kann - die automatische Umstellung auf Trinkwassernachspeisung bei leerer Zisterne ist ohnehin defekt. Wahrscheinlich müssen wir es auch ersetzen, damit bei leerer Zisterne nicht die Pumpe trocken läuft, wenn die Bewässerung aktiviert wird.

Ich bin für jedwede Ideen und Umsetzungsbeispiele / Vorschläge dankbar.

Selber bauen - ESPHome, gibt ne fertige Sprinker-Controller für ESPHome die du beliebig anpassen kannst - wenn du löten kannst und Basteln nicht abgeneigt bist, meine erst Wahl.

Das läuft bei einem Bekannten von mir mit 30 Wasserkreisen und Wetterabhängiger Bewässerungssteuerung ( der hab auch einen riesigen Garten ), Nutzung der Zisterne, automatisch schalten der Förderpumpe und Druckpumpe, wenn Zisterne leer = Nachfüllung über einen Brunnen mit Pumpe.
Ziemlich aufwendiges Teil geworden. Die Elektronik basiert auf Modulen von Horter ( selber zu löten ) , die in einem Verteilergehäuse mit den Netzteilen und Relais / Schützen sitzen.

Dafür gibt es Smart-Irrigation, welche anhand von Lage, Wetter usw. die Bewässerungszeit berechnet. ( wird beim Bekannten auch eingesetzt um die Bewässerungszeit zu setzen, neben diversen Bodenfeuchtesensoren ), die überspringt dann eben Kreise, die nicht täglich bewässert werden sollen, z.b. bekommt der Rasen nicht täglich Wasser, aber die Gemüsebeete im Gewächshaus unbedingt.

Wenn du mehrere Wasserkreise haben willst, kommt du nicht drum herum, entweder eine Ringleitung durch den Garten zu legen und überall dort wo Bewässerung hin soll Ventilboxen mit elektrischen Ventilen zu setzen oder alle Ventile an zentraler Stelle, dann musst aber eben zu den Bewässerungszonen jeweils Leitungen legen.

Wenn du längere Freunde an dem System haben willst, kaufen nicht den Baumakrt-Zeug mit G im Namen sondern hochwertige Ventile, Sprinkler usw. von Profiausrüstern wie Hunter oder Rainbird, die rüsten nicht umsonst Golfplätze und Sportanlagen aus, der Mehrpreis lohnt sich auf Dauer.

Mehr oder wenige fertige System gibt z.b. als GartenESP oder GartenControl - hab ich aber keine Erfahrung mit. Die nutzen auch ESPHome mit einem ESP32 als Controller und steuern Ventile über Relais.
Wenn KNX vorhanden, gibt ein fertiges System von ( fällt der Name gerade nicht ein ) mit 4 Ventilen, kostet aber auch 1000€ - lohnt nicht wirklich

Oder was auch ganz gut funktioniert ist OpenSpringler, eine fertige Lösung au fauf EPS32 Controller basierend, läuft autark mit Smartsphone-App, lässt sich aber auch in HA integrieren.
Ein Controller kann 8 Wasserkreise, lässt sich mit Erweiterungen auf bi zu 72 erweitern.

Kurz gesagt: Gartenbewässerung kannst beliebig aufbohren, da musst du dir selber erst eine Liste erstellen, was du willst.

Hi, ich verwende seit einigen Jahren den Open Sprinkler und bin damit sehr zufrieden. Ich hab im Garten 4 versenkbare Sprinkler von Rainbird, aufgeteilt auf drei Bereiche, und eine Leitung zu meinen zwei Hochbeeten, somit 4 Magnetventile (ebenfalls Rainbird) in einer Verteilerbox. Jedes Ventil lässt sich in der App (und somit auch in HA) einzeln einrichten. wo auch wetterbedingt die prozentuale Bewässerungszeit eingerichtet werden kann.

Das kann ich nur bestätigen, mit der Gartenbewässerung hatte ich bis jetzt keine Ausfälle, die Topfbewässerung mit den G-Dingern war bald mal undicht.

@Tuxtom007 @wostra74

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Löten kann ich leider nicht. Es sollten also schon plug & play Komponenten sein, die man nur noch verbinden / verkabeln muss.

Klar, billige Massenware macht wenig Sinn. Klassische Sprinkler, die im Kreis bewässern, würden bei uns aber zu viel Fläche bewässern, die definitiv nicht bewässert werden muss und soll. Wie schon im Eingangspost angedeutet, geht das, was bewässert werden soll, im Prinzip einmal um 3 Seiten des Grundstücks und ist an den meisten Stellen nur ca. 0,5 bis 1 Meter breit. Mit Sprinklern müsste ich diese also entweder (falls das überhaupt geht) so einstellen, dass sie nur einen Radius von 0,25 bis 0,5 Meter beregnen und bräuchte dann rund 80 Sprinkler, um die Länge abzudecken, oder ich würde das allermeiste Wasser unnötig für eigentlich nicht zu bewässernde Bereiche verschwenden.

Ich denke, ich komme bei meinen Szenario nicht um Sickerschläuche herum, wenn das Ganze wasserverbrauchseffizient sein soll. Aber auch da gibt’s ja sicher nicht nur “billige” Baumarktware, sondern auch hochwertige und langlebige Produkte. Man sieht so Sickerbewässerung durchaus auch in der Landwirtschaft :thinking:

Edit:
Ich habe mich mal - mit, wie ihr schon gemerkt habt, bislang wenig Ahnung von der Materie - durch den Open Sprinkler Shop geklickt. Ich habe keine Ahnung, ob ich alles, was ich mal pro forma in den virtuellen Warenkorb gelegt habe, tatsächlich brauche.

  • 3-4 einzeln steuerbare Bewässerungsbereiche (sind imho ausreichend)
  • 2 verschiedene Ansprüche an die Bodenfeuchigkeit an 2-3 Standorten, ergo 2-3 Bodenfeuchtigkeitssensoren
  • Abschaltung der Bewässerung bei einsetzendem Regen (ergo 1 Regensensor)

Das ergibt nach meiner Logik (aber wie gesagt, keine Ahnung, ob ich da richtig liege) diesen Warenkorb.

Da liege ich ohne die Magnetventile, Schläuche, Stromkabel zu den Magnetventilen, Sickerschläuchen / Sprinklern und was man sonst noch alles braucht schon bei 960 Euro.

Insofern ist das doch nicht wirklich teuer. Allerdings ist kein KNX vorhanden.

Ich hab einen alten Raspberry und mit dem einen OpenSprinklerpi „gebaut“. Ich habe mir eine günstige Ventilbox gekauft. (Antelco Ventilstation bei Irritime). Dazu Gardena Tropfschläuche. Ich wollte nicht so dicke Schläuche legen. Und einen Systemtrenner, da die Bewässerung an unserem Trinkwasser liegt

Ich nutze 3 Kreisläufe. OpenSprinkler kann wetterabhängig die Bewässerungszeit anpassen. Von 0 bis 200%. Mir hat das in den letzten 2 Jahren gereicht. Ich kann ja auch immer manuell bewässern oder die Bewässerung aussetzen.

Bevor ich in Bodenfeuchte- oder Regensensor investieren würde, würde ich in Sicherheit gegen Schlauchplatzer etc. Investieren und mir ein 5. Ventil anschaffen, das ich als Master direkt an den Anschluss und vor die Ventilbox setze.

Die Verbindungen zur Ventilbox habe ich mit „richtigen“ Schlauchschellen gesichert. Gardenasystem ist mir dafür zu unsicher.

Da würde ich dir OpenSprinkler empfehlen, das funktioniert einfach und es gibt nen deutschen Vertriebshändler, oder eben GartenESP/GartenControl, der Entwickler ist entweder hier im Forum oder im Nachbarforum aktv, da hat er das Teil mal vorgestellt.

Gute Sprinkler lassen sich entsprechend einstellen und meist setzt man mehre Sprinkler für eine Rasenflächen, die alle dann nur kleine Teile beregnet.

Die hat mein Bekannter auch an den ganzen Hecken, Sträuchern und Blumenbeeten

Das ist ne fertige Box, die man direkt an die Wand dübelt, Elektronik für KNX drin ( Schaltaktor ) vier Ventile usw. nur noch Wassernleitungen dran und schon hat man 4 Bewässerungskreise.
Mein Bekannte hat da mit geliebäugelt, weil der KNX im Haus hat, aber bei der Größe des Garten war nicht mehr machbar, da die Ventile in ganzen Garten verteil sind und das mit dem Modul nicht empfohlen wird, da hätte man zuviel umbauen müssen - kann man da auch direkt selber machen.

Da hatte ich ja den Link zu meinem pro forma Warenkorb gepostet.

Aber doch sicher nicht "so weit wie möglich (also idealerweise mehrere Meter) nach rechts und links und nur 20 cm nach vorn und hinten :thinking:

Genau das ist das Einsatzszenario. Die Wiese ist wie sie ist, da wächst, was will, wann es will, wo es will - oder in Trockenperioden auch nicht. Das wird immer wieder grün, blühend, …

Wäre im Prinzip genau was wir brauchen, nur dass auch wir Ventile wohl im Garten verteilen müssen - vom zentralen Wasseranschluss an der Terrasse geht nur 1 Wasserleitung (und 1 Leerrohr für Stromkabel) unter der Terrasse durch. Die Verzweigung muss also hinter der Terrasse im Garten erfolgen. Sofern man das Teil also nicht auch in einem Kasten im Garten montieren kann, nutzt das für uns auch nichts.
Und wie gesagt: KNX ist nicht vorhanden. Das soll über den HA gesteuert werden. Im Idealfall rein im Zigbee oder ggf. im neu zu spannenden Matter-Netzwerk (Koordinator, der beides parallel kann wäre schon vorhanden). Ungern im WLAN, aber auf jeden fall lokal ohne proprietärer Hersteller-App und Herstellercloud(zwang).
Allerdings ist diese Box bislang eh noch ein Phantom, denn ich weiß weder Hersteller noch Produktbezeichnung :rofl:

@Pelle
Wenn ich nochmal darüber nachdenke: So was würde im Prinzip bei uns eher (erst mal) auch reichen. Da ist ja nur wenig nicht weiterverwendbares dabei, wenn man doch auf “Profiequippment” wecheln will. Vermutlich sollte ja auch jeder Zigbee Feuchtigkeitssensor zur Bewässerungssteuerung via HA genutzt / nachgerüstet werden können.

D.h. dein Raspberry steuert die Ventile und dieser wiederum wird durch HA gesteuert?
Wie kommuniziert OpenSprinkler auf deinem Raspberry mit der Ventilbox? ich habe zwar die Box im Netz, aber dazu noch keine Info gefunden.

Und an die Box hast du dann Gardena Tropfschläuche mit Klemmschellen angeschlossen?
Ich müsste bei einer zentralen Box von der aus mehrere Leitungen parallel legen und eine Kombintaion aus normalem Schlauch und erst, wenn der Bewässerungsabschnitt für dieses Ventil kommt, daran einen Tropfschlauch, damit ich meinen zu bewässernden “Ring” abschnittsweise getrennt bewässern kann. Aber zu im Garten verteilten Ventilboxen müsste ich ja auch je eine Leitung legen.

Jardana von Elsner ist das, aber wie gesagt, rein KNX und für den Preis kann man sowas locker selber bauen.

Bei OpenSprinkler gibt es mehrere Versionen:

  • fertige Elektronik, basiert auf einem ESP32 Mikrokontroller und steuert per Schaltausgang direkt bis zu 8 Relais, bei mehr braucht es eine Erweiterungsbox mit weiteren je 16 Kanälen ( max. ist 72 Kanäle )
    Da muss man bei der Bestellung direkt wählen ob AC, DC oder bi-stabile Ventile - die Empfehlung ist eindeutig AC-Versionen also Wechselstrom.
  • selber bauen, einfacher ESP32 der nur die Steuerung macht, Relais dann als Relaiskarten mit Tasmota über WLan
  • RaspberryPi, ähnlich wie mit dem ESP32 als Selbstbau, kann dann bis 200 Wasserkreise steuern.
  • RaspberryPi mit Opensprinker-Karte, wird aufeinander gesteckt, genau wie die obige Version, Ansteuerung von 8 Ventilen direkt von der Platine

OpenSprinkler hat eine eigene App für Smartphone und Tablet, geht aber auch per Webbrowser, Einbindung in HA per Integration.

Die Berechnungsprogramm werden aber in der App erstellt und die Opensprinkler-Hardware ( EPS oder RasPi ) wird entweder per WLAN oder LAN angeschlossen.

P.s. Falls dich die Opensprinkler RasperryPi-Version interessiert, ich hab noch eine Platine davon hier liegen, die ich nicht mehr brauche, ist aber die alte Version one Display - das braucht man aber eh nicht )

Ich hatte noch einen alten Raspi und hab mir im Opensprinklershop die entsprechende Platine gekauft. (Sonst wer es wohl der normale OpenSprinkler geworden) Damit steuere ich die Ventilbox. OpenSprinkler kannst du per Webinterface oder App bedienen. Letztere funktioniert tokenbasiert auch über das Internet. Es gibt auch eine Integration für Homeassistant.

An meine Gartenwasserstellemhabe ich einen Systemtrenner und die Verbindung zur Ventilbox mit normalem Gartenschlauch gelegt. (Alle Verbindungen mit Schlauchschellen, da dieser Teil ja zumindest im Sommer immer unter Druck steht.)

Vom OpenSprinkler musst du ein Steuerkabel zur Ventilbox legen.

Von der Ventilbox habe ich dann mit Gardenaschläuchen, -kupplungen und -tropfschläuchen meine Bewässerungskreisläufe gelegt. (Hatte ich z.T. noch in meinen Grabbel-Kisten.)

Ich habe auch an den Anfang jedes Bewässerungskreises einen Druckminderer gesetzt (gibt’s auch von Gardena oder preiswerter von Fremdmarken).

Wer auf Nummer Sicher gehen will, setzt ein zusätzliches Magnetventil an die Gartenzapfstelle, damit der Schlauch zur Ventilbox nicht unter Dauerdruck steht.

Am meisten Sorge habe ich, dass sich nachts oder wenn keiner da ist, sich mehrere Kubikmeter Wasser in den Garten und in die Nachbarschaft ergießen. Ich überlege daher, ob ich nicht doch ein Sonoff Zigbee Ventil als Master am Wasseranschluss einbaue. Das würde ich dann per HA-Automation zu den Bewässerungszeiten öffnen.

Wenn du nen Wasseranschluss nutzt, würde ich das auf jeden Fall machen und zwar unabhängig von OpenSprinkler - als Sicherheitsschaltung oder Not-Aus sozusagen.
Was nutzt es, wenn z.b. OpenSprinkler Amok läuft und alle Ventile öffnen aber dann aussteigt und nicht mehr regiert, dann muss was unabhängiges davon das übergeordnet abschalten.

Das hat mein Bekannter bei sich auch gemacht, rein auf Hardware basierend ohne das eine Software da eingreift. Er hat ja ne Zisterne mit zwei Pumpen daran, die eine pumpt das Wasser aus der Zisterne hoch, die zweite sorgt dann für den notwendigen Druck auf der Ringleitung durch den Garten. Wenn beide Pumpen laufen und der Druck auf der Leitung ansteigt ohne das ein Ventil angesteuert wurde, wird der Strom für alles abgeschaltet. Genauso wenn die Pumpen laufen aber der Wasserdurchlauf höher ist als normal üblich ( z.b. bei Rohrbruch )

Und ein Stromkabel, oder ist das dasselbe Kabel?

Also teilweise auch erst normalen Gartenschlauch und daran anschließend dann den Tropfschlauch? Das wäre wohl auch mein Szenario.

Ich denke, hier ist wichtiger, was @Tuxtom007 schreibt

Wobei imho egal ist, ob Wasseranschluss oder Zisterne. Bei uns würde dann nämlich erst die Zisterne leer gepumpt und dann unendlich aus dem Trinkwassernetz nachgespeist.

Dann kann ich auch einfach den Wasserhahn zu drehen (der ist ja genau diese “reine Hardware ohne Software”). Das halte ich allerdings nicht für zielführend. Das Szenario betrifft ja nicht den Fall, dass ich jeden Tag zu Hause bin und nach wenigen Stunden eingreifen und den Wasserhahn zudrehen kann. Das Problem ist der Fall, wenn man länger nicht zu Hause ist (Urlaub o.ä.) und die Bewässerung nicht mehr abstellt. Dann muss man was aus der Ferne schalten können, was den Wasserfluss unterbricht.

Bei uns wäre das die ohnehin vorhandene Zigbee-Schaltsteckdose des Hauswasserwerks, die dieses stromlos machen und so die Pumpe und damit den Wasserfluss abstellen kann. Im Prinzip würde ich die Steuerung bei Abwesenheit ohnehin mit einer Automation machen, die erst kurz bevor bewässert werden soll das Hauswasserwerk einschaltet und nach Bewässerungsende wieder ausschaltet.

Du brauchst nur ein mehradriges Kabel zu den Magnetventilen. Der Bewässerungscomputer liefert die 24V und hat Relais, mit denen er die schaltet. Nennt sich Steuerkabel (Irricable), gibt es als Meterware. Aderanzahl hängt von der Anzahl der Ventile ab.

Wie viele sind das dann bei 4 Ventilen?

Ich hab 5 für 4 Ventile. Die Masseleitung habe ich mit ein paar Wagos zusammengefasst.

Ah, ok. Wenn ich das jetzt richtig verstehe:
Eigentlich bräuchte man 8 Adern (je 2 pro Ventil), aber einen der Nullleiter kann man für alle nehmen, weil das bei jedem Ausgang des OpenSprinkler eh dieselbe Masseleitung ist?

Korrekt. Du musst nachher eh alle Masseleitungen auf eine Klemme legen.

Absolut, je nach Zisternengröße und mal eine Nacht durchläuft kannst am nächsten Morgen Reis im Garten anbauen

Klar, aber du willst ja ne Automatik, die dir Arbeit abnimmt, vor allem, dann wenn du nicht zuhause bist.
Deswegen ein “Not-Aus” der übergeordnet udn unabhängig alles abschaltet ( Strom aus ) .
Und es wird auch immer davon abgeraten, Bi-Stabike Ventile zu nutzen, die also jeweils einen Stromimpuls zum öffnen und schließen benötigen. Strom-aus, dann muss auch das Ventile schliessen.

Das macht z.b. die ESPHome “Sprinkler-Controller”, da sind Vorlauf und Nachlaufzeiten sowie Überblendzeiten konfiguriert:

  • Pumpe wird aktiviert, x Sekunden später öffnet erst das erste Ventile, weil Ventile einen Wasserdurck zum funktionieren benötigen, das selbe umgekehrt, letztes Ventil schliesst, Pumpe läuft paar Sekungen nach.

Und bei Wechsel der Bewässerungskreise öffnet erst das nächste Ventile, und nach 5 Sek schliesst dann erst das vorherige.

Das sind Sachen die man berücksichtigen muss, abhöngig auch von den Ventilen

Ich habe gerade mal den OpenSprinkler mit dem pro verglichen.

Beim pro steht

Im Herzen arbeitet ein moderner ESP32-C5, der je nach Firmware-Variante WiFi 6, BLE, Zigbee (bei Ethernet-Variante, als Hub/Client) sowie Matter (experimentell) unterstützt.

Das steht bei der normalen Version nicht. Wenn man das Ding rein mit HA betreiben will, scheint mir der pro sinnvoller :thinking:

Außerdem ist die Standard-Version auch gar nicht lieferbar (wobei ich noch nicht woanders danach gesucht habe).

Edit:
Ich würde den OpenSprinkler wohl auf die Hutschiene im Unterverteiler in der Garage montieren. Die AC-Version, da diese Ventilbox.
Welches Netzteil braucht man für 4 Schaltkreise / Magnetventile (1A/24W, 1,45A/35W, 2A/50W, 3,12A/75W und 4,16A/100W)?

@Pelle: Welche Tropfschläuche hast du im Einsatz?

Wenn Du Dir es zutraust, kannst Du Dir auch einen billigen alten RPi auf Kleinanzeigen kaufen und dazu die alte Platine (ohne Display) aus dem Angebot. Der läuft dann per lan/wlan. Das wäre glaube ich die billigste Variante.

Wir bewässern die Beete mit 1/2 Zoll Tropfschlauch. An der einen oder anderen Stelle haben wir ein T-Stück für den kleinen Schlauch eingefügt und am Ende einen einstellbaren Tropfer (→ Hortensie). Schön ist ja, dass man sowas auch noch nachträglich machen kann. Um manche Büsche haben wir den Schlauch mehrfach gelegt, damit auch da genug Wasser ankommt.

Müsste ich mal schauen. Habe schon PCs und Server selbst gebaut, aber noch nie einen RPi in der Hand gehabt - mit Virtualisierung macht man imho auch lieber ne VM als nen RPi (mein Homeassistant läuft als VM unter meinem Proxmox-Server. Aber in dem Fall geht das wegen der spezifischen Platine wohl eher nicht als VM :rofl:

Dann habt ihr die dickeren Gardena-Tropfschläuche. Die gibt es auch mit 3/16", also nur 4,6 mm dick. Die maximale Tropfleistung liegt laut Gardena bei beiden bei 1,6 l/h.

Wir werden sicher in den 2 breiteren Beeten an der Terrasse und bei den Obstbäumen-/Sträuchern auch Ringe legen müssen, damit da die ganze Fläche bzw. ausreichend viel bewässert wird.

Welchen maximalen Abstand habt ihr zwischen den Ringen, damit die Erde komplett befeuchtet wird und keine trockenen Stellen bleiben?

Klassische Sprinkler kämen allenfalls an den beiden breiteren Beeten in Frage, aber die kann man wohl am selben Kreislauf nur schlecht mit Tropfschläuchen kombinieren. Außerdem haben die den Nachteil, dass die Pflanzen selbst von oben nass werden, was bei Sonneneinstrahlung zu Brandflecken führen kann (während der Schlafenszeit zu bewässern würde uns wegen der durchaus hörbaren Pumpe des Hauswasserwerks wohl den Schlaf rauben :rofl:)