Hi, ich träume schon länger davon, mein eigenes Smart Home zu programmieren. Ich finde Home Assistant toll, mich stören aber auch einige Dinge.
Allem voran stört mich, dass HA in Python programmiert ist und das Gesamtsystem generell aus einem Sammelsurium von verschiedenen Projekten und Programmiersprachen besteht. Das erfordert, je nach Funktionsumfang, ein immer leistungsfähigeres System.
Vielen mag das egal sein, weil sie sowieso mit Kanonen auf Spatzen schießen und einen Nuc oder ähnliches mit weiteren Diensten einrichten. Mir wäre ein schlankes und effizientes System aber lieber, das auch noch auf einem Raspberry Pi 3 oder sogar kleiner (Pi Zero) immer noch effizient läuft.
Ich spiele deshalb mit dem Gedanken, ein einfaches kleines Smart Home Projekt in Rust zu starten. Ziel ist es nicht, den vollen Funktionsumfang von Home Assistant abzubilden. Ich möchte mich vielmehr auf einige Kernfunktionen konzentrieren und dabei mehr Wert auf Effizienz und Stabilität legen. Das System soll auf einer möglichst kleinen Platform autonom laufen und vor allem für die Grundfunktionen im Haus zuständig sein wie Licht schalten und Heizung steuern, weniger für Dinge wie Solaranlage und E-Auto.
Das selbst so ein kleines System ein riesiges Projekt wird ist mir klar. Es gibt dutzende oder hunderte Protokolle und zig Tausend Geräte. Ich fange deshalb mit dem an, was zur Verfügung habe.
Ich werde anfangs Mosquitto und Z2M verwenden, aber mittelfristig soll auch das ersetzt werden. Beginnen werde ich aber ohne Zigbee sondern nur mit Wifi Geräten (Shelly, ESPhome, Wiz…)
Worüber ich mir noch nicht ganz im Klaren bin ist, wie ich am besten Automatisierungen erstelle. So wie es in HA gelöst ist finde ich nur bedingt optimal, habe bisher aber auch noch keine bessere Idee. Vorschläge werden gern entgegen genommen.
Bis die ersten Codezeilen geschrieben werden, vergehen noch ein paar Tage. Ich will mich zuerst mit einigen Kerntechnologien auseinandersetzen, zB MQTT. Ich werde das Protokoll denke ich als Schnittstelle zu HA nutzen, um es da integrieren zu können und nach und nach einzelne Funktionen portieren.
Mein HA läuft derzeit auf einem Odroid N2+, also quasi ein Home Assistant Blue, mit dem Mosquitto Broker und Z2M. Das verwende ich erstmal als Brücke zu ZigBee.
So, erstmal meinen geistige Dünnschiss in Worte gefasst. Wer seinen Senf dazugeben will ist herzlich eingeladen.