Eedc v4.0.0 — neue Oberfläche (Cockpit · Komponenten · Auswertungen)

Hallo @mameier1234
mit 4.0.51 ist das gelöst, und zwar nicht mit einer Sonderregel für deinen Fall, sondern grundsätzlich: eedc rechnet Stunden und Tage jetzt so wie das Energie-Dashboard von Home Assistant. Fehlt im Recorder eine Stunde (bei dir jede Nacht die Zeile um 0:00, weil der Wechselrichter offline ist), landet die Energie dieser Stunde in der nächsten vorhandenen, genau wie HA es zeigt. Autarkie und Eigenverbrauch bleiben damit stehen. Ein „—" gibt es nur noch, wenn ein Zähler den ganzen Tag nichts liefert oder eedc einen Zählersprung verwerfen musste, und dann steht dabei, warum.
Ein Handgriff bleibt: Die Tage, die vor dem Update gerechnet wurden, tragen noch die alte Regel. Der Daten-Checker (Einstellungen → Daten) nennt sie dir als Hinweis „n Tage sind vor dem Umbau gerechnet" mit dem Knopf „Mehrere Tage neu aggregieren", 31 Tage je Lauf, für die letzten Monate also zwei, drei Klicks. Danach zeigt Cockpit → Tag auch rückwirkend die Werte.
Danke für die Tabelle und die Geduld. Deine Nachtlücke hat dem Umbau die richtige Richtung gegeben.

Hallo MartyBr,
danke für den Screenshot — du hast recht, und dein Farbvorschlag war der richtige: Die Linie trägt jetzt ein kräftiges Wasserblau.
eedc vergibt Farben zentral je Datenrolle, und der Zählerstand-Verlauf hatte die graue Rolle „Sonstiges" geerbt — als dünne Linie geht die im dunklen Modus fast unter. Beim Nachmessen an deinem Bild fiel noch etwas auf: Das gestrichelte Gitter dahinter war im dunklen Modus sogar heller als die Linie selbst, das Raster stand also vor deinen Daten statt dahinter. Beides ist behoben — das Gitter gleich in allen Diagrammen, nicht nur bei den Zählerständen — und eine Prüfung sorgt dafür, dass sich kein neues Diagramm mehr das helle Gitter einfängt. Anbei der Stand nach dem Umbau; behoben mit 4.0.52.
Viele Grüße, Gernot

@supernova1963

Super, dass Du das angehst.. aber bei mir scheint da noch was nicht zu klappen.. gestern, auch nach aggrgieren.

Ich beobachte das mal noch ein paar Tage…

Hallo mameier,

danke fürs Dranbleiben. Deine Diagnose von neulich war richtig: Es ist der Garagen-Wechselrichter, der abends offline geht. Auf deinen zwei Bildern stecken zwei verschiedene Dinge.

Die Striche von 21 bis 23 Uhr sind echt und bleiben: In diesen Stunden meldet die Garage keinen Wert mehr, das Dach schon — deshalb stehen die Striche genau in den Spalten PV, Garage, Gesamt- und Hausverbrauch, während Dach, Batterie und Netz weiterlaufen. Solange eine PV-Quelle fehlt, lässt sich der Verbrauch dieser Stunde nicht ausrechnen, und eedc kann — genau wie Home Assistant — keine Werte erfinden. Verloren geht dabei nichts: Die Energie steht in der Stunde, in der der Zähler wieder meldet, und deine Σ-Zeile trägt den vollen Tag. Da war mein Satz neulich zu knapp — einzelne Stunden können weiterhin einen Strich zeigen.

Für die leere Autarkie dagegen bleibt nur eine Erklärung: eedc hat an dem Tag eine Zählermenge als unplausibel verworfen und lässt die Autarkie dann lieber leer, als mit einer angezweifelten Menge zu rechnen. Meine Vermutung: Der Garagen-Zähler kommt nach der Offline-Nacht mit einem niedrigeren Stand zurück — so ist es zum Beispiel, wenn dort ein Sensor zugeordnet ist, der jeden Tag bei 0 anfängt („Ertrag heute"). Dann wäre die Abhilfe, stattdessen den fortlaufenden Gesamtertrags-Zähler des Wechselrichters zuzuordnen.

Ob es so ist, siehst du ohne weiteres Suchen an zwei Stellen: über der Stundentabelle (wo bei dir neulich der Hinweis zur „Verfügbaren Energie" stand, steht dann, welche Menge verworfen wurde) und im Protokoll des Add-ons (HA → Einstellungen → Add-ons → eedc → Protokoll) als Zeile mit „verworfen (R4)" samt Datum, Stunde und Sensorname — die Stunde wird die sein, in der die Garage morgens wieder meldet. Steht an beiden Stellen nichts, ist es unser Fehler; dann poste die Protokoll-Zeilen rund ums Aggregieren, und wir kümmern uns darum.

Viele Grüße, Gernot

Hallo @JayJayX ,
im September musste ich dir zu den überlappenden PV-Strings noch schreiben, dass ich dir keinen Termin nennen kann. Jetzt kann ich es einlösen: Mit 4.1.0 ist der Energiefluss neu gebaut, und deine neun Strings waren einer der Fälle, an denen wir es gemessen haben.
Gelöst haben wir es allerdings anders als mit der zweiten Reihe, die du vorgeschlagen hattest. Wird eine Reihe zu eng, fasst der Energiefluss die Strings jetzt zu einer gestapelten Kachel zusammen — nach Ausrichtung („Süd (5)"), und wo keine gepflegt ist, nach Wechselrichter. Auf der Kachel steht die gemeinsame Leistung. Ein Klick darauf öffnet die Liste, mit einem Balken je String, der aktuellen Leistung und dem heutigen Ertrag.
Der Grund gegen die zweite Reihe: Die Karte hätte dann je nach Anlage unterschiedlich hoch werden können, und am Telefon wäre der Platz nach unten genauso knapp wie zur Seite. So bleibt die Höhe gleich, und bei wenigen Geräten stehen sie weiter alle einzeln nebeneinander — zusammengefasst wird erst, wenn es sonst eng würde.
Schau es dir gern an und sag, wie es mit deinen neun Strings aussieht.
Viele Grüße, Gernot

eedc 4.1.0 — der Energiefluss ordnet sich, und es gibt jetzt eine Galerie

Der Energiefluss unter Cockpit → Live ist neu gebaut. Wird eine Reihe zu eng, fasst er gleichartige Geräte zu einer Kachel zusammen — PV-Strings nach Ausrichtung („Süd (5)"), sonst nach Wechselrichter. Ein Klick darauf öffnet die Einzelwerte als Liste mit Balken, aktueller Leistung und heutigem Ertrag. Solange genug Platz ist, bleibt alles einzeln stehen; am Telefon greift die Gruppierung früher, und die Karte wird dabei nicht höher. Über den Erzeugern steht jetzt ihre Gesamtleistung, und ein Auto an einer Wallbox steckt in deren Kachel statt daneben.

Neu ist außerdem eine Hintergrund-Variante „Haus", die den Fluss vor ein Anlagenbild legt — mit Tag- und Nachtbild, passend zum hellen oder dunklen Modus. Die Bilder sind KI-erzeugte Beispielbilder und zeigen nicht eure Anlage; die bisherigen Varianten bleiben unverändert.

Dazu behoben: Ein bidirektionales Auto hinter einer Wallbox zählte in der Live-Bilanz doppelt. Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe mit getrennter Messung blieb auf dem Stand des ersten Speicherns stehen, wenn man später eine der beiden Achsen korrigierte. Und „Verbindung testen" beim MQTT-Import meldete „Not authorized", obwohl das gespeicherte Passwort in Ordnung war.

Und weil es hier naturgemäß meist Screenshots von Problemen zu sehen gibt: Es gibt jetzt eine Galerie, die zeigt, wie eedc mit gepflegten Daten aussieht — zwölf Ansichten, jeweils hell und dunkel, aus einer Demo-Anlage ohne echte Daten.

:backhand_index_pointing_right: Galerie | EEDC

Danke an alle, die den Energiefluss angestoßen und mit Bildern nachgehakt haben — die Wunschliste dazu war der ganze Bauplan.

Hallo Gernot,
ich habe jetzt meine 2 go-e Wallboxen in Eedc integriert.
Beim Feld “Ladung PV (kWh)” habe ich in HA keinen passenden Sensor gefunden.
Im Tooltip zum Eintrag schreibst du

manche Wallboxen (z. B. go-e) messen das separat.

Hilf mir doch bitte mal auf die Sprünge, wie ich bei meinen go-e an den Wert komme.

Vielen Dank und Viele Grüße
Dieter

Hallo Dieter,

du solltest den Wert schon haben — er heißt in der go-e-API whs („energy SOLAR", Wh) und steht neben whg für den Netzanteil. Es gibt ihn ab Firmware 59.4. Wenn deine go-e-Integration die API-Schlüssel als Sensoren anbietet, suche nach einem Eintrag mit „solar" im Namen; taucht keiner auf, gibt deine Integration ihn nicht heraus.

Direkt zuordnen kannst du ihn aber nicht, und zwar aus einem Formgrund: whs zählt nur seit dem Anstecken und beginnt beim nächsten Ladevorgang wieder bei 0. Das Feld „Ladung PV" erwartet einen fortlaufenden Zählerstand — eedc bildet daraus selbst die Monatsdifferenz. Ein Wert, der mitten im Monat auf 0 zurückfällt, ergibt dort falsche Zahlen. Einen kumulativen Solarzähler hat die go-e nicht; kumulativ ist nur eto, der Gesamtzähler.

Zwei Wege, beide gangbar:

Der einfache: lass das Feld leer. eedc rechnet den PV-Anteil selbst aus — es kennt seine eigenen Stundenwerte für PV-Erzeugung, Netzbezug und Einspeisung und dazu, wie viel deine Wallbox in derselben Stunde geladen hat. Daraus ergibt sich Stunde für Stunde, welcher Teil nicht aus dem Netz kam. Voraussetzung ist nur, was du ohnehin brauchst: den Gesamtzähler der go-e als „Ladung gesamt" und zugeordnete Sensoren für PV und Netz.

Der genauere, wenn du der go-e-Zählung folgen willst: baue dir in Home Assistant aus whs einen fortlaufenden Zähler (ein utility_meter auf diesen Sensor addiert die Sitzungen auf und verkraftet die Rücksprünge) und ordne diesen zu. Ein gepflegter Wert hat bei eedc immer Vorrang vor der eigenen Ableitung.

Noch ein Hinweis zur Voraussetzung auf go-e-Seite: whs bleibt 0, solange die Wallbox nicht weiß, was gerade an PV und Netz anliegt — sie braucht dafür die Leistungswerte eines Energiemanagers. Ohne den kann sie nichts zuordnen, und dann ist der erste Weg der richtige.

Viele Grüße, Gernot

Hallo Gernot,
vielen Dank für die schnelle Antwort.

Das war auch mein Kenntnisstand. Deshalb hat mich der Tooltip etwas verwirrt.
Vielleicht nimmst du “go-e” aus dem Tooltip heraus?

Noch ein Hinweis zur Voraussetzung auf go-e-Seite: whs bleibt 0, solange die Wallbox nicht weiß, was gerade an PV und Netz anliegt — sie braucht dafür die Leistungswerte eines Energiemanagers.

Einen go-e Energiemanager braucht man dafür eigentlich nicht.
Du kannst der go-e Wallbox einfach alle 5s über das Parameter “ids” die Energiewerte schicken.
Geht problemlos mit HA. Danach funktioniert das PV-Überschussladen mit der Wallbox. Bei meinen 2 Wallboxen auch wunderbar bei gleichzeitigen Laden und gemeinsamen Lastmanagement.

VG
Dieter

Hallo Dieter,

danke, das ist ein guter Hinweis und du hast recht — ich hatte zu eng formuliert. Der Schlüssel heißt ids und ist ein Schreib-Schlüssel („inverter data setter"), er nimmt pGrid, pPv und pAkku. Die Wallbox braucht also die Werte, aber kein bestimmtes Produkt: wer sie ihr selbst schickt — aus Home Assistant, alle paar Sekunden —, bekommt das Überschussladen und damit auch die Zählung in whs/whg. Gut zu wissen, dass das bei dir sogar mit zwei Boxen und gemeinsamem Lastmanagement sauber läuft.

Und go-e nehme ich aus dem Tooltip heraus, wie du vorgeschlagen hast — die Änderung ist drin und kommt mit der nächsten Version. Der Satz sagt dann nur noch, dass manche Wallboxen den Anteil separat messen; welche das sind und in welcher Form, steht jetzt an einer Stelle, wo es auch pflegbar ist.

Denn daraus habe ich gleich etwas Dauerhaftes gemacht: Konfigurationsbeispiele — Wallbox: Heimladung und ihr PV-Anteil unter Discussions → Dein eedc. Dort stehen die go-e-Schlüssel als Tabelle, die Voraussetzungen, und die Wege, wie man aus einem Sitzungswert einen zuordenbaren Zähler macht. Dein ids-Hinweis ist mit Dank an dich eingearbeitet. Wenn du magst, ergänze dort gern, wie du die Werte konkret schickst — das ist genau die Sorte Beispiel, für die die Seite gedacht ist.

Viele Grüße, Gernot

Ich hab mal in einem Github-Kommentar meine HA-Automatisierung angehängt.

Hallo @supernova1963 ,

entschuldige die verspätete Antwort, aber ich war viel unterwegs die letzten Tage. Die neue Ansicht gefällt mir sehr gut und tatsächlich stehen bei mir noch alle Strings nebeneinander. Die Kacheln scheinen insgesamt kleiner geworden zu sein. Vielen Dank das du es umgesetzt hat.

vg JayJay

@supernova1963
Hallo Gernot,
ich bin auf eine Kleinigkeit in Cockpit → Monat gestoßen:
Die Anzeige im Tooltip stimmt nicht so ganz


Der Nettoertrag wären 303,39€, die Stromkosten 53,48€
Siehe hier:

Noch eine Frage:
Ist es dir lieber Fehler hier im Forum zu melden oder in Github?

VG
Dieter

Es wird immer Cooler..

Wenn ich jetzt spontan eine Idee erzählen dürfte ?

Ich machs einfach :slight_smile:

Wir wissen, was der Strom kostet, wir wissen, wie der Stromverbrauch nachts aussieht.. wir wissen, wieviel Sonne uns heute Energie liefert …

Jetzt wäre doch noch Cool, wenn wir automatisiert den Akku aus dem Netz laden könnten, wenn dies sinn macht. Nachts teuer, tagsüber billig, kein strom von der Sonne , dann laden, damit diese Energie z.b. nachts, wenn es teuer wieder (günstiger eingekauft) verwendet werden kann.

Wenn man dann beim “intelligenten” Laden noch die Tagesspitzen nutzen könnte.

Insbesondere für alle mit einer Einspeisbegrenzung (60%-Regel) sehr interessant. Denn damit könnte man den Speicher laden, wenn der Ertrag ansonsten abgeriegelt werden würde.

Hi mameier1234,
das ist sogar schon eingebaut in “eedc.” Du kannst Dir alle Parameter für eine solche Automation per mqtt von eedc an Homeassistant übergeben lassen. Die Automation lautet dann einfach:
wenn zwischen 0:00 Uhr und 06:00 Uhr der Rang >=1 und < 4 ist, und Solarprognose heute < 8 ist, – dann lade die Batterie. Es gibt insgesamt 5 Ränge pro Tag und pro Nacht. Rang 99 heißt, es ist teuer. So eine Automation ist schnell erstellt.



EEDC wird nicht von sich aus einen Ladevorgang der Batterie starten. Das mußt du schon selbst über eine Automation regeln. Außerdem hat ja jeder andere Voraussetzungen und Bedürfnisse. Die kann und will eedc wohl gar nicht berücksichtigen. Du bekommst halt nur Werte zur Unterstützung.
Im Übrigen ist es auch bald vorbei mit am Tage billig und Nachts teuer. Das wird sich in den nächsten Wochen (wenn die Sonne weg ist) genau umkehren. Dann wirst Du mehr in der Nacht laden müssen. Und dann auf eine gute Solarprognose hoffen, damit Du nicht zuviel in den Akku packst. Wenn Du nachts für “teuer” Geld lädtst und dann am Tage wg. zuviel Sonne einspeisen mußt, bist Du auch nicht froh.
Das Laden der PV-Batterie ist aber nur die halbe Wahrheit. Genauso (wenn nicht sogar wichtiger) ist das Stoppen des Entladens bei niedrigem Strompreis. Du kannst auch in der Automation festlegen, das bis z.B. 10% über Strompreisdurchschnitt die max. Entladung des PV-Akkus auf 100 Watt (oder was auch immer) festgesetzt wird.
Da muss aber jeder seine Gegebenheiten ermitteln und dann automatisieren. Das kann eedc keinem abnehmen.

Das wäre aber eine völlig andere Automation. Wenn die Solarprognose hoch genug ist, dann lade doch einfach Deine Batterie nicht schon am Morgen. Sondern erst gegen SolarNoon. Da kannst Du auch noch andere Verbraucher anwerfen (Heißwasser, WaMa usw.). Und schon speist Du nicht mehr viel ein.

VG
Rainer

Ich habe mir das schon über Automatioen gebaut.. mit Dashboard , und entscheidung ob es sich rechnert usw..

Ich meinte halt, wenn es in eedc drin wäre.. schön visualisiert hätten auch noch andere was davon

Hallo mameier1234,
visuell siehst Du doch im eedc-Dashboard den günstigen Börsenpreis mit Zeitangabe, Du siehst die Solarprognose und den Solarertrag. Was fehlt Dir denn da noch?
Magst Du uns mal Deine gebaute Lösung mit Dashboard zeigen? Vor allem, wie Du anzeigst, ob es sich rechnet.
Das würde wohl nicht nur mich interessieren.
VG
Rainer

Gerne.. habe Claude dazu verwendet.

Wie gesagt.. “Mir” fehlt nichts…

und die Doku…

PV-Batterie: Netzladen-Automatik – Dokumentation

Stand: 02.10.2026 · angelegt von Claude · alle Objekte tragen das Label „Claude“

1. Wozu?

Die Hausbatterie (15 kWh, max. 5 kW Ladeleistung) wird nur dann aus dem Netz geladen, wenn es sich nach allen Verlusten wirklich lohnt, also wenn der Strom jetzt deutlich billiger ist als der Netzstrom, den er später ersetzt, und die Sonne den Akku bis dahin nicht ohnehin gefüllt hätte.

2. So entscheidet die Automatik (alle 15 Minuten)
Akkustand vorausrechnen: für jede Viertelstunde der nächsten ~24 h aus
Solcast-PV-Prognose (heute + morgen, Halbstundenwerte)
minus Hausverbrauch laut Verbrauchsprofil nach Uhrzeit (Ø der letzten 14 Tage)
Laden mit 95 % Wirkungsgrad, Entladen bis Min-SoC
Netzbezug finden: In welchen Viertelstunden muss trotz Akku Netzstrom bezogen werden, und zu welchem Preis?
Lohnt sich Laden? Strom aus dem Akku kostet effektiv Ladepreis ÷ Wirkungsgrad (90 %) + Verschleiß (3 ct) Beispiel: 0,365 € ÷ 0,9 + 0,03 = 0,436 €/kWh Netzladen ersetzt nur Bezug, der teurer ist als dieser Wert.
Keine PV verdrängen: Es wird nur so viel geladen, wie verbraucht ist, bevor die Sonne den Akku wieder füllen würde.
Günstigste Slots wählen: Geladen wird nur in den billigsten Viertelstunden vor dem ersten Netzbezug (Toleranz 0,5 ct).
Mindestnutzen: Ein neuer Ladevorgang startet erst ab ≥ 0,10 € Ersparnis und ≥ 0,5 kWh. Ein laufender oder geplanter Vorgang wird fortgesetzt, solange er überhaupt etwas spart (≥ 0,25 kWh).
Umsetzung: Das evcc-Limit number.evcc_battery_grid_charge_limit wird für die aktuelle Viertelstunde auf den aktuellen Preis gesetzt, sonst auf -0,5 (= aus). Bei Ladestart kommt eine Push-Nachricht aufs iPhone.

Fehlen die Preise für morgen (meist bis ca. 13 Uhr), nimmt die Automatik für die Stunden danach die Preise derselben Uhrzeit vom Vortag („[Preise ab … geschätzt]“ in der Push-Nachricht).

Fehlen Daten (Akku-SoC oder Preise), wird nicht geladen. Fällt der Huawei-SoC aus, springt evcc als Ersatz ein.

3. Warum oft „lohnt nicht“? (Erkenntnis vom 01.10.)

Die Nacht ist nicht durchgehend teuer. Typischer Tagesverlauf:

Zeit	Preis	Bedeutung
13–16 Uhr	~0,36 €	günstigstes Tal, ideal zum Laden
17–22 Uhr	0,44–0,57 €	Abendspitze, dafür lohnt Netzladen
22–5 Uhr	0,38–0,42 €	günstig, Akku-Strom (≈0,44 €) wäre hier teurer
6–9 Uhr	0,45–0,50 €	Morgenspitze

Der Akku gibt seinen Strom der Reihe nach ab: Was nicht in der Abendspitze verbraucht wird, landet in der günstigen Nacht und verliert dort Geld. Deshalb lädt die Automatik gezielt nur für die Abendspitze und nicht randvoll.

➡️ Möglicher Ausbau: Den Akku nachts per evcc-Batteriemodus „Halten“ schonen, damit er für die Morgenspitze voll bleibt. Dann lohnt auch eine größere Ladung am Nachmittag.

4. Dashboard (Tablet → Home, unter „PV-Batterie“)
Kachel	Bedeutung
Netzladen Automatik	Hauptschalter. Aus = Limit -0,5, nie Netzladen
Lädt gerade	evcc lädt aktuell aus dem Netz
Billigster Strom heute	günstigste Viertelstunde bis Mitternacht
Billigste 2 h heute	günstigstes 2-Stunden-Fenster bis Mitternacht
Netzladen-Entscheidung	letzte Entscheidung mit Uhrzeit (siehe unten)

Status-Texte:

Lädt X kWh · spart ~Y € · Slots …: lädt jetzt
Laden geplant X kWh · Slots …: lohnt, aber später ist es billiger
Nein – lohnt nicht: Ersparnis zu gering oder negativ
Nein – PV + Akku reichen: kein Netzbezug zu erwarten
Keine Daten (Akku-SoC / Preise): Sensor fehlt, sicherheitshalber aus
Automatik aus: Hauptschalter aus
5. Einstellungen (Helfer)
Helfer	Standard	Wirkung
input_number.pv_batterie_verschleiss	0,03 €/kWh	Aufschlag für Akkualterung. 0 = aggressiver laden
input_number.pv_batterie_wirkungsgrad	90 %	Round-Trip Laden + Entladen
input_number.pv_batterie_min_soc	5 %	Untergrenze in der Simulation
input_number.pv_batterie_hausverbrauch	1,0 kW	nur Ersatz, falls das Verbrauchsprofil fehlt

Fest eingetragen in der Automatik: Akkugröße 15 kWh, max. Ladeleistung 5 kW (1,25 kWh pro Viertelstunde), Mindest-Ersparnis 0,10 €, Toleranz 0,5 ct.

6. Beteiligte Objekte

Automatisierungen

automation.pv_batterie_netzladen_planung: Hauptlogik, alle 15 min (xx:00:20, :15:20 …) und beim Umschalten des Hauptschalters
automation.pv_batterie_verbrauchsprofil_aktualisieren: täglich 03:07 und nach HA-Neustart, berechnet das Profil aus sensor.evcc_home_power (14 Tage)

Helfer / Sensoren

input_boolean.pv_batterie_netzladen_automatik: Hauptschalter
input_text.pv_batterie_netzladen_status: Entscheidung
input_text.pv_batterie_verbrauchsprofil: 24 Werte in kW (0–23 Uhr)
sensor.strom_gunstigster_zeitpunkt_heute, sensor.strom_gunstigste_2_stunden_heute

Datenquellen

Preise: sensor.evcc_tariff_api_grid (Attribut rates, 15-min-Werte)
PV: sensor.solcast_pv_forecast_prognose_heute / _morgen (Attribut detailedForecast)
Akku: sensor.batteries_batterieladung (Ersatz: sensor.evcc_battery_soc)
Ausgabe: number.evcc_battery_grid_charge_limit, binary_sensor.evcc_battery_grid_charge_active

Hallo mameier12324,
nicht schlecht. Da steckt schon eine gute Logik drin.
Als ich noch einen rein dynamischen Tarif hatte, habe ich es ähnlich gemacht. Jetzt, mit dem Octopus-Heat-Tarif muss ich nicht mehr viel Zeit überbrücken. Da könnte sogar der Inverter über Nacht in den Stand-By. Das sind fast 85 Watt weniger Verbrauch pro Stunde. Meine Ladeverluste mit der Huawei-PV-Anlage beliefen sich aber auf über 20% (die Huawei-Angaben sind doch sehr geschönt). Ich habe auch mit mehr als 3 Cent Batteriekosten/kWh gerechnet.
Jedenfalls bin ich zu der Erkenntnis gekommen, das nicht das günstige Laden, sondern eher das vernünftige Entladen effektiver ist. Lieber die Entladung bei einem annehmbaren Preis stoppen und dafür weniger aus dem Netz nachladen.
Den neuen Stromtarif habe ich erst Dezember letzten Jahres. Also noch keinen ganzen Winter. Da der maximale Preis aber nicht über 37 Cent gehen kann, denke ich, daß ich so bei ca. 28 Cent rauskommen werde. Wäre evtl. mit einem Festpreis auch erreichbar gewesen. Dann hätte ich gar nicht über ein Netzladen nachdenken müssen.
Was ich aber nach wie vor als das größte Manko bei der ganzen Berechnung sehe: Bei einem nicht mehr berufstätigen Ehepaar kannst du gar keinen Verbrauch prognostizieren. Zumindest bei uns wird nicht mehr regelmäßig Strom verbraucht. Übrigens muss ich bei meinem Stromtarif nur die Zeit von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr (da sind es 36,7 Cent) überbrücken. Und das wird oft über die solare Akku-Aufladung funktionieren. Die größeren Verbräuche kann ich ja alle in den billigen Phasen (24,7 Cent ) durchführen. Mal schauen, wo dann der Durchschnitt hingeht.
VG
Rainer