ich habe das Problem, dass bei unserer Heizung immer mal wieder die Warmwassertemperatur zu schnell abfällt und dadurch natürlich unnötig Energie verbraucht wird. Die Ursache ist eine (aus welchen Gründen auch immer) ab und zu mal hängende Rückschlagklappe des Warmwasserspeichers. Das wurde auch schon mehrfach reklamiert und auch Teile ausgetauscht, aber es passiert - wenn auch sehr selten - doch immer wieder mal. Zuletzt ist mir das längere Zeit nicht aufgefallen und genau deshalb würde ich mir gerne eine Automation schreiben, welche folgendes macht:
Auslöser soll sein, wenn die Temperatur des Warmwassers in weniger als 10 Stunden um 5 Grad abfällt. Hat jemand eine Idee, wie man das bewerkstelligen kann?
Vorschlag: Richte mal ein Ableitungssensor auf 10 h ein und beobachte wie sich der die nächsten Tage verhält. Daraus könnte man etwas als Trigger ableiten.
Sicher das die Rückschlagklappe/Rückflussverhinderer hängt? Hast du eine Zirkulationsleitung mit Pumpe?
a) In welcher Leitung häng deine Rückschlagklappe?
b) Hast du Strom in der Nähe?
c) Hast du irgendwo einen Kugelhahn in der Leitung?
Hier der komplette Artikel, aber ich denke der obere passt eventuell zu deinem Problem:
Allgemein wie gut ist dein Speicher gedämmt, weil 5 Grad in 10h ist jetzt nicht ungewöhnlich und eigentlich ganz gut, auch abhängig wie oft die Zirku läuft
Hier würde ich auch, wie @MelleD bereits geschrieben hat, zuerst mal die technischen Voraussetzungen überprüfen.
Abstrahlverlust des Speichers, Dämmung des Speicher/Rohre, Thermosiphon, Zirkulation.
Deine Werte können bestimmt noch optimiert werden, allerdings finde ich den Temperaturverlust nicht ganz gravierend daneben.
Bei mir haben ein Rückschlagventil in der Zuleitung (Kaltwasser), Thermosiphons am WW Speicher und ein Einlegerückschlagventil an der WW Pumpe geholfen.
Ich hatte meinen WW Verlust damals mehrfach mit einem Laserthermometer an allen möglichen Stellen gemessen und hab dann nach und nach optimiert.
Ich hatte eine Mikrozirkulation in der Zirkuleitung trotz Rückstauklappe.
Zum Glück hatte ich dort einen Kugelhahn dann konnte man das gut testen.
Nach jedem Duschgang hat sich der Speicher komplett abgekühlt. Duschgang beendet hatte der Speicher zum Beispiel 40 Grad. Innerhalb 60 Minuten nach Ende des Duschgang hatte ich dann nur noch 25-30 Grad im Speicher und man konnte nach 60 Minuten kein zweites mal mehr duschen, bei einem 300 Liter Speicher .
Kugelhahn zu und die 39-40 Grad waren noch x Stunden im Speicher mit den normalen erwarteten Verluste eines Speicher.
Zuerst mal danke für Eure Antworten! Ich kann den Fehler mehr oder weniger gesichert der Rückschlagklappe zuordnen. Der Grund ist einfach erklärt: als die Heizung vor 2 Jahren neu eingebaut wurde, habe ich mir (weil die App des Heizungsherstellers nichts taugte) zeitnah einen Home Assistant eingerichtet. Und da ist mir dann sehr schnell aufgefallen, dass das Warmwasser innerhalb von 3 bis 4 Stunden 5 Grad verliert. Das ist für einen 2 Personen-Haushalt und einem WW-Speicher von 270 Liter viel zu schnell.
Nachdem ich dann beim Heizungsbauer reklamierte, hatte sich die Ursache auch schnell geklärt: die hatten das Rückschlagventil schlicht und ergreifend vergessen… Dieses wurde dann aber schon am nächsten Tag eingebaut und ab da hatte es tatsächlich für ein paar Wochen funktioniert. Wir kamen dann je nach WW-Verbrauch auf zwischen 10 und 14 Stunden, bis die 5 Grad Hysterese erreicht waren.
Nach einigen wenigen Wochen ging es dann aber erneut los und das Rückschlagventil wurde gegen eine Rückschlagklappe ausgetauscht, welche auch bis heute verbaut ist. Das hatte dann ja auch bis vor kurzem gut funktioniert. Nach unserem letzten Urlaub habe ich dann jedoch eine thermische Desinfektion gemacht um Legionellen vorzubeugen und seit diesem Zeitpunkt war das Problem wieder da, wurde von mir aber eineinhalb Monate nicht bemerkt, weil ich einfach nicht drauf geachtet habe (daher auch die Eingangsfrage).
Als ich es vor einigen Tagen bemerkte, habe ich zwei Dinge gemacht. Zum einen habe ich erneut eine thermische Desinfektion gestart, zum anderen als die Pumpe anging vorsichtig an verschiedenen Stellen mit dem Hammer auf das Rückschlagventil geklopft um eventuell vorhandene Verklemmungen oder vielleicht auch einen losen Span zu lösen. Was auch immer von beidem es war - seitdem funktioniert es wieder.
Natürlich könnte und werde ich nach den Feiertagen erneut den Heizungsbauer kontaktieren, aber ich hätte für die Zukunft ganz gerne eine Automation, die mir in so einem Fall zeitnah einen Alarm gibt, wenn es Auffälligkeiten gibt.
Danke für den Tipp! Habe ich mir jetzt mal eingerichtet und schaue mir mal an, was der anzeigt bzw. wie ich das interpretieren kann. Wusste nicht, dass es so etwas gibt!
scheint so das Allheilmittel zu sein, wenn man nicht die Ursache der Zirkulation beheben will, donnert man einfach ein Rückflussverhinderer dazwischen
Zirkulation als Wort sagt ja schon alles, irgendwo muss der Kreis ja geschlossen sein das sich das Wasser dreht. Oft ist es eine defekte Mischbatterie und dann meist eine Thermostat Mischbatterie, sieht man ja äusserlich eher selten, ausser eventuell bei einer Waschtischbatterie die dann halt nicht mehr ganz dicht hält.
Ich würde in dem Fall erstmal alle Zuläufe der Mischbatterien und Duschen zudrehen, gern mal über Nacht und dann vergleichen ob der WW Speicher immer noch soviel verliert wenn kein WW gezapft wird (deswegen ja eher Nachts). Ist es dann weniger, dann muss man den Kreis enger ziehen und nur einzeln Zuläufe abdrehen.
Zuerst mal danke für Deine Antwort! Vorab: ich bin kein Fachmann oder Heizungsbauer und von daher muss ich mich auf das verlassen, was der Fachmann verbaut. Zum Thema “Temperaturverlust” kann ich aber sicher sagen, dass mit dem Warmwasser durch den Rückfluss der Heizkreislauf erwärmt wurde. Das konnte man sehr schön an den Vorlauftemperaturen sehen. Wie gesagt - als das Problem zum ersten Mal auftrat, war die Heizung gerade erst eingebaut. Ich habe mittlerweile auch den Heizungsbauer gewechselt und der neue Heizungsbauer hat dann auch bevor er die Wartung überhaupt übernommen hat in einem einstündigem Termin die Heizung genau inspiziert. Wenn nämlich handwerklich schlecht gearbeitet worden wäre (das vergessen des Rückschlagventils aussen vor gelassen), dann hätte er die Anlage gar nicht übernommen. Sein Urteil war dann auch, dass handwerklich alles sehr sauber gemacht wurde. Ich habe auch einen Bekannten, der Heizungsbauer in Rente ist und auch der sagt mir, dass die Anlage handwerklich sehr sauber verbaut wurde. Von daher verlasse ich mich dann auch darauf und wie schon angemerkt funktioniert ja alles wenn eben die Rückschlagklappe in Ordnung ist.
Nachdem der Ableitungssensor nun eine Zeitlang läuft, kann ich einen ersten Erfolg vermelden. Der Sensor zeigt mir sehr schön die durchschnittliche Abkühlung abhängig von den Gegebenheiten (WW-Verbrauch) an. Nun hat sich heute Morgen aber das gezeigt, was ich schon befürchtet hatte: nachdem das Warmwasser neu bereitet wurde, war der Wert natürlich deutlich positiv. Das habe ich jetzt erst mal mit einer Automation gelöst, die mittels Skript nach WW-Bereitung den Sensor wieder auf “Null” setzt. Gibt es noch eine bessere Lösung?
EDIT: habe gerade eben gesehen, dass das resetten nicht funktioniert. Sobald der Sensor wieder aktualisiert wird, steht wieder der letzte Wert drin….
Hm, der Ableitungssensor funktioniert natürlich wie ein Ableitungssensor.
Die Frage ist, ab wann beginnt der Zeitraum der Relevanz. X Minuten nach jeder WW Aufbereitung? Man könnte am Ende dieses Zeitraumes über eine Automatisation die Temperatur in einen Helfer (oder den Wert des Ableitungssensor?) speichern und dann periodisch (alle 10 min?) die momentane Temperatur gegen diesen vergleichen (ob Abfall über 5 Grad) und dann die Benachrichtigung auslösen. Man könnte anstelle des Zeitraumes auch eine aus Erfahrung gewonnene Temperatur als Ausgangspunkt nehmen.
Nicht falsch verstehen, ich habe die finale Lösung auch nicht im Kopf aber so würde ich mich an diese heranarbeiten.
Danke! Das werde ich mir mal im Hinterkopf behalten. Mir ist jetzt aber noch eine andere Lösung eingefallen. Nachdem ich ja eh schon ein EMS-ESP Gerät habe, welches auch externe Temperatursensoren unterstützt, werde ich mir einen derartigen Temperatursensor zulegen und diesen dann an geeigneter Stelle platzieren und auslesen.
Zufällig habe ich vor ein paar Tagen das folgende Video gesehen, welches mich jetzt auf diese Idee gebracht hat:
Kurze Rückmeldung von meiner Seite: habe mir jetzt an meinen EMS-ESP den im Video genannten Temperatursensor angeschlossen. Diesen habe ich jenseits der Rückschlagklappe angebracht. Obwohl der Sensor wirklich sehr günstig ist, so misst er doch sehr genau. Damit kann ich jetzt sehr einfach kontrollieren, ob die Klappe geschlossen ist, oder eben nicht. Liegt die Temperatur in etwa auf dem Niveau der aktuellen Vorlauftemperatur, ist die Klappe zu, liegt sie deutlich darüber bzw. in der Nähe der Warmwassertemperatur, dann ist die Klappe nicht richtig geschlossen.
Damit mir dies im Fall der Fälle auch schneller auffällt, habe ich mir zum einen den Temperaturwert abhängig von der Temperatur farbig gemacht, zum anderen eine Automation eingerichtet, welche mir eine Benachrichtigung sendet, wenn die Temperatur nach Beendigung der Warmwasserbereitung nicht wieder auf den Normalwert zurückkehrt.
Unabhängig davon werde ich im neuen Jahr noch einmal den Heizungsbauer konsultieren, damit das Problem erst gar nicht mehr auftritt.