☕ Aus dumm mach smart: Kaffeevollautomat erkennt selbstständig, was er tut

Dein Kaffeevollautomat hat keine App, keine API, kein WLAN – aber du willst trotzdem wissen:

  • Wann Kaffee gemacht wird?
  • Ob gespült wurde?
  • Wann der Wassertank leer ist?
  • Und wann sich die Maschine automatisch abschaltet?

Mit ein bisschen Home Assistant Magie und einem einfachen Smart Plug mit Energieerkennung (z. B. Shelly, Gosund, Tasmota …) wird daraus ein intelligentes System – ganz ohne Eingriff in die Elektronik der Maschine.

:stop_sign: Der Kaffee muss weiterhin per Hand gestartet werden – alles andere erkennt Home Assistant von selbst!


:white_check_mark: Was kann das Setup erkennen?

  • Kaffeezubereitung (über Verbrauch & Zeit)
  • Spülvorgang beim Einschalten erkennen
  • Leerer Wassertank (Zähler + Sensor)
  • Hinweis per Alexa, wenn das Wasser knapp wird
  • Automatische Abschaltung, wenn nichts mehr passiert

:toolbox: Was brauchst du?

  • Home Assistant
  • Einen Smart Plug mit Live-Verbrauchsmessung (z. B. Shelly Plug S, Tasmota, Gosund …)
  • Einen Kontaktsensor am Wassertank (z. B. Aqara, Sonoff …)
  • Einen ganz normalen Kaffeevollautomaten oder eine Maschine mit Wassertank (z. B. DeLonghi, Siemens, Philips …)

:plunger: Projektstruktur

Das gesamte Projekt ist sauber gegliedert und vollständig auf GitHub dokumentiert. Dort findest du alle YAMLs, Vorlagen und Erklärungen:

:link: :right_arrow: Zum GitHub-Projekt

Die Struktur:

  1. :light_bulb: Einleitung
  2. :magnifying_glass_tilted_left: Benötigte Datenquellen und Messwerte
  3. :toolbox: Geräte & Sensorvoraussetzungen
  4. :hammer_and_wrench: Helfer
  5. :test_tube: Template-Sensoren
  6. :gear: Automationen:

:magnifying_glass_tilted_left: Wie funktioniert das?

  • Spülung: Erkennt den Stromverbrauch direkt nach dem Einschalten
  • Kaffeezubereitung: Konstante Leistung (z. B. 1460 W) über 30–36 Sekunden
  • Wassertank leer: Zähler zählt Kaffeezubereitungen, Reset nur bei längerer Tankentnahme
  • Alexa-Hinweis: Wenn eine festgelegte Anzahl Zubereitungen erfolgt ist, ohne Wasser nachzufüllen
  • Sicherheits-Timer: 5-Minuten-Timer + automatische Abschaltung, wenn kein Nachfüllen erfolgt
  • Erneuter Hinweis: Wenn die Maschine eingeschaltet wird, obwohl der Tank noch leer ist

:hot_beverage: Und jetzt?

Wenn du einen Kaffeevollautomaten hast, der „nichts von allein kann“, dann probier’s aus! Mit ein bisschen Logik, einem Stromsensor und Home Assistant wird aus jeder Maschine ein echtes Smart-Device.

Das Setup läuft bei mir seit Wochen zuverlässig – ganz ohne Cloud und ohne die Maschine zu öffnen.

:envelope_with_arrow: Fragen, Ideen oder eigene Umsetzungen?
Dann freue ich mich auf dein Feedback hier im Forum oder direkt auf GitHub. Vielleicht wird dein Automat ja bald smarter als du dachtest :wink:

9 „Gefällt mir“

Das finde ich sehr spannend, weil ich mir gerade eine ähnliche Frage gestellt habe. Mein Kaffeevollautomat hängt nämlich jetzt an einer smarten Steckdose (Shelly Plus Plug S) und dabei habe ich schon einen hohen Standby Verbrauch von 2-3 Watt festgestellt. Ausschalten nach Inaktivität macht also absolut Sinn. Zu deinem Projekt hätte ich aber Fragen, weil im Detail manches bei mir anders abläuft.

Beispiel Delonghi: Die Maschine bleibt nach der letzten Aktion ca. 60 Minuten aktiv. Home Assistant schaltet sie nach 55 Minuten gezielt aus und wieder ein, um die automatische Spülung zu verhindern.

Meine Maschine spült zur Reinigung ebenfalls ca. 60 Minuten nach der letzten Aktion. Das würde ich aber gerne beibehalten. Ich vermute, das lässt sich anpassen, im einfachsten Fall durch ein Abschalten erst 75 Minuten nach der letzten Aktion (bei mir dann das Spülen).
Besser wäre aber natürlich, wenn einfach direkt nach dem Spülen abgeschaltet wird. Wäre das auch umsetzbar?

Wasserverbrauch ist bei mir auch schwierig, weil Kaffee in drei verschiedenen Größen zubereitet wird. Hast du das auch und lässt sich das am jeweiligen Energieverbrauch feststellen? Da hatte ich bisher kein Augenmerk darauf, muss ich wohl mal schauen. Andernfalls wäre der Wasserverbrauch natürlich gar nicht vorhersagbar.

Eine Statistik über die gebrühten Kaffees wäre noch ein Sahnehäubchen. :slight_smile:

Colle Idee, scheitert aber bei meiner Maschine
Meine Jura hat zwar ne APP mit zig Countern, die man darüber auslesen kann. Wieviel Tassen von welcher Kaffeesorte, wie lange bis zur nächsten Reinigung / Entkalkung usw.

Die Maschine hat eine “Macke”, die schalter sich zum einen nicht automatisch ein, wenn der Strom eingeschaltet wird, sondern bleibt im Standby.

Dann wird nach dem Aktivieren aus dem Standby erst mal ein kompletter Spülvorgang durchgeführt und das selbe nochmal x Minuten nach der letzten Kaffeezubereitung - und das will ich garnicht unterbinden oder so, ganz im Gegenteil, die soll das machen.
Zudem hab ich festgestellt, das der Stromverbrauch sehr stark schwank, währen des Aufheizen, spülens und dann auch je nach welche Art Kaffee gezogen wird, ob mit oder ohne Milch, eine Tasse oder zwei, ein Mahlwerk oder beide genutzt werden ( Kaffeemischung ). Kaum möglich darüber Rückschlüssen zu ziehen, was die Maschine gerade macht.

Und da ich sowieso zur Maschine muss, um eine Tasse unterstellen, kann ich die auch manuell einschalten und nach dem Kaffeebezug stelle ich einen Behälter drunter, damit das Spülwasser nicht in die Auffangschale kommt.

Vielleicht kannst du ja eine der verfügbaren Integrationen nutzen?

Das ist bei meiner ebenso. Finde ich aber auch gut so, also eben keine Macke. Nach bspw. einem Stromausfall sollte sie weder aufheizen noch spülen, also Standby ist korrekt.

Zur Maschine muss man immer mindestens um den Kaffee zu holen. :stuck_out_tongue:

Bleibt der Punkt Energie sparen durch abschalten statt Stand-by. Das ist mein Hauptantrieb. Denn nach dem abschließenden Spülen möchte ich eigentlich nicht mehr zur Maschine laufen.

Das lohnt nicht wirklich, die Mashcine braucht im Standby unter 1W und ich schalte die abends eh komplett stromlos über eine Steckdose, wo auch andere Geräte hängen

nee, ist nicht kompatible, zumal auch Bluetooth nur solange geht, wie die Maschine auch aktiv ist. Sobald Standby ist auch Bluetooth weg.

1 „Gefällt mir“

Vielen Dank für dein Feedback – freut mich sehr, dass du ähnliche Gedanken hattest :blush:

Spülvorgang nach 60 Minuten:

Ja, das Verhalten kenne ich – meine DeLonghi macht das genauso. In meinem Fall wird die Maschine nach 55 Minuten gezielt aus- und wieder eingeschaltet, um genau dieses Spülen zu verhindern – damit kein Wasser „verloren geht“, wenn der Tank eh fast leer ist.

Wenn du das Spülen bewusst beibehalten willst, kannst du z. B. einfach:

  • den Timer auf 65 oder 75 Minuten verlängern, so geht die Maschine nach dem Spülen aus.
  • oder die Abschaltung ganz deaktivieren, wenn du selbst manuell eingreifst.

:light_bulb: Tipp:
Timer 1 (Vorwarnung) z. B. auf 50 Minuten setzen
Timer 2 (Abschaltung) bleibt auf 15 Minuten
So bleibst du flexibel, ohne auf Automatik zu verzichten.


Wasserverbrauch & Kaffeegrößen:

Ich selbst trinke immer die gleiche Kaffeesorte und Größe, daher reicht bei mir ein einfacher Zähler – ausgelöst durch das charakteristische Stromprofil der Maschine.

Espresso, Cappuccino, Größe etc. wären aber tatsächlich unterscheidbar – entweder durch Laufzeit oder Wattzahl. Diese Unterscheidung kommt bei mir in einem späteren Update – ist also definitiv geplant! :hot_beverage::chart_increasing:


Statistik / Auswertung:

Ich arbeite aktuell an einer täglichen und wöchentlichen Statistik über history_stats oder statistics. Ziel ist eine hübsche Visualisierung im Dashboard – z. B. mit Anzahl der Kaffeezubereitungen pro Tag, Woche oder Nutzer.
Später lässt sich das auch mit Wartung & Pflege (z. B. Entkalkung) kombinieren.


:rocket: Und das ist erst der Anfang …

Das Projekt ist bewusst als offene Grundlage gedacht. Es lässt sich flexibel erweitern – etwa für verschiedene Kaffeesorten, mehrere Nutzer oder noch genauere Verbrauchsauswertungen.

:speech_balloon: Deine Ideen, Anpassungen oder Ergänzungen sind herzlich willkommen – ob hier im Forum oder direkt auf GitHub.

Gemeinsam machen wir auch die dümmsten Maschinen ein bisschen smarter.
:hot_beverage: Viel Spaß weiterhin mit deinem smarten Kaffeeautomaten!

2 „Gefällt mir“

Hey @Tuxtom007 – danke dir fürs Feedback und den spannenden Einblick! :blush:

Klar, deine Jura ist da echt eine andere Liga – allein schon durch die App-Anbindung und die komplexen Betriebsmodi mit Milchsystem, Standby-Logik und automatischer Spülung. Da bringt natürlich ein einfacher Verbrauchssensor allein nicht genug Kontext, um sauber zu unterscheiden, was gerade passiert.

Was du beschreibst, ist genau der Grund, warum ich dieses Projekt eher für „dümmere“ Maschinen gebaut habe – z. B. meine DeLonghi, die immer das Gleiche macht, wenn man den Knopf drückt :sweat_smile:

Aber genau solche Rückmeldungen wie deine zeigen auch, wo Grenzen sind :smile:

:coffee: Viele Grüße & danke fürs Teilen!

Ist bei unserer Jura auch so, die Lösung wäre hier MOES ZigBee Fingerbot Plus Smart Switch Toggle-Smart Button Pusher Upgrade mit Touch-Steuerung,erfordert MOES Gateway für Alexa, Google Home und Timer-Steuerung : Amazon.de: Baumarkt

Aber dann bleib noch das Spülen, also müsste ich sowieso den Behälter wechseln, weil wir auch das Spülwasser extra Auffangen, dann kann ich die Maschine auch manuell starten.

Ansonsten eine tolle Idee, leider für uns nicht Umsetzbar.

1 „Gefällt mir“

Eben, das ist es mir nicht wert.

Wenn ich mir nen Kaffee mache, bin ich eh in der Küche, da brauche ich keine Fernbedienung der Maschine und erst Recht kein Monitoring, wieviele Tassen Kaffee, Espresso, Latte M oder sonst was ich bereits da raus gezogen hab oder wie lange es noch dauert, bis die wieder gereinigt oder entkalkt werden muss - letzteres zeigt die mir eh auf dem Display an und dann bleiben noch 20 Tassen Zeit bis die den Betrieb einstellt.

1 „Gefällt mir“

Du hast halt eine hinreichend intelligente Maschine, weil du viel Information in deiner App sehen kannst. Dieses Projekt ist für all die, deren Maschine noch klassisch ohne jegliche Verbindung zur Außenwelt ist.

3 „Gefällt mir“

Da ich hier auch einen DeLonghi (ECAM 23.466) nutze hätte ich dazu

mal zwei Fragen, auch weil sich die verschiedenen DeLonghi Modelle ja unterschiedlich verhalten können:

  1. Lässt Du bzw. Ihr dann die Maschine bei Euch zu Hause quasi den ganzen Tag in Betrieb? Weil hier bei mir muss die Maschine nicht den ganzen Tag durchgehend einsatzbereit sein, sondern ich lasse sie per Abschaltautomatik 30 Minuten nach der letzten Aktion abschalten. Morgens sind die 30 Minuten hier ausreichend und falls man tagsüber einen Kaffee haben möchte wird sie halt einfach wieder eingeschaltet. Das sie beim ein- und ausschalten dann immer eine Spülung durchführt, sofern zwischen ein- und ausschalten eine gewisse Zeit vergangen ist, ist ja normal und das wollte ich auch gar nicht ändern.
  2. Hier ist ja die Rede davon das die Maschine rund 60 Minuten nach der letzten Aktion immer eine automatische Spülung macht. Da bei mir die Maschine halt immer nach 30 Minuten automatisch abgeschaltet wird konnte ich das natürlich noch nicht feststellen, aber nur für mich zum Verständnis: Wenn es keine automatische Abschaltung gibt, die Maschne also durchgehend an und sich im Eco-Modus befindet, wird alle ca. 60 Minuten erneut eine automatische Spülung gemacht?

Dto. :laughing:

Das macht meine DeLonghi dann nicht. :stuck_out_tongue_closed_eyes:

Aber unabhängig davon wie ich etwas handhabe finde ich es natürlich gut auf was für Ideen User so kommen und was alles so umgesetzt wird. :slightly_smiling_face:

VG Jim

1 „Gefällt mir“

Klar, absolut - finde ich auch super.
Davon lebt so einen Community

so intelligent würde ich die garnicht bezeichnent - der Nachfolger konnte mehr, hatte sogar KI-Ansätze - beim Nach-Nach-Folger, dem aktuellen Modell hat man dann aber auf den Zirkus wieder verzichtet und mehr Wert auf guten Kaffee gesetzt ( was auch wesentlich ist bei dem Gerät )

1 „Gefällt mir“

Ich habe zwar eine Jura, aber das Verhalten ist wohl ähnlich:
Nach dem letzten Aufbrühen beginnt der Timer von 60 Minuten. Nach Ablauf des Timers wird gespült und die Maschine wechselt in Standby. Wird innerhalb der 60 Minuten nochmal ein Kaffee gemacht, fängt der Timer neu an.

Die meisten Maschinen machen das wohl so und nutzen den letzten Spülvorgang zur Reinigung vor dem Standby. Ich würde den daher auch nicht unterdrücken wollen.

1 „Gefällt mir“

Danke für die Info, aber das läuft bei meiner DeLonghi dann etwas anders als bei Deiner Jura.

Wie gesagt lässt sich bei meiner DeLonghi die Zeit für die automatische Abschaltung nach der letzten Aktion individuell einstellen (15 oder 30 Minuten bzw. 1, 2 oder 3 Std.)


und wenn die automatische Abschaltung greift wird natürlich auch gespült. Nach dem spülen schaltet sich die Maschine dann aus.

Dann gibt noch den Energiesparmodus, den man nur ein- oder ausschalten kann.

Energiesparmodus: Wenn diese aktiviert ist , wird durch diese Einstellung der Energieverbrauch Ihrer Kaffeemaschine reduziert. Dabei werden sowohl die Temperatur des Boilers als auch die Helligkeit des Displays reduziert.

Dieser aktiviert sich wenige Minuten (Zeit habe ich noch nicht gemessen) nach der letzten Aktion dann auch automatisch und unabhängig von der für die Auto-Abschaltung eingestellten Zeit. Wenn sich der Energiesparmodus einschaltet wird natürlich nicht gespült.

Was das spülen betrifft erfolgt dies bei meiner DeLonghi beim ein- und ausschalten. Egal ob die Maschine manuell ausgeschaltet wird, oder die Auto-Abschaltung das macht. Sollte zwischen dem aus- und wieder einschalten nur eine kurze Zeit vergangen sein (auch hier habe ich die Zeit noch nicht gemssen), dann wird nicht extra gespült.

Weil ich die Auto-Abschaltung auf 30 Minuten nach der letzten Aktion eingestellt habe und nicht auf 1, 2 oder 3 Std. und sie auch nicht x Stunden lang durchlaufen lasse, weiß ich halt nicht ob meine Maschine - so wie es hier ja erwähnt wird - alle 60 Minuten immer wieder automatisch eine neue Spülung durchführt.

VG Jim

2 „Gefällt mir“

Hast du den BlueFrog Dongle dran (BLE), oder den weissen Wifi-Dongle? Meine S8 hat den Bluefrog und da ein BLE Proxie in der Nähe läuft die Jura Integration bei mir erstklassisch, die brauch ja auch keine Daten senden wenn die aus ist, wird sich ja nichts verändern währenddessen. Mittlerweile hat die Integration auch Sensoren und Alarme drin.

Den weissen Dongle hab ich mal frisiert mit ESPHome, steckt ein ESP drin, aber ein eigenes Custom-Modul zu schreiben war mir irgendwann zu aufwendig. :stuck_out_tongue_winking_eye:

1 „Gefällt mir“

Hey @Jim_OS, danke für die ausführliche Beschreibung – das hilft auch anderen DeLonghi-Nutzer weiter! :blush:

Du hast absolut recht: Wenn bei der DeLonghi z. B. 30 Minuten Auto-Abschaltung eingestellt sind, passiert genau Folgendes:

  • Beim Einschalten wird immer gespült
  • 30 Minuten nach der letzten Aktion wird automatisch ausgeschaltet und erneut gespült

Dieses zweite Spülen kann man verhindern, wenn die Maschine vorher kurz oder lang vom Strom getrennt wird. Dadurch „vergisst“ sie den Timer – und der Spülvorgang beim Ausschalten wird übersprungen. Genau das nutzt meine Automation aktuell.

Wer das automatische Spülen behalten möchte (z. B. zur Reinigung), kann die Abschalt-Automation in Home Assistant natürlich einfach weglassen – dann bleibt alles beim Standardverhalten der Maschine.

Danke nochmal fürs Teilen – dein Beispiel zeigt gut, wie unterschiedlich die Maschinen eingestellt sind un dann im Detail anders reagieren!

:coffee: Viele Grüße & danke fürs Teilen!

Cool gemacht. :+1:

Für mich ist es nichts (oder besser gesagt, nicht relevant), denn wenn ich oder meine Frau Kaffee machen, gehen wir zur Maschine und machen halt Kaffee. Wir müssen ja eh dort hin, um anzuschalten.

Vielleicht bin ich aber auch nur zu alt, um das zu durchschauen.

Dennoch vielleicht für Haushalte mit 4 oder 8 Kaffeetrinkern oder fürs Büro einsetzbar?
Erfahrungsgemäß schwindet die Bereitschaft zum Kümmern um so eine Maschine ja, mit der Anzahl derjenigen, die etwas von der Maschine wollen.
Nach dem Motto: “Oops, habe ich gar nicht gesehen, dass Wasser und Kaffeebohnen leer sind. Und auch nicht, dass da etwas auf dem Display stand.”

Geht mir gefühlt jeden zweiten Tag so, wenn ich im Büro an die Maschine komme. Eine Jura X8.

Erstmal Wasser nachfüllen. Danach meckert die Maschine, dass der Restbehälter geleert werden muss und schließlich, dass Bohnen nachgefüllt werden müssen. Von Reinigung und Entkalkung ganz zu Schweigen.

Ok, hätte ich jetzt alle diese Daten am PC, könnte ich mich entscheiden, noch “ein bisschen” zu warten, bis jemand anderes das alles erledigt…
Eventuell müsste ich dann noch 2 Tage warten oder es findet sich halt eine anderer, der ebenso wie ich, einfach zur Maschine geht, alles nötige macht und dann eben seinen Kaffee ordert.

Bis in zwei Tagen eben alles von vorne anfängt…

:nerd_face:

1 „Gefällt mir“

Danke dir @Silverio! :smile:

Du hast natürlich recht – am Ende steht man sowieso vor der Maschine.
Aber genau deshalb habe ich mir dieses Setup gebaut: nicht, um den Knopf zu sparen, sondern um Timing und Zustand besser im Griff zu haben.

Ein Beispiel: Ich laufe immer am Tablet vorbei auf dem Weg zur Maschine und sehe direkt, wie viele Kaffees ich schon gezogen habe – ohne den Wassertank zu prüfen.

Was mich früher regelmäßig geärgert hat: Ich komme zur Maschine – und genau dann spült sie oder geht gerade aus. Oder ich erwarte „noch genau einen Kaffee“, aber es landet nur ein Viertel in der Tasse, weil der Wasserstand gerade so noch nicht als leer erkannt wurde. :sweat_smile:
(Das passiert öfter, als man denkt…)

Dazu kam einfach der Basteltrieb: zu schauen, ob man einer völlig „dummen“ Maschine ein kleines bisschen Verstand beibringen kann.
Und wenn sie dann irgendwann zuverlässig meldet:

„Das Wasser reicht nicht mehr für einen weiteren Kaffee.“
Dann fühlt sich das einfach richtig gut an – so ein kleines Erfolgserlebnis. :blush:

Gerade im Büro, wo sich oft niemand wirklich zuständig fühlt, könnte so ein Setup mit Home Assistant echt nützlich sein – z. B. mit einer Nachricht:

„Hey, jemand muss Wasser auffüllen!“
Oder einem kleinen Dashboard mit Statusanzeige: Tank leer, Reinigung fällig, letzter Kaffee vor 3h.
So hat jeder den Überblick – ganz ohne Diskussion.

Aber klar – jeder hat da eine andere Anforderung.
Für mich ist das Eher ein typischer Home-Assistant-Spielplatz mit echtem Alltagsnutzen :wink:

3 „Gefällt mir“

Ja, war auch etwas flapsig geschrieben.
Dabei war es wirklich ernst gemeint, dass ich deine Automation cool finde.

Mir geht es ja manchmal auch so.
Vor Jahren, habe ich die elektronische Katzenklappe im Keller eingebaut.Die Katze hat so einen Chip im Nacken, mit dem das auslöst, so dass nur unsere Katze rein kann.

Dazu dann noch eine Webcam mit Infrarot, um über einen Surveillance Server schauen zu können, ob sie auch immer gut rein oder raus kommt…
:sunglasses:

2 „Gefällt mir“

Moin

Ich hoffe Du nimmst es mir nicht übel wenn ich da noch einmal nachhake, :slightly_smiling_face: weil ich das/Dein Prinzip mit dem aus- und einschalten per Plug und den Vorteil dadurch bzgl. dem spülen, noch nicht so ganz verstanden habe und das Verhalten bei unterschiedlichen DeLonghi Maschinen ja auch anders sein kann bzw. dürfte.

Ja beim ein- und ausschalten wird gespült, vorausgesetzt zwischen aus- und wieder einschalten ist genug Zeit vergangen. Wenn nicht wird beim erneuten einschalten auch nicht gespült. Zumindest nicht bei meiner DeLonghi hier. Wie schon erwähnt: Wie viel Zeit in dem Fall vergangen sein muss weiß ich nicht.

Nun zu dem Thema verhindern des erneuten spülens per Plug durch Strom weg und wieder vorhanden.

Die Maschine wird erstmalig eingeschaltet und es wird gespült. Schaltet man die Maschine dann aus, oder wird sich per Auto-Abschaltung abgeschaltet, wird erneut gespült. So weit so normal.

Jetzt kommt der Plug ins Spiel. Durch das trennen der Stromversorgung wird das spülen beim abschalten vermieden/verhindert, nicht in erste Linie weil die Maschine den Timer “vergessen” hat, sondern weil ja einfach kein Strom mehr vorhanden ist. :slightly_smiling_face: Ja natürlich wirkt sich das auch auf den Timer und dessen “Ablaufplan” aus, sprich auch der ist dann weg. Jetzt wird die Maschine direkt nach dem abschalten per Plug wieder per Plug mit Strom versorgt und das bedeutet ja auch das sie dadurch wieder eine Spülung durchführt. D.h. in Summe ändert sich am Ende doch nichts an der Anzahl der Spülungen. Nehmen wir mal ein Beispiel bei dem Betrieb der Maschine über drei Stunden hinweg. D.h. die Auto-Abschaltung ist auf 3 Std. eingestellt.

Ohne den Plug und falls es diese sich automatische alle 60 Minuten wiederholende Spülung nicht geben sollte:
1 x Spülung wenn die Maschine erstmalig eingeschaltet wird und 1 x Spülung nach 3 Std. wenn die Maschine (manuell oder per Auto-Abschaltung) abgeschaltet wird.
Summe = 2 Spülungen

Ohne den Plug mit einer automatischen sich alle 60 Minuten wiederholenden Spülung (ob es die gibt weiß ich halt nicht):
1 x Spülung wenn die Maschine erstmalig eingeschaltet wurde. 1 x Spülung nach 60 Minuten. 1 x Spülung nach weiteren 60 Minuten. 1 x Spülung beim abschalten nach Ablauf der 3 Std.
Summe = 4 Spülungen

Mit Plug:
1 x Spülung wenn die Maschine erstmalig eingeschaltet wird. Gem. Deinem Beispiel wird die Maschine dann per Plug nach 55 Minuten ab und dann direkt wieder eingeschaltet. Das bedeutet: Kein spülen beim abschalten, aber eine 1 x Spülung beim einschalten. Nach weiteren 55 Minuten wiederholt sich der Vorgang. Das bedeutet: Kein spülen beim abschalten aber wieder 1 x Spülung beim einschalten. Sind dann die drei Stunden vorbei sollte bei Deinem Ablaufplan dann ja sinnvollerweise auch noch 1 x Spülung beim endgültigen abschalten erfolgen.
Summe = 4 Spülungen

Mit Plug wenn das mit der automatischen Spülung alle 60 Minuten zutreffen sollte:
1 x Spülung wenn die Maschine erstmalig eingeschaltet wird. 1 x Spülung beim einschalten nach 55 Minuten per Plug. 1 x Spülung beim einschalten per Plug nach weiteren 55 Minuten. 1 x Spülung beim abschalten nach dem Ablauf der 3 Std.
Summe = 4 Spülungen

Dieses einsparen einer Spülung beim abschalten per Plug würde sich m.M.n. daher doch nur dann rentieren wenn die Maschine quasi durchgehend über x Stunden läuft und zwischendurch nicht manuell oder per Auto-Abschaltung abgeschaltet wird. Außerdem müsste dann noch die hier weiter oben erwähnte automatische und sich alle 60 Minuten wiederholende Spülung zutreffend sein - was ich halt nicht weiß. Ansonsten wüsste ich nicht wo sich ein Vorteil bzgl. dem einsparen von einer Spülung durch den Plug ergeben sollte. Wenn man - so wie ich - die Auto-Abschaltung nach bereits 30 Minuten nutzt ja eh nicht. Ob man eine automatische Spülung zwischendurch ggf. verhindern sollte ist dann noch ein anderes Thema und soll hier gar nicht Thema sein.

Ich muss zugeben das ich mich jetzt etwas in das Thema Spülung einsparen “verrannt” habe und vielleicht bin ich jetzt bei meinen Überlegungen schon selber irgendwie ins “trudeln” gekommen, :laughing: aber vielleicht kannst Du - sofern Du Zeit und Lust dazu hast - anhand meines 3 Std. Beispiels doch noch einmal kurz erklären wo da in Summe eine Spülung eingespart wird.

Edit: Noch eine Ergänzung dazu: Wenn nicht wird beim erneuten einschalten auch nicht gespült.
Bei dem ausschalten per Plug und somit Strom weg, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit immer beim erneuten einschalten gespült werden. D.h. das nicht spülen, falls noch nicht genug Zeit zwischen aus- und wieder einschalten vergangen ist, entfällt dann.

VG Jim