Anfängerfragen Home Assistant - Zigbee / Matter Steuerung - Synology?

Hallo zusammen,

Ich bin was Home Assistant anbelangt noch komplett unerfahren, habe mich aber die letzten Tage etwas intensiver dafür interessiert.

Ich möchte meine PV Anlage von Huawei gerne über Home Assistant anbinden, so das ich bei Strom Überschuss informiert werde und dann ggf. mein Auto aufladen kann.

Zudem möchte ich auch noch andere Smart Home Komponenten steuern, wie z.B. meine Samsung Waschmaschine und Trockner und auch diese bei Stromüberschuss einschalten lassen.

Habe auch einen Meross Garagenöffner den ich evtl auch integrieren möchte.

Nun meine Frage….

Kann ich für Home Assistant meine Synology DS224+ nutzen oder wäre ein MiniPC oder eine Home Assistant Green oder Yellow oder Raspberry besser?

Für die Steuerung von Smart Home Komponenten - würdet Ihr mir da eher zu Zigbee oder zu Matter raten?

Über ein paar Infos wäre ich mega Dankbar

LG

Alex

Hallo Lexi,

technisch sollte es kein Problem sein den Home Assistant als VM auf der Synology DS224+
laufen zu lassen, du brauchst nur genug Arbeitsspeicher für die VM,

Die Frage ob Zigbee, oder Matter besser ist wird wohl eine Glaubensfrage bleiben, ich persönlich
nutze Zigbee (als Zigee2MQTT), hier gibt es eine unendliche Auswahl an günstigen Geräte, bei Matter befindet sich wohl viel in der Entwicklung.

Das Einbinden der PV Anlage sollte kein Problem darstellen, auch die Samsung Geräte sollten sich “einfach” einbinden lassen, die Steuerung musst du dann mal überdenken, sicher findest du hier auch viel Unterstützung dafür.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen..

Viele Grüße
Rudi

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Moin Alex
Synology, Mini PC, Home Assistant Green oder Raspberry Pi sind alles gute Möglichkeiten und da kommt es auch auf persönliche Vorlieben an.

Der Yellow ist abgekündigt, wird nicht mehr produziert.

Wenn du nur HA (ZHA) laufen lassen möchtest, reicht meiner Ansicht nach die Synology, wenn die eh den ganzen Tag läuft.

Ansonsten bin ich da Freund, spezielle Anwendungen auch auf einem eigenen System laufen zu lassen. In meinem Fall zum Beispiel ein Raspberry PI5 mit 8GB RAM und einer SSD auf der ich ein fertiges Image gepackt hatte. Arbeitsaufwand keine 20min.

Im Prinzip würden da auch ein paar VMs gehen. Brauch ich da aber nicht.

Je mehr man machen möchte, desto größer die Maschine…

Um mal eine Vorstellung zu bekommen, ich benutze auf meinem PI grad 1,2GB von 8GB und Prozessor ist im IDL bei 1%.
SSD 18,2 GB von 234 belegt

Es laufen 27 Integrationen und Geräteanzahl wie abgebildet

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Hi.

Für den Einstieg reicht eine VM auf dem NAS sicher. Ein “normales” Smart Home kann man darüber laufen lassen. Nur wenn du mit lokaler Sprachsteuerung (also nicht über Alexa, Google Home oder andere Cloud Lösungen) nachdenkst, dann muss es deutlich mehr Leistung sein.

Was nicht so gut klappt, ist Home Assistant in einem Docker Container laufen zu lassen. Dann kann man keine Apps installieren, über die man HA massiv erweitern kann. Ohne “File Editor”, “Matter-Hub”, “HACS” oder “Mosquitto Broker” stößt man sehr schnell an Grenzen. Du musst jetzt noch nicht genau wissen, was das ist. Aber sobald das ins Spiel kommt (und das wird es sicher) hast du ein großes Problem, solltest du aus Bequemlichkeit HA im Docker laufen haben.

Deswegen entweder eine VM oder ein dediziertes System (RasPi oder Nuc oder so was) für HA verwenden. Bei einem RasPi oder einer VM sollten es mindestens 2 GB Ram sein. Weniger führt schnell zu Engpässen. Ich hatte es seinerzeit zuerst im Docker Container auf meinem NAS probiert. Da bin ich sehr schnell an die Grenzen gestoßen. Danach habe ich einen sowieso herum liegenden RasPi3 mit 1GB RAM für HA genutzt. Auch das war nicht wirklich der Bringer. 2 GB ist eigentlich das Minimum.

Mein jetziges Intel N100 System hat 16 GB Ram und ich kann damit aus dem Vollen schöpfen… Ich habe auf meinem HA System über das Portainer Addon sogar ein paar wenige “artfremde” Docker Container laufen, da das HA System mein einziges 24/7 System ist. Das funktioniert seit Anbeginn völlig problemlos. Meine beiden NAS werden (über HA) nur bei Bedarf eingeschaltet und laufen nicht 24/7.

Und was Matter oder Zigbee angeht… Warum nicht beides? Kann man problemlos gemeinsam in HA verwenden. Zigbee hat eine lange Tradition und damit eine enorme Auswahl an teils sehr günstigen Geräten. Hier gibt es bereits ab 2,50€ wirklich gut funktionierende Bewegungsmelder oder ab 4€ sauber arbeitende Smart Plugs mit Strom- Messung. Hab ich selbst erfolgreich im Einsatz.

Matter ist deutlich neuer. Hier gibt es viel weniger Auswahl und die Preise sind meist deutlich höher. Aber dafür ist es das “modernere” System, welches in Zukunft sicher an Bedeutung gewinnen wird.

Ich nutze Zigbee, Matter, WLan und Bluetooth parallel ohne irgendwelche Probleme. Alles je nach Aufgabe bzw. nach Verfügbarkeit. Wobei Zigbee schon den Schwerpunkt bildet. Wenn es etwas für Zigbee gibt, verwende ich auch meist Zigbee Geräte. Ich finde die Einbindung bei Zigbee am einfachsten. Matter ist durch den QR Code deutlich komplizierter, für meinen Geschmack. So Sachen wie meinen Saugroboter, der nun mal über WLan funktioniert, werfe ich sicher nicht weg, nur weil er über WLan (rein lokal, versteht sich) gesteuert wird. Auch einige BLE Geräte sind in meinem Bestand, die ebenfalls problemlos funktionieren. Alles kein Problem für HomeAssistant.

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Ich stand vor zwei Monaten vor derselben Frage. Ich habe eine Synology DS220+, die ich auf 6GB Arbeitsspeicher aufgerüstet hatte. Wahrscheinlich wäre mein aktuell nicht besonders großer HA dort auch als VM gelaufen, ich habe mich aber aus zwei Gründen dagegen entschieden:

  1. Bei mir läuft das NAS nur tagsüber und die Festplatten schlafen die meiste Zeit. Wenn ich dort die HA draufgepackt hätte, müßte das NAS durchlaufen und die Festplatten wären immer in Betrieb (Ja, ja, ich weiß, manche sagen, die NAS-Fesplatten soll man nie abschalten :wink:).
  2. Als Informatiker versuche ich, wenn es sinnvoll ist, das ‘Separation of Concerns’-Prinzip auch bei Hardware anzuwenden. Deshalb wollte ich die Funktionalität ‘Backup/Streaming’ hardwaretechnisch von der Funktionalität ‘Home Automation’ trennen.

Im Ergebnis dieser Überlegungen habe ich mir einen gebrauchten Mini-PC (Lenovo ThinkCentre M710q mit 16GB Speicher) gekauft, dort dann Proxmox installiert und darin dann als VM Home Assistant. Ist aktuell natürlich total überdimensioniert, aber so kann ich sicher sein, daß ich bis in fernere Zukunft meinen HA nicht aus Kapazitätsgründen umziehen muß.

Was das Funkprotokoll betrifft: Da ich einen Haufen älterer Philips-Hue-Geräte betreibe, habe ich mich für Zigbee entschieden.

Viele Grüße,
Sven

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Vielen Dank Euch für die ganzen Infos und Tipps.

Ich habe nun mal auf meiner Synology eine VM eingerichtet und dort dann HA installiert. Lass das nun mal dort laufen um mit HA vertraut zu werden.

Einige Geräte wurden in meinem Haus automatisch erkannt, einige kann ich nur mit HACS einbinden. Bis jetzt macht das einen guten Eindruck und es macht Spaß, ein Gerät nach dem anderen zu integrieren. Man denkt oft gar nicht, was alles möglich ist.

Optisch gefällt mir das Dashboard allerdings noch nicht so ganz und sieht etwas unübersichtlich aus. Aber ich habe gelesen, das man das auch irgendwie anpassen bzw verändern kann.