Ablesen von digitalem Stromzähler

Hallo zusammen,

ich nächster Zeit soll ein neuer moderner Zähler bei uns im Mehrfamilienhaus eingebaut werden. Zwei Parteien aus dem Haus wurden schon versorgt.

Nachdem ich mir das ganze bei den anderen Mietern angeschaut habe und auch den Schrank in dem die Zähler untebracht sind, musste ich leider feststellen, dass der Schrank vom Versorger verplombt wird und ich keinen Lesekopf an den Zähler anbringen kann (siehe Foto). Oder wäre es möglich hier durch die Scheibe den Zähler abzulesen. Habt ihr sonst noch andere Ideen?

Nö leider nicht.

Ich war in meinem Leben bisher nur einmal Mieter, sodass ich nicht wirklich weiß was ein Netzbetreiber dann in Miethäusern bzgl. des Zählerschrankes macht, aber den tatsächlich zu verplomben klingt für mich eher ungewöhnlich. Außer natürlich dieser Zählerschrank befindet sich dann außerhalb der Mietwohnung und in dieser gibt es dann eben noch einen weiteren “Zählerschrank” nur für die Sicherungen/Sicherungsautomaten.

Hm - gibt es inzwischen nicht sogar einen Rechtsanspruch darauf das man als Kunde selber auch elektronisch die Daten erfassen kann, bzw. die Möglichkeit dazu haben muss? :thinking: Aber da bin ich absolut nicht auf dem Laufenden.

VG Jim

Durch die Scheibe geht nicht!

Lesekopf muss direkt drauf.

Oder du lässt dir ein smartmeter z.B Shelly 3 PM in der Unterverteilung in deiner Wohnung montieren.

Gruss

Ja die Idee hatte ich auch schon. Bleibt mir ja leider nichts anderes übrig. :frowning:

Der Zähler ist verplombt, das ist dieses orangene Ding unten rechts am Zähler, dass der Schrank verplombt ist kann man in deinem Bild leider nicht erkennen.
Natürlich glaube ich Dir das, aber da würde ich doch mal den Versorger fragen wie er denn gedenkt, dass es der Kunde das folgende bewerkstelligen soll?!?

Mit dem elektronischen Stromzähler verfügen Sie über einen Zähler der neuen Generation.

In der nachfolgenden Bedienungsanleitung wird erklärt, was das Gerät leistet und wie Sie es bedienen und zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Der Zähler zeigt Ihnen nicht nur den aktuellen Zählerstand.

Er informiert Sie zusätzlich über die momentane Leistung und Ihren persönlichen Stromverbrauch. Damit haben Sie stets den Überblick, können durch verantwortlungsvolles Handeln Strom sparen und Ihre Kosten senken.

Quelle: Elektronische Stromzähler: Betriebsanleitungen | RheinNetz

Da findest Du auch die Anleitung zum abgebildeten Zähler.

Ist bei uns auch so. Alle Zähler sind in einem verplombten Kasten, Ablesung nur durch eine Scheibe.

Ich hab mir einen Shelly in die UV in der Wohnung gesetzt. Der Zähler ist im Keller, ich wohne im 2. Stock. Soweit reicht mein WLAN sowieso nicht. Und Strom für den Lesekopf gäb es am Zähler auch nicht. Daher war der Shelly in der UV die simpelste Lösung.

WLAN Empfang wäre nicht das Problem. Wohnung ist direkt oben drüber. Aber hatte mich auch gewundert wieso sozusagen 2 Mal verblombt wird (Zähler und Schrank). Da will man schon seinen Stromverbrauch tracken und optimieren und bekommt dann solche Hürden präsentiert :wink:

Für unmöglich halte ich es nicht, das Signal der IR-Sendediode zu erfassen, auszuwerten und einem Tasmota-Lesekopf zuzuführen. Die Kamera erkennt deren Leuchten ja auch deutlich.

Aber ich halte es für verdammt aufwändig. Da braucht man schon einen ziemlich empfindlichen Fototransistor und eine gute Verstärkerschaltung, die Rauschen und Umgebungsstörungen ausfiltert. Aber selbst, wenn diese Hürde überwunden ist, muss man vorher den Zähler mit Blinksignalen einer Taschenlampe dazu bringen, die erweiterten Werte über die Schnittstelle auszugeben.

Für das Auslesen der Signale könnte man einen Messtechniker fragen, die haben öfter mit schwachen Signalen mit kleinem Signal/Rauschabstand zu tun.

Sowas wurde früher in Mietshäusern in bestimmten Wohngegenden mit, sagen wir mal zweifelhaftem Ruf, gemacht oder in größeren Mietshäusern, um Stromdiebstahl zu erschweren. Es gab, oder gibt, schon ziemlich einfallsreiche Zeitgenossen, die an kostenlosen oder zumindest vom Nachbarn bezahlten Strom kommen woll(t)en. Ich hab damals, als ich noch in der Insatallationsbranche unterwegs war, einige abenteuerliche Konstruktionen gesehen, deren “Erbauern” es in den meisten Fällen auch egal war, ob da Lautsprecherleitungen direkt hinter der Hausanschlusssicherung hängen. Hauptsache kostenlos Strom.

Ja bei Mietobjekten in Mehrparteienhäuser kann das natürlich so sein und das hängt ja vermutlich auch davon ab was sich genau in diesem “Zählerschrank” mit den Zählern befindet und dort dann wie verkabelt wurde. Außerdem hängt das ja auch noch von dem Hauseigentümer und dem Netzbetreiber ab. D.h. für den Netzbetreiber wäre die Plombe an dem Zähler selber ja sicherlich auch ausreichend.

Hätte hier bei mir mein Netzbetreiber (Westnetz) bei dem Austausch des alten Ferraris-Zähler gegen einen Iskra vor ein paar Jahren, irgendwie meinen oder etwas an meinem Zählerschrank zusätzlich verplomben wollen, hätte der Mitarbeiter direkt wieder gehen dürfen. :laughing: Stattdessen konnte ich mir sogar noch aussuchen was für ein neuer Zähler hier montiert wird - sprich von welchen Hersteller - und dann wurde es eben ein Iskra Zähler und dieser ist dann auch verplombt. Bsp.-Foto aus dem I-Net:

@futurelook Mach Dich doch vielleicht noch mal dazu etwas schlau was ich geschrieben hatte, sprich dazu.

Wie gesagt weiß ich nicht wie da der Stand der Dinge ist, aber ich meine mich daran erinnern zu können das auch Mieter so eine Möglichkeit haben müssen. Aber absolut ohne Gewähr! :slightly_smiling_face:

VG Jim

Hast du es ausprobiert? Ich wohne ganz oben, mein Balkonkraftwerk mit Wechselrichter steht auf dem Dach, also 2,5 Meter über mir. Keine Chance, dass der Wechselrichter dort WLAN Empfang bekommt, selbst mit Repeater direkt (durch die Decke) auf den WR gerichtet. Ich musste auf dem Balkon einen Repeater installieren.

Also falls du den Weg mit dem Lesekopf weiter verfolgen willst, würde ich WLAN dort vorher checken.

Ja, damit hast du Recht!
Inzwischen ist es rechtswidrige, wenn dem Mieter so der Zugang zu Zählern verwehrt wird.
Die Nutzer müssen jeder Zeit in der Lage sein, Verbräuche und Leistungen erfassen zu können.
Wenn der Vermieter den Zähler in dieser Art und Weiße unzugänglich macht, muss er etwas Anderes zur Verfügung stellen, womit Mieter Verbräuche und Leistungen jederzeit einsehen können.
Zum Beispiel, bei jeden Mieter einen Shelly verbauen und dem Mieter den Cloud-Zugang zur Verfügung stellen.
Für Wasser kommt das noch… vermutlich 2028.