Welches Heizungsthermostat?

Hi Zusammen, ich bin neu hier und habe gerade HA bei mir installiert.

Kann mir jemand eine Empfehlung geben welche Heizungsthermostate ich mir am besten kaufe? Meine alten Brodos-Telekom Dinger werde ich wohl nicht weiter nutzen können wenn ich die Smart-Home-Zentrale von der Telekom abschaffen will, richtig? Welche haben stand heute das beste Preis/Leistungsverhältnis und lassen sich gut in HA einbinden?

Vielen Dank für eure Anregungen.
LG Flo

Moin,
wenn ich nach Brodos-Telekom Thermostat suche finde ich nur Homematic Thermostate also könntest du eventuell genauer als

sein?
Mit dem wissen das es eine Telekom Version vom Homematic USB Stick gibt halte ich es gar nicht für unwahrscheinlich das du die vielleicht über OpenCCU weiter betreiben kannst.

LG

Kommt ja ganz darauf an, über welches Funkprotokoll du die und weitere Geräte einbinden möchtest, Zigbee, Wifi, Z-Wave, Bluetooth, Thread etc.?
Das gängigste ist aktuell noch ZigBee, soll aber angeblich langsam von Thread abgelöst werden. Für ZigBee empfehlen die meisten hier im Forum das Sonoff TRVZB.
Ich selbst nutze vier BEOK TRV-705ZB über Zigbee2MQTT. Gerade im Zigbee-Bereich ist der Markt überflutet mit günstigen und meist guten Heizkörperthermostaten, von denen die meisten wohl auch mit HA funktionieren. Ansonsten wird dir aber wohl jeder empfehlen, was er selbst gerade einsetzt.

Zigbee Heizkörperthermostate bei AliExpress

Von Zigbee2MQTT unterstützte Heizkörperthermostate

Bitte beachte aber, daß die Zigbee2MQTT-Liste eben nur für die Zigbee2MQTT-Integration gilt und nicht für den HA eigenen Zigbee-Dienst ZHA, aber auch dort sollten die meisten Geräte unterstützt werden, unter anderem das bereits genannte Sonoff TRVZB.

@totow
Die Brodos AG ist wohl nur der Shopbetreiber des Telekom-Onlineshops und anderer, von daher könnte es sich tatsächlich um Homematic IP Geräte handeln.

Ich kann dir leider nur sagen, welche ich ganz sicher NICHT empfehle - und zwar hier: TP-Link Kasa KE100: permanente Temperaturkorrektur −10 °C - #13 von pkingnt33

Zurzeit teste ich Sonoff TRVZB. Simon hatte hier irgendwo mal geschrieben, dass er eine Rückmeldung von einem Shopbetreiber hat, der die Sonoff TRVZB als “retourenarm” beschreibt.

Hi Totow,

danke für deine Rückmeldung. Das hinter Brodos wahrscheinlich Homatic steckt hatte ich auch schon gelesen. Aus den Gerätedaten selbst geht das leider nicht hervor. Aber danke für den Tipp mit OpenCCU, das schaue ich mir mal an.

Hi Kamika,

danke für dein Feedback und die Infos, hilft mir schon mal und schaue ich mir mal an.

LG Flo

Dieses Teil? Finde ich eigentlich recht schick.

Telekom Heizkörperthermostat bei Amazon

Steht leider nicht dabei, welches Funkprotokoll das unterstützt, aber ich nehme an, es wird DECT-ULE sein. (?)

Nachtrag: Ja, DECT-ULE, ist das gleiche Funkprotokoll, wie es die Teile von AVM (Fritz!) nutzen und die lassen sich über HA betreiben, allerdings wohl nur über eben eine Fritzbox. Müsstest du dich mal zu belesen.

Datenblatt

Sonoff TRVZB haben einen Vorteil, den ich so noch nicht bei anderen Thermostaten gesehen habe. Sie können von HA her gesteuert werden durch direkte Steuerung des Ventil-Öffnungsgrades. Wenn die passende Integration genutzt wird, das ist Versatile Thermostat.
Hier gibt es eine Kurzanleitung zum TRVZB.
Und keine Sorge: Die Einrichtung ist deutlich weniger komplex, als es vielleicht zunächst scheint.

Das geht bei meinen BEOK auch, wenn ich das richtig sehe, aber ernstgemeinte Frage, wozu soll das nützlich sein?

Vorweg, sehr schwieriges Thema, da Geschmäcker verschieden sind. Da ich! Stück für Stück alles von Zigbee zu Matter/Thread umstellen will, bin ich aktuell bei den Tado X hängen geblieben. Der Akku Pack holt mich ab, bauen recht kompakt und sehen nicht aus, wie der übliche “Ziegelstein” am Heizkörper.

Die Eurotronics Comet Zigbee können das auch. Haben aber tatsächlich nur einen Öffnungswinkel (0-100) und nicht einen maximalen Öffnungs- und Schließwinkel. Die Erweiterung auf die du Abspielst wird VTherm sein und das kann mit beiden umgehen, bist aber an den TRVZB entwickelt.

Viele Thermostate können halt nur entweder AUF oder ZU. Gibt es eine bestimmte Abweichung von der eingestellten Solltemperatur (ist oft zumindest einstellbar, wie hoch die Abweichung sein soll bis zur Reaktion) reagiert das Thermostat eben mit ganz AUF oder ganz ZU.
Viele Thermostat-Integrationen agieren nur auf der logischen Klima‑Ebene (Setpoint, hvac_mode), sie schicken also nur eine Zieltemperatur an das TRV, das intern selbst bestimmt, wie weit es öffnen muss, oft eben nur AUF oder ZU.
VTherm (Versatile) hingegen nutzt die direkte Ventilöffnung als eigentliche Stellgröße: Der virtuelle Thermostat denkt in “wie viel Prozent Ventilöffnung brauche ich?”, was viel feiner dosierbar ist als das reine Setzen einer Solltemperatur am Gerät.
Und da ist mir bislang halt nur das TRVZB bekannt, mit dem das geht.
Ohne die Integration Versatile kann das Sonoff von sich aus auch nur AUF und ZU,

Ich selbst will nur mit AUF oder ZU heizen, ist auch viel logischer, es wird geheizt, bis der externe Temperatursensors “Schließen!” an die Automatik meldet oder der interne Mechanismus des Reglers schließen lässt. Es bringt absolut nichts, das Heizungswasser schneller oder langsamer durch den Heizkörper fließen zu lassen, da es immer gleich heiß ist, zumindest bei Fernwärme, wie es bei privaten Anlagen aussieht und ob es da Sinn macht, weiß ich nicht. Ich denke, ein verlangsamter Zufluss durch geringere Ventilöffnung erhöht sogar die Heizkosten, da es länger dauert, den Raum zu erwärmen.
Einige Heizkörperthermostate die ich hatte, haben die Generalmodi ECO und Komfort unterstützt, nicht zu verwechseln mit den gleichen selbst festgelegten Modi und da stand auch eindeutig dabei, daß der Systemmodus “Komfort” mehr Energie verbraucht, da hier die Ventilstellung immer wieder angepasst wird und meist sogar dauerhaft ein wenig geöffnet bleibt. Ich lasse meine Denkweise da gern korrigieren.

Mal rein die Physik:
Je langsamer das Wasser die Heizung durchströmt umso mehr Wärme kann es an den Raum abgeben und umso kühler geht es in den Rücklauf.*
Je höher die Temperatur des Wassers ‘auf dem Weg’ zum Heizkörper oder zum Kessel ist, umso mehr Energie wird ins Mauerwerk abgegeben. Isolierung hin oder her.
Energetisch sind also möglichst niedrige Rück- und Vorlauftemperaturen optimal.

Und ansonsten: ich kenne eure Kurven nicht, die feingranulare Regelung hier hält die Temperatur immer im Rahmen +/-0,2-0,4K um die Zieltemperatur (ein Wenig von der Nachtabsenkung abhängig - und alles unbenommen der Genauigkeit des Temperaturfühlers). Bei 1/0-Regelung ist die Wahrscheinlichkeit zumindest höher, dass man deutlicher überheizt und anschließend auch deutlicher unter die Zieltemperatur abfällt. Das Überheizen bedeutet entsprechend mehr Energieaufwand, derweil der Heizkessel beim Abkühlen vll. weniger heizt aber ja keinesfalls komplett abschaltet.
Und zuletzt können bei 1/0-Regelung die Timings so blöd zusammenfallen, dass der Heizkessel schlagartig für mehrere Räume gleichzeitig Hochheizen muss und entsprechend hoch fährt, nur um dann anschließend in seinem eigenen Saft zu schmoren, was endgültig verschenkte Energie ist.

  • Als Anhang weil das wirklich geringe Unterschiede sind:
    Am wenigsten Energie kostet es Wasser zu erhitzen, wenn es 35°C hat.
    35°C warmes Wasser um 5K zu erhitzen braucht ca. 0,055% weniger Energie als 45°C warmes Wasser um 5K zu erhitzen (von 25°C auf 30°C sind es ca. 0,035% mehr Energie)…
    Auch wenn die Differenz minimal ist: am effizientesten arbeitet der Heizkessel also, wenn man Vor- und Rücklauf Recht symmetrisch um diese 35°C hält mit Tendenz zu kühler (wobei das sich aus Komfortgründen halt eh etwas nach oben verschiebt).

Alles obige im Rahmen meines beschränkten Wissens.

Danke, klingt plausibel, aber bezieht sich eben auf eine private Heizanlage, wie ich es mir schon gedacht habe, bei Fernwärme in einem Mehrfamilienhaus dürfte das keine Auswirkung haben.

Ja, richtig. Übrig bleibt dann nur ggf, dass auch die Ist-Temperaur glatter sein könnte.

In der Mietbranche würde ich den Heizkörper auch digital steuern. In einer idealen Welt ist die Anlage eh hydraulisch abgeglichen und er bekommt nicht mehr Wasser wie nötig. Theoretisch. Ja, die Praxis sieht anders aus.

Um den Bogen zu bekommen. In Mietwohnungen hat man ja gerne die elektronischen Meßdinger am Heizkörper. Die sitzen bei 2/3 HK Höhe von unten. Wenn man so einen HK am Ventil nur minimal öffnet, kanns passieren das der Kostenerfasser voll zählt, weil HK oben heiß, der HK bringt aber nicht die Nennleistung, weil unten kalt. Die Meßdinger sind aber strohdoof. Die messen die Oberflächentemperatur an dem einen Punkt wo sie sitzen, rest wird mathemtisch erschlagen.

Sprich der Schuß kann da nach hinten los gehen.

Oder man regelt das Ventil (aus Versehen) so weit runter, dass der Wärmezähler immer kalt bleibt und nur die oberen 10cm des Heizkörpers warm sind. Für mich hat die digitale Regelung den Nachteil, das die Temperatur im Raum zu stark schwankt. Oder man muss mit Viel Regellogik und Hysterese arbeiten. Wenn dann noch die Vorlauftemperatur Wettergeführter Heizungen stark schwankt bekommt man den Raum nicht gleichmäßig warm.

Du? Ich lass da BTT wurschteln und habe mir nie einen Kopf drüber gemacht. Solange für mich das Ergebnis passt, alles gut. Mein Gedanke war rein theoretischer Natur.

Raum zum Betrügen ist immer. So sind die Lüfter für Heizkörper im Mietwesen verboten. Nicht, weil sie nix taugen, aber die Heizkörperleistung passt nicht mehr zur hinterlegten Leistung, sprich Korrekturfaktor vom Abrechnungsservice. Erschleichen einer Leistung usw.

Gruß

Ich habe die trv’s von Shelly. Funktionieren recht gut. Nur ist die HA Anbindung im Vergleich zu den Möglichkeiten in der Shelly App definitiv sehr unzureichend.

Weiß jemand, ob die HA- Integration die (technisch per app durchaus vorhandene) analoge Ventilregelung, also nicht nur auf/zu beherrscht?