Ich habe Probleme mit Schimmel im Winter in den Räumen und mich jetzt intensiver mit dem Thema beschäftigt. Und in den Problemecken die Thematik zu überwachen würde ich gerne einen oder mehrere Temperaturmessungen anbringen, um die WEandtemperatur zu messen. Es sollen Geräte für Smartlife sein, die ich darüber in den Homeassistant integrieren möchte. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht und kann mir etwas empfehlen?
Ich habe einen GoveeLife Bluetooth Thermometer Hygrometer Innen, Mini Sensor im Einsatz. Da musst Du halt auf die Reichweite achten.
Kennst Du die Schimmel-Indikator-Helfer (siehe HA (Mold) Schimmel Sensor) ?
Sinnvoll wäre ein Oberflächenfühler, kein Luftfühler. Die Kondensation beginnt ja wenn die Wand kälter als die umgebende Luft ist, der Taupunkt an der Wundunterschritten wird und die Luftfeuchte kondensiert. Daher 2 Thermometer, eines Oberfläche evtl. mit PT100, da gibts versch. Sensoren, eines Luft, und vlt. noch Luftfeuchte dann lässt sich auch der Zeitpunkt bestimmen wann das passiert und Alarm geben für Aktionen…
Cheers Franky
Ein Oberflächen Fühler ist auf jeden Fall sinnvoll. Ich möchte aber gerne eine fertige Lösung. Könnte mir jemand etwas empfehlen?
So blöd wie es klingt, wie wäre es mit Lüften? Um besten Fall zum richtigen Zeitpunkt… Du kannst viel messtechnischen Aufwand betreiben um dann festzustellen das Luftaustausch richtig gewesen wäre. Wenn du Schimmel verhindern möchtest sind zwei Dinge wichtig. Ist die Absolute Feuchtigkeit der Innenluft höher als bei der Außenluft, nur dann sollte man Lüften.
Und ist die Taupunkttemperatur höher als die niedrigste Temperatur an der Wand. Dann kondensiert dort die Luftfeuchtigkeit und führt zu Schimmel.
Wenn man diese Mechanismen begriffen hat, dann kann man Maßnahmen treffen. Sei es Lüften oder auch dafür sorgen das eine Ecke nicht auskühlt.
Und es dauert bis man Feuchtigkeit aus einer Wohnung hinaus gelüftet hat. Man kann es erkennen wie schnell die Luftfeuchtigkeit nach dem Beenden des Lüften wieder ansteigt. Dabei kann es sich lohnen die Raumtemperatur in der Übergangszeit zu erhöhen, so bekommt man die Feuchtigkeit besser abgelüftet.
Mit einem Infrarot-Thermometer kann man schnell und Kostengünstig kalte Ecken messen. HA fähige Thermometer die relative Luftfeuchtigkeit messen, gibt es wie Sand am Meer. Die Außenluft zu messen gehört natürlich dazu.
Das richtige Heizverhalten kommt dazu!
Viele stellen ihre Heizung tagsüber aus, weil ja keiner da ist, das ist absolut falsch und kostet auf Dauer mehr Geld (Heizung wird abends hochgedreht) als richtig zu heizen.
Es sollte, auch bei Abwesenheit und nicht genutzten Räumen, eine Grundtemp. herschen die über dem Taupunkt der kältesten Stelle der Wände liegt.
Im Winter, oder der Übergangszeit sollte eine Wohnung nicht unter 18- besser 19 Grad Raumtemp. absinken! Dabei auch die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten!
Dann mind. 3 mal am Tag Querlüften für 10 Min. und der ganze Spuk ist vorbei.
Sollte es sich allerdings um Bauschäden oder unentdeckte Wasserschäden handeln, muß der Fachmann kommen. Sowas läßt sich aber genau feststellen.
Also, Infrarotthermometer, Hygrometer besorgen, die Heizung und Heizkörper richtig einstellen und Geduld, das geht nicht von heute auf morgen ![]()
Vielen Dank für eure Beiträge. Ich beschäftige mich mit dem Thema schon über Jahre. Lüften, Heizen, Luftfeuchte prüfen. Es geht jetzt schon wieder los. Ich kann da in meiner Wohnung gar nicht viel mehr machen. Ich habe jetzt schon fast wieder 70%Luftfeuchte. Das nervt. Deshalb dachte ich, ich könnte es mir leichter machen, wenn ich den Taupunkt berechne und die Wandtemperatur im Auge behalte. Und das würde einfacher gehen, wenn ich da ein geeignetes Messgerät hätte. Am besten halt in Smartlife drin. Deshalb nochmal die Frage: was könnt ihr empfehlen
Bei 70% relativer Luftfeuchtigkeit würde ich mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken um die Wandtemperatur machen, sondern einfach nur darüber wie man die Luftfeuchtigkeit herausbekommt und ggf. wo das Wasser überhaupt her kommt.
Wenn du schreibst das mehr Lüften nicht geht, dann würde ich mich auf die möglichen Ursachen konzentrieren.
Smartlife soll ein Smarthome System sein?
Okay, dann her mit Ideen, wie man Luftfeuchte weg bekommt, wenn es mit Heizen und Lüften nicht klappt. Ich möchte allerdings nicht dauerhaft ein Gerät aufstellen zur Entfeuchtung elektronisch
Es gibt extra Wandheizungen zur Verhinderung von Schimmel. z-B. Hilft eine Wandheizung gegen Schimmel?
Ich habe an vielen Stellen in der Wohnung Probleme. Deshalb dachte ich, ich montiere einen entscheidenen Sensor an der kritischten Stelle damit ich informiert werde, wenn es richtig schlimm wird. Aber offenbar gibt es da nichts oder?
Wenn richtig lüften, also stoßlüften nach absoluter Luftfeuchtigkeit innen und aussen , sowie richtiges heizen nicht hilft liegt oft ein unentdeckter wasserschaden vor.
Wenn tatsächlich richtig gelüftet wird und nicht ein Dschungel in der Wohnung ist, ist das nicht unwahrscheinlich.
Ich denke eher, das Haus wurde zu gut und dann nicht richtig gedämmt. Aber Mietwohnung.
Im Prinzip brauchst du gar keine fortlaufende Messung der Wandtemperatur.
Die Mold Indicator-Integration berechnet die ungefähre Wandtemperatur anhand von Innen- und Außentemperatur, wenn man sie vorher an einem kalten Tag kalibriert hat. Dir wird dann die Schimmelgefahr (also Gefahr von Kondensation an der Wand) in Prozent angezeigt. Damit steuere ich meinen Luftentfeuchter im Keller.
Ich lüfte, wenn die absolute Feuchtigkeit im Keller deutlich höher ist als außen. Und dann solange, bis sich die Differenz halbiert hat. Danach verschwindet die Feuchtigkeit zunehmend langsamer.
Empfehlung kann ich nicht aussprechen, da ich die betreffenden Geräte nicht habe.
Ein googeln hat das gebracht such dir da was aus, befestige den Sensor auf der Wand, dazu ein Innenthermometer mit Feuchte, selbiges außen.
Dann solltest du messtechnisch alle Parameter messen bzw. berechnen können, dann eine entsprechende Automation in Ha, evtl. noch Fenstersensoren und los gehts.
Cheers Franky
Ich hatte mich auch mal mit der Thematik beschäftigt, bin Freund davon erstmal Daten Fakten sammeln, dann reagieren und kontrollieren.
Habe in jedem Raum Temperatur-/Luftfeuchtigkeitssensoren von Tuya, aus diesen berechne ich die absolute Feuchte, vergleiche mit Aussen und sehe auf einem Dashboard anhand der Rahmenfarbe ob lüften gut, schlecht oder neutral wäre.
Anhand des Verlaufs kannst du dein Verhalten dann gut analysieren. Allerdings muss ich auch sagen, dass wenn die Feuchtigkeit aus der Wand kommt, musst du viel lüften um überhaupt eine Veränderung zu erkennen. Sobald das Fenster zu ist steigt die Luftfeuchtigkeit schnell wieder auf den ursprünglichen Wert an.
Ist auch klar wenn du dir den Prozess überlegst dass dein Raumvolumen zwar nun pro m³ luft ein paar g mehr wasser aufnehmen kann, aber aus der Wand ggf. viel nachgeliefert wird.
Ich habe ja schon ganz viele Anregungen bekommen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich das auch so tun werde. Ich habe ja bis auf die Wandtemperatur schon alle Werte, nur fehlt mir im Moment noch ein bisschen der Zusammenhang. Wie hast du denn dein Dashboard gestaltet? Ich meine jetzt nicht, wie du das mit der Rahmenfarbe gemacht hast, sondern was hast fu hinterlegt? Wie findet sich die Information wann man lüften sollte. Das fehlt mir noch und vielleicht ist das auch mein Problem, dass ich das nicht in den Griff bekomme
Das befindet sich in meinem Kopf ![]()
Ich schaue halt darauf, wenn ich nicht zu Hause bin kann ich auch nicht lüften, wenn ich da bin und der Rahmen grün ist (bedeutet absolute Feuchte aussen << innen) dann lüfte ich, bei rot halt nicht, bei Orange nach Lust und Laune da sich die Luftfeuchtigkeit nicht (kaum) ändert
Und bitte bedenken:
Bei Temperaturfühlern gibt es einen gewissen Spielraum an Meßergebnissen, auch wenn diese unmittelbar nebeneinanderliegen. Die meisten Sensoren kann man deshalb relativ einfach kalibrieren.
Bei der gemessenen relativen Luftfeuchte ist der Spielraum noch größer, und die Kalibrierung um so nötiger. Aber wenn du baugleiche Sensoren innen und außen verwendest, sollte das schon möglich sein.

