Sensoren für Bodenfeuchte kalibrieren

Hallo zusammen,

ich möchte Bodenfeuchtigkeitsensoren kalibrieren, so dass sie annähernd gleiche Werte anzeigen.
Ich würde sie dazu alle nebeneinander in Substrat stecken, dieses gleichmäßig befeuchten und dann anhand der Werte mittels Helfern alle auf das gleiche Level bringen.
In etwa so: an Sensor 1 werden die anderen orientiert, d.h. Wert von Sensor 2 + x = Wert von Sensor 1.
Sollte dann auch bei sich ändernden Werten des Sensor 2 immer wieder passen?
Oder habe ich einen Denkfehler?
Und wie löse ich das mit dem Helfer? Welcher ist hierfür der richtige?
Danke.

Was hast Du für Bodenfeuchtigkeitsensoren am Start. Wie weit liegen den die einzelnen Messwerte auseinander? ± 10% sollte Haken Problem sein, Du brauchst ja nicht auf jeden Prozentpunkt reagieren.

Ansonsten wäre das ein Template Sensor als Helfer.

Gruß Osorkon

Moin,

Wieso, sollte das so sein, dann misst Du ja nicht mehr den tatsächlichen Feuchtigkeitswert an der Stelle wo 2 steckt, warum möchtest Du, das sie beide das gleiche Anzeigen?
Die Messungenauigkeit, kann auch über einen Bereich schwanken, dann sind Deine +, oder - werte nicht mehr stimmig, soll heißen von 0 bis 25 % schwanken die Werte bei Stick 1 um ±10 %, aber Stick 2 ist besser, daher dort nur um ± 5 %, dafür bei 75 % Bodenfeuchte stimmen sie überein beide ±5 %.

Ich verstehe den Sinn dahinter nicht?

Du kannst meiner Meinung nach nur folgendes tun

  • Wenn die Sticks im selben Topf stecken, aus beiden einen Mittelwert bilden.
  • Wenn sie in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden, dann muss man beide einzeln kalibrieren, also einmal 100 % feucht, im Wasserglas, einmal 100 % trocken, dann zeigen sie auch den gewünschten Wert am Einsatzort an.

In 99 % aller Fälle kann man die Geräte auch an sich kalibrieren, z. B.

VG
Bernd

Hast Du schonmal geschaut, ob Deine Sensoren das nicht von Haus aus bereits können? :thinking:

Nachtrag:

Wenn sie es nicht können, kann man das … naja, “ganz einfach” ist es nicht. Aber es geht. :wink:

  • Sensoren aus der Erde raus, abtrocknen und ins Trockene legen.
  • Etwa 2L Substrat nehmen und gut durchmischen. Es sollte möglichst homogen sein.
  • Das Substrat im Ofen trocknen, bis es komplett trocken ist.
  • In einen etwa 2,5L großen Behälter das Substrat rein. Sensoren in das Substrat rein.
  • Warten, bis sich die Temperaturen angeglichen haben.
  • Sensoren ablesen und Werte merken (→ TROCKEN). Daraus wird später das kalibrierte 0%.
  • Jetzt den Behälter so weit füllen, dass das Substrat so gerade eben bedeckt ist.
  • Warten, bis sich die Werte der Sensoren nicht mehr ändern.
  • Sensoren ablesen und Werte merken (→ NASS). Daraus wird später das kalibrierte 100%.

Jetzt geht die Arbeit los! Du legst Du einen Helfer an …

Einstellungen → Geräte & Dienste → Helfer → + Helfer erstellen

… vom Typ Zahlenwert-Eingabe an.

Jetzt basteln wir noch ein Skript …

Einstellungen → Automationen & Szenen → Skripte → Skript erstellen

… und fügen eine Aktion hinzu:

Dann poppt dieses Fenster rechterhand auf:

Auf Entität auswählen klicken und den eben angelegten Helfer auswählen. Im Feld namens Wert unten eine 0 (Null) eingeben:

Dann oben rechts auf das Hamburger Menü klicken und In YAML bearbeiten anklicken.

Jetzt sieht der Code so aus:

action: input_number.set_value
metadata: {}
data:
  value: 0
target:
  entity_id: input_number.kalibriertefeuchte

Da fehlt jetzt nur noch die Berechnung. Die Werte für TROCKEN und NASS sind die, die Du Dir weiter oben gemerkt hast. Die Zeile muss so angepasst werden:


  value: >-
    "{{ (states('DEIN_SENSOR') | float - TROCKEN) * ( 100.0 / (NASS - TROCKEN)) }}"

Ich hab jetzt einfach mal einen meiner Sensoren eingetragen. Da muss natürlich Deiner rein. Am Ende sollte das Skript so aussehen:

action: input_number.set_value
metadata: {}
data:
  value: >-
    "{{ (states('input_number.tagestemperatur_summe_jede_stunde') | float - 30.0 ) * ( 100.0 / ( 80.0 - 30.0 )) }}"
target:
  entity_id: input_number.kalibriertefeuchte

Hm … :thinking: … funktioniert das so überhaupt? Mal testen:

Yup, sieht gut aus. :smiling_face_with_sunglasses:

Das kannst Du jetzt als Aktion in einer Deiner Automationen aufrufen. Da triggerst Du z.B. auf die Änderung der Feuchte einer Deiner Sensoren und rufst dann das Skript auf. In dem Helfer kannst Du dann die kalibrierte Feuchte auslesen.

Das … kann man so machen, aber wie @dp20eic schon sagte, haben die Feuchtemesser ziemlich große Schwankungen. Die hängen übrigens auch von der Temperatur ab. Und die ist hier noch gar nicht berücksichtigt. Und weil jedes Substrat sich anders verhält, musst Du die Kalibrierung bei jedem Substratwechsel erneut durchführen. :grimacing:

Selbstredend muss die Kalibrierung für jeden einzelnen Feuchtesensor durchgeführt werden.

Den Rest schaffst Du jetzt aber alleine, oder? :laughing:

NACHnachtrag:

Das ist übrigens eine reine Kopfgeburt, d.h. nicht in Natura getestet. Sowas in der Art hab ich allerdings auch vor, weil …

2 „Gefällt mir“

Ich habe diesen hier und 5 von denen in ZHA im Einsatz. Möglichkeiten zur Kalibrierung bieten die nicht.

Bei 5 Sensoren habe ich aktuell folgende Werte (Sensoren stecken nun alle beieinander):
2x 32%, 29%, 36%, 42% & 46%

@Oern
Wow :flushed_face: Das klingt gut und kompliziert :sweat_smile:

Moin,

Das ist ja lustig, was da in der Beschreibung steht :wink:

Übersicht

Berichtpunkt

Achtung: Dieses Produkt kann nur für den Heimassistent zigbee2mqtt verwendet werden!Funktioniert nicht für ZHA!Nicht für andere ZigBee-Gateways!

Ist das Gerät denn als Kompatibel in der ZHA Datenbank gelistet?

Das sind die, die Z2M unterstützt

VG
Bernd

P.S.: in den Bewertungen hat jemand geschrieben, das die Werte schlechter werden wenn die Batterien schwächer werden, hast Du mal in alle neue Batterien gemacht und dann noch mal vergleichen.

Ich habe die Sensoren alle neu und dann erst mal ganz frische Batterien eingesetzt :+1:t3:

Ja, die Beschreibungen bei Ali sind schon als echt Klasse :grinning_face_with_smiling_eyes: Sollte man nicht so viel drauf geben.

Wirklich kompliziert ist das nicht. Nur aufwendig. Das schöne ist, dass Du für die ermittelten Werte auch Helfer anlegen kannst. Dann musst Du ganz am Ende nur diese beiden Werte in die Helfer eintragen und bist fertig. :wink:

Das ließe sich bestimmt noch weiter vereinfachen, aber dazu kenne ich mich noch nicht gut genug in HA aus. :man_shrugging:

Gut, dann müsste das, wenn Du es ganz akkurat haben willst, neben der Temperaturabhängigkeit, auch noch in die Berechnung rein. Dann fängt es an kompliziert zu werden. :laughing:

Moin,

ich möchte ja niemanden den Spieltrieb rauben, ich finde die Diskussion schon kompliziert :wink:
Welche Pflanzen sind denn so genau zu Monitoren, Cannabis oder was :slight_smile:
Wie sieht denn die Aktion dahinter aus, wenn Feuchtigkeit < X %, dann gießen, wenn ich dann sehe, das bei dem Stick mit 46 % die Erde noch feucht genug ist, dann halt dort die Aktion, auf kleiner 40 % setzen, bei der Pflanze wo die 29 % stehen, dann wurde da ja schon vorher gemeldet das sie zu trocken ist, also war ich da schon ein paar Tage zuvor am Gießen.

Aber ich halte mich da raus, ich habe keine dieser Devices und war nur am Problem interessiert, würde da aber nie eine schlaflose Nacht mit haben :slight_smile:

VG
Bernd

1 „Gefällt mir“

Es geht einfach darum, dass man den Feuchtemesser neben die Pflanze stöpselt und dann zumindest halbwegs plausible Werte angezeigt bekommt. Wenn mir der eine fast 90% anzeigt und der andere zur gleichen Zeit 60%, dann ist das kaum brauchbar. Dann kann ich auch wieder den Finger in den Topf stecken, um die Bodenfeuchte zu prüfen. :man_shrugging:

Der linke und mittlere stecken z.B. bei uns im gleichen Blumenkasten. Am Samstag gegen 13 Uhr zeigte der Tuya 71% (links) an und der 3rd Reality 33% (mitte). Da kann ich die Bodenfeuchte auch gleich auswürfeln.

Wenn ich die Feuchtemesser zum Winter hin ins Regal lege und nächstes Jahr wieder in die Blumenkästen stecke, muss ich mir sonst merken, welcher davon wie angezeigt hat.

Nachdem man die kalibriert hat, sind die bestimmt nicht hochgenau, aber eine Abweichung von unter 10% sollte schon machbar sein und das reicht für den Anwendungsfall - es sind übrigens Tomaten - locker aus. :wink:

Nein, Cannabis ist ziemlich genügsam und robust … hab ich gehört … von einem Freund. :blush:

Wenn die kalibriert sind kannst du dir das sparen. Das ist zumindest meine Hoffnung. Weil sonst musst du ich jedes Jahr aufs Neue alles anpassen. Und es heißt ja nicht umsonst Automation. :wink: