Kalibrierung Zigbee Pflanzensensor - ZG-303Z

Servus Community,

der Simon hat ja in seinem Video:

einen ZigBee Pflanzensensor vorgestellt.
ZG-303Z

Diesen konnte ich auch ohne Probleme in Zigbee2MQTT einbinden und ist somit auch in HA verfügbar.

Mein Problem ist jetzt die Kalibrierung.

Meine Frage bei Youtube war:

Ich habe mir jetzt auch den Sensor geholt, den Du hast und ihn gestern in MQTT eingebunden.

Soweit alles easy, nur irgendwie komme ich mit der Kalibration nicht klar. Habe ihn im Auslieferungszustand ins Wasser gestellt und da war die Feuchte bei 70%.

Habe dann den Schieber zum kalibrieren bis ganz nach rechts geschoben und dann hatte er 100%, allerdings wenn er trocken ist 30%.

Der gesamte Einstellraum sind -30 bis +30. Jetzt sagt mir der Sensor, dass die Feuchte im Topf immer noch 78% beträgt, was ich als zu viel empfinde, wenn ich mal den Finger in de Sand stecke. ^^

Habe ich hier was falsch gemacht ? +30% Abweichung einzustellen kommt mir jedenfalls komisch vor.

Ich zitiere hier mal Simons Beitrag von Youtube

Das Problem mit der Kalibration kenne ich, das kann am Anfang echt ein bisschen knifflig sein, weil es nicht immer super intuitiv erklärt ist.

Die +30/-30 Einstellung ist tatsächlich der Offset oder die Anpassung der Skalierung des Sensors, nicht direkt der Feuchtigkeitswert. Der Sensor misst ja eigentlich einen elektrischen Widerstand oder eine Kapazität (je nach Typ) und das wird dann in einen Prozentwert umgerechnet. Die Kalibrierung sagt dem System quasi, welcher Rohwert “trocken” (0% oder dein minimaler Wert) und welcher Rohwert “nass” (100%) sein soll.

Deine Beobachtung, dass er im Auslieferungszustand im Wasser 70% zeigt, ist erstmal normal, weil die Standard-Skalierung vielleicht nicht perfekt passt. Wenn du den Schieber dann auf +30 stellst und er im Wasser 100% zeigt, dann hast du damit die obere Grenze der Skalierung für “nass” auf diesen Rohwert verschoben. Dass er dann trocken 30% anzeigt, bedeutet, dass die untere Grenze für “trocken” durch die gleiche Verschiebung auch nach oben gerutscht ist.

So sollte die Kalibrierung idealerweise ablaufen:

  1. Trockenpunkt festlegen: Sensor komplett trocknen lassen (an der Luft) oder in ganz trockene Erde stecken. Schau, welchen Wert er anzeigt (sagen wir X%). Dann stellst du den Kalibrierungsschieber so ein, dass der Sensor jetzt 0% oder den gewünschten Minimalwert anzeigt.
  2. Nasspunkt festlegen: Sensor in ein Glas Wasser stellen (komplett eintauchen, aber nicht das Modul oben!). Schau, welchen Wert er jetzt anzeigt (sagen wir Y%). Dann stellst du den Schieber so ein, dass der Sensor jetzt 100% anzeigt.

Du musst also den Schieber so justieren, dass der Rohwert im trockenen Zustand auf 0% oder deinen Minimalwert (z.B. 10% für sehr trockene Erde) und der Rohwert im nassen Zustand auf 100% gemappt wird. Das ist ein bisschen ein Hin- und Her-Spiel mit dem Schieber zwischen trocken und nass.

Dass er im Topf 78% anzeigt, kann auch daran liegen, wie feucht die Erde wirklich ist. Manchmal fühlt sich die Oberfläche trocken an, aber tiefer ist es noch sehr nass. Aber klar, wenn dein Finger sagt “eigentlich trockener”, dann stimmt vielleicht die Kalibrierung noch nicht ganz.

Versuch die Kalibrierung nochmal mit dem “Trocken = 0%” und “Nass = 100%” Prinzip. Die +30% Einstellung ist halt der Betrag der Korrektur, den das System braucht, um deine Rohwerte auf die 0-100% Skala zu bringen.

Und meine Antwort dazu

Im Endeffekt habe ich es ja so probiert.

Das Problem ist aber, dass die Kalibrierung nur den “Wertebereich” von 70 um 30 verschieben kann.
Ich kann somit entweder nur Max (100) oder Min (0) angleichen. Also 0 - 70 oder 30 -100 oder halt 10 - 80.
Oder hast Du es so kalibriert bekommen, dass es im Wasser 100% hat und wenn es getrocknet ist, 0% hat ?

Damit arbeiten könnte man schon, Topf fluten und den Sensor auf den Maximalwert einstellen. Warten bis er trocken ist und sich den Wert merken und dann entsprechend Alarm geben. Nur das ist dann ja keine wirkliche Messung und wenn man es dann korrekt machen möchte mit den richtigen Werten für verschiedene Pflanzen, dann wird man dies wohl nie hinbekommen.

Wir habt ihr diese Sensoren kalibriert ?
Konntet ihr es so einstellen das bei trocken (an der Luft) 0 angezeigt wird und im Wasser 100 ? Oder habe ich hier einen Denkfehler ?

So schaut es bei mir momentan aus

@simon42
Du sagtest ja im Video, dass Du keine Temperatur angezeigt bekommst. Das war bei mir am Anfang auch so. Jetzt als ich den Screenshot erstellt habe, war die Anzeige der Temperatur plötzlich da. Schau mal nach, ob Du sie jetzt evtl auch hast. :wink:

Ich habe mir 4 solcher Teile bestellt und musste keines kalibrieren.

Und bei Dir ist trocken 0 und nass 100% ?

Was mir gerade einfällt, da ich ein paar Videos zum Thema gesehen habe, ist dass es evtl an den Batterien liegen kann. Ich habe da nämlich Akkus drin und die haben ja etwas weniger Spannung als Batterien. Wenn der Sensor keinen Spannungsregler hat, könnte es die Erklärung sein.

Ja, bei mir ist trocken 0% und nass (im Wasserglas) 100%. Ich habe Batterien drin.

Ich hab leider immer noch keine Temperatur, vielleicht mag der Sensor mich einfach nicht :see_no_evil:

Zur Kalibrierung: 100 % im Wasserglas hatte bei mir auch relativ gut funktioniert, ich glaube es waren irgendwie 9X%, also relativ nah an 100 dran und wenn ich ihn einfach nur hingelegt hatte, ohne Kontakt zu irgendwas dann waren es, meine ich 0X%. Also für die Bedürfnisse einer Pflanzen definitiv besser, als würde ich einschätzen, wann ich gießen muss :sweat_smile:

Es waren tatsächlich die Akkus. Habe jetzt Batterien drin und jetzt ist die Kalibrierung in der Mitte und Trocken ist 0 und im Wasserglas sind es 100%.

Batterien haben 1,5V Spannung und die meisten üblichen Akkus 1,2V , gibt aber auch 1,5V Akkus. Das wird vermutlich der Grund sein.

Hallo Zusammen,
ich habe die selben Themen auch mit dem ZG-303Z
Zudem ist mir aufgefallen, dass die Sensoren bei mir, obwohl die Erde feucht ist (heute gegossen), auch den Minimalwert (trocken) anzeigt. Direkt nach dem giessen der Pflanzen, zeigt er einen hohen Feuchtigskeitswert um die 100% welcher dann auch wieder in wenigen Stunden auf den trockenen Minimalwert von 20% sinkt. Der Sensor müsste meiner Meinung nach viel granularer (sensibler und differenzierter) reagieren.

Hat jemand hier in der Community auch das selbe Verhalten festgestellt?

Vielen Dank für die Rückmeldung

Grüsse Manu

Nachtrag zu meinem Kommentar: Ich habe die Sensoren jetzt 1 Tag im Betrieb und es schein so, dass es sich einpendelt. Der Bodenfeuchte Wert sinkt jetzt nicht mehr so schnell ab und zeigt nach einem Tag noch 70% an. Vermutlich war ich einfach zu voreilig.

Hallo Zusammen,

ich krame das hier mal wieder aus.
Ich glaube ich bin zu doof für das Kalibrieren :joy:

Was habe ich gemacht:

  • Sensor per Z2M in Home Assistant gebracht
  • Ins Wasser gepackt, Wert zeigt 76% an - also Kalibrierung auf +24% gestellt
  • Aus dem Wasser genommen, Wert zeigt 0% an, Kalibrierung auf 0% zurückgestellt
  • Sensor zum Test wieder in Pflanze gestellt - wieder 76%

Erstes Mal gefragt ob ich zu dumm bin.
Also wieder auf +24% gestellt und mal 2h gewartet. Sensor raus, 0% yeah. kalibrierungswert mal auf +24% gelassen und wieder ins Wasser - 70%, ernsthaft?

Gleiches Spiel wieder von vorne - extra Zwischendurch aus Z2M gelöscht und auf am Sensor reset.
Alles wieder rein, gleiches Vorgehen wie beim ersten Mal und diesmal danach einfach mal in die Pflanze gesteckt - Pflanze gegossen für ca. 30s hatte ich 35% und jetzt wieder 0%

Sind normale Batterien - keine Akkus.

Irgendjemand noch irgendwelche Ideen?
Ich kann doch der Frau nicht sagen, dass das einzige Smart-Home-Gerät was sie für interessant beurteilt nicht funktioniert :joy:

Blöde Idee, aber schon mal andere Batterien versucht ? Nicht dass diese halb leer sind und Du dann den Effekt hast wie bei den Akkus.

Ach es gibt keine blöden Ideen :smile:
Das teste ich mal aus!

So ein bisschen Zeit ist vergangen. Ich habe ein bisschen rumprobiert bevor ich Feedback gebe.
Scheinbar waren es wirklich die Batterien - sie waren zwar komplett neu und aus der gleichen Packung aber der neue Satz Batterien brachte dann das gewünschte Ergebnis und scheint jetzt auch zu funktionieren.

Hallo zusammen. Ich bin neu dabei, HA setze ich erst seit ein paar Wochen ein.

Ich habe mir 3 dieser Sensoren geholt. Zwei davon funktionieren gut (trocken=0, in Wasser=100) und mussten nicht kalibriert werden. Einer scheint aber defekt zu sein, in Wasser zeigt er stattdessen 83 an. Er hat also nur einen Wertebereich von 0-83. Die Luft-Messwerte sind aber etwa gleich wie bei den anderen Sensoren.

Könnte ich nun natürlich direkt auf dem Gerät kompensieren und um 17 erhöhen. Dann stimmen aber die Trocken-Werte nicht mehr.
Eine andere Variante ist die Compensation Integration von Home Assistant, da könnte ich die Messkurve steiler machen, so dass am Ende ein Wertebereich von 0-100 rauskommt.

Aber ich wollte das ganze noch ein bisschen mehr analysieren, insbesondere die erwähnte Abhängigkeit zu den Batterien.
Gemessen habe ich die Sensoren bis zur Markierung im Wasser stehend mit Labornetzteil und Multimeter, von 2.15 bis 3.00 Volt in 0.05 V-Schritten.
Neue Alkali-Batterien haben mindestens 1.5V, teils sogar noch etwas höher, z.B. 1.55 oder 1.6. zwei davon in Serie kommen neu also auf mindestens 3.0 V. NiMh Akkus haben nominell 1.2 V, frisch geladen kommen sie aber gut auf 1.35 V. Zwei in Serie also 2.4 - 2.7 V.

Nachfolgend eine Grafik meiner Messwerte. Die untere Kurve (Device BF2) ist vom defekten Gerät. Und tatsächlich sind die Messwerte abhängig von der Batteriespannung. Beim defekten Gerät noch mehr als beim anderen. Aber auch das gute Gerät hat unterhalb von 2.60 V einen Messfehler. Je tiefer die Voltzahl, desto mehr.
Wenn man also eine normale Alkalibatterie bis vielleicht 1.1V verwenden möchte, dann ist die vom Gerät ausgegebene Bodenfeuchte 20% tiefer als mit neuen Batterien. Ein voll geladener NiMh Akku hat etwa 1.35 V, sinkt dann aber schnell auf die nominellen 1.2V ab, was 10% Messfehler bedeutet.

Die Batteriespannung geben alle Geräte gleich weiter, die gemessenen Werte waren 5, 10, 20, 50, 75, 100.

Kann man eigentlich die Bodenfeuchte-Messwerte irgendwie abhängig von der Batteriespannung korrigieren?

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Ich nutze meine ZG-303Z mit ZHA, leider fehlt da die Info zur Bodenfeuchtigkeit komplett, habe nur Temp, Luftfeuchtigkeit & Batterie… Gibt es dafür eine Lösung oder muss ich zu Zigbee2MQTT wechseln? :frowning:

Habe dass gleiche Problem hast du schon eine Lösung gefunden?

Leider habe ich noch keine Lösung gefunden. Die Sensoren sind bei mir aktuell nutzlos. Sollte jemand eine Lösung haben, bitte hier posten. Danke!

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Unter ZHA ist “humidity” tatsächlich die Bodenfeuchte. Wenn dir das reicht, dann gib einfach dem Sensor den Namen deiner Wahl und gut ist. Die Pflanzenkarte und der Plant Monitor funktionieren dann nicht, lassen sich aber über ein Helfer-Skript simulieren.
Unter Z2M sieht die Welt anders aus. Zwar lässt sich der Plant Monitor auch nur unvollständig einbinden (der erwartet tatsächlich den MiFlower Sensor von Xiaomi), aber eigentlich reicht das aus.

Sorry, dass ich mich auch noch hier rein hänge, aber hier geht es wenigstens um diese Sensoren.

Leider bin ich bis zu dem Punkt Kalibrierung noch nicht gekommen, da es den anscheinend unter ZHA nicht gibt. Mir würde es aber schon reichen wenn ich wenigsten einen vernünftigen Trend sehen könnte.
Bei mir gibt es nur alle 5% eine Stufe und teilweise über Tage die gleiche Feuchte.
Wer betreibt den Sensor auch unter ZHA und könnt Ihr dort überhaupt etwas einstellen?

Auch wenn Dir unter ZHA keine Konfiguration Entitäten zur Verfügung stehen. Kannst Du diese über Gerät verwalten realisieren.

Zigbee Gerät auswählen —> 3 Punkte —> Zigbbe-Gerät verwalten

Hier hast Du die Übersicht über alle verfügbaren Cluster und deren Attribute. Kannst Werte auslesen und wenn Werte beschreibbar sind auch neue schreiben.

Bei Batterie Geräten ist zum Lesen oder Schreiben oft notwendig, dies kurz vorher aufzuwecken.

Gruß Osorkon

@Osorkon Ist das was du da beschreibst eine Grundfunktion aller Zigbee Sensoren, oder explizit auf den Sensor des TE bezogen?

Ich selbst habe seit ein paar Tagen eine Handvoll von den Xiaomi MI-Plant-Sensoren.
Heute mit dem Luxmeter mal gegengetestet und das war schon eine erhebliche Abweichung, Teils bis 34% MI-Sensor vs Luxmeter. Da muss ich morgen mal tiefer einsteigen, warum das so ist und wie man da im HA nachsteuern kann.
Wenn ich die MI Sensoren aufrufe komme ich mit den 3Punkten (die vom HA) nicht auf diese Option.

Grüße