Ich bin auf der Suche nach einer Möglichkeit meine Temperatursensoren zu kalibrieren.
Wie macht ihr das so?
Ich habe diverse von Sonoff (zigbee), die Viereckigen. Diese zeigen mir irgendeinen Wert an, der vielleicht korrekt ist oder nicht. Ich weiß es einfach nicht.
Ich könnte nun irgendein Thermometer kaufen und die Werte vergleichen aber wer sagt mir, dass das Thermometer korrekt ist? Ich könnte auch ein Quecksilberthermometer nutzen aber da kann ich nicht wirklich Nachkommastellen ablesen.
Außerdem will ich meine Sensoren in den Heizkörperventilen einstellen. Diese zeigen ja immer zuviel an weil sie direkt am Heizkörper sind. Dazu muss ich wissen wie die Temperatur im Raum ist aber auch dazu brauch ich ein korrektes Thermometer.
Danke für die Hilfe
P.S.: gleiche Frage auch für Luftfeuchtigkeitssensoren, die muss ich auch noch kalibirieren.
Die Dinger lassen sich i.d.R. nicht kalibrieren.
Bei der Luftfeuchtigkeit gab es mal die Methode, den Sensor ne Stunde in ein nasses Handtuch zu wickeln oder so ähnlich.
Also ich würde sagen bei den üblichen ein paar Euro teuren Sensoren wird die Messungenauigkeit so groß sein, dass ein Kalibrieren sich nicht lohnt.
Wenn man das wirklich zuverlässig haben möchte, bräuchte man eine teure Referenz, aber halt auch qualitativ hochwertige (teure) Sensoren und man müsste auch die restlichen Randbedingungen entsprechen berücksichtigen.
Aber das ist für zu Hause, denke ich, nicht das Ziel. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es im SmartHome z.B. auf plus/minus 0,5 K ankommt.
Wenn es einem gefühlt zu kalt vorkommt, stellt man die Automation auf höhere Temperatur ein.
Und um eine Tendenz zu erkennen oder eine Automation zu erstellen, sind die Sensoren durchaus ausreichend genau.
Das ist zumindest meine Ansicht.
Bei mir hat ein Sensor schleichend über die letzten 3 Monate immer geringere Werte angezeigt. Inzwischen ist er bei ca. -5°C angekommen. Er liegt neben einem weiteren Sensor, welcher realistische 22°C anzeigt.
Kalibrierung in dieser Preisklasse ist meistens Augenauswischerei.
Entweder die Werte sind von Beginn an genau oder man bekommt Zufallszahlen und versucht mathematisch zu erraten, was die richtigen Messungen sein könnten.
Es gibt viele Faktoren, die da reinspielen.
Spannung / Störungen in der Spannung
Referenzspannung und Abhängigkeit dieser von der Temperatur
Hitzeentwicklung im Sensor selbst (wenn nicht sehr effizient bzgl. Verbrauch)
Falsches Löten: zu hohe Temperatur usw.
Falsche Reinigung: Isopropanol usw.
Falsche Lagerung
usw usf…
Sensoren die einen Offset von 5°C haben, sind nicht mal als Spielzeug gut.
Von einem Sensor kann man da lange nicht mehr reden.
Ich empfehle Sensirion SHT4x Sensoren, die ich auch selbst in meinen Produkten verbaue.
Da muss man sich nicht mit solchem Kinderkram ärgern.
Vorausgesetzt sie wurden natürlich richtig gelötet und richtig gelagert entsprechend der Application Notes.
Nein, muss man nicht. Einfach ordentliche kaufen, anstatt sich die Werte hinzubiegen. Wenn die Werte mal höher oder tiefer sind, werden sie wieder nicht passen.
Eine Kalibrierung setzt eine Linearität im Mess-Fehler voraus. In dieser Temu Spielzeug Preisklasse kann man von keiner Linearität ausgehen.