Neue Proxmox-Installation -> HA als VM auf das Systemlaufwerk oder auf die 2. Festplatte mit ZFS?

Hallo, ich baue meinen Proxmox-Rechner neu auf. Jetzt überlege ich, ob ich HA auf der Systemfestplatte installieren soll oder besser auf einer 2. internen Festplatte. Was denkt ihr?

Für den Hausgebrauch wohl recht egal. Der Hypervisor selbst braucht sehr wenig Leistung. Was für Platten sind denn verbaut?

Ich habe je Proxmox nur eine 2TB Samsung 9100 Pro verbaut. Dort Lust Proxmox installiert und dort liegen die VMs auch drauf. Dateisystem ist ZFS.

Der aktuelle Echtbetrieb ist noch auf einer 340 GB Festplatte. Der hat aktuelle Testbetrieb läuft auf einer 256 GB SSD mit Proxmox als System und HA habe ich auf eine 1 TB M.2-Festplatte mit ZFS installiert. Ich bekomme allerdings am Mittwoch eine 1TB SSD. Hier werde ich dann Proxmox als Echtsystem erneut installieren. Und dann muss ich spätestens für mich die Frage beantworten, wo ich HA installiere. Meine Backups von HA ausgeführt sind aktuell immer so um die 700 MB groß. Die VM mit HA in Proxmox um die 32 GB.

Moin,

keine Ahnung was Du mit echtbetrieb meinst, aber mach einfach ein Proxmox Backup Deiner VMs und LX Container, sicher Dir diese außerhalb von der jetzigen Installation, setz den, was auch immer Echtsystem ist auf und installiere die VMs, und LXC aus den Backups, die Du vorher gemacht hast.

Ich bezweifle, dass Du überhaupt eine zweite Platte brauchst, wenn man die SSD bei der Installation von Proxmox etwas aufteilt, Proxmox, braucht nur so ~ 32 bis 64 GB an Plattenplatz, dann ist der Rest für die LX Container und VMs, ob man dann ZFS nimmt oder das alles als LVM Thin aufbaut, ist egal, sollte man dann doch eine zweite Platte einbauen kann man die auch dem LVM Thin Pool hinzufügen, oder eben ZFS.

Ganz allgemein Proxmox ist kein NAS und auch Backups gehören da nicht unbedingt lokal gespeichert, Backups sollte man nach dem 3-2-1-0 Prinzip erstellt werden.

VG
Bernd

VG
Bernd

Jup, gerade wenn es eine NVMe ist, reicht diese für mehrere VM‘s aus.

Genau, das lässt sich bei der Installation von Proxmox festlegen. Bei einer 1TB SSD dürfen das auch 64GB sein. So ist Platz für Logs, Updates und weiteres.

Eine Platte reicht, ZFS ist in der Konstellation Quatsch und dann regelmäßig Backups auf eine extreme Platte.

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Danke schön für eure Antworten. Da mache ich mir wohl zu viele Gedanken.

Echtbetrieb ist noch mein altes System, welches ich demnächst nicht mehr nutzen werden.
Vermutlich werde ich noch Paperless NGX, Nextcloud und Immich installieren.

Da hätte ich auch was.

Um das VM Backup zu erstellen, muss die VM vorher gestoppt werden.
Wie lange dauert so ein Backup von 30+ GB?

Ich hab irgendwo gelesen oder was es doch nicht für proxmox??
Es gibt eine Backup möglichkeit/option um nur Veränderungen von VM oder lcx Containern zu sichern, das soll eigentlich schneller gehen.

Moin,

ich kann mit dem Begriff nichts anfangen :slight_smile:
Bei mir ist alles im Echtbetrieb egal, ob mein Proxmox Cluster, oder mein Office PC, alles ist wichtig und läuft entweder 7x24/365 oder nach gebrauch.
Ich habe ein, zwei LXC, die ich nur aus Spaß besitze, die sind dann in Proxmox gestoppt, oder nachdem ich feststelle, dass ich sie nicht brauche, werden die gelöscht, nachdem ich ein Backup gemacht habe :wink:

Nein muss nicht, ich fahre nur Snapshots und fahre damit bestens

das sind keine echten 30 GB, sondern nur der wirklich belegte Platz, das ist ein virtuelles Laufwerk, das bis auf eine Größe von 32 GB anwachsen kann, aber meist ist eine HA VM im Realen ~ 6 - 8 GB groß.

Bei mir dauert die gesamte Sicherung über das Netzwerk, hin zu einem Dienstleister in Holland, ca. 8 Minuten, für drei Nodes, mit den oben gezeigten LX Containern und der einen VM, limitierend ist hier mein Upload, wenn ich das hier lokal machen würde, dann ginge das sicherlich noch schneller.
Ist aber alles Snapshots, das ist auch das, was Du da gelesen hast und der Vorteil ist, das Proxmox Backup verbraucht auch weniger Speichen, durch Deduplizierung, aktuell würde ich 16 Mal mehr Speicher verbrauchen als ich aktuell beim Dienstleister nutze

VG
Bernd

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Was ein snapshot ist, habe ich gerade kurz durchgelesen. Einen Snapshot kann man nicht auf andere Hardware übertragen, stimmt das?
Das heißt, wenn ich jetzt einen Lenovo tiny verwende der i5 xxxx, 32gbram hat. Ich diese snapshot nur auf einen anderen Lenovo tiny mit der gleicher CPU+RAM restoren kann?

Du kannst zwar einen lvm Snapshot nicht auf andere (egal ob gleich oder nicht) Hardware übertragen (es geht schon, hat aber nichts mehr mit lvm zu tun). Aber Du kannst einen Snapshot mounten und ein Backup davon machen.

Auch für das Übertragen auf andere Hardware eignet sich die Backupfunktion hervorragend….

Auch die Backupfunktion benutzt snapshots um die VMs nicht herunterfahren zu müssen….

Moin,

wenn Du etwas liest, siehst, hörst, dann immer mit Angaben, von wo diese Informationen herkommen :wink:

Es gibt zwei Arten von Snapshots, die man nicht durcheinanderbringen sollte,

  1. die Snapshots, die man in einem, dafür geeignetem, Dateisystem machen kann, z. B.
    1.1. btrfs, Snapshots
    1.2. ZFS Snapshots
    2.3. LVM Thin Snapshots
    Diese sind nicht dazu gedacht, etwas von einer Hardware auf eine andere Hardware zu migrieren. Sie dienen lediglich dazu, Dummheiten zu korrigieren.
    Aber auch diese sind nicht von der Hardware, wie z. B. einer CPU abhängig!

Dann gibt es die Backups, die man so machen kann,

  • Stopp
  • Suspend
  • Snapshot

Was das für die jeweiligen Virtualisierungen, bedeutet, kann man hier nachlesen,
https://pve-10.eich-lab.home64.de:8006/pve-docs/chapter-vzdump.html#chapter_vzdump

Bei einem Backup, im Modus Snapshot, wird erst ein Snapshot des jeweiligen Dateisystems genutzt, hast Du z. B. ein Dateisystem, gewählt, das Snapshots nicht unterstützt, z. B. ext4 dann ist dieser Modus auch nicht auswählbar. Nachdem beim Backup ein Snapshot auf Dateisystemebene angelegt wurde, werden die darin befindlichen Dateien mittels tar gesammelt und in das Backup gepackt, dadurch sind die Backups auch nicht an das Dateisystem gebunden und können zur Wiederherstellung einer VM, oder eines LXC genutzt werden.

Ein weiterer Grund warum es keine Rolle spielt, ob Du eine Intel CPU, oder eine AMD CPU hast ist, es ist ja virtualisiert :wink:
Die wirkliche Hardware, die darunter läuft, ist egal, genau das ist doch der riesengroße Vorteil von Virtualisierung, in Rechenzentren, werden täglich Hardwarekomponenten ausgetauscht, wenn es dann keine effektive Methode geben sollte, ohne lange Downtime Dienste zu migrieren, dann wäre Holland in Not :slight_smile:

VG
Bernd

Moin Bernd,

entschuldige aber Du hast das leider auch durcheinander gebracht, was aber den beiden Filesystemen geschuldet ist.

zfs und btrfs sind Dateisysteme. Die Snapshots von zfs und btrfs sind durchaus dazu gedacht auf andere Systeme übertragen zu werden. Das dient zum Beispiel dem Zweck effizient Backups auf andere Systeme zu machen.
zfs enthält quasi auch einen LVM. btrfs enthält eine Funktion, welche ähnliche Möglichkeiten bietet, aber eine Abstraktionsschicht darüber.

LVM ist ein LogicalVolumeManager. technisch ist das eine weitere Abstraktionsschicht zwischen Dateisystemen und der Hardware. Das LVM Thin einige Möglichkeiten eines moderen Dateisystems beherrscht hilft, es ist aber kein/enthält kein Dateisystem. LVM Thin bietet eine CoW Funktion, die Snapshots ermöglicht.

proxmox legt nun bei unterstützten Partitionierungen für jede VM, jeden Container ein logical Volume an (das geht unter zfs und auch raw unter lvm-thin) und nutzt die Snapshot Funktion um einen Snapshot des lv anzulegen. (es geht auch mit qcow2 auf allen Filesystemen, aber das ist eine andere Geschichte). Ist ein Snapshot erstellt, lässt sich ein konsistentes Backup anlegen.

Ich merke schon, richtig komplexe Angelegenheit.

Für Dummies. Wenn ich Backups als snapshots erstelle, kann ich sie auf anderen Hardware, wo proxmox drauf läuft, wiederherstellen?

Moin,

Ja!

Was ich ja geschrieben habe, es spielt keine Rolle, was Du da für Hardware nutzt, da alles Virtualisiert ist, wird auch nur das virtualisierte wieder zurückgeschrieben.

VG
Bernd

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Und Snapshots werden von Proxmox nur als Technik verwendet um die VMs nicht anhalten/beenden zu müssen. Das hat erstmal nichts mit dem eigentlichen Backup zu tun.

Du kannst einen Snapshot einer VM machen, dann hast Du noch kein Backup sondern einen “eingefrorenen” Zustand der VM zum Zeitpunkt des Snapshots. Das kannst Du ohne weiteres nicht exportieren. Snapshots werden benutzt um Sachen zu testen. Du kannst z.B. auch einen Snapshot vor einem Update machen, wenn das fehlschlägt kannst Du zum Snapshot zurück. > Eine schöne Funktion um HA Updates zu testen. Allerdings sollte es nicht so viele Snapshots geben, LVM Thin wird dann wohl irgendwann langsam und man verliert die Übersicht…

Proxmox macht Backups in dem es einen Snapshot erstellt und dann aus dem Snapshot ein Backup erstellt. Das eigentliche Backup ist aber vom Snapshot unabhängig.
Ein Backup lässt sich auf jeder anderen Hardware wieder einspielen. Schwierig sind nur durchgereichte Geräte (der Zigbee Stick für HA z.B.) Diese werden unter der anderen Hardware eine andere ID haben…