Mein Home Assistant wird komplett von Claude Code gesteuert - und es ist genial

Klar, alles was einem nicht passt, sind belanglose Stammtischparolen. Mit dieser Ansicht bekämpft die (aktuelle) Politik die Opposition auch immer.

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Aber Leute, wäre es nicht angebracht ein allgemeines Laberthema dazu aufzumachen? So eine Grundsatzdiskussion ist zwar ganz nett, aber ich dachte HIER geht es eher um die Technik und das WIE und WAS.

Im Übrigen sind Streamingdienste nicht gut für Privatsphäre, 99% der Smartphones nicht, neuere PKW teilen alle Bewegungen (Ja, dein Autohersteller weiß, wie oft du in den Puff gehst), Windows nicht, Apple auch nicht (außer man kastriert die Systeme).

Mein Browserverlauf ist für MICH wesentlich kritischer als der Inhalt meines HA.

Aber das schöne ist: jeder kann machen was er mag :slight_smile:

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Für Claude Code bezahlen und ihm sagen was man haben will …

Die Diskussion war überraschend kurz. :winking_face_with_tongue:

Whataboutism hilft natürlich ungemein.

Dann benutze die Inkognito Funktion. Und siehe oben. :wink:


Aber schön wie hier einige sich moralisch besser stellen und damit das Thema aktiv gegen die Wand fahren.
Das Gegenteil von gut ist bekanntlich gut gemeint. Wie wäre es also sich an den eigenen Ratschlag zu halten und es nicht zu posten? :thinking:

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Da bin ich prinzipiell absolut bei Dir.
Ein klitzekleines ABER, gibt’s für mich dann aber doch…
Der Titel hier lautet: “Mein Home Assistant wird komplett von Claude Code gesteuert - und es ist genial” nicht “…ich finde es genial” oder “…für mich ist es…”, oder oder…

Hier gibt es jeden Tag Hilfegesuche von Usern, die sich gerade einmal so an detaillierten Tutorials langhangeln können, oft nichtmal das, oder User die nichts von Netzwerken, IT-Sicherheit und dergleichen verstehen (das ist absolut KEINE Kritik an diesen Usern!!!) so ist es nunmal, aber genau die wollen alle kleine Tony Starks sein und HA nur sagen was sie erledigt haben wollen.
Wenn dann jemand soeinen Thread startet, mit einem solchen Titel und nicht annähernd auf eventuelle Gefahren hinweist, schrillen gerade bei denen, die tagtäglich um IT-Sicherheit kämpfen und nicht weniger als ein Kampf ist es geworden! numal die Alarmglocken. Und genau deshalb gehört das alles hierher, ob es manchen passt oder nicht. Es ist ein großer Vorteil einer solchen Community, dass ein Thema von allen Seiten beleuchtet wird, gerade für eher unbedarfte User.
Die die von einem Thema mehr verstehen, haben m.E anderen gegenüber auch eine gewisse Verantwortung.

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Die LLM sind vor allem eines: ein Werkzeug. Man sollte wie bei jedem anderen Werkzeug wissen was man tut.

Mutti schneidet mit einem Messer die Rouladen, der Metzger zerteilt ein Tier, der Koch hackt Gemüse, klein Tomas schneidet sich in den Finger und manche sind damit am Bahnhof unterwegs. Es kommt auf den Anwendungsfall an!

Nochmal: natürlich sollte man davor warnen, was bei der Nutzung passiert und passieren kann. Aber User, welche eh keine Ahnung haben oder kein Bewusstsein für Daten, packen auch alles in Google, ChatGPT usw. Wie oft sieht man in Foren Screenshots oder Dateien mit Zugangsdaten weil jemand um Hilfe bittet. Scripts mit Zugangsdaten findet man auch immer noch in Unternehmen…

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Und weil woanders freiwillig von Brücken gesprungen wird, ist das hier auch kein Problem??? :face_with_monocle:

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Habbich gesagt? :rofl: glaub nisch

Golem
Lernplattform mit Jahren an Inhalten bei KI-Panne gelöscht Ein Entwickler wollte eine Webplattform von Github Pages zu AWS umziehen und ließ sich von Claude Code helfen. Doch das ging gehörig schief.

Ein weiterer Fall von: Die KI darf zu viel

Grigorev gesteht in seinem Blogbeitrag, er sei selber für den Vorfall verantwortlich und habe sich hinsichtlich der Ausführung von Terraform-Befehlen zu sehr auf den KI-Agenten verlassen. Er habe die Befehle Plan, Apply und Destroy “als etwas betrachtet, das delegiert werden kann. Damit habe ich die letzte Sicherheitsebene entfernt”, so der Entwickler.

Gerade bei älteren Kursen auf seiner Plattform hätte es den Angaben zufolge zu einem dauerhaften Datenverlust kommen können. Damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen, will Grigorev aber künftig vorsichtiger sein. Für seinen Umgang mit Terraform bedeutet das fortan: “Agenten führen keine Befehle mehr aus. Jeder Plan wird manuell überprüft. Jede destruktive Aktion wird von mir selbst ausgeführt.”

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Hallo Elbre,

genauso so sehe ich das auch und btw, ich bin auf dem gleichen “Trip” wie Du. Vorletzte Woche habe ich in einen meiner privaten Server eine kleine KI-taugliche GPU eingebaut, eine Linux-VM aufgesetzt und darin eine lokale KI Instanz installiert. Lebenslanges Lernen sage ich dazu…

VG Ralf

Ich habe mir auch vor ein paar Tagen eine RTX Pro 6000 mit 96GB RAM, externes Gehäuse und einen Mini-PC mit 256 GB RAM bestellt und werde ein wenig mit lokalen LLM spielen. Aufgrund des zu erwartenden Strombedarfs wird das wohl aber keine Dauerlösung werden….

Hi Matt1,

die Server laufen sowieso. :innocent: Die GraKa ist eine RTX A2000 mit 12GB, die gerade mal 70 Watt unter Volllast zieht. Für ein kleines 8B Model absolut ausreichend zum Experimentieren und Lernen. Die VM hat 96GB RAM bekommen und 24 vCPU Kerne.

VG Ralf

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Ja, zum spielen ganz ok. Aber auch 70 Watt würde ich ungern zusätzlich laufen lassen. Kommt sicher auf die Größe der Solaranlage an :rofl: Aber mal sehen :smiley:

Das sehe ich genauso. Ich kann aber auch gut nachvollziehen, worin der Reiz besteht die KI einzusetzen. Letztendlich haben wir alle ja irgendwie die Absicht unserem Zu Hause so etwas wie eine eigene Identität zu geben. In meiner Idealvorstellung muss ich möglichst keine Knöpfe oder Schalter bedienen oder Sprachbefehle oder App Buttons betätigen. Die Skripte, Automatisierungen und Algorithmen sollen so gut sein, dass man das Gefühl hat, dass das Haus weiß was ich will oder mir sonst noch vielleicht sagt, was ich machen sollte (Wartung o.Ä.) - und das möglichst in jeder Situation.
Da liegt der Gedanke ja nahe eine KI zu integrieren. Das aktuelle Claude Code Beispiel ist ja aber auch nicht dieses Ziel. Es steuert das zu Hause ja nicht, sondern erstellt eigenmächtig nach Prompt Eingabe Entitäten, Automatisierungen und Dashboards. Das ist für mich, ausgehend vom eigentlichen Ziel, eindeutig Thema verfehlt oder im Prinzip nur ein Hilfsmittel für User/Konsumenten.

Ich möchte gar nicht darüber diskutieren, ob es jetzt sinnvoll ist .yaml code selbst zu schreiben oder mithilfe einer KI schreiben zu lassen oder woher nun die smarten Ideen zur Umsetzung der eigenen Vorstellungen kommen. Ein smartes zu Hause ist ja nicht smarter oder weniger smart durch den einen oder anderen Weg der “Programmierung”. Aber im Prinzip ist es halt einfach nur ein anderer weg, eine andere Herangehensweise, mehr nicht. (+ erhebliche Risiken in Bezug auf Datensicherheit)

Richtig krass wäre ja dann eigentlich eine lokale KI, die das Haus aktiv steuert - also lernt, was sie im Sinne der Bewohner tun muss, damit diese selbst nichts steuern müssen. Das, denke ich, wird auch irgendwann kommen, hat aber dann ja auch nichts mehr mit dem zu tun, was wir hier alle gerade machen…Hier geht es ja nur darum die Automatisierungen und Skripte so clever wie möglich zu erstellen, damit es sich so anfühlt, als würde Dein Haus Dich kennen :winking_face_with_tongue: :victory_hand:

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Stimmt. Aber an dem Punkt kommt dann die Problematik, die bereits seit vielen Jahren in Filmen mit derartiger KI dargestellt wird.

Was, wenn die KI eigenständig Dinge lernt, die sie so nicht lernen soll oder wir uns anders vorstellen? :wink:

Seit wie vielen Jahrhunderten haben die Menschen eine artikulierte Lautsprache? Und trotzdem schaffen wir es so häufig nicht uns gegenseitig zu verstehen.
Die Vorstellung, dass eine künstliche Intelligenz plötzlich sämtliche Probleme löst und es keine down Side gibt ist bestenfalls romantisch aber vermutlich eher naiv…

Jede wichtige Technik ist mehrfach redundant abgesichert. Eben weil Technik versagen kann. Aber KI soll plötzlich unfehlbar sein? :rofl:


Ich erinnere mich gerade an Linux Torvalds, wie er erzählte, dass er nur noch sehr speziellen RAM einsetzt, weil er mal ewig nach einem Fehler auf Grund eines minimalen, nicht reproduzierbaren Fehlers im RAM suchte und dadurch wohl auch ein Kernel Release verzögert wurde.

Oder wir im Amt für Blitzer-Fotos nur sehr spezielle USB Sticks im dreistelligen Kostenbereich eingesetzt haben. Einfach, weil schon ein Bitkipper die Signatur zerstört und das Bild unbrauchbar macht.


Meiner Meinung nach sollte niemand ein System einsetzen, dass er ohne KI nicht versteht.
Und wer herum weint, weil Menschen die Realität aufzeigen, man diese aber nicht sehen will … Der sollte sich ernsthaft Gedanken über seine Werte und seine Sichtweisen machen.


Wir können das gesamte Wissen der Menschheitsgeschichte in der Hand halten. Aber wir freuen uns, dass eine Maschine dafür sorgt, dass von alleine das Licht angeht. Sollte man nicht drüber nachdenken …

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Mir lässt es keine Ruhe.. besonders der Satz" Die die es besser wissen, sollten ihre Verantwortung wahrnehmen und warnen" … dieser Verantwortung möchte ich gern nachkommen und besonders dem Threadersteller mal die Augen öffnen was für einen fatalen Datenschutzfehler er begeht… - wie viele von euch wissen, entwickle ich selber KI`s auf HA und denke das ich dazu einiges sagen kann:

Was speichert Home Assistant eigentlich?

1. Dein Zuhause auf der Landkarte

In .storage/core.config stehen die exakten GPS-Koordinaten deines Zuhauses. In .storage/zone stehen weitere Orte, die du definiert hast:

Beispiel:

  • Zone “Arbeit” → 52.5200, 13.4050
  • Zone “Mama” → 50.8278, 12.9214
  • Zone “Kita” → 52.5180, 13.4120
  • Zone “Fitnessstudio” → 52.5310, 13.3850

Eine KI weiß damit: Wo du wohnst, wo du arbeitest, wo deine Familie lebt, welche Einrichtungen du besuchst.

2. Wer in deinem Haushalt lebt

In .storage/person sind alle Personen mit Namen, Profilbild und verknüpften Geräten gespeichert.

Beispiel:

  • Person “Max” → iPhone 15 Pro, iPad, Apple Watch
  • Person “Lisa” → Samsung Galaxy S24

Eine KI weiß damit: Wer bei dir wohnt, welche Geräte jeder besitzt, und wer welche Aktionen auslöst.

3. Wann du zuhause bist (und wann nicht)

Die Datenbank (home-assistant_v2.db) speichert jeden Zustandswechsel mit Zeitstempel. Bewegungsmelder, Türsensoren, Anwesenheitserkennung:

Beispiel aus der Datenbank:

  • 07:12 – Bewegung Flur erkannt
  • 07:14 – Kaffeemaschine eingeschaltet (2.1 kW)
  • 07:43 – Haustür geöffnet
  • 07:44 – Person “Max” → “away”
  • 08:02 – Person “Max” → Zone “Arbeit”
  • 17:31 – Person “Max” → “home”
  • 17:32 – Haustür geöffnet
  • 17:33 – Bewegung Küche erkannt
  • 22:48 – Letzte Bewegung Schlafzimmer
  • 23:01 – Alle Lichter aus

Eine KI kann daraus rekonstruieren: Deinen kompletten Tagesablauf. Wann du aufstehst, wann du das Haus verlässt, wann du heimkommst, wann du ins Bett gehst. Jeden Tag. Über Wochen und Monate. Die Langzeit-Statistiken (statistics-Tabelle) werden dabei niemals automatisch gelöscht.


4. Was du besitzt

.storage/core.device_registry enthält jedes registrierte Gerät mit Hersteller, Modell, Firmware-Version und MAC-Adresse.

Beispiel:

Philips Hue Bridge – 14 Lampen, 3 Bewegungsmelder
20x Shelly Plus Plug S – Energiemonitoring
Apple TV 4K, HomePod Mini (2x)
Roborock Saugroboter
Synology NAS (Seriennummer: 2050PDN…)
3D-Drucker
Wetterstation

Eine KI kennt damit: Ein vollständiges Inventar deines Haushalts inklusive Seriennummern und Firmware-Versionen. Letztere verraten auch, ob Geräte bekannte Sicherheitslücken haben.


5. Dein Energieverbrauch verrät deinen Lebensstil

Die Energiekonfiguration (.storage/energy) und die Langzeitstatistiken tracken den Verbrauch pro Gerät:

Beispiel einer Wochenauswertung:

  • Waschmaschine: Mo 08:00, Mi 14:00, Sa 09:00 → Waschtage
  • Trockner: Mo 10:00, Mi 16:00 → läuft immer nach der Waschmaschine
  • Geschirrspüler: Täglich 21:30 → direkt nach dem Abendessen
  • Kaffeemaschine: Mo–Fr 07:15, Sa–So 09:30 → Wochentags früh auf, Wochenende ausschlafen
  • TV/Soundbar: 20:00–23:30 → Abendunterhaltung
  • 3D-Drucker: 23:00–06:00 → Nachtdrucke (günstiger Strom?)

Eine KI erkennt daraus: Deine tägliche Routine, Schlafenszeiten, Arbeitstage, Gewohnheiten. Ob jemand zuhause ist. Ob sich Muster ändern (Urlaub, Krankheit, Schichtarbeit).


6. Deine Passwörter und Zugangsdaten

Das ist der Teil, der am meisten unterschätzt wird. Home Assistant speichert im Klartext:

In secrets.yaml:

  • SMTP-Passwort für E-Mail-Benachrichtigungen
  • Datenbank-Zugangsdaten
  • NAS-Seriennummern und MAC-Adressen

In .storage/core.config_entries (oft 50–150+ Integrationen):

  • Cloud-Account Zugangsdaten (Hersteller-Apps, Smart-Home-Clouds) → E-Mail + Passwort im Klartext
  • GitHub Token (HACS) → Zugriff auf dein GitHub-Konto
  • API-Keys (Wetterdienste, Energiedaten, etc.)
  • OAuth Client-Secrets
  • Webhook-URLs und Push-Tokens für Mobile Apps

In .storage/auth:

  • Alle HA-Benutzerkonten mit gehashten Passwörtern
  • 100+ Refresh-Tokens für aktive Sessions

In .storage/cloud:

  • Nabu Casa Remote-URL → Dein HA ist darüber aus dem Internet erreichbar

In .storage/application_credentials:

  • Listenelement

OAuth-Secrets verknüpft mit deiner persönlichen E-Mail-Adresse

Eine KI mit SSH-Zugriff kann all das lesen. Sie hat damit nicht nur Zugriff auf dein Smart Home, sondern potenziell auf deine E-Mail, dein GitHub, deine Cloud-Accounts und dein NAS.


7. Deine Automationen verraten dein Verhalten

automations.yaml beschreibt nicht nur technische Abläufe, sondern dein Verhalten in Regeln:

Beispiel:

  • “Wenn Lisa nach Hause kommt → Benachrichtigung an Max”
  • “Wenn Bewegung in der Küche nach 23:00 → Nachtlicht an”
  • “Wenn niemand zuhause → Kamera Wohnzimmer aktivieren”
  • “Wenn Waschmaschine fertig → Push an iPhone”

Eine KI liest daraus: Beziehungsdynamiken, Sicherheitsmaßnahmen, und wann dein Zuhause unbewacht ist.


8. Backups = Alles nochmal

Im Backup-Ordner liegen vollständige Snapshots: Datenbank, Konfiguration, Secrets, Zugangsdaten, .storage. Alles oben genannte, nochmal, oft unverschlüsselt.


9. SSH bedeutet Zugriff auf das gesamte Netzwerk

Das wird oft komplett vergessen: SSH-Zugriff auf deinen HA-Host ist nicht nur Zugriff auf Home Assistant. Es ist ein Fuß in deinem gesamten Heimnetzwerk.

Von einem SSH-Zugang aus kann eine KI:

Netzwerk scannen und kartieren:

nmap 192.168.1.0/24 → Findet jeden Rechner, jedes NAS, jeden Drucker, jede IP-Kamera im Netzwerk
arp -a → MAC-Adressen aller Geräte → Hersteller identifizierbar

Auf andere Geräte zugreifen:

NAS-Freigaben mounten (SMB/NFS) → Zugriff auf deine Dokumente, Fotos, Backups
SSH-Keys auf dem Host → Wenn der HA-Server SSH-Keys für andere Rechner hat, kann die KI sich dort einloggen
Drucker, IP-Kameras, Router-Webinterfaces → oft nur mit Standard-Passwörtern geschützt

Daten auf deinem Laptop/PC:

Wenn dein Rechner Netzwerkfreigaben hat (SMB, NFS, AFP), kann die KI deine Dokumente, Downloads, Desktop-Dateien lesen
Browser-Bookmarks, gespeicherte PDFs, Steuererklärungen, Verträge, Arztbriefe, persönliche Fotos

Beispiel eines Netzwerk-Scans:

  • 192.168.1.1 → Router (Fritzbox 7590, Firmware 7.57)
  • 192.168.1.10 → NAS (Synology DS920+, 4x 4TB, SMB-Freigabe “Dokumente” offen)
  • 192.168.1.20 → Laptop “MaxBook-Pro” (Port 445 offen → Windows-Freigabe)
  • 192.168.1.30 → IP-Kamera Garten (RTSP-Stream ohne Passwort)
  • 192.168.1.40 → Drucker (HP LaserJet, Webinterface ohne Auth)
  • 192.168.1.50 → Smart TV (Samsung, Port 8001 offen → Remote-API)

Was die KI daraus lernen kann:

  • Auf dem NAS: Familienfotos, Steuerunterlagen, Kontoauszüge, eingescannte Ausweise
  • Auf dem Laptop: Browser-History, Downloads, E-Mail-Backups, Passwort-Datenbanken
  • Auf der Kamera: Live-Video von deinem Garten/Eingang
  • Auf dem Drucker: Letzte gedruckte Dokumente im Speicher

Und wenn der HA-Host ein vollwertiger Linux-Server ist oder VPN bereitstellt:

  • /etc/shadow → Passwort-Hashes des Systems
  • ~/.ssh/ → Private SSH-Keys für weitere Server
  • ~/.bash_history → Jeder jemals eingegebene Befehl
  • Docker-Container und deren Volumes → Datenbanken, Konfigurationen, Logs weiterer Dienste
  • VPN-Konfigurationen → Zugang zu entfernten Netzwerken
  • Cronjobs → Automatisierte Aufgaben und deren Zugangsdaten

SSH-Zugriff auf einen Rechner im Heimnetz ist wie den Haustürschlüssel abgeben und sagen: “Schau dich ruhig um.”


Was bedeutet das konkret?

Wenn du einer KI SSH-Zugriff auf deinen Home Assistant gibst, kann sie ein Profil erstellen, das selbst Geheimdienste beeindrucken würde:

Kategorie Was die KI weiß
Identität Echte Namen, E-Mail-Adressen, Apple-IDs, GitHub-Accounts
Standort Exakte GPS-Koordinaten von Wohnung, Arbeit, Familie
Tagesablauf Aufstehzeit, Arbeitsweg, Heimkehr, Schlafenszeit
Anwesenheit Wann niemand zuhause ist (Einbruchszeitfenster)
Beziehungen Wer im Haushalt lebt, wer zu Besuch kommt, Familienmitglieder
Finanzen Energiekosten, Stromtarif, Geräte-Investitionen
Besitz Komplettes Geräteinventar mit Seriennummern
Gewohnheiten Waschrhythmus, Kochzeiten, Medienkonsum, Schlafmuster
Sicherheit Wann Kameras aktiv sind, welche Fenster/Türen Sensoren haben
Zugangsdaten Passwörter, API-Keys, OAuth-Tokens, Remote-URLs
Netzwerk Alle Geräte im LAN, NAS-Inhalte, Laptop-Dateien, Kamera-Streams
Dokumente Alles was auf Netzwerkfreigaben liegt: Fotos, Verträge, Finanzen

“Aber die KI vergisst doch alles nach der Session?”

Das ist der gefährliche Trugschluss:

  1. Du weißt nicht, was serverseitig gespeichert wird. Conversation-Logs, Training-Daten, Telemetrie. Bei cloud-basierten KIs verlassen deine Daten dein Netzwerk.

  2. SSH bedeutet Vollzugriff. Die KI kann Dateien lesen, kopieren, verändern, Services neustarten. Sie könnte theoretisch eine Hintertür einrichten, die du nie bemerkst.

  3. Die KI macht Fehler. Jede KI halluziniert. Ein falscher rm -rf, ein überschriebenes secrets.yaml, eine kaputte Automation die nachts um 3 alle Lichter einschaltet oder die Heizung auf 30°C stellt. Wer behebt das um 3 Uhr morgens?

  4. Du verlierst die Kontrolle. Wenn du nicht verstehst, was die KI konfiguriert hat, kannst du es nicht warten, nicht debuggen, nicht absichern.

  5. Lateral Movement. Einmal im Netzwerk, kann die KI auf andere Geräte zugreifen. Dein NAS, dein Laptop, deine Kameras, dein Drucker. SSH auf HA ist nicht der Endpunkt, sondern der Einstiegspunkt in dein gesamtes digitales Leben.


Wie geht es besser?

  • KI als Berater, nicht als Admin. Lass dir Konfigurationen erklären und Vorschläge machen. Kopiere den Code dann selbst.
  • Kein SSH-Zugriff. Nutze stattdessen die offizielle HA Conversation API mit eingeschränkten Rechten (Assist/LLM API). Dort bestimmst du, welche Entitäten und Dienste die KI sehen und steuern darf.
  • Wenn KI-Zugriff, dann lokal. Lokale LLMs (z.B. über Ollama) senden keine Daten an externe Server.
  • Secrets auslagern. Nutze secrets.yaml konsequent und halte sie aus dem Kontext der KI.
  • Netzwerk segmentieren. IoT-Geräte und HA in ein eigenes VLAN, getrennt von PCs und NAS.

Fazit

Dein Home Assistant ist kein Spielzeug. Er ist eine der detailliertesten Datensammlungen über dein Privatleben, die existiert. Und mit SSH-Zugriff wird er zum Sprungbrett in dein gesamtes Heimnetzwerk.

Voller Zugriff für eine Cloud-KI bedeutet: Du schickst ein komplettes Persönlichkeitsprofil an einen externen Server, über den du keine Kontrolle hast, und öffnest gleichzeitig die Tür zu jedem Gerät in deinem Netzwerk.

Bequemlichkeit ist kein Argument, wenn der Preis deine Privatsphäre ist.

Klares Statement von mir:

:warning: NIEMALS EINE KI AUF DEN HA LASSEN UM DEN ZU KONFIGURIEREN!!! → sie ist dann automatisch auf jedem Gerät im Netzwerk und kenne eure Mails, Bilder, Dokumente, Lebensgewohnheiten, kann alles ableiten!!! SIe kenn all eure Passwörter und Zugangsdaten… einfach ALLES

@Bomba5000 Dir rate ich dringend Claude sofort vom HA auszusperren und ALLE deine Passwörter und Zugangsdaten zu ändern! Die sind alle kompromitiert und wertlos! - Am besten änderst du auch dierekt deinen lokalen IP-Bereich und die Adressen deiner Netzwerkgeräte und und. und und.. nein das ist keine Panikmache sondern mein voller Ernst!

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Zum Coden bzw. Debuggen nutze ich auch gern KI - egal, ob Delphi, PowerBi oder YAML - man kommt schneller zum Ziel.

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Auch da gibt es schon einige Filme drüber, da ziehen Leute in ein achso tolles KI Haus, kann ja nix passieren, wegen irgendwelcher 3 goldenen Regeln, die so eine KI hat und auch jeder Roboter und so weiter, letztendlich sind die vormals glücklichen Bewohner dann aber meist tot. Klar, sind nur Fiktionen, für mich in allererster Linie aber Warnungen.
Ähnliches unlängst auch auf Prime mit einem Auto, statt Haus gesehen, “Monolith” hieß der Film, glaube ich.

Dazu fällt mir nur eins ein:

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Da das Thema hier m.M.n. ja jetzt recht ausführlich diskutiert wurde und weil es ja auch passend zu der Entstehungsgeschichte der Domain von Simon ist:

Wenn ich mal eine KI nach Irgendetwas frage kommt immer das. :slightly_smiling_face:

VG Jim

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