Mein Home Assistant wird komplett von Claude Code gesteuert - und es ist genial

Moin zusammen,

ich muss euch mal von meinem aktuellen Setup erzählen, weil es mir echt den Alltag verändert hat.

Kurz zu mir: Ich betreibe Home Assistant auf einem Raspberry Pi 5 mit DietPi. Sigenergy Solar/Batterie/Wallbox, Dreame Wischroboter, Philips Luftreiniger, Zigbee-Geräte über SLZB-06, Reolink Türklingel, LG TV - der übliche Wahnsinn halt.

Das Setup:
Ich nutze Claude Code (die CLI von Anthropic) direkt in VS Code. Claude verbindet sich per SSH auf meinen RPi und macht dort… naja, einfach alles.

Wie das in der Praxis aussieht:

Ich sage sowas wie “Erstell mir eine Dashboard-Karte für meinen Wischroboter mit Buttons für jeden Raum, nur Icons, keine Texte” - und Claude macht das. Liest die aktuelle Dashboard-Config, editiert die .storage-Datei, startet HA neu, fertig. Ich muss keinen einzigen YAML-Block selber schreiben.

Oder letzte Woche: Mein Sigenergy Wechselrichter hat nach einem Firmware-Update kein Modbus TCP mehr geliefert. Claude hat das systematisch diagnostiziert - Port gescannt, Modbus-Register getestet, die GitHub Issues durchsucht, die genaue Ursache gefunden (Firmware hat “Modbus TCP Server Enable” deaktiviert) und mir sogar die Nachricht an den Support vorformuliert. Am nächsten Tag war alles wieder online.

Der Workflow ist simpel:

  1. VS Code auf mit Claude Code Extension

  2. CLAUDE.md im Projekt mit allen Server-Infos (SSH-Zugang, HA-Pfade, Integrationen, etc.)

  3. Ich sage was ich will, Claude macht es per SSH

Das Geniale: Claude merkt sich alles in der CLAUDE.md. Jede Integration, jede Segment-ID vom Staubsauger, jede Modbus Slave-ID. Beim nächsten Mal weiß er sofort Bescheid.

Was ich damit schon gemacht habe:

  • Komplette Dashboard-Karten erstellen und anpassen

  • HACS Updates bewerten (welche sind safe, welche nicht - hat mich z.B. vor einem Breaking Change bei xiaomi-vacuum-map-card gewarnt, das HA 2026.1 braucht, ich hab aber 2025.10.1)

  • Automationen schreiben

  • Server-Configs backuppen und in Git versionieren

  • Modbus TCP Debugging auf Registerebene

  • Pi-hole, WireGuard, Unbound verwalten

Mein Fazit: Ich sag einfach was ich brauche und es passiert. Kein YAML-Gefummel, kein Doku-Wälzen, kein Trial-and-Error. Claude kennt mein komplettes Setup und arbeitet damit. Kann das Setup nur empfehlen, vor allem wenn man wie ich eher ungeduldig ist was Konfiguration angeht. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Hier noch ein Screenshot von meinem Arbeitsplatz - links VS Code mit Claude Code, rechts Home Assistant:

Falls jemand Fragen zum Setup hat, fragt gerne!

22 „Gefällt mir“

Man könnte für so was auch einfach die so genannten “Release Notes” lesen die bei jedem Update angezeigt werden:


Dann muss man nur lesen und nicht noch zusätzlich ein Prompt schreiben.

Aber ich nutze HA wohl auch anders, ich nutze es um von der Cloud weg zu kommen nicht um alles mit Cloud KI verwalten zu lassen.

11 „Gefällt mir“

Ist mir zu unsicher sowas zu nutzen.

3 „Gefällt mir“

Ich nutze ein ähnliches Setup mit VSCode und Codex. Btw. Simon hat die ganze Bandbreite an KI Möglichkeiten in seinem neuesten Video sehr gut erklärt.

2 „Gefällt mir“

Bei mir kommt eine KI (Keine Intelligenz) nicht ins Haus und habe ich auch so noch nie genutzt, bei jedem Gerät oder jeder App, die sowas anbietet, wird das sofort deinstalliert oder deaktiviert. Bin da von Filmen wie Terminator (Cyberdyne Systems / Skynet) abgeschreckt und bekanntlich wird/wurde vieles aus Science Fiction Filmen irgendwann Realität, positiv, wie auch negativ.
Außerdem mag ich das Herumgefummel am Home Assistant, bis etwas funktioniert, ist ja auch ein Erfolgserlebnis und kommt man mal nicht weiter, hilft dieses Forum mit echten, wirklich intelligenten Menschen ungemein und andere Foren in anderen Bereichen.
Mir geht übrigens bereits auf den Sack, daß auch Home Assistant, beworben als unabhängiges und cloudfreies System, solch einen Keine-Intelligenz-Assistenten voreingebaut hat.

14 „Gefällt mir“

Für mich ist das auch nix. Ich pack da lieber Gehirnschmalz rein. Weil je mehr sich das Oberstübchen anstrengen muß um so fitter bleibt es.

5 „Gefällt mir“

Ich nutze LLMs auch relativ häufig, aber ehrlich gesagt würde ich denen keine vollständigen Aufgaben übertragen. Ich habe das ein paar mal bei anderen selbst gehosteten Sachen ausprobiert und da kam eigentlich nie etwas raus, was ohne Nacharbeit von mir funktioniert hat. Die Dinger sind super praktisch für Diagnose (Logs auslesen und interpretieren), Dinge erweitern oder kleinere spezielle Probleme zu lösen. Aber alles was darüber hinaus geht hat bei mir bisher immer erst nach einiger Nacharbeit und debugging funktioniert. Und das gebastel macht ja auch irgendwo Spaß, wieso also komplett auslagern?

2 „Gefällt mir“

Blasphemische Frage: verstehst du was da passiert?
Wenn nein: was machst du, wenn dein HA mal etwas essentielles nicht so tut wie er soll und Claude keinen Bock mehr hat?

Ich benutze auch KI - für CSS-Kram - also Optik. Alle Dashboards die ich habe funktionieren auch ohne die Inhalte, die ich per KI hinzugefügt habe.

2 „Gefällt mir“

Hmm,

  • und wo bleibt dann der Spass an dem ganzen ?
  • was lernst wenn der AI alles macht ? Da bleibst du doof und sitzt früher oder später in der Falle.
  • wo bleibt das Erfolgserlebnis etwas SELBST hingezaubert zu haben ?

Nennt mich altmodisch oder konservativ, aber für mich ist das nix.
bb

8 „Gefällt mir“

Das hört sich sehr interessant an, ist mir bei meinem Setup aber zu gefährlich.
Ich steuere damit nen ganzes Haus und jegliche Peripherie. Es handelt sich um ein produktives live System welches über 500 Geräte mit mehr als 5500 Entitäten hat. Ich nutze selbst KI zum programmieren und vieles andere - ich weiß also wie viel schief gehen kann. Auf mein System jetzt einfach eine KI loszulassen würde mir nie einfallen. Jegliche Implementierung wird (auch jene die mit KI erstellt wurden) auf Herz und Nieren getestet bevor sie live gehen.

4 „Gefällt mir“

Ich bin ja selbst sehr abgeneigt der KI-Geschichte gegenüber.

Allerdings muss ich dem Ganzen schon auch meinen tiefen Respekt zollen, weil es schlicht der Hammer ist, was da raus kommt.

Beispielsweise habe ich (auch angefixt von diesem Thread) vorhin mal Gemini beauftragt, den YAML-Code einer recht komplexen Automation nach Optimierungspotential zu untersuchen und auch gleich eine Funktionsbeschreibung zu erstellen.

Was soll ich sagen, es wurde ohne Hinweis meinerseits der Sinn dahinter erkannt (stufenweises Einschalten vom Heizstab abhängig vom PV-Überschuss) und auch gleich darauf hingewiesen, dass es eine weitere Automation braucht welche auch wieder ausschaltet, gefolgt vom Vorschlag der Erstellung einer kombinierten Automation… :partying_face:

Schon gruselig irgendwie - ich bleibe aber dabei, dass man es nur nutzen sollte, wenn man das Ergebnis auch selber im Detail versteht.

5 „Gefällt mir“

Hallo,

ich nutze KI sehr intensiv, auch in Homeassistant. Ich bekomme damit Dinge gelöst die ich vorher sehr oft nicht gelöst bekommen habe. Und ich habe es mit meiner lokalen KI geschafft, Alexa, google Assistant und Siri aus meinem Smarthome zu verbannen. Das macht alles meine KI. Damit sind trotz KI meine Daten sicherer als mit besagten Sprachassistenten. Für ich persönlich ist da die Nutzung von KI das weitem geringere Problem als eine Wanze im Haus zu haben bei der ich nicht weis wer dauerhaft mithört. Aber das ist nur ein usecase es gibt zahlreiche weitere.

Zum Thema lernen; durch die intensive Beschäftigung mit KI habe ich sowohl meine Smarthome Möglichkeiten aber auch mein persönliches Wissen auf einen vollkommen anderen Level gehoben. Ich beschäftige mich seit ungefähr einem Jahr intensiv mit dem Thema und muss sagen, dass ich selbst im Studium keinen so intensiven Lernerfolg hatte wie in diesem einem Jahr. Ich lerne dadurch KI zu nutzen aber auch zu verstehen wie sie funktioniert und vor allem wo die Risiken sind. Warum finde ich das ausgesprochen wichtig:

KI ist ein globales Thema und es ist da. Wir können darüber diskutieren ob wir das gut finden oder nicht, wir können uns umfangreiche Regelwerke schaffen um KI im Zaum zu halten. Ich persönlich glaube dass der beste Weg die Risiken in den Griff zubekommen Bildung das Verstehen von KI ist. Ich glaube KI auf transparente Art und Weise (Open Source) auf möglichst breiter Basis in Europa mit zu entwickeln uns mehr schützt, als die Entwicklung milliardenschweren BigTec Unternehmen in Übersee zu überlassen. Negieren wird uns abhängen und zwar extrem schnell. Regeln sind wichtig aber extrem verhindernde Regeln stellen nur sicher, dass die KI Entwicklung nicht in Europa stattfindet. Was wir dadurch definitiv nicht sicher stellen ist, dass die KI Entwicklung nicht stattfindet.

Aber das ist eine höchst persönliche Entscheidung die jeder für sich selbst treffen muss. Ich habe vollstes Verständnis wenn jemand KI ablehnt. Es gibt zahlreiche Gründen die dafür sprechen das zu tun. Aber es gibt genauso viele Gründe die dagegen sprechen, daher hoffe ich, dass wenn jemand persönlich die Entscheidung für sich trifft die Entwicklung verstehen zu wollen, dies auch akzeptiert.

Beste Grüße
Elmar

17 „Gefällt mir“

Ich nutze KI auch gerne, um mich bei meinen Aufgaben unterstützen zu lassen. Ich möchte momentan aber nicht, dass sie alles für mich erledigt oder sogar selbstständig Dinge in irgendwelchen Systemen verändert. Ich möchte das selbst erledigen und verstehen, was ich gemacht habe.
Das wird sich aber ziemlich schnell ändern und sie wird bald fester Bestandteil in all unseren Systemen sein und völlig eigenständig die verschiedensten Dinge übernehmen.
Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als man sich mit einem Modem über die normale Telefonleitung, kostenpflichtig pro Minute, in das Internet einwählen musste. Damals hieß es auch, dass man auf keinen Fall mit seinem normalen Rechner, auf dem man seine persönlichen Daten hatte, dauerhaft im Netz sein sollte. Empfohlen war eine zweite Windowspartition, auf der keine Daten gespeichert wurden und die nur dazu da war, um sich ins Internet einzuwählen. Und jetzt . . .

3 „Gefällt mir“

Ja, ich lehne AI nicht grundsätzlich ab und verwende es auch selbst ab und an.
Aber sich “alles davon machen zu lassen” finde ich merkwürdig. Da hat man doch keine Befriedigung mehr etwas geschaffen zu haben. DAS ist doch die Freude an unserem Hobby. Jetzt nur zu sagen mach mir diese oder jene Automation - hmm - und dann - is fad. Weil seien wir mal ehrlich richtig benutzen tut man eh nur eine Bruchteil dessen was man konfiguriert und integriert hat. Den Rest macht man weil mans es halt kann - zur eigenen Freude.
Is irgendwie so wie für die Geburtstagseinladung selbst eine Torte backen und den ganzen Tag verzieren oder einfach eine tiefgekühlte beim Aldi kaufen. Naja, wers mag soll damit glücklich werden.

bb

Ich bin selbst grundsätzlich ein großer Freund von KI als Werkzeug. Weil es Dinge abnehmen kann, die man nicht selbst tun möchte. Wichtig ist mir dabei nur immer, dass ich es tun könnte. Alleine schon, um nachzuvollziehen was die KI dort tut und ggf. auch falsch macht.

Und ich erlebe quasi keine KI, die nicht random auch böse Fehler macht.

Wenn Du sagst, dass Du nicht einmal Dokumentation liest. Verstehst Du dann überhaupt, was auf Seinem system geschieht? Würdest Du also erkennen, wenn im Hintergrund Dinge geschehen, die Du nicht möchtest? Oder könntest Du ein Problem ohne KI beheben oder überhaupt diagnostizieren?

Die Aussage Ich bin zu 100% und dauerhaft vom Wohlwollen meiner KI abhängig! wirst Du vermutlich in der Form nicht treffen. Aber exakt das ist dann der Fall, oder sehe ich etwas nicht?

KI ist gerade eine große Blase, von der nicht klar ist, dass sie nicht platzen wird… Aktuell geht es um Umsatz und Entwicklung. Gewinne macht damit niemand, während Hardware teurer wird…

2 „Gefällt mir“

Schließe mich dem voll und ganz an.

4.) Was mache ich dann mit der ganzen frei gewordenen Zeit ?

2 „Gefällt mir“

Vielen Dank für euer Feedback! Ich bin doch überrascht über eure Zurückhaltung, aber das ist wohl meine Schuld. Ich hätte vielleicht erklären sollen wo ich herkomme.

Ich habe eine Firma und wir machen Produktdesign - von Elektronik (ESP32, ST, TI, FPGAs) über Firmware und technische Desktop-Anwendungen bis CAD-Design und 3D-Druck (wir haben über 20 Bambulab Drucker). Hier macht KI mittlerweile 90% des Codes und wir haben 300€ an Abos für KI im Monat. Das ist unser Arbeitsalltag.

Ich habe für mich entschieden, dass nicht das Arbeiten an HA das Hobby ist, sondern das Nutzen in unserem Haus. Das ist ein wichtiger Unterschied - und es ist völlig ok, wenn viele ihre Hobbies anders definieren.

Das Gleiche habe ich auch für das Hobby 3D-Druck entschieden. Ich werde nie wieder an einem 3D-Drucker arbeiten (wie in meinen jungen Jahren), sondern liebe es, diesen einfach zu benutzen.

Was ich damit sagen will: Ich weiß genau was ich mache und nutze KI als Werkzeug, um meine Kreativität auszuleben und schnell das zu bekommen, wie ich es mir vorstelle. Und es ist völlig ok, wenn jemand den Weg liebt - aber ich liebe das Ziel mehr :slight_smile:

PS: Falls jemand im Raum Karlsruhe Unterstützung im PCB-Design, Firmware, Desktop-Software oder CAD/3D-Druck braucht, oder einfach Unterstützung bei der KI-Integration ins Unternehmen - schreibt mich gerne per DM an.

VG

10 „Gefällt mir“

Spannend. Beide Seiten der Medaille. Man kann sich ja auch von der KI eine Doku und/oder die Kommentare im Code schreiben lassen. oder gleich ein ganzes Wiki zu seiner HA Installation.
Ich bin eher skeptisch, wenn ich der KI Zugangsdaten geben soll.
Aber helfen kann KI schon, einfach weil ich nicht mühsam Infos im Netz zusammensuchen muss.

Mal eine Frage an den TE: ich überlege, auf Aliases umzusteigen - ist das eine Aufgabe, die die KI gut erledigen könnte?

1 „Gefällt mir“

Absolut! Aus meinem Beispiel hier (was wirklich etwas Einfaches war), aber es gehen viel komplexere Sachen:

Ich wollte eine einfache Änderung an einer Dashboard-Karte. Claude Code hat ein Python-Script erstellt, welches nach der Karte sucht, den Code direkt lokal auf dem Raspberry Pi anpasst und sofort Home Assistant neustartet. Das in wenigen Sekunden.

Damit kann man auch sehr komplexe Anpassungen machen lassen. Sag der KI, dass sie vorher ein Backup der Dateien auf deinen PC macht. Ich arbeite dabei mit lokalen Git-Commits - das macht sie auch vollautomatisch und ich kann jederzeit dahin zurückspringen wo ich hin will.

Zum Thema Zugangsdaten: Die liegen in einer lokalen CLAUDE.md Datei auf meinem Rechner. Die geht nirgendwo hin, das ist einfach eine Projektdatei die Claude Code als Kontext nutzt. Das ist kein Cloud-Dienst wo du Credentials hochlädst.

Zum Thema Aliases: Ja, genau solche Migrationsaufgaben sind perfekt für KI. Du lässt sie deine aktuelle Config auslesen, sagst was du willst, und sie macht die Umstellung mit einem script. Mit Git-Backup vorher bist du auf der sicheren Seite.

Ein echter Gamechanger.

2 „Gefällt mir“

Das heißt Claude Code läuft vollkommen lokal und hat keinen Zugriff aufs Internet?