Löst HA meine Probleme?

Hi!

Da das mein erster Beitrag ist, schreibe ich erst einmal, wo ich stehe. Ich bin neu in der Smarthome Welt und wenn ich ehrlich bin, stehe ich dem Thema eigentlich eher skeptisch gegenüber. Eigentlich ist mir ein mechanischer Schalter immer noch am liebsten. Aber wir sind nun im Jahr 2026 und man kommt kaum noch drumrum.

Auf der anderen Seite mag ich Technik. Ich habe breites einige Bastelprojekre mit Arduino und ESPs umgesetzt (zum Beispiel eine Steuerung für eine historische Nähmaschine mit Erfassung der Nadelposition, Steppermotor, usw). Selbst bin Softwareentwickler, fachlich also durchaus erfahren.

Weshalb ich über HA nachdenke: bisher hatte ich Nachtspeicherheizungen, ergänzt mit (smarten Könighaus) IR Heizungen. Die Nachtspeicher habe ich raus geworfen und habe eine Multisplit Klimaanlage installieren lassen. Die IR Heizungen werde ich wohl als Backup in Nebenräumen, die wenig beheizt werden, bleiben. Zusätzlich habe ich ein Balkonkraftwerk.

Die Klimaanlage hat eine nervige Eigenschaft. Stelle ich sie auf “heizen” mit einer Zieltemperatur, heizt sie den Raum auf. Der Lüfter steht auf “Auto”, dreht also schneller (und lauter) je mehr noch geheizt werden muss. Je näher man sich der Zieltemperatur annähert, desto langsamer dreht der Lüfter. Aber wenn die Zieltemperatur erreicht ist, arbeitet der Lüfter trotzdem (mit niedriger Drehzahl) weiter. Die Anlage kommt nicht auf die Idee, dass das Gerät sich ja jetzt auch erstmal komplett ausschalten könnte. Das finde ich extrem nervig.

Ich würde gerne eine Regel aufstellen:

Wenn

  • Klimaanlage im Heizmodus
  • Zieltemperatur ist erreicht
  • 5 Minuten lang wurde die Zieltemperatur gehalten

Dann schalte die Anlage aus.

Eigentlich bin ich mir sicher, dass das umsetzbar sein sollte. Aber vielleicht fehlt mir noch die letzte Bestätigung, bevor ich Geld und mentale Energie in das Projekt investiere.

Die Anlage ist von Toshiba, da habe ich bereits gesehen, dass es Möglichkeiten für die Einbindung in HA gibt (entweder über die Toshiba Cloud oder über eine ESP Lösung. Beides trau ich mir zu).

Was sagt ihr zu meinem Ansinnen? Umsetzbar?

Dankeschön!

Hallo,

wenn die Einbindung des Klimagerätes funktioniert, dann ist das definitiv mit HA abbildbar. Aber mir stellt sich die Frage ob die “Nachlauffunktion” nicht gewollt ist. Wenn das Gerät nach 5min ausschaltet wird die Temperatur im Raum fallen. Wenn dann die untere Toleranzgrenze erreicht ist, schaltet es wieder ein. Damit hat man dann einen auf- und abschwingenden Temperaturverlauf. Dieses verhalten möchte man in der Regelungstechnik eigentlich vermeiden, weil es ineffizient ist. Ich vermute, das dass Klimageräte beim erreichen der Zieltemperatur auf kleiner Stufe nachheizt um die Temperatur zu halten und das macht aus Effizienz Sich auch Sinn.

Der Lüfter läuft grundsätzlich nach, um Schimmel zu vermeiden.

Selbst wenn man die Klimaanlage also abschaltet, wenn die Zieltemperatur erreicht ist, läuft der Lüfter noch so 20 Minuten nach. Habe selbst ein Toshiba KIimaanlage.

Das kann natürlich sein, das habe ich nicht bedacht. Ich hab die Anlage erst seit 2 Tagen. Ich beobachte mal, ob sie ganz ausschaltet, wenn sie nicht mehr heizen muss, weil mittags die Sonne rein scheint.

Habe ich mir vor drei Jahren extra nochmal für kleines Geld gebraucht gekauft​:grinning_face:

Die 2KW einphasigen Stiebel Nachtspeicheröfen lassen sich intern prima mit Shelly Schaltern nachrüsten (3 einzelne 680Watt Heizkreise) und dann per PV-Überschuss EMS aufladen.

Die Stiebel internen Sicherheitsmechanismen/Steuerung werden auch nicht beeinflusst - die Shelly Schalter simulieren praktisch jeweils nur eine durchgebrannte Heizspirale.

Läuft bei uns prima in den Übergangszeiten von März-Mai und ab September-Ende Oktober.

Bis auf den erhöhten Energiebedarf sehe ich bei unserer Nachtspeicherlösung nur Vorteile gegenüber einer Split-K.

Mit HA bist Du aber so oder so auf dem richtigen Weg. Ggf. auch nochmal evcc als HA Addon anschauen.

Die Nachtspeicher als alleinige Wärmequelle fand ich schrecklich. Wenn man Abends friert und die Heizung einschaltet, ist es am nächsten Morgen warm. Und dann scheint die Sonne in die große Fensterfront und man hat Mittags 25 Grad in der Bude und lüftet die teuer erzeugte Wärme wieder raus, weil die Steine noch heiß sind. Deshalb hab ich irgendwann die IR Heizungen dazu gekauft, um das abzufedern.

Ich hatte einen Energieberater hier (selbst bezahlt, bekommt keine Provision), der sagte mit der Klimaanlage (ist ja eine LLWP) wird sich mein Heizenergieverbrauch um den Faktor 3 bis 4 reduzieren, je nach Wetter. Ich hab für die Amortisation mit dem Faktor 3 gerechnet und für mich macht das alles Sinn. Der Komfortgewinn (schneller warm, kühlen im Sommer) und die Wertsteigerung der Wohnung kommt noch zusätzlich dazu.

Die wird sich nicht ganz abschalten, wenn die Temperatur erreicht ist. Das wäre auch erstmal unsinnig. Das ist wie beim Autofahren. Wenn Du 100km/h schnell fahren willst, dann gibst Du Gas, bis zu 100km/h erreicht hast und nimmst dann das Gas soweit zurück, damit Du die Geschwindigkeit hälst. Da gehst Du ja auch nicht komplett vom Gas, bzw. machst sogar den Motor aus.

Vielen Dank auf jeden Fall für die Antworten. Das hilft mir zumindest zu verstehen, weshalb die Anlage so lange nachläuft.