INFO: SFML ausserhalb des HA nutzen (lokal) // hier auf dem Fernseher / Laptop / anzeigen

:rocket: Warum ich Home Assistant „entschlackt“ habe – und warum Stats gebaut habe..

Disclaimer:

  1. Grundsätzlich birgt dieses Vorgehen das Potential, sein Netzwerk zu exposen, wenn man nicht weiß, was man tut. → grundsätzlich sollte man einen eigenen Server nicht von außen zugänglich machen!
  2. Ich werde hier keine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Absicherung geben, sondern das Konzept erklären.

:light_bulb: Der Hintergrund: Warum der Aufwand?

Ich werde oft gefragt: „Warum programmierst du dir eine eigene Anzeige, wenn Home Assistant doch Dashboards hat?“ Ganz ehrlich? Weil ich weder das Design der Standard-Oberfläche mag, noch Lust auf die ständig präsente Seitenleiste habe. Das Bauen von Karten in HA ist oft umständlich und das Ergebnis für mich optisch nicht zufriedenstellend.

:warning: Das Problem: Home Assistant ist kein Office-Ersatz!

Ich beobachte immer wieder, wie HA „missbraucht“ wird. Nutzer installieren Paperless, Adguard oder sogar einen Visual Studio Code Server direkt in Home Assistant.

Das Problem dabei? Diese Anwendungen entfalten dort nie ihr volles Potenzial. HA ist ein geschlossenes System mit einer spezifischen Struktur. Packt man es zu voll, leidet die Stabilität und das gesamte System wird ausgebremst. Home Assistant ist im Kern eine Datenbank mit Schnittstellen – kein vollwertiges Server-Betriebssystem für Office-Apps.

:hammer_and_wrench: Meine Lösung: Der „Türsteher“-Ansatz

Bei mir läuft ein klassischer, schlanker Raspberry Pi 4 mit einem nativen Linux-Server (ohne GUI, rein Ressourcen-schonend).

  • Echte Anwendungen: Programme wie Paperless laufen als native Linux-Anwendungen. Sie sind schneller, stabiler und erhalten Updates unabhängig von Home Assistant.
  • Die Schaltzentrale: Ich habe eine einfache, lokale Homepage gebaut, die als Dashboard fungiert. Per Mausklick erreiche ich alle echten Anwendungen.
  • Die Rolle von HA: Home Assistant liefert mir nur das, was es am besten kann: Daten. Er pollt die Sensoren meiner Solaranlage und stellt sie bereit.

:bar_chart: Visualisierung ohne Ballast

Ich nutze eine eigene Integration, die die Daten aus HA zieht und auf einer schlanken Webseite im lokalen Netzwerk anzeigt – im Prinzip wie ein maßgeschneidertes Grafana.

Der Vorteil:

  • Performance: Es ist blitzschnell und stabil.
  • Design: Ich sehe nur die Stats, kein „HA-Gedöns“.
  • Flexibilität: Die Anzeige läuft auf dem Smart-TV, dem Tablet oder jedem Browser – egal ob Windows, Mac oder Linux.
  • Sicherheit: Der Server fungiert als Türsteher und ist nach außen hin komplett abgeschottet.
  • Stabil: Home Assistant macht seine Backups auf den Linux-Server, kein Energiehungrieges NAS im Hintergrund.
  • Use Case:Home Assistant macht nur das wofür es konzipiert wurde - Datensammeln und eine Datenbank schreiben
  • Leistung: der Home Assistant wird unheimlich klein, schlank, schnell und reaktiv
  • Sicherheit: Private Daten (Kameras, Dokumente, …) sind strikt getrennt und landen niemals im www
  • Backup und Datenverlust: kleine dedezierte Backups, so wie man sie möchte
  • Einfach: Weniger komplexität und Bastelei, da alles genau dafür genutzt wird wofür es gedacht war / ist und keine Work-Arrounds benötigt.
  • Weniger Kopfschmerzen: Keine Update-Sorgen da die Abhängigkeiten deutlich reduziert werden.
  • Familienfreundlich und sicher: Bedienung ist sehr einfach und wie man es von anderen Anwendungen kennt. Man muss nicht studiert haben und allgemeine Anleitungen funktioinerten → keine abgespeckten Versionen mit X-Einschränkungen.

Die interne Website:

Stats → so wie es konzipiert und gedacht ist → ohne Home Assisatant Menübar und zeug.. einfach eine lokale Anzeige → schlicht, schnell, informativ und resourchenschonend. Kompatibel mit jedem Browser..

Mein Fazit: Nutzt die Dinge dafür, wofür sie gebaut wurden. Home Assistant für die Daten und das Smart Home – einen Linux-Server für die Anwendungen. Es erfordert ein wenig Mut, sich an die Konsole zu wagen, aber die Stabilität und Freiheit belohnen einen jeden Tag.

Mein Setup:

  1. Raspberry PI 4 → Ubuntu Server (ohne grafische Oberfläche)
  2. Alter Laptop → Home Assistant

Anwendungen (nativ und original nur lokal)

Server:

  • Paperless Office
  • NextCloud
  • Adguard
  • File Browser
  • SSH Terminal
  • Studio Code Server
  • influxDB
  • Grafana

Home Assistant:
nur basic-apps und standart → keine Spielerein

Backup-Strategie:
HA → auf Server
Server → auf NAS (schaltet ihn selber ein und nach Backup wieder aus)

Stromersparnis: 80%
Kopfschmerzen: 0
Wartung: minimal

Viel Spaß beim Nachbauen, …

PS:
Ich kann und werde hier keine Anleitung geben, wie man es Schritt für Schritt macht.. !

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Da bin ich ganz anderer Meinung​:wink: - Das ist nun genau mein bevorzugets Setup :grinning_face:

HA runter von Proxmox und nun Bare Metal auf der ehemaligen x86 Proxmox Maschine.

Als HA Apps viele ehemalige Proxmox VMs wie evcc, Paperless nun in HA als App integriert.

HA Backup für Alles HA und Apps - nach der 3-2-1 Regel. Alles unter einem Dach und Fach, super schlank in der Administration - nur noch eine Maschine, reduzierte Energiekosten.

Ich liebe dieses Setup, speziell seitdem ich Proxmox los bin.

Habe noch einen zweiten, aber nicht ganz so potenten x86-MiniPc (Esprimo Q920) als Hardware Backup, der aber im Falle des Falles das komplette obige Setup/Backup aufnehmen kann und somit eine potentielle HA-Down-Time auf ein Minimum reduziert.

Viele Wege führen nach Rom.

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