Ich nutze selbst noch Homematic NonIP (damals wegen dem Cloudzwang extra auf IP verzichtet).
Angefangen auf einem Raspberry Pi 3B, dann das Funkmodul mit auf einen Pi 4B übernommen und unter Home Assistant als App weiter betrieben.
Inzwischen läuft mein OpenCCU (so heißt der ganze Kram ja jetzt) auf einem Mini PC mit dem Homematic USB Funkstick, da das damalige Funkmodul nur auf den RasPi passte.
Das Ganze läuft unter Proxmox in einer VM mit HAOS (Home Assistant OS).
In HAOS eben OpenCCU als App.
Alle Themostate und Sensoren laufen nach wie vor einwandfrei, als hätte sich nie was geändert.
Damals gab es noch parallel die CCU3, jedoch hatte ELV selbst unter dem Namen “Charly” eine Art Eigenbau CCU3 angeboten, wo man den damals erhältlichen Raspberry Pi B3(+) mit den Zubehörteilen von ELV zu einer “richtigen” (und günstigeren) CCU3 ausbauen konnte.
Die eigentliche Firmware war/ist bei beiden Varianten identisch und wird auch von externer Seite weiter gut supportet.
Jetzt eine CCU3 neu zu kaufen und extern an Home Assistant anzubinden, macht für mich keinen Sinn, da es Homematic (OpenCCU) auch als App für Home Assistant gibt und damit einen extra Rechner überflüssig macht.
Daher wäre mein Weg:
Hardware für Home Assistant aussuchen und OpenCCU mit der passenden Funkhardware zusammen mit Home Assitand darauf laufen zu lassen.
EInen Raspberry Pi (der das sicher locker packen könnte) würde ich aus 2 Gründen vermeiden:
- preislich gerade sehr unattraktiv
- ab Pi 4B Probleme mit der Funkplatine in Verbindung mit USB3
Punkt 2 lässt sich zwar lösen aber Punkt 1 spricht trotzdem sehr dagegen, es sei denn, Du hast einen 4er oder 5er gerade ungenutzt “rumliegen”.
Natürlich kannst Du OpenCCU zwar auch auf einem Pi 3B(+) weiter betreiben, jedoch ist dann Home Assistant eher zu viel für den Guten, zumal man mit HA ja auch noch vieles Weiteres realisieren möchte.
Wenn, dann schau, ob Du einen Mini PC gebraucht günstig bekommen kannst
Die Migration per Backup von einer CCU sollte “eigentlich” kein Problem sein.
Jedoch habe ich mit CCU2 => OpenCCU keine Erfahrung.
CCU3 => OpenCCU war dahingehend recht easy.
Fazit:
Wenn neu, dann evtl. zukünftige Automationswünsche mit einplanen und einen sparsamen Mini PC überlegen und Homematic NonIP ganz einfach s lange weiter betreiben, solange das noch läuft und momentan sieht es nicht danach aus, als wenn Homematic NonIP/IP/wired vor dem Aus wäre, ganz im Gegenteil.
Was die Frage nach anderen Komponenten angeht, wenn etwas kaputt geht, kann ich nur für mich sprechen:
Solange es noch Homematic NonIP Zeug gibt, wäre das eine Überlegung zum Neukauf wert, wobei aber auch da die Preise leider angezogen haben.
Evtl. mal bei ELV nach Bausätzen schauen, die meist nochmal günstiger sind, oft aber was anzulöten ist (Pinleiste oder so).
Hier ist halt die Frage, ob Du auf was Bewährtes (evtl. teurer) zurückgreifen willst oder auch in anderen Bereichen nach und nach umstellen willst, die Konkurrenz holt ja da immer weiter auf, wobei aber auch viel Schrott existiert.
Wo ich z.B. umgestieben bin:
Da damals AVM quasi mit deren DECT Steckdosen der heiße Schei** war, bin ich inzwsichen auf IKEA umgestiegen, da “gleiche” Funktionalität für einen Bruchteil des Preises.
Das wiederum erforderte zwar einmalig eine kleine Investition in einen neuen Funkstandard (von DECT nach Zigbee oder Matter (over Thread) oder beides).
Aber im gesamten gesehen fahre ich damit auf Dauer billiger.
Aber mein Homematic Zeug nutze ich solange es geht und das seit Jahren ohne Probleme.
Nachtrag:
Ach ja, ELV (Shop), eQ3 (Hersteller) und Homematic (System) gehören zusammen.
Daher nicht wundern, wenn man das Meiste nur bei ELV findet und eQ3 drauf stehen sollte.