Homematic Classic noch Zeitgemäß?

Hallo Zusammen.

Habe mich ganz neu hier angemeldet, weil ich eine Einschätzung/Rat brauche. Ich habe schon seit längerem an allen Fenstern und Heizkörpern Sensoren und Aktoren von Homematic an einer CCU2. Soweit funktioniert das ganz wunderbar. Letztens ist ein Heizkörperthermostat defekt gegangen und mir kam der Gedanke ob es nicht sinnvoll wäre auf etwas moderneres umzusteigen, das System ist ja mittlerweile doch etwas betagt.

Macht es sinn, das Homematic System weiter zu betreiben solange es funktioniert und defekte Sensoren/Aktoren Schrittweise austauschen? Sollte ich nur die CCU2 gegen eine aktuelle OpenCCU austauschen?

Ich würde mich auch gerne etwas in Home Assistant einarbeiten und habe mir am Wochenende ein Testsystem erstellt. Damit könnte ich ja Homematic dann verknüpfen, aber wenn es eh keinen Sinn mehr macht, das Homematic Classic System weiter zu betreiben, kann ich mir die Arbeit ja sparen.

Danke schon mal für Eure Einschätzungen.

Grüße S70rm7r00p3r

Zu dem Thema wurde hier

Viel gesagt… hast Du Homematic .. oder Homematic IP

Welches Problem willst Du mit einer CCU3 oder HCU lösen? Wenn es kein Problem gibt.. weiter betreiben .. und in HomeAssistant integrieren

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Hey,

lass es laufen so lange es geht … wenn du Lust hast dann setze dir eine OpenCCU auf dann ganz du mit HMIP ersetzt und HA geht dann auch wunderbar…

Betreue auch noch eine reine HM Anlage.. und da kann ich dir sagen die läuft und läuft…

Also warum E Schrott verursachen wenn es läuft…

Grüße

Ich würde alles laufen lassen, aber bei Defekt als Ersatz nicht mehr Homematic Geräte, sondern Homematic IP Geräte kaufen. Die CCU2/3 und OpenCCU können beide Protokolle.
Kläre aber vor dem Kauf, ob die CCU2 die neueren HmIP Geräte auch unterstützt (ggf. im Homematic-Forum fragen)
Beachte auch, dass eine Heizgruppe entweder nur HM oder nur HmIP Geräte haben kann.

Wenn die CCU2 ausfällt (oder Du ein Gerät einsparen willst), würde ich sie durch OpenCCU (Als HA-APP (Add-in) unter HAOS oder als VM, je nach Installationsart von HA) und den HmIP RF-USB Stick ersetzen.

Danke für den Link, werd ich mir durchlesen. Ja, ich habe Homematic (nicht IP). Auch im Titel hab ich Homematic Classic als Unterscheidung geschrieben.

Ich hab aktuell keine Probleme mit dem Betrieb, aber ich wollte wissen ob es sinn macht das System weiter zu betreiben. Es ist ja doch schon etwas älter und wenn jetzt nach und nach einzelne Aktoren/Sensoren ausfallen ob ich nicht auf was moderneres wechseln soll.

Ja, den Eindruck habe ich auch, das System an sich läuft sehr stabil. Deshalb wollte ich eine Einschätzung von ein paar Leuten, die schon mehr Erfahrung in dem Bereich haben als ich. Wenn es nicht sein muss, würde ich es einfach weiter laufen lassen und mit HA erweitern.

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Das ist ein super Hinweis! Ich weiss, dass die CCUs Homematic und Homematic IP können, aber dass in einer Gruppe nicht beide Typen sein könnnen ist mir neu. Danke!

Die CCU2 kann kein HMIP das geht erst ab CCU3….

Bist du dir da sicher? Ich meine, dass das ab der CCU2 funktioniert. Aber egal, ich werde das System erstmal so weiter betreiben wie es mir geraten wurde. Vielleicht teste ich mal noch die OpenCCU, die sollte das ja auf jeden Fall können und dann das ganze in HA integrieren.

Vielen Dank euch allen für eure Meinungen, das hat mir schon mal weiter geholfen.

Oder eine Pi .. mit Funkmodul… oder oder :wink:

Doch, die CCU2 kann auch HmIP. Gibt halt kein Update mehr dafür. Werden also nicht mehr alle HmIP Geräte unterstützt.

Die CCU2 kann HmIP-Funk, aber kein HmIP-Wired.
Bei den HmIP-Funk - Geräten kann man grob sagen: alle Geräte die nach 2021 veröffentlicht wurden werden nicht mehr unterstützt.
Dazu kommt das man an einer CCU2 keine HmIP-Funk - Geräte mehr “übers Internet” Anlernen kann, auch keine “alten” noch unterstützen. Das geht nur noch lokal mit den Daten des jeweils beiliegenden QR-Aufklebers.

Ich betreibe schon seit vielen Jahren mein Smart Home überwiegend mit Homematic. Nach der CCU 1 und CCU 2 bin ich mittlerweile bei OpenCCU auf einem RasPi 5 angekommen. Zusätzlich bin ich über ioBroker bei Home Assistant gelandet. Seit einigen Jahren ersetze ich “alte” Homematic Geräte entweder durch Homematic IP oder ZigBee bzw. WLAN-Geräte. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Systemen. Mit der Kombi aus OpenCCU und Home Assistant bleibt die Steuerung weiterhin im eigenen Haus. Weitreichende Steuerungsaufgaben löst der Home Assistant, während einige Basisautomatisierungen (z.B. Markise schließt bei Sturm oder Regen) weiterhin auf der OpenCCU verbleiben.
Ich würde die stabilen Homematic-Systeme nicht zwingend ersetzen - besser bedarfsgerecht ergänzen.

Ich habe auch ein Mischsystem wie zapfs. HM classic sind alle Fensterkontakte und Heizkörperthermostate - läuft und ist über OpenCCU in HA eingebunden.

Warum ich aber ebenfalls nicht wechseln möchte, ist die Tatsache, dass HM als einziger optische Fensterkontakte hat (soweit mir bekannt ist). Die sind klein und es gibt halt kein Gegenstück mit Magneten oder so. Sieht am Fenster einfach diskreter und harmonischer aus.

Ich nutze selbst noch Homematic NonIP (damals wegen dem Cloudzwang extra auf IP verzichtet).

Angefangen auf einem Raspberry Pi 3B, dann das Funkmodul mit auf einen Pi 4B übernommen und unter Home Assistant als App weiter betrieben.

Inzwischen läuft mein OpenCCU (so heißt der ganze Kram ja jetzt) auf einem Mini PC mit dem Homematic USB Funkstick, da das damalige Funkmodul nur auf den RasPi passte.
Das Ganze läuft unter Proxmox in einer VM mit HAOS (Home Assistant OS).
In HAOS eben OpenCCU als App.

Alle Themostate und Sensoren laufen nach wie vor einwandfrei, als hätte sich nie was geändert.

Damals gab es noch parallel die CCU3, jedoch hatte ELV selbst unter dem Namen “Charly” eine Art Eigenbau CCU3 angeboten, wo man den damals erhältlichen Raspberry Pi B3(+) mit den Zubehörteilen von ELV zu einer “richtigen” (und günstigeren) CCU3 ausbauen konnte.

Die eigentliche Firmware war/ist bei beiden Varianten identisch und wird auch von externer Seite weiter gut supportet.

Jetzt eine CCU3 neu zu kaufen und extern an Home Assistant anzubinden, macht für mich keinen Sinn, da es Homematic (OpenCCU) auch als App für Home Assistant gibt und damit einen extra Rechner überflüssig macht.

Daher wäre mein Weg:
Hardware für Home Assistant aussuchen und OpenCCU mit der passenden Funkhardware zusammen mit Home Assitand darauf laufen zu lassen.

EInen Raspberry Pi (der das sicher locker packen könnte) würde ich aus 2 Gründen vermeiden:

  1. preislich gerade sehr unattraktiv
  2. ab Pi 4B Probleme mit der Funkplatine in Verbindung mit USB3

Punkt 2 lässt sich zwar lösen aber Punkt 1 spricht trotzdem sehr dagegen, es sei denn, Du hast einen 4er oder 5er gerade ungenutzt “rumliegen”.

Natürlich kannst Du OpenCCU zwar auch auf einem Pi 3B(+) weiter betreiben, jedoch ist dann Home Assistant eher zu viel für den Guten, zumal man mit HA ja auch noch vieles Weiteres realisieren möchte.

Wenn, dann schau, ob Du einen Mini PC gebraucht günstig bekommen kannst

Die Migration per Backup von einer CCU sollte “eigentlich” kein Problem sein.
Jedoch habe ich mit CCU2 => OpenCCU keine Erfahrung.
CCU3 => OpenCCU war dahingehend recht easy.

Fazit:
Wenn neu, dann evtl. zukünftige Automationswünsche mit einplanen und einen sparsamen Mini PC überlegen und Homematic NonIP ganz einfach s lange weiter betreiben, solange das noch läuft und momentan sieht es nicht danach aus, als wenn Homematic NonIP/IP/wired vor dem Aus wäre, ganz im Gegenteil.

Was die Frage nach anderen Komponenten angeht, wenn etwas kaputt geht, kann ich nur für mich sprechen:
Solange es noch Homematic NonIP Zeug gibt, wäre das eine Überlegung zum Neukauf wert, wobei aber auch da die Preise leider angezogen haben.
Evtl. mal bei ELV nach Bausätzen schauen, die meist nochmal günstiger sind, oft aber was anzulöten ist (Pinleiste oder so).

Hier ist halt die Frage, ob Du auf was Bewährtes (evtl. teurer) zurückgreifen willst oder auch in anderen Bereichen nach und nach umstellen willst, die Konkurrenz holt ja da immer weiter auf, wobei aber auch viel Schrott existiert.

Wo ich z.B. umgestieben bin:
Da damals AVM quasi mit deren DECT Steckdosen der heiße Schei** war, bin ich inzwsichen auf IKEA umgestiegen, da “gleiche” Funktionalität für einen Bruchteil des Preises.
Das wiederum erforderte zwar einmalig eine kleine Investition in einen neuen Funkstandard (von DECT nach Zigbee oder Matter (over Thread) oder beides).
Aber im gesamten gesehen fahre ich damit auf Dauer billiger.

Aber mein Homematic Zeug nutze ich solange es geht und das seit Jahren ohne Probleme.

Nachtrag:
Ach ja, ELV (Shop), eQ3 (Hersteller) und Homematic (System) gehören zusammen.
Daher nicht wundern, wenn man das Meiste nur bei ELV findet und eQ3 drauf stehen sollte.

Okay… dann habe ich da was falsch mir abgespeichert…

Vielen Dank für deinen Einblick. Ich habe mich damals auch bewusst gegen Homematic IP entschieden. 1. war es damals teuerer als das HM nonIP und 2. wollte ich ebenfalls keine Cloud.

Nachdem was ich hier gelesen habe, wird der längerfristige Plan sein, HA in einer VM auf einem Mini-PC mit Proxmox zu betreiben. Proxmox läuft eh, da dort schon zwei/drei VMs laufen.

Home Assistant ist eben totales Neuland für mich, und über Homematic läuft aktuell nur die Heizung. Aber es haben sich mittlerweile doch einige “Smart-Home” Geräte angesammelt und es wäre toll, wenn man das komfortabel über eine Oberfläche steuern/bedienen könnte. Ich denke wenn man erstmal in das Rabbithole eingetaucht ist, fällt einem immer wieder irgendetwas ein, das man noch umsetzten kann.

Du hast unter Home Assistant zwei Möglichkeiten bez. Homematic über die OpenCCU APP:

  1. Du hast Zugriff auf die originale Homematic Oberfläche und kannst darin alles steuern, wie bisher auch über die bekannte Webseite.
  2. Du kannst durch die Integration in Home Assistant Deine Aktoren/Sensoren abfragen und/oder steuern und alles in einem Dashboard mit anderer Hardware/Apps.

Das passende Funkmodul natürlich vorausgesetzt, falls Du Deine CCU2 in Rente schickst und OpenCCU auf Deinem Proxmox Server unter HAOS in einer VM betreibst.
Für Proxmox gibt es übrigens ein Helper Script, welches die Installation vereinfacht:

Home Assistant OS | Community Scripts

Du kannst die VM natürlich auch manuell anlegen und das HAOS Image installieren aber das Helper Script nimmt Dir die ganze Arbeit ab.
Ich nutze oft die Helper Scripts aber passe diverse Einstellungen gerne meinen Vorlieben an, wie z.B. Speicherplatz, RAM und CPU.
Allerdings sind die Vorgaben in den allermeisten Fällen schon gut voarausgewählt.

Da Du ja bereits Proxmox betreibst, nehme ich an, dass Du Dich da sicher schon auskennst.

Falls Du Homematic als Emulation (OpenCCU) in HA unter Proxmox laufen lassen willst, kann ich Dir diesen USB Stick empfehlen:

Homematic IP RF-USB-Stick für alternative Steuerungsplattformen HmIP-RFUSB,ARR-Bausatz | ELV Elektronik | Smart Home Systeme

Du musst zwar etwas löten aber fertig gelötet verlangen diverse andere Anbieter teilweise fast den doppelten Preis und ELV bietet IMHO den Stick nur als Bausatz an.

Damit sparst Du Dir eine CCU als extra Gerät, es sei denn, Dein Proxmox Host wäre zu schwach oder hat keine USB Ports.

Allerdings nutze ich kein Homematic Wired, daher kann ich dazu mangels Erfahrung nix schreiben.

Das ist das Problem bei Home Assistant:
Es kann süchtig machen …. :wink::grinning_face:

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